Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schedelich Adj. (165 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| rechen dô den man./ er und sîn gesinde $s schieden schedelîche dan./ Im was erslagen der bruoder; $s selbe wart er | |
| küneginne rîch,/ ich hân es alles schulde, $s des schaden schedelîch./ nu rechez, swer der welle, $s ez sî wîp oder | |
| sine fimf sinne, daz si icht inbrengin daz der sele schedelich si. daz ist gewis: waz der gude mensche sihit, des | |
| //Dit sehin sal zwivaldic sin: daz man abe tu daz schedelich si, und daz wir zu buzin daz uns gebrichit. di | |
| aber nicht geleidit fon der wisheit, so ist si gar schedelich. Godis rittir in sal sich nicht neigin uffe uzere dinc, | |
| vile innekeit suchin in der messe, he mochte tun daz schedelich were. der beiste rait ist daz man fore und noch | |
| smecket sere, ich fvrcht, er si/ Mir zv der wunden schedelich./ trvt neve, nv bedenke mich./ Dines vater triwe waren gvt,/ | |
| entrunnen alle dô,/ ir schaden wârens unvrô/ den sie sô schedelîche kurn/ und ir herren dô verlurn/ der in ze künge | |
| roubære und zouberære/ und valsche trügenære,/ ortvrumære unrehter trüge,/ tihtære schädelîcher lüge./ ir süntlîcher urhap/ den liuten ein vorbilde gap:/ swelher | |
| ez minnen dô began,/ swâ von ez überhaben wart/ dirre schädelîchen vart./ swer bî sînem phluoge was/ und von der unmuoze | |
| abe/ und er wer wordin von ir habe/ in ze schedeliche/ uz sinir maze riche/ an gůte und an werdekeit./ dú | |
| ane not arbeitest nu./ du bist ubir dine craft/ dir schedelichen angesthaft:/ wie mothistu verrihtin/ alleine und gar verslihtin/ swas vor | |
| vil dirnen unde knehte,/ die alle durh vleischis gelust/ klagtin schedelich verlust,/ das si des haten mangil do./ si sprachin klagelich | |
| die Gotis schar/ der Amorreen kúnig Seon./ des nam er schedelichin lon,/ wand Got lie da dén sinin/ so riche helfe | |
| schin,/ wan ir abgote noch úber al/ werdent noch ein schedlich val!’/ __ Do dise rede alsus geschach,/ die lúte man | |
| alde gůt./ Ir wissent wol das ir mir tůnt/ Das schadelicheste ungemach/ Das ie kúnge me geschach./ Iu ist vil wol | |
| ze geben nach den tribenden erzenien. daz si wern der schedelichen $t vuchte di da hat gewert ze ulizene an igliche | |
| die irn gedingen an das guͤt legen». Nuͤ ſecht, wie ſchedleich es der ſel iſt der reichttům lieb hat, wann da | |
| ain gottin./ dar um hat úch beden Got/ getan daz schádlich gebot:/ er wil Got sin allain./ sich, du frow rain,/ | |
| nach wart nit lang,/ Eva sprach: ‘der slange/ hat mich schádlich betrogen.’/ sus woltentz us der schuld zogen/ und gaben Got | |
| ze tode/ vil dich hat erslagen dich/ mit siner rett schadelich,/ des soltu Got von himel loben/ und solt nummer von | |
| genaz./ sus ist dú sel, dú tohter min,/ vil lange schadelich gesin/ mit sunden so besessen/ daz si din hat vergessen./ | |
| der clůgen./ daz dar ir fuͤess trugent,/ die vor sie sch#;eadlich getragen/ ze hof und uf den lantagen/ hettent ze manigem | |
| Ich bin gevallen in der sorgen strik/ von dien vil schedelichen sachen,/ daz ich iuch sunder mîne schulde hân verlorn./ Vil | |
| Wir heizen gewâfente hant blôziu swert in der hant oder schedelîchiu mezzer unde bogen und armbrust unde spieze und ander gewâfen. | |
| ferre er mag, des spitals nvtz werf vnd beschirme for sch#;eadelichen lvten. Vnd daz er des spitals gvͦt an geferde vnd | |
| wende daz ofte geschît, das manlicher mût von wîplicher heimeliche schedelîche dicke wirt erweichet. Unde îdoch sint man etteliche dienest der | |
| ensî danne, daz sôgetan kouf kume von geschihte, den man schedelîche versûmen muste, ob man des meisteres $t urlobes beite, sô | |
| koufman genas/ und welhe nôt er muose doln,/ daz wære schädelich verholn./ Do der phaffe Amîs wol wart/ bereitet zuo der | |
| daz closter von sant Ulriche hat ze behaltenne ainen ieglichen schaedelichen man. Da suͤch by ob ain gast ainen burger geehten | |
| Welh $t reht unser herren von dem chore habent auch schaedeliche $t lute ze behaltenne. Welh reht die burger unde ein | |
| daz closter von sant #;oUlriche#F- #F+hat ze behalten einen ieglichen schaedelichen man.#F- Daz $t closter von sant Ulriche hat daz reht: | |
| waeren oder sust mit <a>188</a> gaeverde etwaz geschehen waere an schedlichen steten, daz sol man darnach rihten.</E> <E>Swa man hantfest vindet, | |
| uns geleit,/ dar umbe muzen wir uns benamen/ mit schanden schedelichen schamen. $[*3*schendelichen$]/ nu horet des heiligen geistes schin!/ wie mohte | |
| stat; tut er des niht, man behalt in fuͤr einen schedlichen man. Nach den vier wochen sol er aber einen frid | |
| geriht get, so sol man sie aufhaben und vachen fuͤr schedleich leut. Und swer si auch daruͤber behauset und behoft und | |
| daz man sy hefften muͤzz oder gestochen wunden sind, die schedleich sein, uber die selben wunden gehoͤrt die vor geschriben puͤzz. | |
| geist edelre ist wanne daz fleisch, also vil ist es schedelicher wan die ander. Der dritte vigent daz ist der vigent | |
| das man dis nút war ennimmet, daz ist also wunderlichen schedeliche, den schaden enmag nieman volle klagen, in welicher minnen die | |
| in der worheit hat erbildet, do verloͤschent alle bilde in schedelicher wisen. Dannan von hinderent dich die ding, sú sint waz | |
| wisen in iren ufsetzen. Hiebi sol man bekennen zwen die schedelichen grunde die under geistlichen lúten gesin mugent; und wele in | |
| aber der grunt ist zůmole bekumbert mit den creaturen und schedelichen bevangen, und in disem lesent sú vil seltere; also tůnt | |
| geware lieht niemer, und wurt dis vil soͤrglicher und vil schedelicher hiemitte vermúschet wan das man nút enpruͤffet noch warnimmet das | |
| der eine kummet von sache des menschen und ist gar schedelich, der ander ist sunder sache ein verdienliche gabe Gottes. ___In | |
| und grosse bestroffunge und wie wir der worheit entbliben und schedelichen uf kleinen dingen; unde lert uns versincken in ein vertieffete | |
| irdenscher fuler erden und mistes. Dis gemuͤte das stet recht schedelichen ze phande. Die selbe stunde als du ze Gotte soltest | |
| si des hindere. ___Och kinder, wie versumen wir uns so schedelichen der edeler nechster worheit mit so kleinen snoͤden dingen und | |
| alsus und also sin, und us dem urteil kumet die schedelich vergiftige zunge als ein boge und schússet einen phil her | |
| was aber wol lobelîch,/ der ir ze sêre erbermeclîch./ swie schedelîch diu swære/ liute unde lande wære,/ diu von ir hêrren | |
| mit grôzem schaden überladen./ si nâmen unde tâten schaden/ vil schedelîche an manegem man./ sus triben siz mit ein ander an,/ | |
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