Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
swie k (1010 Belege) Lexer BMZ Findeb. Findeb.
| sînen ernest sach,/ er bat in swîgen unde sprach:/ ‘neve, swie gerne ich stæte/ und triuwe zuo dir hæte,/ sôn gestatestû | |
| nu hier ûz geschiht,/ dâ bin ich gar unschuldic an./ swie ich dir nu gevolgen kan,/ dâ bin ich aber bereite | |
| boumen ze buschen:/ dâ muose er sich vertuschen/ und vristen, swie er mohte,/ wan ime der kampf niht tohte;/ und hætez | |
| sî mîn lîp umb und mîn leben/ gewâget unde geveilet,/ swie mir der hof erteilet,/ hant wider hende,/ ê ich den | |
| mîner huote/ mit lîbe und mit guote./ ich hân in, swiez dar zuo sî komen,/ genzlîche in mînen vride genomen.’/ ‘genâde | |
| nôte ein ieclîch man,/ die wîle er sich generen kan./ swiez aber dar umbe ergangen ist,/ swiez iu nu ze dirre | |
| er sich generen kan./ swiez aber dar umbe ergangen ist,/ swiez iu nu ze dirre vrist/ ze dem truhsæzen ist gewant,/ | |
| als ir/ unde ist höfsch unde wîs,/ vollekomen alle wîs./ swie iu daz herze hin zim sî,/ sît ime doch höfschlîche | |
| wil ouch an der suone sîn:/ er was mîn mâc, swie arm ich sî.’/ sus kusten sin dô alle drî;/ doch | |
| hêrre’ sprach der valsche dô/ ‘durch got ensprechet niht alsô./ swiez hier umbe ergangen sî,/ dâ ist zewâre untriuwe bî/ und | |
| man genomen,/ dan ich mit iu wær ûz komen;/ wan swie tugendelôs er sî,/ wær er mir keine wîle bî,/ er | |
| er tet alsam;/ si zwîvelt an im, er an ir./ swie blint ir beider herzen gir/ an einem willen wære,/ in | |
| sinnen:/ kurz rede von guoten minnen/ diu guotet guoten sinnen./ //Swie lützel ich in mînen tagen/ des lieben leides habe getragen,/ | |
| unde snîden ouch daz./ wir, die zer werlde haben muot,/ swie sô er sî bœse oder guot,/ wie tuon wir unseren | |
| wie,/ daz Îsôte wîpheit/ dem künege würde verseit;/ und doch swie unrâtbære/ kindesche minnære/ in ir kintheite sint,/ der rât geviel | |
| ezn mac sô niht belîben,/ wirn müezen leide ouch trîben./ //Swie sanfte uns mit der liebe sî,/ sô müeze wir doch | |
| wan an des lîbes gelust,/ daz ist der êren verlust./ swie wol Tristande tæte/ daz leben, daz er hæte,/ sîn êre | |
| in sîner pflege/ alle stunde und alle wege/ und lebete, swie si dûhte guot./ //Hie mite sô nam si in ir | |
| mir her dan;/ und sît ouch des gewis dar an,/ swie sô ichz in ein getrage,/ daz ich iuch morgen an | |
| râten under in zwein/ unde gerieten in ein:/ ez ergiengin, swiez in möhte ergân,/ si wolten si leben lân./ die getriuwen | |
| ouch was si vervlizzen/ ze dieneste Îsolde:/ si diende ir, swie si wolde,/ an Tristande ir amîse./ daz tribens alse lîse,/ | |
| volge ich mînem rehte hin/ wider iuch und wider in,/ swie mir der hof erteilet:/ mîn lîp der ist geveilet/ mit | |
| sô daz danne wirs tuot,/ sô diuhte danne übel guot./ swie swære an liebe zwîvel sî,/ ern ist nie sô swære | |
| vür wâr gesaget./ weset ir vrô unde vruot/ und lebet, swie iuch dunke guot:/ dâ habet ir mînen willen an./ und | |
| ich in in kurzer vrist/ von hove und von gesinde,/ swie ich die vuoge vinde;/ er sol ze Parmenîe varn/ und | |
| mich mit iu varn/ oder heizet in diu lant bewarn./ swie sô mîn herze hin zim sî,/ erst mir doch lieber | |
| haben,/ die soltich iu wol kêren/ ze vröuden unde zêren./ swie kumberlîche ez aber nu stê,/ swie kûme sô mîn schîbe | |
| ze vröuden unde zêren./ swie kumberlîche ez aber nu stê,/ swie kûme sô mîn schîbe gê,/ wistich, wie ich nu kunde/ | |
| rîtet dar mit mir:/ in versihe mich keines dinges baz,/ swie sô si gevüegen daz,/ sin komen noch hînaht beide dar,/ | |
| sêre missetân./ si sitzet aber hie nâhe bî;/ und ouch swie sicher ich hie sî,/ ich gæbe ê doch zewâre/ durch | |
| geschæhe./ nu vürhte ich aber sêre,/ daz er mirz verkêre./ swie sô ez aber dar umbe ergê,/ swie harte ez mir | |
| er mirz verkêre./ swie sô ez aber dar umbe ergê,/ swie harte ez mir ze vâre stê,/ ich wil iuch doch | |
| ir niht valsches habet getân/ wider mînen hêrren unde mich;/ swie mir gelinge, sô wirb ich/ iuwer bete, sô ich beste | |
| daz und wie was dem sô?’/ //Îsôt ersmierete unde sprach:/ ‘swiez geschæhe, ez geschach/ und geschiht ouch hiute und alle tage;/ | |
| sus was in aber ein wunschleben/ nâch ir ungemüete geben,/ swie kurz ez wernde wære,/ âne iteniuwe swære./ //Ich spriche daz | |
| dâ heizet,/ der quicket unde reizet/ ie zer ergeren hant./ swie sôz hier umbe sî gewant,/ ez sî wâr oder niht,/ | |
| trügeheit./ ist ez ernest, ist ez spil,/ er ist ie, swie sô man wil./ daz wart wol offenbâre schîn/ an der | |
| allen disen varwen vant/ und ime ir keiniu was bekant,/ swie vil er ir genæme war./ er greif gevuoclîche dar/ und | |
| wil niemer valsch noch list/ gewenden noch getuon hie zuo./ swie rehte ungerne ichz tuo,/ swaz ir gebietet, daz sol sîn.’/ | |
| ê./ man saget, daz si niemer mê/ erlaschte noch zestôrte,/ swie vil man si gehôrte,/ dekeines herzen swære./ daz was Îsôte | |
| zallen zîten sach./ er hæte vil wâr, der dâ sprach:/ swie mans hüetende sî,/ si sint doch gerne ein ander bî,/ daz | |
| ie sîn liebez wîp/ liep unde lieber dan sîn lîp./ swie liep sim aber wære,/ doch brâhtin disiu swære/ und diz | |
| ze keinen staten gestân:/ ez ist allez umbe niht getân,/ swie vil ich es getrîbe./ ich hân iuch an dem lîbe/ | |
| wil iuch zwei derbî lân,/ ich eine wil dervon gân,/ swie ich mich dervon gelœse./ disiu gemeinde ist bœse:/ ich wil | |
| er sich ouch al zehant/ dâ ze hove nider lieze,/ swie in Brangæne hieze,/ und mit durnehtekeite/ der durnehtigen seite,/ ir | |
| aber nie dar an./ und aber den esterîch dâ bî,/ swie herte marmelîn er sî,/ den hân ich sô mit triten | |
| unde noten der minne./ si wandelten dar inne/ ir wunnenspil, swie si gezam:/ sweder ir die harphen genam,/ sô was des | |
| blintheit/ als anclîch unde als ange/ sô geluste unde gelange./ swie wirz verswîgende sîn,/ ez ist doch wâr ein wortelîn:/ ‘schœne | |
| selbes lîbe,/ dazs aller slahte unmâze/ durch sîne liebe lâze./ swie dicke mans beginne,/ dem wîbe enmac ir minne/ nieman ûz | |
| swaz in dem paradîse was,/ daz si dâ mite tæte,/ swie sô si willen hæte,/ wan einez daz er ir verbôt/ | |
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