Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
zemâle Adv. (155 Belege) Findeb.
| daz guot ist, daz erliuhtet ist, daz crêatûre ist, blint alzemâle güete und liehtes in in selben und des einen, in | |
| wære, sînen natiurlîchen willen ze lâzenne und ze verzîhenne und alzemâle ûz ze gânne in allem dem, daz got den menschen lîden wil. | |
| tuo, ob er niht den vinger selben oder den menschen alzemâle bezzer machen und im lieber tuon enmöhte. Mac er den | |
| sicherlîche und in der wârheit, daz diz gelit sich selben alzemâle nihtes niht enminnet dan durch daz und in dem, des | |
| und meinte. Wærlîche, der des gote niht getrûwete, daz ist alzemâle billich, daz er lîden und leit habe. Noch ist ein | |
| wîsheit: $t mit gote, der êwigen wîsheit, sint mir komen zemâle mit einander alliu guot. Daz meinet nâch einem sinne, daz | |
| des winters, $t des herze ist ze dem êrsten und alzemâle daz hûs und enhouwete niemer den stein, noch entæte die | |
| niht enminnete ze wâre; sô er von minne mir nû zemâle niht engæbe und mir aber dar umbe nû niht engæbe, | |
| dem êwangeliô. Sant Augustînus sprichet: sô des menschen sêle sich zemâle ûfkêret in die êwicheit in got aleine, sô schînet und | |
| kêret ûzwert, joch in die tugende ûzerlîcher üebunge, sô wirt alzemâle diz bilde bedecket. Und daz meinet, daz die vrouwen daz | |
| in dem latîne meinet in einer wîse den, der sich alzemâle under got neiget und vüeget, allez, daz er ist und | |
| enweiz von wizzenne niht noch von minne noch von nihte alzemâle. Si gestillet ganze und aleine in dem wesene gotes, si | |
| ez sihet. Daz êrste, daz ez sihet, daz nimet ez alzemâle von der varwe, niht von dem, daz geverwet ist. Her | |
| sicherlîche, der mensche der bekennet sich selben und anderiu dinc zemâle niht dan got aleine, jâ, in dem, dâ er sælic | |
| und nâch der stat. Gotes schouwen und unser schouwen ist zemâle verre und unglîch einander. Dar umbe sprichet unser herre gar | |
| gebet alsô volbringet, sô hât man wol gebetet: als man zemâle ûzgegangen ist in got wârer gehôrsame. Und als wâriu gehôrsame | |
| enhât noch des sînen niht enmeinet in deheinen dingen, dan alzemâle in dem liebesten willen gotes versunken ist und des sînen | |
| der wârheit, diz bist dû allez selber und anders niht zemâle. Ez ist eigener wille, aleine enweist dû es niht oder | |
| mêr, gât got în mit allem dem sînen, als dû zemâle ûzgâst in allen dingen des dînen. Dâ hebe ane, und | |
| Swie heilic diu werk iemer sîn, sô enheiligent sie uns zemâle niht, als verre sie werk sint, mêr: als verre als | |
| herzen gât dan daz, und meinet daz aleine und anders zemâle nihtes: entriuwen, swâ der mensche ist oder bî swem er | |
| er nû die kunst hât, sô wirt er des bildes zemâle ledic und des anedenkennes; sô schrîbet er lediclîchen und vrîlîchen | |
| diu ûz sîner kunst suln geschehen. Dâ mite ist im zemâle genuoc, daz er ouch wizze, daz er daz werk sîner | |
| mêr: eine blôzheit neme in allen dingen und der dinge zemâle ledic blîbe. Dâ muoz ze dem êrsten ein anegedenken und | |
| gegenwurf ist. Aber mit sînen obersten kreften sô stât er zemâle stæte, unbeweget und enwil $t niht des gebresten tuon, weder | |
| verborgen liget in dem grunde der sêle. Disiu minne liget alzemâle in dem willen; wer mêr willen hât, der hât ouch | |
| gote ganze und stæte triuwe haltent. Nû sî, daz ez zemâle minne sî, sô enist ez doch daz aller beste niht; | |
| willen in allen dingen sô schaffen wir niht mit gote alzemâle. Mêr: kæme ez alsô verre, daz wir allen unsern willen | |
| got in dem êrsten rüeren; wan er ist in gote alzemâle, $t und got ist umbe in, als mîn kappe umbe | |
| machen. Daz wære der meisten sachen einiu, daz den menschen zemâle sölte in got setzen, und wære ein wunder, wie sêre | |
| enzünden in starker grôzer minne alsô, daz er des sînen zemâle $t ûzgienge. Jâ, der rehte wære gesetzet in den willen | |
| ziehen. Wanne aber der mensche genzlîchen ûfstât von sünden und zemâle abekêret, sô tuot der getriuwe got, als ob der mensche | |
| dan ich mîn ouge zuo möhte getuon, und werdent sô alzemâle $t ze nihte, als sie nie geschehen enwæren, ob ein | |
| enmac niht ganz getriuwen sîn noch minne, wan si bedecket alzemâle $t die sünde; si enweiz niht von sünden. Niht alsô, | |
| alsô, daz man niht gesündet $t habe, sunder daz si zemâle sünde verderbet und vertrîbet, als ob sie nie gewesen wæren. | |
| ob sie nie gewesen wæren. Wan alliu werk gotes sint zemâle volkomen und übervlüzzic $t alsô: swem er vergibet, dem vergibet | |
| und übervlüzzic $t alsô: swem er vergibet, dem vergibet er alzemâle und ganz und ouch vil gerner grôz dan kleine, und | |
| grôz und volkomen abekêren $t von allem dem, daz niht zemâle got und götlich ist an im und an allen crêatûren, | |
| inne, als er uns hât gemeinet. Disiu pênitencie ist ein zemâle erhaben gemüete von allen dingen in got, und in welchen | |
| an dir verderbet hâst; und mit allem dem lege dich zemâle in in, wan dû hâst mit sünden verderbet allez, daz | |
| dir dicke mêr und unbekümbert ze lâzenne, dan ob dû zemâle vastest aller spîse. Und alsô ist dir etwenne swærer ein | |
| dir etwenne swærer ein wort ze verswîgenne, dan ob man zemâle swîge von aller rede. Und alsô ist einem menschen etwenne | |
| und daz in nihtes niht gelüste dan gotes und daz zemâle götlich ist, und daz im missevalle, waz gote unglîch ist. | |
| lîchame erniuwet. Wan wir suln in in werden gewandelt und alzemâle werden geeiniget, daz daz sîne unser wirt, und allez daz | |
| aller götlîchen güete. Kurzlîchen, wilt dû alles gebresten benomen werden alzemâle und mit tugenden und gnâden bekleidet werden und in den | |
| obersten $t krefte suln sîn erhaben in got und im zemâle erboten und zuogevüeget. Mêr: triuwen, allez lîden sol man zemâle | |
| zemâle erboten und zuogevüeget. Mêr: triuwen, allez lîden sol man zemâle bevelhen dem lîchamen und den nidersten kreften und den sinnen; | |
| allen dingen nôt: daz der mensche sîne vernunft wol und zemâle gote gewene und üebe, sô wirt im alle zît innen | |
| der ist im iemer kleine genuoc, daz er sich alsô zemâle wider $t gewene. Sô er daz allez getuot, dannoch bedarf | |
| und alsô tuon als ein gewenter mensche, der wölte sich alzemâle verderben $t und enwürde niemer nihtes ûz im. Swenne sich | |
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