Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
zemâle Adv. (155 Belege) Findeb.
| enwürde niemer nihtes ûz im. Swenne sich der mensche selber zemâle ze dem êrsten hât aller dinge entwenet und in entvremdet, | |
| daz man niht eigens enbeheltet. Al gestürme und unvride kumet zemâle von eigenem willen, man merke ez oder enmerke ez niht. | |
| vür sîn aller bestez und sî dar inne ganz und zemâle ze vride. Swie wol im nâchmâles ein ander wîse baz | |
| dér mensche ê volkomen würde, der ûz der werlt kæme zemâle in éinen orden, dan dér iemer würde, der ûz éinem | |
| geben, dar umbe wil er uns alle eigenschaft gar und zemâle benemen. Jâ, in der wârheit, des enwil got deheine wîs | |
| disem alsô sêre lâget? Dâ wil er selber aleine und alzemâle unser eigen sîn. Diz wil er und diz meinet er, | |
| ze einem zeichen, daz alliu sælicheit und volkomenheit al und alzemâle ein beginnen hân in der armuot des geistes. Und in | |
| got mit allem dem, daz er ist und geleisten mac, alzemâle mîn eigen sîn, rehte mîn als sîn, noch minner $t | |
| sîner mâze; der dem einen vüegete, der envüegete dem andern zemâle niht. man mizzet einem ieglîchen nâch dem, und daz im | |
| und sprach: ’daz mir daz wazzer würde, des enahte ich zemâle niht, waz künnes diu rinne sî, dâ durch ez mir | |
| daz enhât $t nieman, dan des wille und gotes wille alzemâle einez ist. Die einunge gebe uns got. Âmen. // VON | |
| herzen’. Nû sint etlîche liute, die verzernt der sêle krefte alzemâle in dem ûzern menschen. Daz sint die liute, die alle | |
| abegescheiden $t herze ledic aller crêatûren. Dâ von ist ez alzemâle geworfen under got, und dâ von stât ez in der | |
| haizzent die siben wonung und haizzen ze latein clymata. Daz zemal sihstu in disem ebenpild oder in diser figur [Figur 17]. | |
| Das kint enhett auch die sterck nicht das ies alles zumal mocht abgeschlagen beyde, arm und hals. Bohort sprang zu im | |
| in eine kamern. Lancelot $t sah das, und wundert yn zumal sere warumb sie das deth, wann sie nicht gewon was | |
| gestochen hett und siczende was bliben, ‘wolt ir zwen ritter zumal bestan?’ ‘Ja ich, dry als gern als zwen, komen sie | |
| yn mit dem fuß in das fuer, so das er alzumal in das fuer viel; weren im die hend ungebunden gewesen, | |
| off und wolt den ritter dot slagen und syn roß zumal. Er was groß und hett lang arme, er schlug uber | |
| konig reit zu mym herren Gawan und sprach das er allzumal vil mit sym libe gethan hett. Mit dem wart mym | |
| byderben mannes rat und mit syner hilff, die sůst villichte zumal ubel verendet were. Nu wil ich uch sagen, frauw, was | |
| enkund nicht bestan wedder ritter noch roß, er enstechs alles zumal darnyder. Diße vergaterung sah manch stolcz ritter von des konig | |
| schwarczen ritters tat nit were gewesen. Er nam die burd allzumal off sich, er rucht nit wie vil ir was, er | |
| er auch gelemet, es wer uch weger dann das irn allzumal verluret. Und belibet er auch dot, so mag uch aber | |
| wil darnach horten sie ein gerúf wol als hundert man zumal rufften. ‘Herre Segremors’, sprach Hestor, ‘got hatt uwer gebett erhört, | |
| die thúr, so enmag uch nymant nahen dann ein man zumal, wann die thur eng ist. Ich wil auch diße thúre | |
| ir wölt. Begnúget $t uch darmit nicht, nempt myn lant allzumal! Ir sint auch vil baß darzu geburn dann ich, und | |
| sah, wann Lancelots schwert, das alzu gut was, det im zumal großen schaden und der arm der es trug; er slug | |
| ast. Darnach wolt er Segremor lösen, und funff ritter qwamen allezumal off yn slagende; die zwen stachen ir glene off im | |
| so groß in jhener kirchen, das yn ducht das sie allezumal off yn viele. Er las hercz und ging hien geyn | |
| hatt und vertriben? Laß dir gedencken das du dri ritter zumal uberwundest zu Bedigram in der wiesen und auch sprecht zu | |
| habint die hohen drivaltekeit dar zů betwungen, das sú sich alzemale hat gegossen in Marien demuͤtigen magetům.» «Froͮwe kúneginne, das ist | |
| wan si hat beschoͮwet unde mit armen umbevangen iren lieben alzemale. Von <FOLIO>(6#’v)</FOLIO> ime hat sú die qwale, die vil arme. | |
| han gesehen dine brúste so vol, das siben stralen gussen alzemale us von einer brúste úber minen lip und úber min | |
| koͤpfen der pine und des trostes <N>VIII</N>. Von dem vegefúr alzemale; da von loͤsete <FOLIO>(16#’v)</FOLIO> ein mensche tusent mit minnetrehnen <N>IX</N>. | |
| wesen sol. Da wurden oͮch gesehen vier stralen, die schiessent alzemale usser dem alleredelsten armbrust der heligen drivaltekeit von dem gotlichen | |
| die beide trinkent, wissen und roten.» <KAP><N>VIII</N>. Von dem vegefúr alzemale; da von loͤsete ein mensche tusent selen mit den minne trehenen</KAP> | |
| got von himmelriche. Do wisete im got das grúwelich vegefúr zemale und da inne so mengerleige quale, als die súnde an | |
| wart also kreftgrimmig des menschen geist, das er das vegfúr zemale in sin arme begreif. Do gebarte er kumberlich und begerte | |
| sinwel gros se; da hůben si sich mit einem swunge zemale in und badoten in der minne, klar als dú sunne. | |
| wa sin wonunge si.» «Es ist enkein herre me, der zemale in allen sinen húsern wone denne alleine er. Er wonet | |
| erschlagen, wan du hast mich úber mine edelkeit al ze male erhaben.» Do knúwete si nider und dankete im siner gna<FOLIO>(33#’v)</FOLIO>den | |
| da Lucifer und sin nehsten von verstossen sint. Lucifer begieng zemale drie hoͮbetsúnde: $t has, hofart und gitekeit. Die sclůgen den | |
| man uffen der strasse siedende pfannen und tribet si denne zemale dar zů und sendet na iren husfroͮwen und nach iren | |
| dem getrúwen herzen des ewigen vatters, der sinú <FOLIO>(93#’v)</FOLIO> kint zemale nit wil verlassen. Sant Dominicus der merkte sine bruͤder mit | |
| er: «Swer iht gůtes an ime hat, der ist nit alzemale boͤse, und swer súndet, der verlúret die schame; wan schamete | |
| minem gebette also kuͤne, das ich frevenlich tet und nam alzemale die verboͤsete cristanheit an miner sele arm, da borete ich | |
| «Eya lieber herre, woͤltestu si loͤsen.» Do hůben si sich alzemale uf in grosser meine, wunnenklich wisser denne ein sne, und | |
| muos ouch getrecket sîn/ //aht ors mit zindâle/ verdecket al zemâle./ daz niunde sînen satel truoc:/ ein schilt, des ich ê | |
| si mit kreften ruorte/ //manc fiurîn donerstrâle./ die flugen al zemâle/ gein ir: dô sungelt unde sanc/ von gänstern ir zöphe | |
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