Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ei Interj. (349 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| mich gegraben an diner siten, an henden und an fuͤssen. Eya, erloͮbe mir, vil lieber, das ich dich salben muͤsse.» «Ja, | |
| nach erlicher richheit in gros armůt wirt gewiset!» und sprach: «Eya herre, nu bin ich vil arm an minem siechen lichamen | |
| in ein forme gegossen. Also son wir bliben eweklich unverdrossen.» «Eya lieber, wie sprichest du mir so nahe! Joch getar ich | |
| sin denne nit haben, so gat es an ein weinen. Eya, wie dike das gottes brúten geschiht geistlich! <KAP><N>VII</N>. Von siben | |
| dem angenge aller dingen, die got hat geschaffen von minnen</KAP> Eya vatter aller guͤte! Ich unwirdiger mensch danken dir aller trúwe, | |
| und grúlich gestalt, wer solte den unvlat in sich nemen?» Eya, do knúwete der ewig sun vor sinem vatter und sprach: | |
| und geren und bitten. Von dem lúhtere und dem liehte</KAP> Eya lieber herre, wie arm ich do was, do ich aller | |
| doch zů dir mit minen ellenden sinnen und sprach alsust: «Eya lieber herre, wa mitte sol ich dich nu eren?» Do | |
| lebenen und von allen landen.» Do vragete der menscheliche geist: «Eya lieber herre, wa sint die klosenere, der wirde ich hie | |
| mit grossen froͤiden und liebe. Do sprach die froͤmde sele: «Eya vil lieber herre, wa sont si nu hin keren?» Do | |
| selber, min eigen wille můs mich qwelen.» Do vragete ich: «Eya, sag mir, wa mitte mag man dir helfen?» Do sprach | |
| min bůsse sin und wesen; messen sol man doch lesen. Eya, sage megden und priestern, das si wellen fúr mich bitten. | |
| alze verre. Owe, wie sint si ertrunken in disem mere! Eya, erbarme dich, lieber herre, das únser viende sich bekeren. Kúnig | |
| die ich nach minen kinden han.» Do sprach dú sele: «Eya vil lieber, woltest du mir dine bekorunge sagen, uf das | |
| erliden, das er sich mit den súnden iergen ergliche kuͤle. «Eya vil lieber, wenne sol dich des <FOLIO>(51#’r)</FOLIO> lusten, des mich | |
| zoͮfere gewinnen, das du nit moͤhtest gerůwen denne an mir; eya, so gienge es an ein minnen; so muͤstest du mich | |
| dis ertrich mag din noch nit enbern.» Do sprach si: «Eya herre, moͤhte mir das ze einer stunt geschehen, das ich | |
| hat, das er dur dine liebi einer megde sun wart - eya, gedenke was #.[das sprichet#.]! -, so solt du diemuͤteclich | |
| wart mir an miner einvaltekeit vil leide. Do sprach ich: «Eya milte got, was hast du an mir gesehen? Joch weistu | |
| oͮch von ir alles, das sich dem túfel hat gegeben. Eya, si treit ein also schoͤne antlit, ich mag si an | |
| und mir und ewige verrunge von dir und - owe! - mir. Eya liep vor allem liebe, zúch mich wider in | |
| einem fúrinen traken munde, der mich ze allen ziten gerne versclunde. Eya min einiges gůt, nu hilf mir, das ich unbefleket moͤge | |
| gelich einem dúrren akker, da wenig gůtes uffe ist gewahsen. Eya lieber Jhesu_Christe, nu sende mir den suͤssen regen diner menscheit | |
| edelsten brutlofte und der groͤsosten hochgezit und der langesten wirtschaft. Eya min trut, dar solt du ane underlas zů dir voͤgen | |
| gerůwet hat in der besclossenen triskameren der heligen gantzen drivaltekeit: «Eya, stant uf und gant von mir, alle creaturen! Ir tůnt | |
| wolte mich got alze sere troͤsten úber miner sele edelkeit. «Eya nein, lieber herre, hoͤhe mich nit so sere», sus sprach | |
| herre: «Wie lange wilt du hie wesen?» Die brut sprach: «Eya, entwich mir, lieber herre, und la mich fúrbas sinken durch | |
| du von mir legen und la mich dine vroͤmedunge han. Eya wol mir, trut got, das ich si můs nach der | |
| soltu wider in komen und solt mit im eweklich wonen.» Eya selige gottes vroͤmdunge, wie minnenklich bin ich mit dir gebunden! $t | |
| als got der minnenden sele sinen úberheren trost hat getan, eya, so ist denne dú minnenklich so wol gemůt, das si | |
| ich, wer dirre viande were und was er mir wisse. Eya, do sprach der liepliche engel mit himmelscher stimme: «Es ist | |
| dich darumbe, das du in wilt verstossen von diser vroͮwen.» «Eya, sol er mich út lange pinigen?» «Nein. <FOLIO>(65#’r)</FOLIO> Got der | |
| sich ein betruͤbtú sele und sprach ellendeclich zů irme lieben: «Eya herre, ich habe lange zwoͤier dinge gegert, der bin ich | |
| trehenen na dem schoͤnen berge, da were es aber gerne. Eya minnendú sele, wie schoͤne sint dú oͮgen diner bekantnisse, wan | |
| almůsen isset. Dis kumt von der helikeit irs gevelligen armůtes.» Eya ewiger brunne der gotheit, da ich us$/ gevlossen bin und | |
| haben wil, so mag si nieman vertilgen.» Do vragete ich: «Eya lieber herre, sol der orden stan untz an <FOLIO>(71#’v)</FOLIO> das | |
| wellent sieden und iren lip verlieren. So sprechent die man: «Eya lieben wip und kint, gedenkent nit an mich, mere gedenkent, | |
| Wol mir armen doͤrperinne, das ich dich, vroͮwe, ie gesach! Eya minne, du bist wunnenklich und zů allen werken lobesan, das | |
| minne hat masse an ir ordenunge. Hette si nit masse, eya suͤsser got, wie manig rein herze in suͤsser wunne breche. | |
| das ein kúnges brut also gerne in dem pfůle wattet. Eya swester, so du ze rehte bitten solt, so gib dich | |
| ich vorhte mich alleine in minem gebette.» Do sprach ich: «Eya du vil seliger, warumbe vuͤre du nit zehant mit disen | |
| wie du ruͤren kanst die seiten in der sele min; eya, des beginne alzehant, das du iemer selig muͤsist sin. Ich | |
| es, herre, an mir alzehant, alleine ich si din ungenos. Eya, zúch mich, herre, uf zů dir, so wirde ich rein | |
| lebendig in dir. Darumbe bin ich geminnet von dinen frúnden. Eya hercelieber brútegoͮme, min suͤsser Jhesu_Christe, ich segene mich ane underlas | |
| gemeine brot», und wasser trunken si oͮch. Do sprach ich: «Eya vrowe, du soltest essen das allerschoͤneste brot und trinken den | |
| ze jungest in den tot, das si alleine sol sin, eya, ob si wil, min nehste, min liebste genos; und si | |
| suͤssen wehsel geben.» <KAP><N>XXVI</N>. Wie got sich lobet und singet</KAP> Eya, nu hoͤre, wie dú helige drivaltekeit sich selber lobet mit | |
| <KAP><N>XXX</N>. Von zwenzig kreften gottes minne und von manigvaltigen nammen</KAP> Eya liebú gottes minne, behalse ie die sele min, wan es múrdete | |
| mich ob allem we, solte ich wesen von dir vri! Eia minne, nu la mich nit erkuͤlen, minú werk sint allú | |
| dich swere; du dienest gerne sunder lon allen creaturen undertan. Eya suͤssú gottes minne, swenne ich alze lange sclaffe an versumekeit gůter | |
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