Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hant stF. (2974 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| GEMÄSS IHRER BESCHAFFENHEIT.@n. Spera oder deu rundengroͤzzen wirt in zwaier hande weiz getailt, nach dem selpwesen und nach dem zuvalle. Nach | |
| daz du in dem obersten himel werst, du moͤhst dein hant daruber niht gestreken. Aber daz der ains darnach volgt, $[*3*geschrenken$] | |
| Wir nemen der himelzaichen aufgank und iren underval in zwaier hand weiz: wann nach der poeten oder nach der sitenstraffer weiz, | |
| bi dir beʒeichenlich/ und mac dich wol bediuten./ din troſt vierhande liuten/ ʒuo rinnet und ʒuo fliuzet,/ alſo daz er begiuzet/ | |
| clagenden herzenôt/ der ritter nam sîn ende./ dar umbe sîne hende/ der cneht vil jâmerlîche want;/ er hiez in snîden ûf | |
| von deme gürtel sîn./ daz tet er ûf mit sîner hant:/ daz herze sach er unde vant/ dâ bî der frouwen | |
| deme lîbe kalt/ daz herze, daz geloubent mir./ ir blanken hende enphielen ir/ beide für$/ sich in die schôz,/ daz bluot | |
| nôt sô rehte starc/ daz si von herzenleide/ ir blanken hende beide/ mit grimme zuo einander vielt./ daz herze ir in dem | |
| slîzet ab der wîden/ ein bast vil sterker mit der hant,/ dann iezuo sî der minne bant/ dâ nu liep bî | |
| ligen tôt zehant,/ wand er dekeine milte vant/ an sîner hende danne./ sus hete er manegem manne/ daz leben und den | |
| gie/ vor den tischen unde lie/ dar ûf die blanken hende sîn:/ ein lindez brôt nam er dar în,/ des brach | |
| ir dem kinde hânt gegeben/ als ungefüege biusche?/ daz iuwer hant unkiusche/ sô gar unedellîche tuot,/ des muoz begiezen iuwer bluot/ | |
| im gesetzet/ vil schiere an sîne kelen hin./ mit der hant begunde er in/ vast umb den kragen würgen./ er sprach: | |
| er hæte im schiere dâ verlân/ den bart ûz sînen handen./ und als er ûf gestanden/ was von dem esteriche wider,/ | |
| grôzen sorgen sî gewant./ ê daz ich lâze ûz mîner hant/ mîn lêhen und mîn êre,/ ê rîte ich unde kêre/ | |
| geleit,/ dar în er ungewarnet reit/ und wart mit frechen handen/ eins strîtes dâ bestanden,/ wan diu triuwelôse diet,/ diu tougen | |
| der hieng an einer wende,/ den nam er zuo der hende/ unde ein swert gar ûzerwelt./ dâ mite quam der blôze | |
| wolten slahen,/ er gôz ir bluotes manegen trahen/ mit ellenthafter hende./ ze bitterlichem ende/ mit starken slegen er si treip,/ und | |
| ich was verrâten:/ wan daz mir helfe tâten/ zwô ritterlîche hende schîn,/ sô müeste ich gar verderbet sîn/ und den lîp | |
| daz er noch âne locke stât,/ daz hât gefrumet iuwer hant./ daz ir getorstent in diz lant/ ie komen, dar an | |
| biten./ er hât der êren strît gestriten/ mit gerne gebender hende./ hie hât daz buoch ein ende./ | |
| ich guotes niht enspar,/ swie kûme ez doch gedîhet,/ mîn hant diu nimt ir guoten war,/ si gît ir unde lîhet.’/ | |
| daz jâr./ diu rede ist wâr:/ got gab ie gebender hende rât./ /Ich prüev unde kiuse,/ daz ein tugende blinder man,/ | |
| fliuget an/ ein glanzez swert,/ dâ man ez blôz zen handen treit,/ und snîdet dran ze tôde sich./ swer lûter lop | |
| sol,/ der muoz lân der milte zol/ frîlîche ûz sînen handen./ dâvon enbirt ir in den landen/ manec herre wol,/ unde | |
| schaden wahsen./ /Er quam geriten in ir lant/ mit gewalticlicher hant/ und mit sô starker herescraft/ daz sich diu frouwe tugenthaft/ | |
| <für in> ûf die burc gesant./ dô nam der künic sâzehant/ den werden ritter ûzerwelt/ und fuorte den kürlichen helt/ mit | |
| der gast ouch neben in enbor/ gesetzet wart von sîner hant/ für mangen fürsten wîte erkant./ /Nu Karle an sîn gerihte | |
| diu herzogîn von Brâbant./ si nam ir tohter an ir hant,/ diu glanz was unde reine:/ von fleische noch von beine/ | |
| lide/ was unser beider friunt erkant,/ des wil mit frevelicher hant/ verstôzen uns sîn bruoder doch; / und wizzen ez die | |
| gotes vart./ uns beiden ez gemachet wart/ von sîner milten hende alsô/ daz er uns des gab brieve dô/ daz wir | |
| belîbe guot liut unde lant,/ daz uns von mînes herren hant,/ der ein fürste was von art,/ offenlich gemachet wart’./ /Der | |
| für mich wære/ gewaltic in Brâbanden;/ ez sol in mînen handen/ belîben unde in mîner phliht./ wîb unde tohter erbent niht/ | |
| mich/ gewaltic sîn ze Brâbant?/ joch muoz dâ dienen mîner hant/ alt unde junc, man unde wîp./ sît daz dekeiner frouwen | |
| schulden solte./ swer mir sîn erbe wolte/ enphlœhen ûz der hende mîn,/ er müeste vil gewaltic sîn/ über mich naht unde | |
| herre mîn/ uns beiden hât daz erbe sîn/ mit frîer hant gemachet./ swer uns darüber swachet/ und uns an <gelte> wil | |
| wider quæme./ gebære und ouch gezæme/ was dannoch sîner frîen hant,/ daz er sîn gelt gæb und sîn lant/ swar in | |
| wille trüege./ ez was niht ungefüege/ ob wir an sîner hende/ ân alle missewende/ milte und gnâde funden./ gevangen noch gebunden/ | |
| wizze Crist,/ dem <fürsten> ûzer Sahsenlant,/ daz er mit minne sâzehant/ den criec hie lâze scheiden./ hât er getân iu beiden/ | |
| allez daz ir welt,/ wan daz ich niht ûz mîner hant/ daz fürstentuom ze Brâbant/ als üppiclîche lâze./ ich hân wol | |
| daz mîn niht heize Brâbant,/ dem wirt genomen ab sîn hant/ schier <unde> in kurzer stunde./ hie muoz ein tœtlich wunde/ | |
| hie muoz ein tœtlich wunde/ bewæren ûf ein ende/ und hant engegen hende,/ wer disen crieg beherten müge./ an brieve lieze | |
| ein tœtlich wunde/ bewæren ûf ein ende/ und hant engegen hende,/ wer disen crieg beherten müge./ an brieve lieze ich unde | |
| bete,/ daz für iuch etelicher trete/ und iuch mit sîner hant verwese, / dur daz hie deste baz genese/ an fröuden | |
| eime ringe/ der kamph benamen enden/ mit swerten und mit henden’./ /Diu frouwe sich dô schiere entstuont,/ als noch die wîsen | |
| wildez velkelîn, / daz nâch der <lîp>narunge sîn/ ûf einer hende wartet./ ir liuten wart gezartet/ von ir mit minniclicher bete/ | |
| vil armen/ vaterlôsen kinde,/ daz ich genâde vinde/ an sîner hende milte:/ er sî ze frideschilte/ mir gegeben hiute,/ sô daz | |
| fride lâzen unde ir lant,/ mir breste danne in mîner hant/ von grôzem ungelücke/ diz swert in cleiniu stücke/ daz ich | |
| sô seig ez nider unde sleif/ zer erden under sîner hant./ ze jungest einez wart bekant/ vil schiere sînen ougen,/ daz | |
| hôher mannes crefte./ si phlâgen ritterschefte/ mit herzen und mit henden,/ man sach si wunder enden/ mit strîte ûf der plâniure./ | |
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