Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
kleine Adj. (1227 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| fúr si in grosser smacheit, wenne si sich in der cleinen demuͤtekeit under aller creatúre fuͤsse leit. Ir oͮgen werdent ir | |
| Pruͤve, wie ich dis meine: Der luteren megde zal ist cleine. <KAP><N>II</N>. Dis bůch ist von gotte komen; die sele lobet | |
| mir ein snoͤde, unahtber tierlin und sprach: «Sich an, disem cleinen tier bistu gelich.» Do sach ich, wie das tier wart | |
| leit. Dis tieres munt ist oben gros offen und niden clein. Die groͤssi únsers mundes ist das unbegriffenlich lop, das wir | |
| helige lere, der ahtot man bi ireme libe leidor alze klein; mer nach irme tode, swa wir súndigen kummen in noͤte | |
| wisheit, das der bischoͤven und broͤbsten und der pfaffen alze cleine gestat. So tragent dise seligen brůder iren lip veil und | |
| <N>XXXII</N>. Von dem hohen ende swester Mehthilt <N>XXXIII</N>. Wie die cleinen súnde schadent der vollekomenheit und wie sich der túfel da | |
| din herze ie binnen reine und bewise dich uswen<FOLIO>(84#’r)</FOLIO>dig $t cleine, so bistu mit gotte gemeine. <KAP><N>XII</N>. Wie got antwúrtet einem | |
| wort alleine; si dunken mich gegen der ewigen warheit alze kleine. Ich vragete den ewigen meister, was er har zů spreche. | |
| brinnende. Es zúhet har nider den grossen got in ein klein herze, es tribet die hungrigen sele uf zů dem vollen | |
| es si túfellich, das man súnde tůt. Die súnde si klein oder gros, der túfel ist ie ir genos. Mere únser | |
| der súnden oppfer</KAP> O grosser toͮ der edelen gotheit, o cleine blůme der suͤssen maget, o nútzú fruht der schoͤnen blůmen, | |
| min labunge und ich din bluͤjunge; du bist mir, herre, kleine mit diner undertenekeit und ich bin dir gros in dem | |
| edelen manigvaltigen $t gottes gabe als unnútzekliche tragen, das si also kleine fruht bringent wider in die selben stat, da si usgevlossen | |
| si: «Er ist in die stat gangen und koͮfet úns kleine vische und gemeine brot», und wasser trunken si oͮch. Do | |
| alt. O minne, du machest <FOLIO>(97#’r)</FOLIO> grosse burdin lichte, und kleinú súnde dunket dich swere; du dienest gerne sunder lon allen | |
| es bittet, das du von ime kerest. Eya minne, wie kleine du der vindest, die dich mit aller maht in allen | |
| dise túfele niemer moͤgent von mir gehinderen.» <KAP><N>XXXIII</N>. Wie die cleinen súnde schadent der vollekomenheit und wie sich der túfel davon | |
| hindert geistliche lúte allermeist an rehter vollekomenheit, das si der kleinen súnden also wenig ahtent. Ich sage úch das werlichen, swenne | |
| in minem herzen, die ich nieman bewise, oder mit einer kleinen ungedult miner eignen pine, so wirt min sele also vinster | |
| Er sol sine schult genzlichen gelten und sol sinen kosten kleine machen. Er sol nieman haben in siner koste durch herschaft | |
| werdent geloͤset, so brinnent si in in selben pinliche dur cleine not. Dar nach koment si mit helfe und lidunge úber | |
| gegen der vil seligen sele ufbliket also vil, das ein klein vunke har vlúget an die kalten sele und enpfenget si | |
| mit also grosser vrúntschaft gottes, das der mensche nit eine cleine súnde beget, die in dur zergengliche sache von ime wiset. | |
| miner sele also verderbet habe, das nie kein gebreste so cleine enwart, er sie in himmelriche an miner sele bekant; swie | |
| gehilfet mir des, das ich noch an der cronen ein klein bloͤmelin moͤge sin, als die westbarn, die die minsten blůmen | |
| $t mitte tragen mag. Es ist oͮch unlidig, das ime kleinú pine vil we tůt, da dú jugent nit uf enahtet. | |
| keme niemer zů der ewigen helle, blibe er also. Swie kleine teglich súnde der gůte mensche an im hat, die er | |
| vorhte und geiselet mich, so krúche ich hin als ein cleines wúrmelin in der erden und huͤte mich under dem grase | |
| grossem gemuͤte.» $t Die sele: «Ich enbin noch leider also cleine niet, das ich moͤge griffen durch der nadelen oͤri aller | |
| das vliessende gůt ist gegen mir; we, wan ich so kleine an gůten werken bin.» Das bekantnisse: «Vroͮ gewissen, ir hant | |
| herren</KAP> Ze mettin zit <VERS>O grosser toͮw der edelen gotheit,/ o cleiner blůme der suͤssen maget,/ o nútzú fruht der schoͤnen blůmen,/ | |
| das si úns vil klagen, das si des pfůles alze kleine haben, da si doch leider inne versinken und in den | |
| moͤgen wir gerne bewarn, wan es ist kein súnde so cleine, si si úns an únser sele ein ewig schade. Warumbe? | |
| gottes eren. Die underpriorinne das ist minnesamikeit; si sol die cleinen broken zesamene $t lesen und tilken si mit gotlicheit. Swas | |
| wie wir gotte da inne behagen. Die einvaltekliche minnen und cleine bekennen, die werdent $t grosser dingen inne. Die helige einvaltekeit | |
| sele inne gevangen lit, min lichame. Dis hus ist alt, clein und vinster.» Dis sol man geistlich vernemen. In disem hus | |
| heisset unwille, das ich geistliches lebendes under geistlichen lúten so cleine vinde. Uf dem tisch lit ein tischlachen, das ist reine, | |
| arbeit. Das drank heisset kume loben, wan ich leider alze kleine gůter werke an mir han. Dis hus sach ich vinster | |
| #.[nit in ertriche#.].» «Wa von ist das, das du den cleinen vleken hast an dinem antlize?» Do sprach er: «Ich wiste | |
| wol gelassen hette, eb ich wolte. Nu enpfahe, herre, dise kleine besserunge, die ich dir nu leiste mit minem willen und | |
| hande arbeit mit also suͤssem vlusse iemer unverdrossen, das únser clein vesselin vol und úbervlússig wirt; wellen wir es nit verstopfen | |
| vol mit diner gabe. Du bist gros und wir sin clein; wie sollen wir dir glich werden? Herre, du hast úns | |
| gegeben und wir soͤllen oͮch fúrbas geben. Alleine wir ein cleines vesselin sin, so hastu es doch gefúllet. Man mag ein | |
| vesselin sin, so hastu es doch gefúllet. Man mag ein clein vol vas so dike giessen in ein grosses vas, das | |
| grosses vas, das das grosse vas vol wirt von dem cleinen vasse. Das grosse vas ist die gnuͤgunge gottes, die er | |
| die er von únsern werken enpfat. Wir sin leider also cleine, das úns ein woͤrtelin von gotte oder von der heligen | |
| gelitten untz in den tot, nu dunket úns leider ein cleines liden also gros; des můs ich mich selber versmahen und | |
| ich mich selber versmahen und gotte clagen, das ich also cleine tugende han. Die minne machet liden suͤsse me denne man | |
| mensche ein truͤbekeit hat, da er nit nach enstat und cleine schulde an im hat, alsust sprichet únser herre dar zů: | |
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