Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rüeren swV. (353 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| süeze hôhgeschaft/ durch bluot in vrühte dringet,/ wâ element sich ruorent,/ wâ swær wâ lîht wâ heiz wâ kalt,/ wies ûz | |
| munt sô kluoges ie gesprach,/ swaz süezes nasen bekorten,/ swaz rüeret sich von lîbe,/ klein unde grôz, wilt unde zam,/ swaz | |
| den tyren, daz si in vræzzen, die entorsten sein niht ruͤren. do nam in ein gut jude und bestat in mit | |
| ʒeichen, diu er begie: die ſiechen, $t die ſin gewant růrten, die wurden geſvnt, die plinten wurden geſehende, die tiufle vertraib | |
| der keiſer den tieren werfen. Do ir diu tiere nine růrten, do hieʒ er einen ouen gluen vnd hieʒ piglen vnd | |
| dan,/ in drû geschart uf den plân,/ der den rucke rûrte, der sie schiet,/ die Cristen und die heiden diet./ doch | |
| in sîner hant/ disen vanen fûrte./ waz er der vînde rûrte/ und erreit, die mûsten nider,/ niht was, daz ouch wider/ | |
| mite und sint genesen;/ und die dir widerbrüchic wesen,/ der enrüere fürnamens einen niht,/ sô gesihest dû wol waz in geschiht.’/ | |
| si slüegen/ und deheine wîs vertrüegen/ daz si mich iender ruorten/ oder nâch ir willen fuorten.’/ In churzer wîle daz geschach,/ | |
| in ainer form aines kegels, dez spitz in unser aug ruͤrt und dez grunt ruͤrt $f:(5vb)$f. an daz dinch, daz wir | |
| kegels, dez spitz in unser aug ruͤrt und dez grunt ruͤrt $f:(5vb)$f. an daz dinch, daz wir sehen. Ist nu daz | |
| daz haizzet daz unvernunftig bekantnusse, daruͤmb, daz ez auz got růr und sitzt. Und dem geleichet der ander lauf der undern | |
| perinne wirt undergetaukt in daz mer, und der selb pernhuͤter ruͤrt deu merwazzer mit seinem gestirn.’ Daruͤmb undervallent die stern gegen | |
| reht als ain nu ist in naht, wanne deu sunne ruͤrt irn augenender, reht als in ainer nu und swimt zehant | |
| ainer nu und swimt zehant uͤber sich. Und daz kurtz ruͤren ist ir naht. Widerwartigs geschiht, so deu sunne ist in | |
| satz. Und der punct des andern zuvalls oder dez andern ruͤrens oder der andern lengen gegen der sunnen undervall haizzet der | |
| enbunden./ /Dô sprach der ritter Heinrich:/ ‘ist iemen der nu rüere mich,/ sô muoz der keiser ligen tôt:/ dar nâch sô | |
| verderben./ nu her! swer welle sterben,/ der kêre her und rüere mich!’/ dô trâtens alle hindersich,/ als in diu wâre schult | |
| und snîdet dran ze tôde sich./ swer lûter lop wil rüeren,/ des er niht sol füeren,/ dem wirt ez sô schedelich/ | |
| sitzen/ und schuof mit hôhen witzen,/ daʒ sich die tracken ruorten/ und si von dannen fuorten/ über vels und über tal./ | |
| und ich/ zwô schar von hinnen füeren./ wir kêren unde rüeren/ still unde tougenlichen dan/ und legen uns in einen tan,/ | |
| disen megden wolte dô/ Thêtis Achillen füeren./ dô si begunde rüeren/ mit ir gedanke in manic lant/ und si dekeineʒ drunder | |
| ziuch!/ von ungefüegen mannen fliuch,/ sô daʒ si dich niht rüeren:/ wan si vil lîhte erfüeren,/ daʒ dû wærest in gelîch./ | |
| dâ bewarn,/ die dar von Kriechen füeren./ heim schiffen unde rüeren/ begunde si geswinde/ und fuor mit ir gesinde/ ze lande | |
| herzogen, die z’Athêne/ wol ahzic kiele fuorten./ si kêrten unde ruorten/ von Larîse dâ zehant./ Borîolus ein künic genant,/ geboren von | |
| muoste kumber dulden/ von dirre liute schulden,/ die von Eurôpe ruorten/ und von Affrîcâ fuorten/ ir kiele mit gewalte dar./ daʒ | |
| wenden./ er bat si mit den henden/ die ruoder vaste rüeren,/ dur daʒ si balde füeren/ zuo dem stade ân underbint./ | |
| und als ein kleineʒ mel zerstoup,/ dar în die winde rüerent/ und eʒ vil balde füerent/ dar unde dan, her unde | |
| geriuschet allenthalben,/ als abe den hôhen alben/ die wilde beche rüerent/ und in ir rünse füerent/ stein unde flinse hin zetal./ | |
| mit ir clanges dône/ gefröuten manger muoter kint:/ sô sich geruorte ein cleiner wint,/ sô clungen si ze prîse/ in manger | |
| roß viel in onmacht vor der porten, da yn nymant rurte; er was so sere geqwetschet und zurbrochen das er sichselben | |
| schier als Hestor jostiern begund, und das sien selb nit enrurten, und slúg er auch off sie. Er wúst wol, were | |
| Gawan synen arm ußgeworffen off das decklachen, und das ysen rurt im den arme, wann es kalt was, und da von | |
| verzagt da ir mir myn roß slugent und michselber nit enrurtent. Des war, ir verzagter ritter, ir solt me daran verliesen | |
| deste baß solt růgen. Nein er nicht, wann er yn rurt, er wolt yn zuhant slagen; darumb kam die konigin von | |
| rigen an snure, so das ein stucke daz ander nicht růre, unde trocken se also an der luft under dache. Iz | |
| sal daz crůt umme crisen unde ane isen graben unde růre an den wetunde zan dri stunt unde zu iklichem male | |
| vůchtekeit, daz houbt unde alle die lidde mit ener senfte růre. Iz subert der kichende unde hilfet der lebern. Aloe gepulvert | |
| unde dem swernde zanvleischz, ob manz mit bestrichet. Aloe genutzet růret den buch samfte. Von aloe cornichen gemacht mit grunime koliz | |
| iz sere růre, zu zwen aloez tu ein dyagridii. Daz růret senfte [35v] unde wol unde ane seirde dez bůchez. // | |
| tracheit so ser beswere./ mild můder, reich mir dine hant,/ ruͤr mich, ich werden snel alzehant!/ //Du has gedan, des ich | |
| is./ du vrow van vröuden geheiʒen bis,/ wand diͤ truricheit enrůrd dich niͤt,/ diͤ allen vroun iͤ we geriͤt,/ diͤ kind | |
| hant/ godes sun in $’n windeln bewant,/ dat du den ruͤres alle zit,/ den $’t himelsch her bit vorten anesiͤt,/ den | |
| gesiͤn/ ind also levend, dat in de dot/ niͤmer $’n ruͤrt noch $’n geine not./ //Mich dünket, dat din vröud d#;iu | |
| allen sinnen,/ dat noch kum was levend worden,/ wart it gerůrt bit dinen worden,/ dat $’t sich van vröuden ruͤren begunde/ | |
| it gerůrt bit dinen worden,/ dat $’t sich van vröuden ruͤren begunde/ ind diͤ můder riͤf uʒer $’m munde/ diͤ wort, | |
| geit,/ sprich, suͤʒe můder, du sprichs war,/ wand got self ruͤrt dines herzen snar!/ sprich: #.,Drümb van diser zide h#;iude/ suln | |
| urkunde,/ dat it sich wegen ind vröwen begunde,/ it prophetiͤrde ruͤrend sich,/ dat it din sun bekend ind dich./ ei wiͤ | |
| brand alein der kinder bande,/ damide si gebunden waren,/ it enrůrd si an kleidern noch an haren./ //Alsus dacht ich in | |
| sinne,/ dat si irn liͤven minnen aleine,/ der andrer minnen ruͤrt si $’n geine,/ an diͤ, diͤ si zů gode bindet,/ | |
Ergebnis-Seite: << 1 2 3 4 5 6 7 8 >> |