Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rüeren swV. (353 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| minnende moͤnscheit gruͤsset si mit bruͤderlicher geselleschaft, der helig geist ruͤret si mit der durchfliessunge der wunderlichen schoͤppfunge der ewigen wunne; | |
| als die vogele in dem lufte, so si keine vedren ruͤrent, und wie si varent, swar si wellent, mit libe und | |
| strale schein usser únser froͮwen munt uf den altar und růrte das lamp mit ir gebette, also das got selbe us | |
| den mensch eweklich minnen.» Do sprach der vatter: «Sun, mich ruͤret oͮch ein kreftig lust in miner goͤtlichen brust und ich | |
| in oͮge und da flússet geist in geiste und da ruͤret hant ze hande und da sprichet munt ze munde und | |
| trost oder pine oder gerunge ist, er werde selber e geruͤret mit disen drin; ich sůche helfe, wan mir ist leider | |
| dich neigen wilt zů mir. Du weist wol, wie du ruͤren kanst die seiten in der sele min; eya, des beginne | |
| wunder tůt, das es mine drie personen al durchgat und ruͤret und reitzet und machet minnenlustig mine ganzen drivaltekeit. Minen smak, | |
| singe mir, vrowe, dinen sang, da du die sele mitte ruͤrest als ein suͤsse seitenklang. Eya minne vrowe, wirf mich under | |
| in disem libe in der ewigen gotheit hat, und das ruͤren, da mit er si trútet; vrowe, du moͤhtist muͤde werden | |
| also drate ze nihte als únser selenoͮgen wank die gotheit geruͤret mit der ellendiger súfzendiger suͤssen gerunge, der kein creature mag | |
| getragen mit minem unschuldigen lichammen. Dis ist min ambaht: Ich ruͤre ane underlas $t dise grundelosen gotheit, da mitte manen ich | |
| sprichet alsus: «Ich wil dem babest von Rome sin herze ruͤren mit grossem jamere, und in dem jamere wil ich ime | |
| gabe mit clarem schine der himelschen eren. Mit unspreclicher grůsse ruͤret er ir herze, das si schinet und lúhtet, also das | |
| <N>LV</N>. Also schribet ein vrúnt sinem vrúnde <N>LVI</N>. Wie got ruͤret sine vrúnde mit der pine <N>LVII</N>. Ein wenig von dem | |
| warheit.» Do vůr er lúhtende hin úber aht koͤre und růrte den núnden; do sach ich sin nit mere. Hetten ime | |
| niemer ende gewinnet. Das sibende mag man kume mit worten ruͤren, mit cristanem geloͮben mag man es vuͤlen, wie gros, wie | |
| danke, herre, dir diner súnlichen gabe, da du mich mitte ruͤrest ane underlas, die alles min gebein und alle min aderen | |
| das dine, das du mir tůst. Wan du aber mich ruͤrest mit diner úberheren suͤssekeit, die mine sele und minen lichamen | |
| und behalte úns allen dise minne! Amen. <KAP><N>LVI</N>. Wie got ruͤret sine vrúnde mit der pine</KAP> Swenne der mensche ein truͤbekeit | |
| hat, alsust sprichet únser herre dar zů: «Ich habe si geruͤret. Glosa: Ze glicher wis als mich min vatter ruͤren lies | |
| si geruͤret. Glosa: Ze glicher wis als mich min vatter ruͤren lies uf ertriche, also die ich zů mir zúhe uf | |
| zwein bezünet ist,/ in den sie flüßet alle frist,/ ^+und rüret doch darüber kein mein. ^+/ set, wie die milde swacht/ | |
| gefangen er da nam,/ die er gein Rome furte./ er rurte $s roubs noch der güter nicht./ er sprach: ‘wer ere, | |
| so:/ die stat sie ließen brechen/ den Romer Cipio./ der rurte ir gemüre/ mit füre $s uß grund und sie verbrant./ | |
| diu minneclîchen kint./ ir scif mit dem segele $s daz ruort$’ ein hôher wint./ die stolzen hergesellen $s die sâzen ûf | |
| $s sînen lîp benomen./ er gie dar tougenlîche $s unt ruort$’ im sîne hant./ Gunther sîne liste $s vil harte sorclîch | |
| sîne liste $s vil harte sorclîch ervant./ »Waz hât mich gerüeret?« $s dâhte der küene man./ dô sach er allenthalben; $s | |
| alsô starke leit,/ ich sol mit mînen handen $s nimmer rüeren iuwer kleit.«/ Dô lôste si in balde. $s dô sin | |
| $s daz er ir schœne wât/ dar nâch vil selten ruorte; $s des wold$’ ouch si dô haben rât./ Dô kom | |
| vil manic edel stein/ erlûht$’ in guoter wæte, $s die ruorte vrouwen hant./ dô wart dar für gesuochet $s vil manic | |
| er kuchenknehte $s von dem fiwer schiet!/ vil kezzel wart gerüeret, $s zefüeret manic brant./ hey waz man guoter spîse $s | |
| ie wart gefüeret $s von Nibelunge lant,/ sîn solde lützel rüeren $s mîn oder der küneginne hant./ Nu heizet ez behalten, | |
| gein iu gebâren $s dise recken hêr,/ daz nimmer iuch gerüeret $s in strîte hie mîn hant,/ ob ir si alle | |
| her zuo dem vanen füeren./ nû sach man dort her rüeren/ einen andern boten,/ der sagt den kunic tôten./ dô si | |
| twei punt boteren, daz laz allez myt enander seden vnde rore ez myt eyner spatiln, bis daz dy craft sich myd | |
| ich sagen,/ dar ûf saz der werde:/ daz flouc und ruorte d’erde,/ //gereht ze bêden sîten,/ küen dâ man solt strîten,/ | |
| kêrter von den sînen dane,/ gein der porte er vaste ruorte./ ein knappe im widerfuorte/ ein schilt, ûzen und innen dran/ | |
| sît/ ie man ze strîte fuorte;/ des lenge den teppech ruorte./ ob i’n geprüeven künne,/ er schein als ob hie brünne/ | |
| mîner frouwen unde mir./ daz ist rêgîn de Franze:/ die rüeret dîner minnen lanze."/ einen brief gaber im in die hant,/ | |
| al kleine wîz sîdîn/ ein hemde der künegîn,/ als ez ruorte ir blôzen lîp,/ diu nu worden was sîn wîp,/ daz | |
| blic/ si gein den lüften fuorte,/ dâ si mit kreften ruorte/ //manc fiurîn donerstrâle./ die flugen al zemâle/ gein ir: dô | |
| morgen./ diu frouwe fuor mit sorgen:/ mit sporn si vaste ruorten,/ die die juncfrouwen fuorten."/ ez was Meljahkanz./ den ergâhte Karnachkarnanz,/ | |
| si lachens mîn gewuoc./ mich müent ir jæmerlîchen wort./ diun rüerent mir kein herzen ort:/ jâ muoz enmitten drinne sîn/ der | |
| mâl/ sîn lîp mit zühten fuorte,/ ôwê wan daz in ruorte/ manec unsüeziu strenge./ im was diu wîte zenge,/ und ouch | |
| gehêret was./ einen rinc er an der porte vant:/ den ruorter vaste mit der hant./ sîns rüefens nam dâ niemen war,/ | |
| daz er gebôt bî der wide/ daz se ir decheiner ruorte./ die koufliuter fuorte/ für sînen hêrren in die stat./ Parzivâl | |
| mich genüeget ie,/ ob ich mit mîner blôzen hant/ müese rüeren ir gewant./ ob ich nu gîtes gerte,/ untriwe es für | |
| er komen was./ dâ was erde unde gras/ mit tretenne gerüeret/ untz tou gar zerfüeret./ ___al schrînde lief der junge man/ | |
| haz,"/ sprach der knappe. "ir sît ein gans./ möht ir gerüeret hân den flans,/ und het den wirt gevrâget!/ vil prîss | |
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