Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
viuhte stF. (431 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| die pirpaumpleter und sint underrôt. der paum trinket gar vil fäuhten in sich in dem lenzen und in dem anvang des | |
| ainer krôn weis. daz kraut zeitigt und kocht die kalten fäuht in dem magen und in dem leib und pringt guoten | |
| pringt unkäusch und mit der unkäusch sinket in diu behend fäuht auz den prüstleinn hin ab zuo der unkäuschen stat. //VON | |
| die zend von irr unsauberkait und die haut von irr fäuht und von irn mailen und klært des leibes varb, und | |
| ezzenkochen in dem magen und verzert pœs trank und pœs fäuht in dem magen. aber rôch knoblauch tuot in dem haupt | |
| magen und ist gar guot wider den ôrnsiehtum, der von fäuht kümt. ez mêrt auch der frawen milich in den prüstlein | |
| und trucken und den guot, die unperhaft sint von übriger fäuhten. ez sprechent auch die maister, wer ez an diu pain | |
| ist pei dem feur, sô pringet er ain grôz dick fäuht, diu etwaz nert, iedoch macht er pœs pluot und fäuht | |
| fäuht, diu etwaz nert, iedoch macht er pœs pluot und fäuht in dem leib, dar umb ist er der vernunft und | |
| geleich. die früht sint alle schad, wan si pringent rôch fäuht und fäul in den âdern und grôz siehtum dar nâch. | |
| sam etleich sprechent. aber Galiênus spricht, daz ez ain lâb fäuhten hab, und Avicenna spricht, daz sein fäuht kalt sei. die | |
| ez ain lâb fäuhten hab, und Avicenna spricht, daz sein fäuht kalt sei. die zwai bestênt wol mit enander, wan lâb | |
| zuo mangolt, sô sänftigt ez der piezen kelten und ir fäuht. daz kraut ist zwairlai. daz ain ist wild und daz | |
| mêr und minner. aber si pringent in dem menschen unbehend fäuhten und pœs. daz pest, daz man getuon mag, ist, daz | |
| kraft. si hât auch die kraft, daz si die zæhen fäuhten entsleuzt in dem menschen und anderswâ und si durchsneit unde | |
| der lebern verschoppen und des milzen, ob ez von kalter fäuht ist. wenn man trank gibt wider vergift, daz sol man | |
| magen kelten und für des gedärms stichelsuht, diu von kalter fäuhten kümt und für daz verschoppen der lebern und des milzes | |
| an der kraft haiz und trucken und derret die faulen fäuht in lærem leib und behelt daz auzvallend hâr. wenn man | |
| grôz sam ain mandelkern, daz reinigt den menschen von seiner fäuhten und fürbt die stinkenden überflüzzichait auz im. //VON DEM PFORREN. | |
| dem rôten fluz gar vast und widerstêt auch vesticleich der fäuhten in dem leib, diu colera haizt; aber wenn man des | |
| mit der nasen, sô entsleuzt ez und verzert die wäzzrigen fäuhten, diu flegma haizt, und rainigt daz hirn. wein gesoten mit | |
| magen und ist dem milz guot und swendet die unkäuschen fäuhten und benimt den lust der unkäusch. //VON DEM RÄTICH. /Raphanus | |
| sô twingt ez den leip etswie vil und mêrt die fäuhten oder den sâmen der unkäusch. //VON DEM WAITKRAUT. /Sandix haizet | |
| keut ez in dem mund, dar umb, daz ez die fäuhten auz dem hirn ziech, diu flegma haizt, und von den | |
| daz kraut ist haiz und trucken und durchsneidet die zæhen fäuhten, diu ze latein flegma haizt, und von seinem rauch vliehent | |
| ist zwaierlai, wilt und haimisch, aber der wild macht pœs fäuhten in dem leib. der haimisch senif ist guot zuo vil | |
| mit gerstenwazzer, daz rainigt die prust und wirft die zæhen fäuhten dar auz. diu nezzel erwecket die unkäusch und allermaist ir | |
| gar guot und entsleuzt den muossak und verzert die übrigen fäuhten in dem leib. zuo den gepresten allen ist der ingwer | |
| in der erden auz dem erdischen dunst und auz der fäuhten, diu in der erden âdern und in iren clausen beslozzen | |
| clausen beslozzen ist, wan in den dünsten und in der fäuhten sint diu vier element gemischt: feur, luft, wazzer und erd | |
| habent ze würken die form und die schickung in den fäuhten und in den dünsten, wan alle die form und die | |
| varb, machent der stern kreft nâch der dünst und der fäuhten mangerlai mischung. wan sô diu fäuhten des ertreichs vil hât, | |
| der dünst und der fäuhten mangerlai mischung. wan sô diu fäuhten des ertreichs vil hât, sô wirt der stain swarz oder | |
| sam die mischung der vier element sich ändert in den fäuhten, dâ die stain auz werdent, und dar umb sint die | |
| mit der nâtûr werch, sam mit hitz, mit kelten, mit fäuhten und mit trücken in den kräutern, dâ mit si guot | |
| ze latein squinancia haizt; und die drües, die von pœser fäuht koment an dem hals, benimt er auch mit reiben und | |
| mit esten hât. er ist auch guot wider die nagenden fäuht, diu ze latein flegma haizt. //VON DEM CRISOPRASSEN. /Crisoprassus ist | |
| und umbgê daz aug über al, unz er die pœsen fäuhten dar auz pringt. zwâr, daz ist ain grôzez wunder, wan | |
| viertägleichen riten und wider die âmaht, diu von der pœsen fäuhten kümt, diu melancolia haizt. //VON DEM ZIGNITEN. /Zignites ist ain | |
| klainer, ez wirt pezzer in dem feur und enpfæht ain fäuhten dar inn. ez verprennt auch kain swebel, der doch ander | |
| ez hât zehen stuck hitz und zehen stück kelten, zehen fäuhtin und zehen trücken. alsô spricht daz puoch ze latein. aber | |
| mischt mit edeln salben, sô hilft ez wider die zæhen fäuhten in dem leib, diu flegma haizt. daz silber ist niht | |
| sô sament sich diu vaizt erd zuo ainander in der fäuhten in etleicher zeit und diu fäuht gestêt und wirt hert. | |
| zuo ainander in der fäuhten in etleicher zeit und diu fäuht gestêt und wirt hert. alsô wirt daz auripigmentum in der | |
| das da kümt von der überflüssigkait und von der verwerten feüchte. Man sol wissenn das der mennschen leibe, die da entpfählich | |
| es enpfahent und die speis, die da enpfangen wirt. An feüht nement si abe zum erstenn von der natürlichen hitze, die | |
| tzwinget zesamen die geschlos des leibes unnd zerlät die überflüssigen feuchte unnd zeuhet den schleimen aus dem magenn, wenn er entzündet | |
| schlaff vor dem essenn megert den leibe unnd trückent die feuchte des leibes. Aber der schlaf nach dem essenn vaisstet und | |
| du nichtt schir, so wirt dein magen ervollet mit pöser feüchte: die zeuht er an sich von der überflüssigkait des leibes; | |
| von dem lassenn, das widerpringet dise zeit mit ir semlicher feuchte. Von dem sumer Der Sumer vahet an wann die sunne | |
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