Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
viuhte stF. (431 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| weil des tages, wann dann sament sich die überflüssigkait der feuchte an dem menschenn. Fürbung des leibes sol in der selbenn | |
| wirm hat, so wirt geirret die däunge und werdent die feüchte peweget. Ditz soltu mercken. Unnser herre mueß dein pflegen. Pis | |
| den magen von der feüle und von der gar pösen feüchte; wann der magen wenig feüchte hat, so wirt die hitz | |
| Von der farbe ist zebekennen, wann si wetzaichent die herschennde feüht: das ist wann der siech ist sangwineus, so ist die | |
| ist komen,/ Herluhte dinen sun nach frommen/ Mit diner gnaden fuͤhte,/ Daz er dich auch erluhte,/ Als du im gewalt hast | |
| têilent ſi aller chorne glich inzuei. daz iz uon der fûhte nerchîne. noch ſí in$/ dem wintere hungereſ erſterben. $t Alſo | |
| selker nôt in sîn natûre twinget./ der sunnen kraft, der viuhte rât/ den fênix ûz dem pulver wider bringet./ sus genatûret | |
| waʒʒer vͦʒ en vier halben in das paradyſe, das ſi fuhte geben allem dem poͮmgarten. Pi den ſelben vier waʒʒeren ſtůnden, | |
| vil manich edel poͮm, den das ſelbe gotliͤche waʒʒer allen fuchte vnd craft hat gegeben. Die poͮme, das ſint die heiligen | |
| heiligen pihtigere, das ſint die, die vnſer herre got mitter fuͤihte des heiligen geiſtes alſo geueſtenet hat, daʒ ſi [wol] von | |
| er auz der erden und auz dem menschen vil behender feuhten und inhitzt den menschen, daz er leiht zuͤrnt – wann | |
| lozzen verpoten, daruͤmb, wanne deu uͤbrig hitz verzert gnunk die feuhten und den gaist in dem menschen. Daz sehste zaichen haizzt | |
| die ſunne ſo creftic, daʒ ſi den nebel vnde die fúhte mit ir ʒúhet in den luft. Wen ſo iſt vnʒ | |
| ſo uaſte dar in ſchinet vnde ſie denne der boſen fúhte innen wirt, ſo ʒuhet ſie die hiʒʒe ſo uaſte wider | |
| $s und in dem troume flüget,/ der mensch ist trucken, füchte bar, $s licht. sinnes klar/ das Rases uns beweret hat, | |
| nach im und folget sinem phad,/ wann er ist aller fücht ein brunn./ Sus nach des manden art/ ich folg dir | |
| ouch sie die wunden heilen kan./ das trucken sich der füchte icht entzoge,/ kalt unde warm sie helt in glicher wage./ | |
| vil und wirt ouch lichte süchtig,/ unsuber alle wege/ durch füchte groß, zu der geburt untüchtig./ die wassersucht in irret/ oft | |
| in herzen anger/ den sam der tugent set,/ macht rechtes fücht in swanger,/ des heiles frucht er met./ des laß din | |
| dehain boͤser wille, so dorret ez, wan ez enhat der væuht nicht, ez enhat der stæticheit nicht. etlich sam der vellet | |
| des hiligen gotes wortes iht enpfuͤren, daz unser hertze so fuͤhte und so stætich si, daz ez wucher bring daz dem | |
| dritten sâmen korn erwarp/ hundertvaltes nutzes vruht:/ der viel in viuhte genuht/ und brâhte hundertvalten hort./ der sâme ist daz gotes | |
| gewaldechlichen an menschlicheme $t libe. wen si ist von vier vuchtin tzusamene kumen, der man ilich vindit sichtechlichen an im vnde | |
| ist blut vnde colera vnde flecma vnde melancolia. Di vier vuchte werdent in des menschin libe von der spise vnde von | |
| also der mist in dem vazze. Da werdent die uier vuchte di wir da vor genant han: blut, colera, flecma vnde | |
| von dem andirn daz ist gelich der erden. daz ist vuchte di da heizet melancolia. der natur ist trocken vnde kalt. | |
| uon den andirn drin. daz ist gelich dem geiste. di vuchte heizet colera. vnde ist trocken vnde heiz. Da wirt ouch | |
| dem wine wirt. daz man den kan heizet. Di selbe vuchte heizet fleuma. vnde ist kalt vnde naz. Daz uirde wirt | |
| nuwer win i wazziger. //Nu ist gesagit von den vier vuchten di da werdint in des menschen liebe, von der spise | |
| von den blute. Jdoch saltu wizzen daz iclicher der uier vuchte di da sint in des menschen libe, so si den | |
| tzu weninc ist. vnde ouch da uon daz der drier vuchte eine dar tzu habe gemischet in der leberen do di | |
| blute, daz selbe vorsteit $t man von den andirn drin vuchten wenne ir tzu uil oder tzu weninc is. ader so | |
| weninc is. ader so si sich vorkeren $t an ir vuchte. So das blut heizer wirt dan iz sal sin uon | |
| nicht gerichen vnde geuristen. //Nu sul wir sagin von der vuchte di da heizet fleuma tzu hant nach dem blute, wanne | |
| uon der vule dicke wirt. unde mischet sich mit den vuchten vnde nicht unmezlich $t erhitzet sint. Dar nach ist ein | |
| vnde uon colera. also spreche wir nu uon der uirdin vuchte die da heizet melancolia. Der ist ein teil naturlich. daz | |
| ein assche alsam si. //Wir habin gesait uon den uir vuchten menscliches $t libes vnde uon ir materie. Nu wol wir | |
| saltu wizzen an welchin wilen nachtes vnde tages der uir vuchte ein mere gewaldes habe an menslichin libe. Daz blut is | |
| snutzet so he reshent. //Wiltu nu wizzen waz di uir vuchte vurbaz schafen an den menschin. so merke mine lere. Daz | |
| libes vnde scire gra. //Da bi saltu wizzen suenne der vuchte iclicher an rechte maze rozet czu uil an dem libe, | |
| dich uersumest an disen dingen vnde nicht icliche der uir vuchte dempfest beide mit erzenie vnde mit spise. so si sich | |
| so get di cit hin mit der tage hillet der vuchte ein. vnde kumet ein ander cit einer andirn vuchte. so | |
| der vuchte ein. vnde kumet ein ander cit einer andirn vuchte. so ist di uordir uorsumet. vnde krenket die nature. vnde | |
| an das ein iclich dinc an im habe werme, kelde, vuchte vnde truckene. vnde ist ir allir andacht tzu der eben mazunge | |
| danne der ander tzuein. daz ist di werme unde di vuchte. So ist ein ander man colericus wan der werme vnde | |
| aber der dritte fleumaticus, wenne her der kule vnde der vuchte mer hat. Dennoch ist einer melancolicus. der hat der kule | |
| oder an dem uirten der hitze vnde der kelde, der uuchte vnde truckene. Dar nach teilen si islichen gradum in dri | |
| iz hat. iz si di werme oder die kelde. di vuchte oder di truckene. Ist aber daz ein dinc in den | |
| uir elementin vnde uon der werlde vnde uon den uir vuchten mensliches libes. Nu wolle wir sagin an deme andirn buche | |
| vnde hat mit der maze der truckene. vnde an der vuchte. Jdoch ist iz mancherhande. einez ist suere vnde melit sich | |
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