Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gebâren swV. (264 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| Wêlâ hiez lêren/ Wêlân den jungen, sînen suon,/ wie er gebâren unde tuon/ solde zuo der hîrât./ einen rinc stellet man | |
| künec Gahmuret/ sitzen als er wære unfrô./ er sprach "wie gebârstu sô?/ dîn prîs ist doch dâ für rekant,/ frôn Herzeloyden | |
| und nem nu swer der wil./ Ich muoz nu lebelîche/ gebâren: ich bin rîche./ wan solt ich volkes hêrre sîn?/ den | |
| hât ze hûs,/ die süezen Cunnewâren./ ir munt kan niht gebâren/ mit lachen, ê si den gesiht/ dem man des hôhsten | |
| giht./ //___Ywâneten niht bevilte,/ ern lêrte in underm schilte/ künsteclîch gebâren/ und der vînde schaden vâren./ er bôt im in die | |
| rôt,/ swaz der ezzen wolde./ nieman si wenden solde,/ sine gebârten heinlîche./ diu magt mit zühten rîche/ leist ir vater willen | |
| ir komn und umb ir scheiden./ ___Segramors sprach alsô/ "ir gebâret, hêrre, als ir sît vrô/ daz hie ein künec mit | |
| ___diu alte herzogîn sprach sân/ "tohter, welch koufman/ kunde alsus gebâren?/ dune solt sîn sus niht vâren."/ dô sprach diu junge | |
| twanger swes er wolde./ sît er sich weren solde,/ do gebârter werlîche./ der werde muotes rîche/ begreif den jungen ellenthaft,/ der | |
| ihts dâ wære betwungen,/ und ob dâ was gerungen:/ dem gebârt se gelîche,/ diu maget zühte rîche,/ wand si dem bette | |
| sprach er "hêrre, ich tuon iu kuont/ wie ir sult gebâren/ gein iwers verhes vâren./ ___mînen schilt sult ir tragn./ dern | |
| dâ begunde/ mit fuoge, wand erz kunde,/ ouch kunde si gebâren,/ daz von sô kurzen jâren/ als Itonjê diu junge truoc,/ | |
| stên./ die vrâgnt dich âventiure:/ als du gâhest ûzem fiure/ gebâr mit rede und ouch mit siten./ von in vil kûme | |
| sarjande zîser grôze kraft/ aldâ bereit wâren./ dô kunder sus gebâren:/ dô nam mîn hêr Gâwân/ vier werde rîter sunder dan,/ | |
| vermisset wære/ Parzivâls des küenen./ ob erz welle süenen?/ dem gebârt er ungelîche:/ er streit sô manlîche/ mit dem der ouch | |
| gesnürre./ wênec daz noch würre/ eim man der wære rîche,/ gebârter geselleclîche./ si kômen niht von pferden./ Artûs liez die werden/ | |
| gotinne Jûnô/ mîn segelweter fuogte sô/ in disiu westerrîche./ du gebârest vil gelîche/ einem man des werdekeit/ ist mit mæren harte | |
| hôher art/ ûf si beidiu gerbet wâren./ si kunde alsô gebâren,/ daz si mit rehter kiusche warp:/ al menschlîch gir an | |
| gezogn./ si was an im vil unbetrogn./ er kunde wol gebâren:/ man muose in für den clâren/ und für den manlîchen/ | |
| an siner aigen schulde lernen wie er mit sinen undertanen gebarn scholt die haubthafter suͤnde schuldich waren, wie er die lokchen | |
| bot./ Wan tr#;vewe vndir kvnne/ daz ist michel wunne./ Dv gebares zv vntare,/ daz sag ich dir zware./ Din vater was | |
| ich gerne kvste,/ Wan, sam mir got der riche,/ dv gebares zv vremdicliche./ Gevater, dv solt pflegen tr#;vewen./ nv mvͤz iz | |
| creftin/ sam si ze$/ wirtsceftin/ alle geladet waren,/ mit egeslichem gebaren./ haiden di da ze$/ uorderiste waren/ unt der cristen uermezenhait | |
| uerratere;/ er sprach: ‘dise ungebare/ gezimet nicht dem riche./ du gebarest ungezogenliche./ waz hastu dir selben gewizzen?/ Roͮlanten hat lichte ain | |
| muzen mit in uechten./ zeware si sint gute knechte:/ si gebarent harte stateliche,/ sine wellent dir nicht entwiche,/ si uersmahe(n)t unse | |
| svvete gebadit./ Den sie uon vrochten haueten./ wande die riesin gebartin also sie doueten./ Do thiederich vnde sine man./ vor den | |
| min brot./ Dietherich der herre/ vor zo den herbergin./ Vnde gebarte verzen$/ nacht./ Also her were vnstadichat./ Alwante ime die ellenden./ | |
| gegen den andern ritterlich./ ouch kunden wol die andern sich/ gebâren als sie solden/ dô sie strîten wolden,/ und iezuo sprengen | |
| palas./ sîne meister lêrten in/ zuht und hovelîchen sin,/ wol gebâren, kiusche wesen,/ mit witzen an den buochen lesen/ und reine | |
| armekeit./ //Dû bist ein kint, daz schînet wol./ kint tumplîche gebâren sol:/ sun, als ist ouch dir geschehen,/ dô dû begundest | |
| der wigant/ und die mit im da waren,/ begundin da gebaren/ als Gotis wille do gebot./ des kam dú heidinschaft in | |
| er were von des tievils kraft/ insinin sinnen behaft,/ und gebart ouh dem gelih./ von Get Achis der kúnig rih/ sprah: | |
| das der degen unvirzagit/ David was von Ceila/ gescheiden. er gebarte sa/ reht als er niemir dannen hin/ wolte mere gehazen | |
| sagint im dabi/ das Urias irslagin si:/ swie er danne gebare,/ vroelich odir undare,/ das machint mir her wider kunt!’/ die | |
| begunde semphtirn sih sin zorn,/ er wart vroidin riche/ und gebarte vrœliche,/ als ez da wart in allin schin./ er sprah: | |
| danne untwirken wolde,/ und wî er zô den rîteren solde gebâren/ zô diu daz si ime willich wâren./ //Der sehste bestunt | |
| vil hertklich, und kerte sin antlút von im unwertlich und gebarte mit sinen schnidenden worten vil schmahlich; und under andren verserenden | |
| dar inne nit erzaget, denn daz er kechlich und manlich gebaret, der vast sizet und uf sich lat schlahen, dem wirt | |
| aber: «eya, lieber geselle, getar er iht weinen ald trurklich gebaren, so er als úbel wird geschlagen?» Er sprach: «nein, und | |
| ob im út sie; er můss #(IMAGE) froͤlich und weidenlich gebaren, anders er wurdi ze spote und verluri dur mit die | |
| dich selb in dem himelschen hove! Wúsch dinú ogen und gebar froͤlich, daz es weder got noch mensch innan werde, daz | |
| menscheit [72#’v] jung und alt werdent von wunnebernder froͤd froͤlich gebarent! Ach zarter got, bist du in diner creatur als minneklich, | |
| gan, daz ir kume oder niemer mugent widerbringen! Und wie gebarent ir hier inne so vroͤlich, als úch nút dar umbe | |
| daz einig uzerweltes herzliep, und du dich denne als vroͤmdeklich gebarest und als stille swigest? __#s+Entwúrt der Ewigen Wisheit:#s- Mich růfent | |
| gnů wol soͤlti han erbotten; wie sol ich mich denne gebaren gegen dem, mit deme selben, den min sele da minnet? | |
| so dike missebotten! Wie unbegirlich ich ab der suͤzen engelspise gebaret! Ich hate den edelen balsam in dem munde und enphant | |
| den lip ze kestigenne, den lúten ze froͤmden, ernschlich ze gebarene, sich selber ze huͤten, núwes gebet ze erdenkene, núw uͤbung | |
| und nit pinet./ ir hertz dik grinnet/ so der lip geparet sich/ sam er si maniger froden rich./ hant si gesunden, | |
| der muot versêret sô,/ daz man mich niemer rehte frô/ gebâren siht, wan sam der tuot,/ der niht erwern mag sîn | |
| kan,/ in gesach an $s dikeiner frowen/ nie so lôs gebâren mê,/ Als mîn frowe gibâret sich./ des tuon ich $s | |
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