Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
geist stM. (1201 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| miner sele und hoͤre es mit den oren mines ewigen geistes und bevinde in allen liden mines lichamen die kraft des | |
| bevinde in allen liden mines lichamen die kraft des heiligen geistes. <KAP><N>XIV</N>. Von der heligen drivaltekeit, von der geburt und von | |
| ungeschaffen ewigen got, den sun die unbegunnen wisheit, ir beider geist nanten si die rehte kunst der warheit. Die heissen engel | |
| gebildet na der heligen drivaltekeit, doch ist er ein luter geist. Dú sele ist mit irem vleisch alleine husvro in dem | |
| allerglichest. $t Da spilet oͮge in oͮge und da flússet geist in geiste und da ruͤret hant ze hande und da | |
| Da spilet oͮge in oͮge und da flússet geist in geiste und da ruͤret hant ze hande und da sprichet munt | |
| betútet ware geistlich lúte. Wenne der mensche enpfat einen geistlichen geist, so wirt er gezelet mit der heissen gotheit und wirt | |
| můter, der gottes menscheit, so ist sin materie der heilige geist, der sine súntliche nature in allen dingen vertilget. Dis tier | |
| der warmen sunnen; also tůt der geistliche mensche, der gottes geist enpfangen hat; das ist ein so edel sat, si kinet | |
| nútzen die unedelkeit únsers fleisches na dem rate des boͤsen geistes, oͮwe, so ist úns selben mit úns selben vergeben. Wellen | |
| Dominicus lachete, so lachete er mit warer suͤssekeit des heligen geistes. So er aber weinote, so weinite er mit so grosser | |
| siner almehtigen menscheit, $t er zieret si mit sines heligen geistes miltekeit, er lonet in oͮch ane ende mit siner gantzen | |
| und armer von irdenscher notdurft und fúriger von dem heligen geiste dur die ellendige not, die der heiligen cristanheit denne zů | |
| soͤnt ir siben wesen nach den siben gaben des heligen geistes, in eim ertzbistůme drizehen nach dem heligen convent únsers herren. | |
| wunden oder mit sibenen nach den siben gaben des heligen geistes und da nach me, als si zesamen moͤgent komen. Swa | |
| die <FOLIO>(74#’r)</FOLIO> gůten weinent. So singet er mit des heligen geistes stimme: «Credo in deum», und troͤstet und ruͤffet: «Volgent mir, | |
| und vigen und trinkent wasser gemischet mit wine und ir geist wirt oͮch von gotte gespiset. <KAP><N>XXVIII</N>. Von fúnfleie craft der | |
| in ertrich die ere, das got sunder underlas sinen vúrigen geist us siner heligen drivaltekeit schinen lat in die minnenden sele, | |
| valle, da vor dik ein rein herze bebet, das gottes geist in im #.[besclossen treit#.]. Das dritte: die edelkeit der pine | |
| ich fúr si in cristanlicher gewonheit. In dem zuge mines geistes sach ich iren geist, der was clar an im selber | |
| cristanlicher gewonheit. In dem zuge mines geistes sach ich iren geist, der was clar an im selber als die sunne. Das | |
| Marien, fleischlich und der da bist mit dinem vatter ein geist, ein wille, ein wisheit, ein gewalt, ein oberstú craft úber | |
| vleischlich und ich, herre got und mensche, mit úwer beder geist gereineget bin, so spriche ich armer betruͤbter mensche alsus: «Herre | |
| min herze; herre Jhesu_Christe, du bist min lip; herre heliger geist, du bist min atem; herre heligú drivaltekeit, du bist min | |
| mit des sunes gewalt und wurden gehelget mit des heligen geistes lere iemer me, do erstůnden #.[uf sibenzig man mit únserem | |
| man rehte wenen mag, das si innewendig haben des heligen geistes vlůt, der es alles also hervúr tribe. Nein, es ist | |
| wort, und enpfindet doch in sinem herzen nit des heligen geistes volle geburt. Dis wirt an der stat wol schin, da | |
| kůnheit nach also grosser bloͤdekeit, do si enpfiengen den heligen geist. Vrage me, wa Moyses do was, do er niht wan | |
| mere si vischeten mit iren fúrigen klawen, wan si oͮch geiste und túfel waren. Als si si brahten uf das lant, | |
| den tugenden $t und ein vollekomen moͤnsche an dem heligen geiste, und da úber was er ein ewig got in der | |
| mit luginen so sere gemenget, das leider nieman den heligen geist in iren worten vinden kan. Aber #.[wisent si.#.] sich etteswenne | |
| wand die wurzelle ir stetekeit die ist von dem heligen geiste ze allen ziten gruͤne. <KAP><N>XX</N>. Ein lob gottes von aht | |
| gebette. Ir lichame was geneiget zů der erden und ir geist hatte sich ufgerihtet gegen der ewigen gotheit; wan vor der | |
| heligen crúzes, so wart nie mensche also helig, das sin geist moͤhte oder muͤste ufstigen mit arbeiten und sweben mit gerunge | |
| drivaltekeit in der ewigen hoͤhin. Darumbe mohte der reinen juncfroͮwen geist in den himel nit komen, wan Adam hatte den grendel | |
| willen der menscheit und mit der edelen gevůgheit des heligen geistes dur den ganzen lichamen ires magtůmes in der vúrigen sele | |
| der ewige sun mit siner <FOLIO>(89#’r)</FOLIO> menschlichen warheit, der helig geist mit siner cleinlichen suͤssekeit ging dur die ganzen want Marien | |
| das wunnekliche himelvúr an Marien also heis, das der hellen geist, der alle die welt durchvart und alle geschiht der dingen | |
| sun stillen, das was sines vatter wille und des heligen geistes wollust. Do neigte sich dú jungfroͮwe mit muͤterlicher liebi in | |
| willen und nach des sunes notdurft unde nach des heligen geistes wollust in ir megtliche brust. Do vlos dú suͤsse milch | |
| und haltent sich in dem getrúwen himmelvluge mit des heligen geistes zuge. Lange hernider, do die stúke zesamen giengen, da was | |
| an die stunde, do die apposteln $t enpfiengen den heligen geist; do <FOLIO>(92#’v)</FOLIO> allererste wart ir sele verwundet mit der gotheit. | |
| der mag des nit gelassen von rehter edelkeit sines geistlichen geistes, den er von gotte hat enpfangen mit heliger sinkunge sines | |
| gotte, die kumt alles wider mit sime sune.» Der helig geist singet dis lob: «Ich bin ein unúberwunden kraft der warheit; | |
| din crone, <FOLIO>(95#’v)</FOLIO> din moͤnscheit ist min sůne, únser beder geist das ist ein wille, ein rat, ein craft an allen | |
| wan si ist unreine und unkúsche. Do sprach der arme geist: «Wel rat sol ir denne werden?» Do sprach únser herre: | |
| tage giessen sol in cristanem geloͮben, das ist des heligen geistes blůt, wan sunder des heligen geistes andaht wart nie gůttat | |
| das ist des heligen geistes blůt, wan sunder des heligen geistes andaht wart nie gůttat vollebraht. Der martrer blůt dur Christum | |
| git loͤsunge und geloͮben. Das jungest blůt in dem heligen geiste git behaltunge und ere. <KAP><N>XXXV</N>. Wie swester Mehthilt danket und | |
| helige heiligunge und umb ware beschirmunge und umb dines heligen geistes ervúllunge allen den binamen, die min ellende, herre, mir armen | |
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