Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lâʒen stV. (5249 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| ze mir wert;/ wil er mich wunden ode slân,/ sô lâze er mich den schaden hân:/ ir sult im, herre, ouch | |
| in ze smal,/ sie zugen ûz an daz velt/ und liezen sehen der pferde zelt,/ die sie wolden verkoufen/ und ouch | |
| wern:/ des er niht wolde enbern,/ daz sie des niht enliezen,/ ode sie müesen sîn misseniezen./ /Eraclîus reit zehant/ ûf den | |
| und sult ir leben./ ez ist snel sam ein hirz.’/ ‘lâ hœren, wie gîstû mirz?’/ ‘herre, umbe drithalp marc.’/ ‘friunt, dû | |
| sleht, sam ein zein,/ ez hât niht flôzgallen,/ deste baz lât iuz gevallen;/ sîn huof breit und sinewel:/ ez izzet sêre | |
| ich arc/ und des guotes bœse, sam ir sît./ ich lâzez durch deheinen nît,/ ir müezet im sehzic marc geben.’/ ‘des | |
| nemen wil,/ daz heiz im geben: sîz ze vil,/ daz lâ dâ mite belîben.’/ er sprach ‘daz müget ir immer trîben./ | |
| trîben./ tuot, als ich geredet hân,/ wert den man und lât in gân.’/ dô nâmen die kamerære,/ swie harte sie daz | |
| hût wol sîn vergolden.’/ dô sprâchen sîne holden/ ‘herre keiser, lât iu sagen,/ wir mugen daz wunder niht verdagen,/ daz im | |
| rosse driu,/ diu ir wizzet, daz erloube ich iu,/ und lât sie mit im îlen/ innerhalp zweier mîlen:/ sie mugen im | |
| fulzende hât ez noch./ welt ir, versuochetz doch!/ liege ich, lât mich niht genesen.’/ ‘Eraclî, friunt, daz sol alsô wesen,/ nû | |
| friunt, daz sol alsô wesen,/ nû duz her ze mir lâst./ ez muoz, als dû geredet hâst,/ versuochet werden hie zestunt./ | |
| wære, woldet ir sîn hân enborn,/ snel worden unde starc./ lât ez besehen, im ist sin marc/ (des ist zwîvel dehein)/ | |
| gan/ beide guotes unde êren./ ich wil iuch wol lêren:/ lât alle rede belîben/ und heizet brieve schrîben;/ enbiett den fürsten | |
| belêhent sint vons rîches hant/ daz ir iuch welt wîhen lân/ und ze iuwerr ê ein konen hân:/ daz beginnet in | |
| fromen./ swenne sie danne her komen,/ die edeln juncfrouwen,/ sô lât mich sie schouwen./ ich wele iu ze stæte eine,/ sô | |
| wîbe welte oder næme,/ sie solde des niht verdriezen,/ sin liezes ir friunt geniezen:/ des bâtens alle gemeine./ der frouwen was | |
| er sie gerne gesach./ leit was im ir ungemach,/ daz liez er wol schînen./ er gebôt al den sînen,/ Fôcas der | |
| komen,/ mohten sies guot state hân./ lange rede sul wir lân./ ir muot was maneger slahte./ sie sliefen lützel in der | |
| ie gewan;/ der kunt ze swachem prîse./ Eraclîus der wîse/ lie sie sitzen unde kêrte dan/ und sach zehant ein ander | |
| manegiu, diu nû treit/ ir friunt bî der zêhen./ diu lât sich ze mâzen flêhen,/ wehsels mac man sie lîhte erbiten,/ | |
| mînen list,/ daz ich in under wîln gesprechen sal;/ daz lieze ich niht durch die werlt al./ ichn teile mit im | |
| ze wîbe wolde hân?’/ ‘ir sult durch got die rede lân,/ herre, sprecht niht fürbaz.’/ Eraclîus tet ez umbe daz,/ daz | |
| umbe daz,/ daz sie erkande sîn wîsheit./ er sprach ‘frouwe, lât iu wesen leit/ iuwer missetât und gêt mit witzen/ an | |
| kraft,/ die râven wârn dar an gehaft./ Eraclîus daz niht enlie,/ er erbeizte unde gie/ für des hûses tür stân./ ein | |
| als got wolde und gebôt.’/ Eraclîus sprach aber sân/ ‘frouwe, lât die rede stân./ lobt den himelischen got:/ ez ist sîn | |
| ir heil sol sich mêren,/ sie sol werden keiserîn.’/ ‘herre, lât die rede sîn,/ swaz ir geordnet ist von got,/ daz | |
| ez ist des keisers bot/ wol bî tûsent frouwen:/ die lât man in schouwen./ daz ist ein wîser junger man,/ der | |
| ‘solde ich danne dâ wider streben?/ (lange rede sul wir lân)/ die sol ich nemen und gerne hân,/ sô möhte mir | |
| schulde schelten unde slân,/ mac erz tuon, er sol iuch lân/ und wenden sînn dienst anderswar.’/ ‘hei wie wol ich das | |
| hiez er allen künden/ daz sie sich underwünden/ und inz liezen sîn bevoln/ ode sie müesen sînen zorn doln./ /Athânais hiez | |
| in ir huote/ die frouwen, die ir solden phlegen/ und liezen niht under wegen,/ swaz ez ze rehte solde hân,/ daz | |
| diu was biderbe unde wîs,/ des muose sie geniezen./ nû lât iuch niht verdriezen,/ ich sol iu sagen fürbaz./ ir habet | |
| alsô het sie im getân./ des muose der rîche keiser lân/ vil dinges under wegen,/ daz er berihten solde unde phlegen./ | |
| ‘daz widerrâte ich, herre mîn.’/ ‘sol ich sie âne huote lân?’/ ‘jâ: lât sie rîten unde gân,/ swar sie selben dunke | |
| ich, herre mîn.’/ ‘sol ich sie âne huote lân?’/ ‘jâ: lât sie rîten unde gân,/ swar sie selben dunke guot.’/ ‘sô | |
| swer aber einen biderben vât/ und in ûf sîne triuwe lât,/ ê er sîn triuwe verlüre,/ ich bin gwis, daz er | |
| gwis, daz er ê verküre,/ swaz erbes im sîn vater lie./ alsô kumt ez umbe die,/ den got die wîsheit hât | |
| da mite:/ ob al diu werlt dâ wider strite,/ ich lieze ir âne huote niht.’/ ‘wie, ob iu danne misseschiht?/ des | |
| sol ich deheine schulde hân.’/ ‘jâ, ich wil dichs ledec lân./ ezn wart nie vederspil/ (ichn weiz, ob dû ez wizzen | |
| diu sich flîzet an reiner tât/ und er sies engelten lât./ daz was ie und muoz immer sîn’/ sprach er, ‘lieber | |
| nôt./ vor schame muoz er werden rôt,/ der dem ungelônet lât,/ der im wol gedienet hât.’/ /der rât muose ergân./ Eraclîus | |
| der im wol gedienet hât.’/ /der rât muose ergân./ Eraclîus lie die rede stân,/ wan er vervie dâ lützel mite./ ez | |
| lützel mite./ ez ist maneges herren site,/ dêr entuot noch enlât/ durch deheines mannes rât,/ wan durch sîn selbes sinne,/ er | |
| herre gedâht,/ daz er mich tac unde naht/ sô vaste lât besliezen?/ mich mac wol verdriezen,/ daz ich der liute niht | |
| vor, enneben unde nâ,/ sehse hie, zwelve dâ./ dar umbe liez sie doch des niet,/ sien tæte, als ir daz herze | |
| erz willeclîchen gît,/ da behapte diu frümecheit den strît./ nû lâzen wir die rede stân./ diu frouwe kam geriten sân/ dâ | |
| des alles hete er den prîs./ lange rede sul wir lân./ die frouwen twanc diu minne sân,/ daz sie leisten muoste | |
| daz?/ welich kunde hât er mîn?/ ich wil die rede lâzen sîn,/ got durch sîne güete/ bekêre mir mîn gemüete/ und | |
| wâ?’/ ‘in dem houbet und allenthalben.’/ ‘mit einer küelen salben/ lât iu daz houbet bestrîchen,/ sô muoz iu diu hitze entwîchen./ | |
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