Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rihten swV. (400 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| der keiser wolde./ /nû wârn die brieve getihtet,/ geschriben und gerihtet:/ die wurden zesamene geleit./ dô mans gevielt und besneit,/ man | |
| twahen und ir hâr/ strælen unde slihten/ und ir scheitel rihten./ ze den selben stunden/ manec hâr wart bewunden/ mit manegem | |
| ‘die rede sult ir lâzen./ immer sî sie verwâzen!/ swer rihtet über diebe,/ der dienet got liebe/ und sündet niht umbe | |
| #s+wildenere.#s-/ //Ich wil euch sagen ein mere./ iz heten wildenere/ gerichtet dem wilde stricke,/ als si noch tunt vil dicke./ do | |
| swâ dû si nû hie vindest, $s selbe dû dir rihtest.’/ / //In sîn gezelt er gie, $s nieht unersuohtes er | |
| und gnâdich, $s des wart er sâlich./ deme liute er rihte $s mit getriulichem erniste./ /Er gebôt daz niweht bestuonte $s | |
| im ez geben./ /In iegelicheme ambahte $s sîne stadile er rihte,/ dâ er inne gihielte $s daz chorn daz er sparite./ | |
| wol gelang/ Ir vigend warend in todes twang/ Genaigett und gerichtett./ Susz waz der stritt verschlichtett/ Sy fragten aber schönne/ Nach | |
| er zü innen keme:/ In iertte des dottes reme./ Gott richte nach rechtte/ Daz er dem hochen geschlechte/ Von Throye hallff | |
| wortt,/ Won er sich uff der selden ortt/ Suss könde gerichtten./ Wer sich noch so verschlichten/ Mitt gütter wandelunge mag,/ Daz | |
| stunden/ Menig rautt gebe funden/ Der zü der bösten lerre/ Richtett sine kerre./ Er dunkett mich ain arger wichtt/ Uss wes | |
| Woltte kain täding/ Merken: uff verschlichten/ Den sin woltt er richten./ Holtz, velde, hayde,/ Anger und ouch waide,/ Dar uff menges | |
| gebar,/ Daz dü ain andren so gar/ Woltte wüsten unde richten!/ __Gott herre, sitt du verschlichten/ Mitt diner kraft machtt alle | |
| grossen kreften an./ Der ungetrüwe müding/ Begunde alle sine ding/ Richten all da ze stund/ Wie er machte ungesund/ Den gütten | |
| trüg./ Sin ross waz do geschlichtett/ Und uff den louff gerichtett./ Er hett allain des mütte,/ [232#’r] Söltte es ain richer | |
| des lebens büsz!/ Du macht niemer ainen füss/ Für bas gerichten mere./ Den segel bald uff kerre/ Und lau den k%:ill | |
| propheten vor kunden/ Uz sime bedachten rate/ Zur lesten predigate/ Von dem zwivalden lone:/ Den guten in sime trone,/ Den bosen | |
| began./ __Als er uff strittenliche ban/ Sich vil wol kunde richten,/ Sin hertz och wol pflichten/ Konde mitt der manhaitt./ Waz | |
| mir missewende,/ Und du in todes ende/ Dich selb haust gerichtett/ Und min gebott vernichtett:/ Das züchett bosshaitt, barn./ Wiltu mitt | |
| wol gestaltt,/ Nemen in die hand daz waffen min/ Und richten üch selber, kaysserin!’/ __Sy sprach: ‘herr, ich bin ain wip,/ | |
| man do vallen sach/ alle ouz seiner nasen nider;/ do riht sich daz flaish hin wider/ als ez gewunne nie mail | |
| was an der nehee,/ Daz der fride vz ginc./ Sie richte1n sich aber vf den rinc./ So die wurz enspringet/ Vnd | |
| In dutsch diz buch zu tichtene,/ So starken sin zu richtene./ Got ticht iz unde ich nuwet,/ Der wont wol und | |
| es der kaysser under stünd./ Doch müste man von dem kampfe tragen/ Den gast, als wir hörend sagen,/ Marcuss an den | |
| er umb helffe batt./ Der erste wass Astrolis,/ Der dik loblichen priss/ Für die mine hett geton;/ Mitt im sin brüder | |
| üns gar bewegen/ Des kaysser thüms sunder schaid,/ Es wende denn üwer frömekaitt ’/ __Der fürste lachen began,/ Er sprach: ‘frigen, | |
| Disü jemerliche nott/ [144#’v] Wertte bis daz der mone/ Sy beide tett strittes one./ Aber an dem andren tag/ Nach der | |
| un fromen/ Solten alle han bejagt,/ Als in Antinus hett gesagtt./ Daz burg gesinde fraissan/ Gegen in sch%:issen began/ Mitt straullen | |
| pin/ Ward der helde gelassen in./ Gegen im sin mütter Ecuba/ Tratt, der manig frowe na/ Hartte zuchte klichen gie;/ Mitt | |
| Daz üch alle üwer gir/ So serre statt uff min sterben?/ Kunnen ir nitt erwerben/ An andren lütten manhaitt,/ Denn daz | |
| Ich müss engeltten der nott/ Das Penolope lag tod.’/ __‘Schwigend herre,’ sprach dü magt,/ ‘Sind an fröden nit so verzagtt ,/ | |
| des richters angesichte./ Der schinet danne gramelich,/ Als allez unrecht richtet sich/ Und der richter sal sin gerecht/ Ober ieslichen sinen | |
| sy mechtte sin./ ‘Herre,’ sprach daz megettin,/ ‘Ich bin uss Tamian geborn./ Minoss, der fürste usserkorn,/ Waz ze vatter mir bekantt./ | |
| er ze hand,/ Da er sin erwelten vand./ Er tett in disse mere kund,/ Als er von des kaissers mund/ Do | |
| und flent driu riche,/ dere du waltes unde gehaltes, $s rihtes jouch phlihtes ungliche,/ dei du zeches unde antreites, $s enges | |
| gerihte $s phleget neheinere miete,/ der in iseninere gerte $s rihtet liute unde diete/ unde brichet si zesamene, $s daz ire | |
| da riwet die sundære,/ daz si ie wurden ungehore./ da rihtet got mit rehte/ dem herren joch dem chnehte,/ der vrouwen | |
| czeit und gut/ Das ich furbas greiffen sulle;/ Ich sol richten mein mule,/ Ein ander untugent umb treiben:/ Wie der man | |
| rat/ Noch chein gedingen,/ Afer hie magst du ringen/ Got richten,/ Wilt du dich mit ym verslichten.’/ __Do dew selle iern | |
| suen/ Und sich mit Gote verslichten,/ So wandelen im und richten/ Mit leibe und mit guete,/ Mit froleichem muete,/ Und was | |
| kund,/ Er wurde dez sichtumbs nicht gesunt,/ Daz er darnach richte sein haws,/ Er muste schaiden daraus./ __Als das der kunig | |
| solde./ //Nu wart ouch dâ gesûmit nicht:/ die tische wurden gericht,/ tuoch und brôt dar ûf geleit./ nu was daz wazzer | |
| reich. Und die mag er nichtt gehabenn nur wann er richtet unnder den rechtenn und er herscher hersche über die undertane | |
| ist das an dem chünig das er sich selbenn kunne richtten. Wann der chünigk gewar wirt dehainerschlächt guetes, das nutz ze | |
| in verwesenn müge, das er si erparmhertzigklich $t minn unnd richtt. Wann das ist ain wehalltnüß des chüniges, die freüd seiner | |
| erleuchtet hat mit dem geiste seiner götlichenn weißhait und si gerichtet hat und gereichet mit aigenschaft der kunst. Disen weisen sint | |
| der merunge irs geschlachttes, wann si wol erpauenn werdent und gerichttet. Nach der maß deines schatzes $p Du soltt nichtt ze | |
| Mit rotem gold ubertragen,/ Wol geprunirt und geschlagen./ Nach dem richtet auff dem mer/ Des tags deß weißloß her./ Dem frum | |
| ich gedaht han/ Uz latin zu dihten,/ In dutsche rimen rihten./ Wie diz buch si gedaht/ Und in latine an uns | |
| zwei kindelin/ Swůren uf dem kleide sin./ Wie er den rihten solde?/ Ez waz geworht von golde./ Gedeon von Madyan/ Der | |
Ergebnis-Seite: << 1 2 3 4 5 6 7 >> |