Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rihten swV. (400 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| bin dir ziet^. des in=ſal min nicht me uf in richti^. iz ſi an taverni edir ſua iz ſi^. dan alſo | |
| an dir ſtad ani=heit^. Sui ubir daz me uf un richtit, dan hi biſcribin ſteit^. di heit daz virlorn, daz he | |
| ſteit^. di heit daz virlorn, daz he me uf un richtit^. Von ewi, ab di man ſtirbit. Is daz ein vrowi | |
| $s mîne bürge unt ouch diu lant,/ unz daz hie rihte $s des künic Guntheres hant.«/ Dô welt$’ si ir gesindes | |
| dan,/ zuo jenen tûsent recken $s ûz Nibelunge lant./ si rihten sich zer verte; $s man sach si rîten ûf den | |
| der degen,/ vil grôzer unmuoze $s muosen si dô pflegen,/ rihten daz gesidele $s vor Wormez ûf den sant./ des küniges | |
| gadem./ dô hôrte man allenthalben $s ze vreuden grœzlîchen kradem./ Gerihtet wart gesidele: $s der künic wolde gân/ ze tische mit | |
| mit im in daz lant./ dô hiezen si gesidele $s rihten sâ zehant,/ dar zuo er gekrœnet $s vor vriunden solde | |
| meister, $s die er ze rehte vant,/ unt dar er rihten solde. $s daz wart alsô getân,/ daz man sêre vorhte | |
| disen grôzen êren $s lebt$’ er, daz ist wâr,/ und rihte under krône $s unz an daz zehende jâr,/ daz diu | |
| der drîer künege man./ vil manic hergesidele $s man dô rihten began./ Hûnolt der küene $s und Sindolt der degen/ die | |
| die zît si muosen pflegen/ truhsæzen unt schenken, $s ze rihten manige banc./ des half in ouch her Ortwîn; $s des | |
| in Gunther danc./ Rûmolt der kuchenmeister, $s wie wol er rihte sît/ die sînen undertânen, $s vil manigen kezzel wît,/ häven | |
| nider zuo der fluot./ als er het$’ getrunken, $s dô riht er sich von dan./ alsam het ouch gerne $s der | |
| ze lange $s den Sîfrides tôt./ iu wil der künic rihten, $s daz er sîn niht hât erslagen./ man hœrt iuch | |
| Des küneges ambetliute $s die hiezen über al/ mit gesidele rihten $s palas unde sal/ gegen den lieben gesten, $s die | |
| en ouwe; $s daz was im leit genuoc./ ê erz gerihte widere, $s müeden er began./ dô zôh vil krefteclîche $s | |
| sich dâ;/ ritter unde vrouwen $s die giengen anderswâ./ dô rihte man die tische $s in dem sale wît./ den unkunden | |
| zorn er mêr deheinen $s dâ niht werden lie./ dô rihte man die tische, $s daz wazzer man in truoc./ dâ | |
| enpoten dar,/ daz er næme rehte war,/ daz er sich rihte des besten:/ sich hiet mit kunden und mit gesten/ besamnet | |
| sagen,/ wie der kunic von Bêheimlant/ ôsterrîch nâch sîner hant/ riht und nâch sinem willen./ er lie sich nihts bevillen,/ wand | |
| dô er gefriesch daz,/ daz sîn bruoder was tôt,/ dô riht er angest unde nôt,/ wand er sich zehant/ beider lande | |
| was,/ daz grâf Heinrich solde vehten,/ der begunde sich ze rehten,/ als er kemphen wolt./ von Emerberc her Berhtolt/ sagt dem | |
| nider,/ daz er sîn dinc darnâch sliht,/ sich het übel geriht/ sîn veter von Habspurc,/ der wær an triwen worden murc/ | |
| von Este,/ wand er enkunde noch enweste,/ wes er sich rihten solt:/ die im dâ wâren holt,/ die rieten im ze | |
| __nû lât iu sagen, wes/ der kunic von Bêheim/ sich rihte dâheim./ dô der den sînen seit/ die gelegenheit,/ wie diu | |
| ê hân gesagt./ dô was mîn bezzer sin verzagt./ nu rihtet mîne schulde/ nâch iwer selbes hulde./ ich solz iu dar | |
| in gesant;/ wær er ze rihtære erkant,/ daz er denne riht ir swære/ durch gerihtes mære./ si bat der tavelrunder schar/ | |
| irdiſchiv dinch, ſo wirt ſi ſich vber ſich ʒe got rihtent vnd wirt ein geiſt mit got, vnd ſwa der menſchen | |
| dâ dû mich mite betrogin hâs? s$. Nicolâus hât mir geriechtit, an den ich mich liez, der hât mir sîne trûwe | |
| sêre unt sprach: "herre s$. Nicolâe, dû hâs mir wole geriechtit ubir den ungetrûwin man. wilt dû daz ich des geloube, | |
| dienst und ze gotes vorchten also Josue der die læut rihte, und daz lant daz er erfohten het und daz im | |
| læuten mit; alsam tet Gedeon der auch meins træchtins læute riht und ir veinten die si an vochten wunderlichen an gesigt | |
| fraislicher marter. so er manigiu lait der christenhait getůt, so richtet mein træchtin uͤber in, daz er von dem gewalte des | |
| zů sinem vater, daz er daz erib iht vlies. also richtet unser herre die er geschaffen hat. alle die in fuͤrhtent | |
| in disen hiligen tagen dem almæchtigen got uͤber uns selben gerichtet haben, nu wir mit der vasten und mit der riw | |
| und unser herre, unser chuͤnich, ruch ze wesen und uns richt ze sinem willen und ze sinem lob. wir schuͤln daz | |
| heiligen geist der alle geschepf geschaffen hat und alle geschepf richtet mit dem vater und mit dem sun. von so grozzen | |
| læut suͤnt vorschent und die verteilent $t und got nicht richtent von in selber, die sint des himelriches $t nicht wirdich. | |
| der warheit laugent, den armen witiben und den weisen nicht richtent, die gotes hæuser nicht beschirment. die mein træchtin auz andern | |
| die got nicht fuͤrchtent, die got von in selb nicht richtent, die vallent in die ewigen $t verdampnuͤsse. do der eine | |
| dann unser herre got. der gedanch und ir hertz sint gerichtet hintz dem gewinne. von diu spricht unser herre: ‘non potestis | |
| menschen gedænch und werch, er sicht diu hertze innerhalb, er richt auzzerhalb, er lont an dem jungisten urteil einem ieglichen nach | |
| hat sinen hof, die besten sines liutes, alle heiligen, die richtent und erteilent. die da nach sint, die muͤzzent ze red | |
| baten alle geliche,/ daz der kvnic riche/ Dise vntat vaste richte./ sie sprachen: «zv vnserm angesichte/ Hat got ein zeichen getan./ | |
| Reinhart hat getan,/ daz mvste vf Dieprechten gan./ Einen strik richt er fvr ein holloch,/ daz tvnt ovch gnvge levte noch./ | |
| verteilet.»/ Do sprach iz im her Ysengrin:/ «sol mir alsvst gerichtet sin/ Vmb min wip, daz ist ein not.»/ sinen zagelstrvmpf | |
| glichsenere/ Er Heinrich getichtet/ vnd lie die rime vngerichtet./ Die richte sider ein ander man,/ der ovch ein teil getichtes kan,/ | |
| oder kuͤnne singen/ oder daz im suͤze clingen/ sine wol gerihten seiten,/ die enduͤrfen hie niht beiten./ vart mit mir heim | |
| ein uncrut sach stan/ daz er hete getreten nider,/ daz rihte er shone hin wider./ swa er danne ein crut sach/ | |
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