Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rihten swV. (400 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| daz ez geschach./ ez muste sin swaz er gesprach./ er rihte daz leben rehte/ den muͤnichen mit dem knehte./ er sprach: | |
| tragen./ ‘ir stet mit unzůchten;/ daz wil ich’, sprach er, ‘richten,/ wirdet is iuweht mere./ tůt iz durch gotes ere/ un(de) | |
| chomen:/ der miner manigen sunde(n)/ la daz liut nicht engelte(n);/ richt ůber mich, herre, daz ist recht:/ ich bin din entrunner | |
| erlostest mich uil ture:/ beschirme mich uor dem ewigen fûre,/ richt ůber den proden likenamen./ la daz liut in dinen gnaden:/ | |
| ‘wir sculen in anderes zuchtigen:/ ich wil hernach uber in richten./ also uber in ertailet wirdet,/ ich wan er wirs erstirbet.’/ | |
| ‘diu aine uon Dorcaniuessen,/ Falsen unt Flechsen:/ diu driu lant richtent aine scar./ ouch sende ich dir aine dar/ uon den | |
| dem kaiser uiel si ze fuzen:/ ‘ich wil,’ sprach si, ‘richten unt buzin/ swa ich mich uersumet han:/ ich han iz | |
| lerte./ ir bistům si stiften,/ unt si sich ze gote richten./ der kaiser unt sine man/ Brehmunda(n) fůrten si dan,/ got | |
| urtaile:/ also di phachte tichten,/ so wil ich uber in richten.’/ do w#4+as#4- Genelunes geslechte/ chreftic unt machtic,/ ain uil uorderlichez | |
| bi ainem munde,/ alte unt iunge:/ ‘owol du heiliger kaiser,/ richte den armen waisen!/ zu dir rufent di kint/ der uetere | |
| sie die armen./ Ande lezzin sich ere not erbarmen./ Dicke richte man den tisch./ da was daz inbiz gevis./ Allen die | |
| sprach constantin./ Nu sagittiz deme herren sin./ Wil her v riechtin daz is mer lieb./ ich ne vnder windes mich niecht./ Alsiz | |
| vazede sie vlizicliche./ Daz quam von dietheriche./ Der tis wart gerichtot./ Berker der helt got./ Was trochtsaze./ Die wile sine kint | |
| der koninc rothere./ Hine zo rif lande./ Mit sinin uianden./ Dar rigte der gode keyser./ Widewin %-ude weisin./ Do die leide criechin./ | |
| hie bestan./ Ich bin eine sculdich wider dich./ Du salt richtin ouer mich./ Daz ist billich vnde recth./ Waz bedorfte ein | |
| gebant./ Do reit her mit manicgeme vffe daz sant./ Vnde richte nach rechte./ Herrin vn̄ knecten./ Do scheit sith zo ache./ | |
| witze dîn./ alsô hât sich der sunnen schîn/ entliuhtet unde gerihtet;/ von nihte hât getihtet/ dîn wîser gotlîcher list/ swaz sihtic | |
| diz selbe mære vant/ in kriecheschem getihte./ ze latîne erz rihte/ durch got und durch alsolhe site,/ daz sich die liute | |
| kunt/ astronomîe und alle die stunt,/ in den die sternen rihtent sich/ in ir louflîchen strich./ die nam der künec an | |
| die miete/ gar an dem übeln slihtent/ und reht unrehte rihtent!/ wê in! wê den veigen,/ die daz gerihte neigen/ mit | |
| richet dîne swære/ dîn rehter schephære./ dû solt ze rehte rihten sô,/ daz dû gerihtes werdest vrô./ swie dîn gerihte wirt | |
| niht entrinnen mac./ swen sô verhaget der welte hac,/ der rihtet kûme sich von ir/ und von ir gîteclîchen gir./ swie | |
| versûmet sich/ an dir. daz sol über mich/ von rehte rihten dîn zorn./ ich sol von schulden sîn verlorn/ und lîden | |
| hât verkêret sînen sin./ dirre sünde ich schuldic bin:/ daz rihte, herre, über mich,/ swie dir behage: dêst zimelich,/ daz laster | |
| âne vernunst,/ ein tumber esel, âne kunst./ dîn einic rede rihtet sich/ vür sich allez einen strich/ mit tumben touben mæren/ | |
| sult vernemen,/ lât iuch lêre wol gezemen,/ die die erde rihten gar,/ nemet der gotes lêre war!/ dienet gote in vorhten | |
| was sîn vorbilde getân./ er kunde reinez leben hân,/ er rihte wol ze rehte/ dem ritter und dem knehte,/ dem rîchen | |
| über al diz rîche/ zeinem rihtære gegeben:/ nû solt dû rihten wol dîn leben./ dû minnetest got, ê daz dû/ gewunnest | |
| helfet vollebringen wol,/ wan er mit iuwer helfe sol/ iuch rihten unde lêren./ ir sult mit triuwen êren/ got und in | |
| lônes vrî./ wis mir genædeclîche bî./ sunder süntlîchen vlec/ geruoche rihten mînen wec/ vür dîne gesiht, herre got,/ ûz dirre welte | |
| menege was so vil:/ al disú jar dú selbin zil/ rihte so wisliche/ Noe der seldin riche/ die diet und sinis | |
| heizet der teil,/ des slihtic undirmarche seil/ sih von nordin rihtet:/ sin underscheit sich slihtet/ da jene lant marke ende hat./ | |
| als si der Rin/ scheidet mit dem vluzze sin,/ und rihtet der lantmarcke strich/ der an Brittania scheidit sih./ //In disim | |
| zirvliezin gar begundin/ und gein dem abgrunde sih/ ir wec rihte und ir verte strich,/ also das bi der zit zehant/ | |
| keme/ und der lúte clage verneme/ und in nah rehte rihte die./ do er an das gerithe gie,/ als noch die | |
| meister waren undir in/ und mit meisterlichin sitin/ die steine richten und besniten,/ geslihtit und behoͮwin gar/ das man si alse | |
| úns Ereches getat/ Und von dem leun getihtet hat, $[*3*den *5*gerihtet D$]/ Oder den von Eschibach,/ Der wol ze maister$~schefte sprach/ | |
| das du/ Mich begundost tihten.’ –/ Wan liset iuch doch rihten/ Den wisen Tůrhaim#;eare,/ Der wol gůete maere/ Ze maisterschefte tihten | |
| die sinne min/ #;eArbaite und úch tihte/ In rehter rime rihte./ Das wil ich gerne tůn durch in,/ Wan sin gemůet | |
| in/ Der kúnec haize komen drin./ Dem kunege er ouch rihten sol,/ Er hate das gedienet wol/ Das er lip und | |
| Perminen hîz er slân/ ze sîner anesihte,/ Philippo er dô rihte,/ wander in habite belogen./ dô hîz er sîne herzogen/ sîn | |
| «Von deinen woͤrten wirſtu verdambt vnd von deinen worten wirſtu gerichtt». __Das merkchen die, die ſich ſelb aufwerffen, wie hoch gelert | |
| kalchoven brinnen! Owe, daz wir dis selber nit ab úns rihten, und wir daz mit so kleinen dingen hettin getan! Es | |
| lidens und diner zarten můter leides ein herzklichs enphinden. Herr, rihte ab mir an miner jungsten hinvart erbarmherzklich, lere mich weltlich | |
| ir úch fúr úch selber stellent und ab úch selben rihtent und ein wil der ding vergessent, daz ir úwer gemuͤte | |
| koch wunder trahten/ mit fromden bi gerihten/ sach man zetisch rihten,/ do die geste wand gesessen/ bi wol gemůten truhsessen,/ mit | |
| den troͤnen./ er lie dem herzen doͤnen/ ‘swer reht hie rihtet sich’ daz wort,/ ‘von dem wirt nit gerihtet dort.’/ dez | |
| reht hie rihtet sich’ daz wort,/ ‘von dem wirt nit gerihtet dort.’/ dez richtet sich und úber sich./ er lept dem | |
| vederspil? –/ unnützer ist ein küng, ob er nicht rechte richten wil!/ //Was sol ein keyser one recht, $s ein babest | |
| //Sumer, der hât sîn gezelt/ nû gerihtet uberal,/ ûf die $p und ûf die sîne weide./ Wol | |
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