Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rihten swV. (400 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| hât ir êren wol gidâcht./ Daz tet ir sin, der richtet sî nach êren;/ daz ist ouch in erborn wol an./ | |
| der tievil, und wir finden dîne hulde,/ dât ze jungest rihten wilt,/ dar uns allen ist gezilt./ denkent, wie jæmerlîch er | |
| niht alleine verderbe./ Schœnez lieb, mîn sunder trût, dur vuoge/ rihte mich in ebenholdem sinne,/ frowe, dîner minne:/ so tuon ich | |
| dem werkwîsen/ meister zêren (_) in ir hôhen wirde./ //Nu rihtent, swes geburt ie wart von reinen wîben:/ Minne klagt, man | |
| dur daz genant/ von gote ein rihter, daz er rehte rihten sol und dâ zehant,/ swa er vernimpt, daz wære wâr,/ | |
| was,/ so ich so liebe hân gedâht./ //Sol ich mich rihten nâch dem Â,/ daz kan ich wol gezeigen, wâ:/ da | |
| von Rôme schirmen mit gerihte./ Nu hât uns einer sô gerihtet, daz diu kristenheit/ an allen orten, hie und dort, hât | |
| durch gâbe oder durch vriuntschaft oder durch vîntschaft iht anders rihtet danne alse ditz buoch saget, daz ist wider got. Dar | |
| alle die den got gerihte enpholhen hât, daz si alsô rihten, daz got iht sîn grôz gerihte über si tuo an | |
| geistlîche, dem keiser daz werltlîche. Dem bâbest ist gesetzet ze rihten ze bescheidener zît ûf einem blankem phärde, und der keiser | |
| Sô ist etwâ sit, daz man burcgrâven hât. Der sol rihten über unrehte mâze und über unrehte metzen und über unreht | |
| gât, und über alle lîpnar; daz sol allez ein burcgrâve rihten. Sô sol ein voget rihten den tôtslac unde wunden und | |
| daz sol allez ein burcgrâve rihten. Sô sol ein voget rihten den tôtslac unde wunden und alle vrävel unde swertzucken. $t | |
| man lebet, unde klaget si dar ûf, man sol ir rihten umb ir morgengâbe. Wil si ûf ir zeswen zoph ob | |
| man wol einen kiesen der ze hût unde ze hâre rihte, ez sî in steten oder in dörfern. Swâ man rihtet | |
| sol in der rihter niht æhten; im sol der rihter rihten hin ze sînem guote, swâ daz in sinem gerihte liget, | |
| vor got an allen den über die diu vierde hant rihtet. //Swelch pfaffenfürste sôgetâniu gerihte hât diu über bluotrünstige gânt, diu | |
| werdent an allen den schuldic vor gote über die si rihtent, swelche der liute bluot ûzgiezent. //Die leienherren die bedurfen des | |
| ſi halz, daz ſi den rehtin wech niht giengin. Do rihte der gotiſ ſun ir ſtepphe, do er ir herze erwachte | |
| dem wêge der himiliſchn heimôde. So ſint vnſeriv herze wol gerihtet, ſo ſi niht âwichent wedir ze der vînſtern noch ze | |
| ſemitaſ dei noſtri. Er ſprach: ‘Machet den wech unſerſ herren, rihtet die ſtîge deſ heiligin Chriſtiſ.’ An dem ſelbem ſtîge ſchvln | |
| ſo geſâzzin ovch ſi ûf zwelf ſtůle alli werelt ze rihtin. Daz lôn habint ſi enphangin. Von div, mîne vil liebin, | |
| ein merſterne. Die an dem mere uarent, die moͮzzen ſich rihten nach dem mereſternen, die uon himele ſcînent, daz ſi nach | |
| den ſternen, unſer urowen $.s$. Mariam, aneſehen unde ſculn ſich rihten nach ir lebenne, ſo beleittet ſi trûturowe ir ſêle zoͮ | |
| heren ſtoͮleſ, da div gotheit ûffe ſizzet unde elliv dinc rihtet. Daz uil heilige rat iſt geloͮffen uber elliv lant unde | |
| chumet.’ Der wachet wol, deſ andaht ientie hin ze gote gerihtet iſt. Alſo wacheten die heiligen bîhtare. Confeſſor ſprichet tutiſſcen lobare. | |
| ivch deſ ſculdic geben dem almahtigen $t gote, ſcult ime rihten uber ivch ſelben. Wie ſult ir ime rihten? Mit warer | |
| ſcult ime rihten uber ivch ſelben. Wie ſult ir ime rihten? Mit warer riwe, mit iwerme almoͮſene, mit allen goͮten werchen. | |
| durch miete gerihten $t unrehte. Dem armen ſcult ir wole rihten, daz ir iht entrihtet werdet der ewigen genaden, wan div | |
| miſericordiam. ‘Er wirt uerteilet an urteile, der hie ane barmunge rihtet.’ Allez ubel ſcult ir uermiden, ſo verre ſo ir muget, | |
| in kämphlîch ane gesprochen hât, unde sol im der rihter rihten, als ob er überwunden mit kamphe wære. //Alsô sol man | |
| kumet der man niht biz an sant Urbanes tac unde rihtet sînen zins niht und daz er durch reht rihten sol, | |
| unde rihtet sînen zins niht und daz er durch reht rihten sol, sô nimet der herre den nutz dar abe, unde | |
| er des sorcveldic sî, daz man sie rehte schrîbe unde rihte. In allen hûseren sal man die regelen $t unde die | |
| mûles. 46. Wie sich die brûdere nâch dem gebote sulen rihten. /Swanne die brûdere von deme convente rîten sulen, sô sal | |
| ein man einen toeten ansprechen wil, wie man hinze dem rihten sol. Von kamphe. Ob ein frowe einen man ansprichet kamphlichen. | |
| Die $t vogte uf dem lande die hant niht ze rihtenne hinze der burger gute noch hinz ir luten die druffe | |
| sin gut des bisschofes nah gnaden; unde sol der vogt rihten hinze sinem libe als reht ist. Waer aber daz, daz | |
| behaltenne dri tage. Unde swenne man hinze dem selben man gerihtet mit der aehte umbe swelhe sache daz ist, unde daz | |
| wirt der danach begriffen, so sol der vogt uber ihn rihten umbe die notnumpht, die er getan hat in allen dem | |
| fur gaeben fur alle schulde an umbe die, ob er gerihten $t wil, daz er an der sache als man in | |
| dem burggrafen, gat der dar, der da beclagd ist und rihtet sich mit sime gelter der in da beclagt hat, der | |
| der werlde beclaget./ so mich danne niemen schuldick saget,/ wem Richtet danne got uber mich?/ mich duncket daz vil billich,/ swer | |
| beiaget,/ ob der vor got wirt beklaget,/ daz got da Richte uber in./ daz gut, des ich gewaltick bin,/ daz chumt | |
| gar en wiht./ dar an chert er sich niht./ er hiez rihten an den berch/ alle der hande antwerch,/ diu ze$/ sturme | |
| ich mich suldigen/ zu dinen gnaden geben/ unde wil dir rihten, unze ich lebe./ ob du nu ruochest min,/ so sol | |
| du ane næme den tot/ durch aller sundære not./ du rihtiz uber min fleisch,/ daz der min arme geist/ iht verlorn | |
| mich hiute sculdigen/ in dine gnade geben/ unde wil dir rihten unze ich lebe./ nu ist ouch billich unde reht,/ daz | |
| des mancraft wonit ubir al./ su ist obini du dinc richtinti,/ undin ufhabinti,/ innin is su si irvullinti,/ uzzin umbivahinti./ dar | |
| under in, also sunderliche mirre, daz kume ieman sich darabe gerichten kan; aber Got weis wol war er mit wil. Ouch | |
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