Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ruowe stF. (275 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| habint anegenge, $t habint oͮch ſchier endi. Dort iſt ſicheriv rawe, nimir dehein unwnne, da iſt der gewiſſe uride, der unſ | |
| ſint got in goͮten werchen unde oͮch gerent die ewigen rawe zenphahenne. Due penne ſingulorum iungebantur, due tegebant corpora $t eorum. | |
| die ſint geſezzet ze ſcalclichen werchen, der heilige ſunnentac ze rawe allen dienten unde arbeitenten luten. Von div iſt er ze | |
| mugen uon ire dieneſte. $t Der ſunnentac bezeichent die ewigen rawe, ſo wir uîrende werden uon allen angeſten. Die ſehſe tage | |
| ist kumen, ê danne man in zu der stat der rûwe bringe, sô sal er sîne sunde bîhten, ob er sô | |
| vil kurzer vrist/ die edeln unverzagten,/ die in von der ruwe iagten,/ und wurfen in zu jungest nider./ die hofwarte kerten | |
| alle,/ und der vil gar verdagten,/ die den hirz von ruwe iagten/ und im niht abe giengen/ ^+ und si in | |
| er schriende dar,/ als noch ein geiler esel tut:/ sin ruwe gab im frien mut./ da si in so wite sahen | |
| han./ er hat der naht alsam getan,/ die wir mit ruwe suln genesen./ er muz riwe und liehtes entwesen,/ swenne er | |
| seli læt er von den sundin irstan/ joh vil lutirlichi ruwi han./ voni grabi irstent noh luiti vir slachti/ an der | |
| in erbint si da daz himilrich./ got ist ir lib, rawa unde minni,/ also daz licht ist der ougin wunni./ //Herro, | |
| von unser froͮwen, und sprach: ‘in allen dingen han ich růwe ge[54v]sůcht und bin bliben wonende in dem erbe mins herren’. | |
| und in den umbekreis des ertrichs, und sie envant nie růwe. ___Kinder, nieman ensol in disem lebende so hoch fliegen an | |
| gieng in das goͤtlich abgrúnde; in dem allein was ir růwe; do was ir erbe und ir raste, ir wonende stat. | |
| die krankste site von siner blintheit wegen und nimet alles růwe in dem wege und vergisset sines rechten endes. Und ist | |
| si kleider, spise, trost der creaturen. Och sůchet der mensche růwe an gar gůt schinenden dingen. Als der mensche im selber | |
| In diser uswendiger bichte do inne sůcht die nature ir růwe, das si ze friden werde und das innerlichen schelten unde | |
| ab den rost der súnden. ___Nu sůchet och die nature růwe an iren geistlichen uͤbungen, etliche lúte an innewendigen wisen und | |
| ___Liebes kint, in disen unbekanten Got dar in setze din růwe und ensůche weder smacken noch lúchten. Tů als ein hunt: | |
| erschrecken.’ Was ist dis? Wenne der mensche in dise innerliche růwe kumet in sich selber, so kumet Got und erfúllet in | |
| loͮffent har und dar. So sůchent si ussen das si růwe vinden, und envin[74v]dent ir do nút. Si solten sich in | |
| ussen, und ouch in alles darben wúrcklicher minne und innewendiger růwe, in senftmuͤtiger demuͤtikeit sich selber do inne zů lidende. Also | |
| hin unde her./ //An dem selben wege saz er/ durch ruowe weinende nider./ nu truogin ie sîn herze wider/ zen vriunden | |
| dô sîne strâze gie,/ sô daz er sîme lîbe nie/ ruowe einen halben tac genam,/ unz daz er zuo dem mere | |
| wol bewarn:/ sît ich bî disem gesinde/ weder vride noch ruowe vinde,/ sô kêre ich wider ûf daz mer;/ dâ hân | |
| was getân;/ und alse er zuo dem orse kam,/ eine ruowe er ime dâ nam./ bî dem sô habeter lange/ trahtende | |
| meister dô gebôt,/ daz man ze lande schielte/ und eine ruowe hielte./ nu man gelante in eine habe,/ nu gie daz | |
| nôt genôte/ und in seltsæner ahte:/ ir dewederez enmahte/ gehaben ruowe noch gemach,/ wan sôz daz andere sach./ sôs aber ein | |
| hin./ obs under wegen under in/ iender ze vröuden kæmen,/ ruowe in den bluomen næmen,/ daz wil ich âne wænen lân:/ | |
| liezen sich die naht dâ nider,/ wan in was allen ruowe nôt./ nu hæte ouch Tristan unde Îsôt/ den tac allen | |
| ie begie.’/ mit der rede swigen sie./ //Dô si alle ruowe wânden hân,/ dô kom diu vrowe dar gegân,/ des wirtes | |
| unz morgen fruo,/ und sehent danne waʒ er tuo./ //Ze ruowe schuof er sîn gemach./ nu merkent rehte wie er sprach/ | |
| müede wart./ dô wolt er eine küele vân/ und etslîche ruowe hân/ und kêrt ûf eine plâne./ dâ lac von Tumâne/ | |
| gesunt/ und reit er naht unde tac,/ daʒ er lützel ruowe pflac,/ und sîn friundîn alsam./ an dem fünften tage er | |
| offenlichen bot./ Des nahtes so der gute man/ Solde sin rue enphan,/ So kam der tiuvel fur die tur/ Und machte | |
| u beden irgan./ Der vride sal ouch kum bestan/ Mit rue in dem herzen/ Ane unvrides smerzen.’/ //#s+Von nicht reden.#s- __Ein | |
| mude waren,/ Da von begonde er varen/ Waz in zu rue gezeme./ Der reine, Gotes geneme/ Truc her vur an der | |
| nach der gewonheit,/ Die geste wurden do geleit/ Da sie rue solden han./ Nu horte sie der gute man/ Des nahtes | |
| er zeimal an siner vart/ Gende vil mude wart./ Durch rue under einen boum er saz./ Nu sach er bi sich | |
| joch daz er entslief./ Sin junger im niht enrief./ Die rue er in vol bringen lie./ Er dahte: ‘ich wil sitzen | |
| do ranc/ Weder er blibe oder gienge/ Unde ouch sin rue enphienge./ Doch twanc in die gehorsam/ Daz er ane urloube | |
| ich dich niht lazen vri./ Ich wil an mir niht rue haben/ Ê ich gar han entsaben,/ Des mahte du wol | |
| des heizen sunnen schin/ [95#’v#’b] Daz si mude lagen,/ Mit rue ir slafes pflagen. / Binnen des quam ein ar,/ Der | |
| Unde vil herter halden/ Danne die in den walden./ Ir rue mit semfte ist gegeben./ Ist ouch daz cranc mir wirt | |
| arbeit zu im kumen./ Maniger wenet sich han ergeben/ Mit rue in Marien leben/ Der hertekeit an Marten vluet/ Unde sich | |
| Die an ir muete ein teil daz/ Daz si mit rue so stille saz/ Unde ir gemaches wolde pflegen./ Maria hete | |
| vor den tac,/ Durch der notdurft bejac/ Legeten sie zu rue sich./ Zu hant do rusterte ich mich,/ Alsam ich do | |
| quam,/ Do was der alde lobesam/ Ein teil an siner rue gelegen,/ Wan er hete in im gepflegen/ Geistlicher arbeit,/ Der | |
| mit unzuht/ Mir hin gezuket nu min schaf?/ Beide mine rue und ouch min slaf/ Die sint mir ho virschroten,/ Ich | |
| ſin dir ein derinne. ueunfzec wibe unde manne. di ir rvͦwe wellen han. ſo la du di burc ſtan. Do ſprah | |
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