Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sûr Adj. (195 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| manich wazzer gesalzen, daz durch gesalzenz ertreich fleuzt, und anderz saur, daz dritt mosik, daz durch mos fleuzt, und nimt daz | |
| ist und gar lauter; mit dem versuochen, wan ez weder saur noch süez ist noch kains andern versuochens dan neur daz | |
| ist sam ain veivalter gestalt. Plinius spricht, daz die premen saureu dinch liep haben und süezeu dinch vliehen. Dâ pei verstê | |
| in übel. alsô wechselnt si allzeit daz süez umb daz saur. wol hin, lâ varn! ez schat niht der witzig wirt. | |
| alsô daz si den menschen werment und fäuhtent. aber die sauren sint kalt an der kraft und trucken, dar umb sint | |
| wind in dem leib und zeplæent, sam Platearius spricht. die sauren sint gesünter, gibt man si den sühtigen läuten geprâten oder | |
| kraft kalt ist, daz ander warm, ainz süez, daz ander sawr und pitter und sich ain iegleich dinch nert von seinem | |
| iegleich dinch nert von seinem gleichen, sam süez von süezem, saur von saurem, wie mag auz ainerlai erd in dem selben | |
| nert von seinem gleichen, sam süez von süezem, saur von saurem, wie mag auz ainerlai erd in dem selben garten mangerlai | |
| niht. daz zin ist scharpf auf der zungen sam ain saurz dinch. wenn man zin tuot zuo anderm gemischtem gesmeid, die | |
| můs. 10. Ein spise von birn. Nim gebratene birn vnd sure epfele vnd hacke sie kleine, und tů dar zvͦ pfeffer vnd | |
| ezzige vnd mit gůteme sode also, daz ez niht ze$/ sur werde, vnd guͤz ez vf die kaldiment vnd tů smaltz | |
| Mals zvͦ sammene mit ezzige vnd mit huͤner sode, zvͦ mazzen sur, vnd schele zwiboln vnd snide sie duͤnne vnd tů sie | |
| laz sie sieden, daz sie weich werden. vnd nim denne sur epfele, snit die kern her vz. als die zwibeln gar sin | |
| hin. 27. Ein gůt gethrahte. Nim gebratene byern vnd to sur epfele vnd nim vnder wahsen fleisch gesoten vnd nim pfeffer vnd | |
| vnd nim ezzig vnd ein wenig wazzers dar zvͦ, niht zvͦ sur, vnd la daz erwallen, daz ez dicke blibe. damit mac | |
| (32a). Wilt du machen einen agraz. Nim wintruͤbele vnd stoz sur ephele. diz tů zvͦ sammene, menge ez mit wine vnd druͤckes | |
| salse ist gůt zvͦ rinderinen braten. 34. Ein salse. Nim sure winber vnd tů dar zvͦ salbey vnd zwei knobelauches haubt vnd | |
| mache daz dicke mit schoͤnem brote vnd ribe daz, schele sur epfele, scharbe sie groͤber denne spec vf huͤnre, die menge | |
| vnd backe die in smaltze niht zvͦ truͤge vnd schele sur epfele, snit die breit an schiben, daz die kern vz | |
| Ein gůt fuͤlle. Conkauelit maht man von kirsen, von den suren kirsen, daz sint wiseln. die sol man nemen vnd von | |
| Ein cumpost von wisseln. Der woͤlle machen einen kumpost fon suren wiseln, der neme sur wiseln vnd brech in die stile | |
| Der woͤlle machen einen kumpost fon suren wiseln, der neme sur wiseln vnd brech in die stile abe vnd siede sie | |
| muoz sich vil und dicke an den werken üeben, swie sûr und swære ez im doch werde und swie unmügelîchen ez | |
| über mîn guot gie der schouwer./ ez müez dir werden souwer./ als liep mir ist die triu mîn,/ dîn lîp muoz | |
| behalten alle weg./ tuot ir des niht, ez wirt iu sour,/ über di sêl gêt iu ein schour./ und ist, daz | |
| hangt an mîner mour?/ ich wæn, ez sî iu worden sour./ doch ist ez mir an iu leit:/ ir habet erliten | |
| werren,’/ seit ieslîcher sîner nâchbûr,/ ‘uns macht der Beier herr sûr/ unser stet und unser lant/ beidiu mit roub und mit | |
| übel hût/ eines rîchen mannes brût,/ diu bitter ist und sûre;/ und nimt ein armer gebûre/ vil lîhte dâ wider eine,/ | |
| wil,/ der gewinnet viende vil,/ daz im die hunere werdent sure,/ so im ieslich sin nach gebure/ sinen dienst wider saget/ | |
| innen./ Uff iettwedren schiltt/ Ward hertte gespiltt:/ Ir schwertt in surem donne/ Erklungen, des vil schone/ Geschwaig manig nacht galle/ Und | |
| sit hector,/ Agome1nnon in ander sit,/ Sus hup sich die svre zit,/ Die svrde vnd die bitterkeit./ Die kvrze wile was | |
| vf daz felt,/ Da en=was niht we1nne geschelt,/ Scharfe wort, svre tat,/ Als ir dicke vernome1n hat./ Do reit zv agome1nnon,/ | |
| keret,/ Do wart ir leit gemeret./ Die svzze zit in svre wart./ Sie ware1n zv felde gekart,/ Hie zv, dort zv,/ | |
| was in zv gekart,/ Die svmer|wu1nne was gelege1n./ Starc wint, svr rege1n,/ Vbel zit in alle1n ende1n/ Treip die ellende1n/ In | |
| ist ysern, holz, stein, kalc,/ Iz helt so wol den suren schalc/ Als den durchnechtigen man./ Got let die sunne schinen | |
| begienc/ Daz nie vater durch kint geleit/ Schemigern tot noch surer leit:/ Daz hete her note bewant/ Ubele. dar si daz | |
| vorbrinnen/ Mit dem wilden vure,/ Den lip tut her in sure/ Mit so manicvalden suchen/ Daz sie ir mugen nicht gebruchen,/ | |
| grob./ Nach dem gestobe volget vur,/ Daz niekein wart also sur./ Daz vur vorbrent al die werlt,/ Erde, mer, tiere, velt/ | |
| ‘Get ir in daz ewige vur,/ Do wirt die wonunge sur!’,/ So wirt an der gruze/ Zu schowen an vil suze/ | |
| Und dunke sich deste turer;/ Ist her von art ein surer,/ Her entleset sich dar abe,/ Daz her dise blumen habe;/ | |
| wizzen daz da by/ Daz von dannen wehen ſwinde/ Di ſuren norden winde./ __‘So #s+wechſet vroſt,#s- der cle und gras/ Verſtellet | |
| also vil,/ Paide hagel und schawr,/ Das sturm wetter wirt so saur/ Das da niemant peleyben kan,/ Es sey roß oder man./ | |
| Er schuttet das haupt und den part./ Greynen ward er sawr./ Er fur vor im als der schawr./ Mit der grossen | |
| dicke,/ Der ander hagel und schawr,/ Der dritte ainen regen sawr./ Si wolte yetzund gegossen han:/ Do kam auff sy der | |
| der hagel und der schůr,/ Wo der frost, der riffe sur,/ Wo der duͤnre und der blig,/ Wo der regen sinen | |
| wort er dar nâh sprach:/ ‘diu suoze wirt dir ze sûre,/ mîn wurze arnest dû vil tiure’./ sînen hirz er dô | |
| süeze meie bar,/ daz ist allez hin geleit/ von den sûren kalden winden. dû wilt an in niht erwinden./ dast dien | |
| wol dir, wan du bist sô guot./ du kanst güeten sûren muot,/ sendes herzen fröide ein vüegerinne./ wol dir hôhgeloptiu crêatiure,/ | |
| aldet/ und verderbet mange tugent./ fröide ist süeze, sorge ist sûre./ ich $s was sorgen nâchgebûre:/ diu hât mir erleidet sich./ | |
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