Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sûr Adj. (195 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| der sorinde boum wydir grvne vnd sich voriuͤnge. Wy dy suwir eppil werdin suze vf dem boume. Wiltu ouch, das eyn | |
| han vf eyme boume als legir obis, vru, suze odir suwir byn czwen iarn odir drin, noch dem sitin in Galabria: | |
| manchir leyge $t vrucht des boumis, glich als eppil odir birn, suwir odir suze. Dy virde wise ist: Man snyde von eyme | |
| so ist is ouch der worheit glich, das ouch andir suwir boume werdin suze in der selbin wis begat. Ouch merke, | |
| ire smak das ist wynsuwir; si sint gemischit suze vnd suwir vnd habin / lange stele vnd werin lange; ouch mak | |
| von kirsin, di do vehislin sint genant vnd di do suwir sint, di sint werhaft. Di werdin also: Nym vehesiln vnd | |
| betrygin den smak der lute. Das der wyn, der do suwir ist odir bittir, smecke suze, so gebin si yn lackericie | |
| der smak. Jst ouch, das du odir di wyn koster essin suwir dink odir bittir, dorno smeckit ouch der wyn. Ouch sal | |
| wære./ ‘wir sagen groze mære,’/ sprachen die muͤnche beide./ ‘so sure augel weide/ gesach ich nie bi miner zit/ als an | |
| ob sie entrinnen mohten./ ir gedanke warn gevlohten/ gein der suren zu versiht,/ daz sie binamen des todes pfliht/ enpfiengen in | |
| der nach prise vaste streit./ der kuͤnc von Jerichente/ brahte sure presente/ den cristen mit grozen slegen,/ und die dar so | |
| bist du miner vræuden shur./ die suͤze die wil werden sur,/ die hatte unser zweir minne./ du twuͤnge des mine sinne/ | |
| jæmerlîcher armuot./ swer ir willen gerne tuot/ dem gît si sûres endes zil,/ dâ von ich sî nû lâzen wil,/ wan | |
| der nôt, der arbeit,/ des zornes, der tôtvinstern nôt,/ der sûre tac von viure rôt,/ dâ der starke kumt in nôt/ | |
| sêlen gôz/ wallende hitze grôz./ in was daz leide leben sûr;/ der viur giezende schûr/ erlie sie selten dirre nôt./ diz | |
| die triuwe,/ daz er mit grôzer riuwe/ was an des sûren tôdes stat./ als er got genâden bat,/ dô was er | |
| lieplicher geselleschaft/ Und wie die minne mit ir kraft/ Suͤsis sur und liebes lait,/ Laides lieb mit arebait/ Zwai gelieben lerte/ | |
| unvroͤliches lait,/ Angest, not und arebait,/ Nach suͤzer geselleschaft/ Sendes sur mit jamers kraft,/ Enschumphierter vroͮden sic,/ Roter oͮgen wanlich blic,/ | |
| an der tzunge oder also daz saltz oder swenne iz sur ist. Man mac iz ouch irkennen bi der nasen so | |
| cleine wirme di iz hat uon siner nature. vnde wirt sur also milch. Dar nach so ist ein fleuma daz ist | |
| Dar nach so ist ein fleuma daz ist ein weninc suwer. daz wirt von grozer kelde so sich daz naturliche fleuma | |
| dicke, so wirt diselbe melancolia unnaturlich. ein teil hantic vnde suwer. Di dritte unnaturliche melancolie di wirt uon des blutes asche | |
| an deme erstin gradu. vnde vuchte an dem andirn. Di suren sin kelder denne di suzcen. vnde irleschint di hitze. Di | |
| sin kelder denne di suzcen. vnde irleschint di hitze. Di suren losen baz denne di sutzen. so man si sudet mit | |
| an dem erstin gradu. vnde trocken an deme andirn. Di suren birn sint kelder denne di suzen. Swer si izzet uor | |
| sin. so twingent si sere. vnde deuwent sich mulich. Di suren kuten sint kelder denne di suzen. Di suzen wol gesmacket | |
| //Citige winber sin suze. warm vnde vuchte. di vncitigen sin sur vnde kalt an deme uirden gradu. trucken an den andirn. | |
| J iungir i bezzer. //Milch ist kalt vnde vuchte. Di sure milch ist kelder di grun ist trucken. Daz kese wazzer machit | |
| he daz wazzer. vnde mischiz vnder win der ein teil suwer si. so wirt iz aber gut zcu trinkene. Jst daz | |
| kumit uon des magin vuchte. Swarzer win grozer ein luzel suwer. deuwet sich mulich. vnde machit groz blut. Jdoch ist he | |
| vnde ist doch luzel vuchtic. Rotin win vnde ein weninc sur vnde groz ist vnnutzer denne der uordir. Win der sich | |
| nach salbe iz mit rosen ole. vnde mit purzel saffe. vnde trinc suwer margram saf. vnd setze di vuze in warmez wazzer. Si aber | |
| sinnen. Jst unlust uon roher vuchte. daz merke bi dem suren ropzen. vnde daz sich der mage blet vnde lutzil deuwet. | |
| vur den hunger. he sal miden spise. vnde trinken daz suwer si. man sal im (@fol._39_b.@) $t gebin daz electuarium dyagalange. | |
| vnde rouchigen ropzen. Sint aber si kalt. so gebint si surez ropzen an durst. Ercenie di da vur gehoret ist drier | |
| di mit margram gesotin sin. oder mit epfelin. oder mit suren winbern. Gip im ein iuch uon hirsegrouzen. oder uon gerste grouzen | |
| im kurbiz zu ezzen. vnde purzeln di gesoten sin in suren winbern. //Terciane di wirt uon der colera so si vulet | |
| sin aderen uol. vnde der harn rot vnde groz vnde suweren smac habe in dem munde. vnde uil slafe. vnde di | |
| melancoliam. $t vnde tribet si uz dem libe mit siner sure. vnde mit siner zuzihenden kraft. Er ist gut uor di | |
| halbe unze. tamarindorum uir unze. cassia_fistule zwo unze. margram der suwern. vnde der suezen icweder acht unze. sandelholzes. des wizen vnde | |
| da dyaprunis fur gut ist. Wiltu dyacesareos machen. so nim suwer kirsen saf. uier phunt. honiges dri phunt. scamene uir vnze. cinami. | |
| er zemazen $t dicke ist. so bezeichent er daz des sauren fleumatis ze uil ist in dem libe. Der wazzer uarbe | |
| er ze mazen dicke ist. so bezeichent er daz daz sauwer $t fleuma uerdewet ist vnde daz sin ze uil ist | |
| er ze mazen dunne ist. so bezeichent er daz daz suwer fleuma ist unuerdewet. vnde daz sin ze uil ist in | |
| dunne ist. so bezeichent er ein tegelich fiuer uon dem suwerm fleumate daz unverdewet ist. Swenne er ze mazen dunne ist | |
| er an einem iungelinge $t der colericus ist daz des suren fleumatis ze uil ist in sinem libe. An einem alten | |
| gwinnen/ balde daz kriechische fûr./ daz wart den burgêren vil sûr./ er brante di schif in dem mere./ daz ne mohte | |
| lant fûren/ koufmannen unde gebûren,/ und hîz, daz iz ze sûre/ worde ime, swer in zebreche/ unde daz manz reche/ an | |
| e im genad wurdi,/ und daz im was ze túend súr/ verrent, das wirt im suͤess húr./ gnade wirket dis und | |
| best sin/ nach Syro dem vatter sin./ die úbeler, die suren/ uf den aventuren/ bestůnt er all stechend./ so gros scheft | |
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