Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sûr Adj. (195 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| kleine war!/ //Minne, dîn süez twingen/ hât betwungen mich/ in sûren strît; ringen/ tuost du mich mit sender nôt./ Dû gîst | |
| sî dem sumer sîne schœne var./ Der botten heizzet einer sûriu bîse,/ diu lêrt mangen hiure ziterwîse;/ so heizzet einer twer, | |
| manic vil wætlich spil verlorn/ und an trugelichem glanze/ dicke sûr für süeze erkorn./ //Wie gerne ich mit vreiden wære,/ wære | |
| der kalwe gebûr,/ “mir wirt mîn spise dar zuo ze sûr,/ des mac ich keinen rât hân.”/ “ich wil iuch des | |
| niht tut, swez er gert,/ daz machet im hohe varn soure./ er tut rehte als der geboure,/ der sin korn vor | |
| der gwinnet viende harte vil,/ daz im diu huner werdent sourre,/ so im ieglich sin nach gebourre/ sinen dienest wider seit/ | |
| es ston an dem gůten holtze, so brechte es alles suren boͤsen win; also sol tůn diser edel mensche, er sol | |
| und frisch, mer in den flússen sint sú warm und sur. O wie ein luter wunneklich burne wurt ir hie geschencket | |
| einige widersprechunge, es si im liht oder swer, suͤsse oder sur, wil es ehte gentzlich der wille, so ist es gehorsam, | |
| one pin und sunder alle erbeit, daz es in nút sure enwurde, und werent gerne uf dem berge also verre er | |
| geistlichen indewendigen troste komen. Diz muͤste in abgesnitten werden, wie sur und wie bitter es in iemer wurde, soltent sú iemer | |
| vil toͤde, das men neme in leide liep und in sure suͤsse. ___Dis ist der minnekliche tag daz man beget die | |
| gelich gehalten kunne und neme in leide liep und in sur suͤsse. Kinder, dise gelicheit enmag nút sin in dem ussern | |
| grosse ding haben sunder kost und arbeit und ime nút sur enwurde, daz neme er wol. O kinder, waz moͤhte úch | |
| du alle ding gelich von Gotte nimest: liep und leit, sur und suͤs, in eime worem volkomenen friden. ___Och, kinder, dis | |
| sol er si sterken das in die warte nút ze sûr enwerde. Er git in [66r] in dem das si bevindent | |
| us einem dorffe gat misten und sin broͤtlin mit grosser surer arbeit gewinnet. Und disen allen mag geschehen, si súllen hundert | |
| daz keiner slahte nezzelcrût/ nie wart sô bitter noch sô sûr/ alse der sûre nâchgebûr/ noch nie kein angest alsô grôz/ | |
| nezzelcrût/ nie wart sô bitter noch sô sûr/ alse der sûre nâchgebûr/ noch nie kein angest alsô grôz/ alse der valsche | |
| des, daz der hagen hât getragen:/ wan iesâ sô der sûre hagen/ in alsô süezem grunde/ gewurzet zeiner stunde,/ man wüestet | |
| duhte wie er were/ Einvaltiger nature/ Und ein man niht sure./ Alsus sprach er do zu im:/ ‘Guter man, nu virnim,/ | |
| ie gebot,/ Dar abe twanc in kein not,/ Ez were suwer oder arc,/ Wider spenic oder starc./ Er was so vlizic | |
| an ir manic valden pin,/ Die man in schenket alzu sur/ In dem leiden helle schur./ Aller trost ist in ture/ | |
| wie wir uns nu han irkorn/ Ein leben cranc unde sur,/ Dar uz man in der helle schur/ Gar gewissen wec | |
| reinem vride,/ Do viel er in ein truren,/ Sathana dem suren/ Volgete er alzu sere ein teil./ [86#’v#’b] Er sprach: ‘sit | |
| esele kumen,/ Sie erschraken des unvrumen./ Sie dahten an die suren,/ Des lewen naturen,/ Daz er durch sine hungers not/ Den | |
| tievel $t er bezeichenot. da azze wir mit willen. den ſvͦren zvifullen. vn(de) geſotenez $t rintfleiſce. vil zach iſt iz got | |
| dar ane nam. alſez ſin girde wolte haben. ſuze oder ſuere. genůge oder tivre. iz was allez wol gordenot. alſez moyſes | |
| Da bi was mirre vor gesin,/ Das bitter wære der sure win:/ Den gabent im die vaigen lút/ Ze trinkent. doch | |
| krach/ und ouch von maneger tambûr./ Gyburge süeze wart in sûr,/ //Den heiden und der kristenheit./ nu muoz ich guoter liute | |
| gescheiden./ daz was ein werder heiden./ der strît wart bêdenthalben sûr./ der marchgrâve einen amazzûr/ ouch sluoc: der was vil rîche./ | |
| versniten./ werlîchen kom geriten/ der phallenzgrâve Bertram/ da er den sûwern dôn vernam./ er wolde wider wenden,/ wan er vorhte, ez | |
| sô strengiu vlust/ der minne enzucket wære./ sô nû daz sûre mære/ vreischet mîn geslehte,/ daz hôhen muot von rehte/ trüege | |
| mir drumbe stêt./ nû geloube daz mir nâhe gêt/ diu sûre vlust unserr art./ wâ nu, von Paveie Irmenschart?/ gedenke ob | |
| Adâm, von helle banden/ mit menneschlîchen handen./ diu helle ist sûr und heiz,/ manigen kumber ich dâ weiz:/ daz ist mir | |
| im kleinen schaden der schûr./ diu habe wart sînen liden sûr./ //Der marhcrâve sînen vater bat/ mit im enbîzen in der | |
| Willehalm, rehter punschûr,/ daz dir mîn minne ie wart sô sûr!/ waz werder diet ûz erkorn/ in dîme dienste hânt verlorn/ | |
| genant Willehalm der punschûr?/ dâ ist im vil dicke worden sûr/ iuwerr swester minne/ mit prîses gewinne/ gein der rehten manheit | |
| wâren./ irn gevrieschet in manegen jâren/ sô hert enpfâhen, sô sûrez komen,/ als ze bêder sît da wart vernomen/ von Terramêrs | |
| reht als ein kint nâch der brust./ süeze vinden, manege sûre vlust,/ niht anders erbes muge wir hân./ dû selp sibender | |
| sinen giel/ vazt ez uf der erden:/ im wil ze sur werden/ hie diu zart Aglye./ des menschen bildes schrie/ hort | |
| dir lait, doch wil ich ie/ ez machen im ze sure.’/ dem grozzen ungehure/ gab er schadstraiche;/ wenne er in wolt | |
| swen si ir minne solde wern, / daz wær ein sûrez trûten. / ir lîp der vrouw%..en Jeschûten, / diu dâ | |
| lîbe ein herter nâchgebûr; / ir süeze wirt vil ofte sûr. / Rîâl, der künic von Jeraphîn, / gap die lieben | |
| Liôn, der vreuden schûr; / diu vart wart mangem manne sûr. / Si kômen an dem zwelften tage / nâch des | |
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