Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
edele Adj. (1458 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| heissen die her in recht koment und disem mit dem edelen gemuͤte einvelteklich und weselich anhangent und in das versinken. ‘Das | |
| nút denne in einem blicke, ie sneller ie worer und edeler und sicherre. Denne koment die burnenden seraphin mit irre flammender | |
| mir eine unmüezekeit/ der werlt ze liebe vür geleit/ und edelen herzen zeiner hage,/ den herzen, den ich herze trage,/ der | |
| vol,/ daz übel daz tuot sô herzewol,/ daz es kein edele herze enbirt,/ sît ez hie von geherzet wirt./ ich weiz | |
| alse den tôt/ und erkennez bî der selben nôt:/ der edele senedære/ der minnet senediu mære./ von diu swer seneder mære | |
| niht verrer danne her;/ ich wil in wol bemæren/ von edelen senedæren,/ die reiner sene wol tâten schîn:/ ein senedær unde | |
| ine tuon es niht: si sprâchen wol/ und niwan ûz edelem muote/ mir unde der werlt ze guote./ binamen si tâten | |
| wære/ von disem senemære:/ daz lege ich mîner willekür/ allen edelen herzen vür,/ daz si dâ mite unmüezic wesen:/ ez ist | |
| zît/ verborgen in dem herzen lît!/ //War umbe enlite ein edeler muot/ niht gerne ein übel durch tûsent guot,/ durch manege | |
| getragen,/ sôn wære ir name und ir geschiht/ sô manegem edelen herzen niht/ ze sælden noch ze liebe komen./ uns ist | |
| triuwe, ir triuwen reinekeit,/ ir herzeliep, ir herzeleit,/ //Deist aller edelen herzen brôt./ hie mite sô lebet ir beider tôt./ wir | |
| und lernen niuwan ritterschaft/ und ebenen sîne site baz./ sîn edelez herze seite im daz:/ erkante er vremeder lande site,/ dâ | |
| loup unde bluot/ und swaz dem ougen sanfte tuot/ und edeliu herze ervröuwen sol,/ des was diu sumerouwe vol:/ man vant | |
| kallete ûz der blüete/ mit solher übermüete,/ daz dâ manc edele herze van/ vröude unde hôhen muot gewan./ //Dâ hæte diu | |
| über rât,/ als man ze hôhgezîten hât,/ an spîse und edeler wæte,/ des iegelîcher hæte/ ze wunsche sich gewarnet dar./ dar | |
| ûf der heide/ vil manegen man vrech unde vruot,/ manc edele herze hôhgemuot./ dar zuo was in der ouwe/ manc ander | |
| rôt, grüen unde blâ;/ sô sach man ander anderswâ/ von edeler sîden wol gebriten,/ jene ander manege wîs zesniten,/ gevêhet und | |
| an in einen ist gevallen?/ dô ich sô vil manic edele wîp/ den sînen keiserlîchen lîp/ und sînen ritterlîchen prîs/ mit | |
| in mîn herze komen:/ der süeze herzesmerze,/ der vil manic edele herze/ quelt mit süezem smerzen,/ der liget in mînem herzen.’/ | |
| dekeinen man/ sô nâhe gênde clage gewan./ in weinde manic edele wîp,/ manc vrouwe clagete sînen lîp;/ und swer in ie | |
| sîn bewegen,/ und sol sîn got von himele pflegen,/ der edeler herzen nie vergaz!/ und sul wir sprechen vürbaz,/ wiez umbe | |
| daz er in durch Tristanden/ der valken koufen hieze./ der edele Rûal lieze/ und hætez nôte verlân,/ ezn müese allez vür | |
| zuo getruoc,/ des vant er umbe kouf genuoc./ kleinœde, sîden, edele wât:/ des was dâ rât über rât./ ouch was dâ | |
| gezieret,/ ze wunsche gefeitieret./ dâ bî hienc ein gesteine/ von edelem helfenbeine/ ergraben wol meisterlîche./ //Tristan der tugende rîche/ der sach | |
| tugende rîche/ der sach ez vlîzeclîchen an./ ‘ei’ sprach er ‘edelen koufman,/ sô helfe iu got! und kunnet ir/ schâchzabelspil? daz | |
| diz mære seit,/ daz knappe nie von höfscheit/ und von edeles herzen art/ baz noch schôner gedelt wart;/ und was der | |
| in:/ ûf spranger und stuont under in;/ ‘ach’ sprach er ‘edelen koufman,/ durch got waz gât ir mit mir an?/ saget, | |
| sînem schœnem lîbe,/ daz von manne noch von wîbe/ enwurden edeler cleider nie/ baz gesniten danne die./ dar zuo seit uns | |
| ‘â trût kint’ sprâchens alle/ ‘ez was an dir ein edeler muot./ unkünde ist manegem herzen guot/ und lêret maneger hande | |
| sal!’/ ‘dêu sal, bêâs vassal!’/ ‘mercî’, sprach er ‘gentil rois,/ edeler künic curnewalois,/ ir und iur gesinde/ ir sît von gotes | |
| gevallen./ si sprâchen under in allen:/ ‘nu kieset, wie schiere edeliu wât/ den man ze lobe gestellet hât!/ diu cleider stânt | |
| wie hêrlîche er gât,/ wie schœne gebærde er hât/ in edelem gewande,/ und niuwan an Tristande/ dâ kieset sîne tugende an:/ | |
| man/ sîn kint sô schône erzogen hân,/ ezn müeze ûz edelem herzen gân?’/ //Nu hæte man wazzer genomen/ und was der | |
| niht herzelustes an:/ ir rede ist niht alsô gevar,/ daz edele herze iht lache dar./ die selben wildenære/ si müezen tiutære/ | |
| gewan,/ beidiu liebes unde guotes/ und maneger hande muotes,/ der edelem herzen sanfte tuot:/ ez wecket vriuntlîchen muot,/ hie von kumt | |
| diu von des herzen kamere gât,/ die si dâ heizent edelen muot,/ diu den man wolgemuoten tuot/ und werdet lîp unde | |
| sem mir got der rîche!/ ich weiz wol, sô manc edele man,/ des ich hie niht genennen kan,/ sîne hende mir | |
| ich meine lîp, ich meine guot./ von disen zwein kumt edeler muot/ und werltlîcher êren vil./ der aber diu zwei scheiden | |
| ouch mit sinnen:/ er hiez ime gewinnen/ schœniu ros und edele wât,/ spîse und anderen rât,/ des man ze hôhgezîten pflît,/ | |
| ze hove komen/ ze laster, alse ir habet vernomen./ die edelen lantgenôze/ die giengen dâ ze lôze/ ir kinden zeinem valle./ | |
| ze vüezen und ze handen/ mit zinslîchen schanden;/ und iuwer edelen kindelîn,/ diu iuwer wunne solten sîn,/ iuwer lust und iuwer | |
| allen künegen ebengrôz/ und aller keisere genôz,/ und wellet iuwer edelen kint,/ diu iu gelîche edele sint,/ versellen und versachen/ und | |
| keisere genôz,/ und wellet iuwer edelen kint,/ diu iu gelîche edele sint,/ versellen und versachen/ und ze schalken machen?/ und ist | |
| geschehen,/ der man sich minre hât versehen;/ und dirre hêrren edeliu kint,/ diu dâ ze schalken worden sint,/ diu möhten noch | |
| rief an der stunde/ von herzen und von munde/ manec edeliu zunge hin ze gote,/ daz got mit sînem gebote/ bedæhte | |
| diu bewarter schône und wol in ein,/ dar über leiter edel werc,/ zwô hosen und einen halsperc,/ die wâren lieht unde | |
| vlîz/ und alle sîne wîsheit/ an si hæte geleit;/ zwên edele sporn starke/ die spien im sîn vriunt Marke/ und sîn | |
| innerthalp der muot/ sô reine gartet und sô guot,/ daz edeler muot und reiner art/ under helme nie bedecket wart./ //Sus | |
| leben/ von manegem munde gote ergeben;/ im wart von maneger edelen hant/ manec süeze segen nâch gesant./ und alse er ûz | |
| ûz erkorn/ noch baz gemuot würde geborn./ ‘â’ sprach er ‘edeliu künigîn,/ möhtez iemer gesîn,/ daz wir dar zuo gedæhten,/ daz | |
Ergebnis-Seite: << 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 >> |