Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
edele Adj. (1458 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| chroni. Wir chrônin unſirn got mit unſ ſelbin, ôb wir edele ſtâine werdin. Si woltin Criſt niht enphahen unde enphahent den | |
| an dem du dehein ſchulde wîſtiſte? Hêr haſtu braht einin edeln vrîen, hin vůret er die dîne geuangine ſchalche.’ Nach ſogetânir | |
| chunegen, gechundet wart uon dem heiligen engele, unde alſ div edele gimme ſcînet uzzer golde, ſame uber triffet ſi alle ire uorderen. | |
| ſich uon aller uppecheit unde uon aller boſheit. Er waſ edele nach der werlt unde deumoͮte nach gote. Sin gebete unde | |
| Syon uber elliv hûſ Iacobeſ.’ Der burge burgetor $t ſint edeler denne elliv div gezierde, diu die iuden îe gewnnen, noch | |
| unrehteſ. $t Nu, mine uil lieben, nu ſît ir daz edele hûſ deſ lebentigen goteſ, alſ er ſelbe ſprichet: Habitabo in | |
| ensint./ beideu unser wip und unser kint,/ die sint als edel als die ir:/ si gezzent wol, als tu ouch wir;/ | |
| idoch sin ungenist:/ dar quamen in vil kurzer vrist/ die edeln unverzagten,/ die in von der ruwe iagten,/ und wurfen in | |
| vil ich hoher tugende han./ ezn funde niemens sin/ so edels niht, als ich bin./ swi gern ich nu næme/ ein | |
| vil schone/ und was unmazzen hoͤne./ dem gelich ich ein edel wip,/ diu gar hat einen schonen lip,/ geburt, iugent und | |
| lussam./ er hiz werdin vuirin eingili,/ geisti heri joch vil edili:/ woli gizam den edilin,/ daz si alli vri wærin,/ daz | |
| vuirin eingili,/ geisti heri joch vil edili:/ woli gizam den edilin,/ daz si alli vri wærin,/ daz si merri wunni habitin,/ | |
| paradysi,/ wanti jenir nozz im der ubili/ di sini herin edili./ got irwac do dur ebinduri/ di unsir brodi erdi widir | |
| duwi kint,/ daz des lichamin ubilu werch sint,/ undi sol edilu kint giwinnin,/ di su zi demo gotis erbi mugi bringin./ | |
| Die sprüche sint von grozer zuht,/ die halten sol der edele man,/ und sint von manger ungenuht,/ die man dar an | |
| iuwer brot,/ so wert ir vor der helle fri./ Kein edeler man selbander sol/ mit einem leffel sufen niht;/ daz zimet | |
| aller erste sprechen. Wie wir herzů kummen súllent das die edel geburt in uns adellichen und fruhtberlichen geschehe, daz súllent wir | |
| denne usser sich gon. Also wie? Die sele hat drie edele krefte, in den ist sú ein wor bilde der heilgen | |
| unmúgelich, wan gewonheit machet kunst. Das wir nu alle diser edeler geburt gerum in uns geben, daz wir wore geistliche můter | |
| geistes in der worheit, und also vil also der geist edelre ist wanne daz fleisch, also vil ist es schedelicher wan | |
| menschen, ouch welich ein froͤide, welich ein friede, welich ein edel ding daz were! Ja daz minste und daz meiste liden | |
| do an gelige, daz ist daz einige das er den edeln grunt den er in dem edeln geiste des menschen geleit | |
| einige das er den edeln grunt den er in dem edeln geiste des menschen geleit hat, daz er in blos und | |
| daz er in blos und bereit vinde, das er sins edeln goͤtlichen werkes do inne bekummen múge; wanne Got hat gantzen | |
| den ussern menschen, den alten, den ersten menschen. Der innewendige edel mensche der ist uz dem edelen grunde der gotheit heruzkummen | |
| ersten menschen. Der innewendige edel mensche der ist uz dem edelen grunde der gotheit heruzkummen und ist gebildet noch dem edeln | |
| in alles des menschen tůn und lossen. Das alsus der edele Got an uns wúrkende werde das uns sin joch suͤsse | |
| aber in dem werke des wingarten. Rechte also sol der edel mensche tůn, daz er also ein wiederboͤigunge in ime vinde | |
| brechte es alles suren boͤsen win; also sol tůn diser edel mensche, er sol sich selber besniden von aller unordenungen und | |
| er in unrehte tů. O wie wenig lúte hant dise edel tugent daz sú sich kunnent gelossen und geliden und haltent | |
| manunge und den goͤtelichen willen, und vernútent und urteilent die edeln Gotz frúnde die enkeinen eigenen ufsetzen noch wisen enkunnent gevolgen, | |
| Dir tempel do der gůte Jhesus inging, daz ist die edele minnencliche sele mit ire lutern innewendikeit, an die Got me | |
| das do mit grossen wisen und mit grossem schine disem edeln wege enget. Und also lange also dis eine mensche in | |
| insmeltzen in daz luter goͤtteliche einveltige indewendige gůt, do daz edele indewendige fúnkelin hat ein gelich widertragen und ein gelich widerfliessen | |
| daz edele bilt der heiligen drivaltikeit verborgen lit, das daz alleredelste der selen ist. O wie wunnenklich vindet der heilige geist | |
| verderbet und beflecket die goben Gottes und hindert Got sins edeln werkes; wanne von der vergiftekeite wegen die in die nature | |
| do ist hochgezit, do rúchet die kuchin so wol der edelen gůten spise die do wurt angerichtet, die ist so ungewonliche | |
| eigentliche ingon in daz luterste, in das innigeste, in daz edelste, in den innerlichesten grunt, do wore einikeit alleine ist, von | |
| und mit imme in demme grunde vereinet. Enmag denne demme edeln geluterten menschen dise gobe sacramentlichent nút werden, so ergebe er | |
| vor allen dingen Got mit im selber. Solte denne der edel nach Gotte gebildet werde mensche nút wúrklich sin nach Gotte | |
| in weselichem gebruchen eweklichen. ___Och kinder, die menschen die dise edelen werk versument und muͤssig ire edelen krefte lossent ligen, kinder, | |
| hat uf geton und wil si do inne mit den edelen armen siner minne umbe vohen, und súllen sin do inne | |
| junger lúte von XXV joren und in der e und edel von gebúrten, die in disem wege so volkomenlichen stont. Und | |
| gebruchet. ___Hin ab enmag nieman die voͤlle von gesprechen, wie edel und hochwirdig dis tempel ist. ___In disen sol man gan | |
| und sehe alle zit in min nicht: das were der edelste nútzeste wege den man iemer gehaben moͤchte. Wan diser weg | |
| do ist wening fúrganges an, und benement den bichtern ir edel zit und machent in verdriessen und unlust. ___Kinder, hinnan ab | |
| und in diseme dinge ein grosse sipschaft geben und das edele gotvar fúnckelin, das uns vil innewendiger und noher ist denne | |
| selber. Das ist ein jemerlich ding das der mensche sin edel art also verkert und daz neigeliche werg siner nature kert | |
| Er wenet Got und die lúte betriegen und verlúrt sin edel zit und die gnade. Des git Got dem vigende die | |
| das usser der einikeit sich schiede, in das enflússe die edel salbe nút: also, alle die wile ein ganze minne, ein | |
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