Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hin Adv. (1053 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| bewânder in zehant/ umb tougenlîchiu teidinc;/ aber umbe sînen hælinc/ hin zuo der küniginne/ desn hæte er keine sinne,/ ern hæte | |
| ern hæte keinen wân dar an./ doch nam er ime hin zime dâ van/ ein vriuntlîchez zornelîn,/ sô liep als er | |
| und leit an sich sîn gewant./ er sleich vil lîse hin zer tür/ unde wartete dervür/ und sach Tristandes spor dervor./ | |
| Tristandes spor dervor./ hie mite sô volget er dem spor/ hin durch ein boumgertelîn./ ouch leitet in des mânen schîn/ über | |
| er wære dar inne/ durch die küniginne./ der wân gie hin unde her./ ze jungeste genante er/ und gie vil lîse | |
| zôch in aber Tristan/ und diu vorhte dervan,/ die er hin zime hæte,/ ob erm iht leides tæte./ //Sus kêrter umbe | |
| und si zwei triben under in/ ir wehselrede her unde hin,/ er rihtete unde leite/ mit einer kündekeite/ einen stric der | |
| zuo,/ daz er den zwîvel unde den wân/ gerne hæte hin getân/ und daz er mit der wârheit/ ûf sîn herzeclîchez | |
| unde saget./ daz ir den muot gewunnet ie,/ daz ir hin vüeret und mich hie/ in dirre vremede soltet lân,/ dâ | |
| oder heizet in diu lant bewarn./ swie sô mîn herze hin zim sî,/ erst mir doch lieber dâ bî,/ danne ob | |
| daz er dekeine kêre/ zer kemenâten næme/ noch niemer dâ hin kæme,/ dâ der vrouwen keiniu wære:/ der hof der tribe | |
| unde Îsôt, si beide/ si triben die zît mit sorgen hin./ triure unde clage was under in/ in micheler unmüezekeit./ si | |
| ez genüzzes iemer wider in./ er selbe vuor ze walde hin/ mit michelem geschelle./ sîn weidegeselle/ //Tristan beleip dâ heime/ und | |
| wizzet wol daz bechelîn,/ daz von dem brunnen dâ gât,/ hin dâ diu kemenâte stât:/ dar în sô werfet einen spân/ | |
| nu kunde/ mîne tage und mîne stunde/ ze iuwern vröuden hin gegeben,/ ich wolte ouch deste kurzer leben:/ des getrûwet unde | |
| arger âkust/ wol understôzen sîne brust/ und kam ze Tristande hin:/ ‘entriuwen’ sprach er ‘hêrre, ich bin/ mit sorgen her gegangen;/ | |
| getân,/ daz allez sî mit mir geschehen./ des wil ich hin ze gote jehen/ und hin ziu beiden, daz ez nie/ | |
| mir geschehen./ des wil ich hin ze gote jehen/ und hin ziu beiden, daz ez nie/ mit keinem mînem râte ergie.’/ | |
| wie si gewerben under in.’/ der künec reit mit Melôte hin/ sînes herzeleides warten./ nus in den boumgarten/ bî nahtzîte kâmen,/ | |
| handen nam/ und leites in die giezen/ und lie si hine vliezen./ die seiten ie genôte/ der seneden Îsôte,/ daz ir | |
| ir jâmer clageten under in./ dâ giengen si her unde hin/ trûrende unde clagende,/ ir senemære sagende./ vil schiere wart Brangæne/ | |
| si den want/ und sleich durch bluomen und durch gras,/ hin dâ boum und brunne was./ nu daz si kam sô | |
| unde der vâre/ und ouch an dem gebâre,/ den Tristan hin zir hæte./ ‘â dirre mortræte’/ gedâhte si ‘waz wirdet der?/ | |
| nu weiz ez aber got selbe wol,/ wie mîn herze hin ziu stê;/ und wil ein lützel sprechen mê:/ des sî | |
| an,/ sô gar als er erkunnet hât,/ wie mîn herze hin ziu stât./ die mich ze mære habent brâht,/ weiz got, | |
| hêrren bæte,/ daz er iht des durch mich tæte,/ daz hin ze iu wære gewant./ nu ist iu doch daz wol | |
| keine valscheit/ mit gebærden hætet vür geleit,/ noch ich selbe hin ziu nie/ valsch noch üppekeit begie./ ine weiz, waz uns | |
| daz wizze got, die sint mir leit./ ich hæte schulde hin ziu vil,/ der ich doch nu niht haben wil,/ daz | |
| nihte/ und lâzenz ouch inrihte.’/ alsus treip siz mit schimpfe hin./ doch nam ez Marke in sînen sin/ und marctez al | |
| und enbôt mir, daz ich sîne clage/ und sîn wort hin ziu tæte/ und iuch durch got bæte,/ daz ir im | |
| ahte tage doch wider in,/ biz daz verrihtet er sich hin,/ und lâzet in mit êren/ von iuwerm hove kêren/ und | |
| beide mich und in/ und leget ez under uns beiden hin.’/ ‘hêrre, ine wil’ sprach diu künigîn/ ‘hie mite niht harte | |
| hie mite wart Tristan besant/ unde der arcwân zehant/ gar hin geleit ze guote/ mit lûterlîchem muote./ //Îsôt wart aber Tristande/ | |
| und die ritterschaft/ ze harte über sîne craft:/ er spranc hin an daz bette/ und verlôs ouch an dem wette,/ wan | |
| war/ und wart dâ nihtes gewar;/ und aber dô er hin kam/ und an dem bette war genam,/ dô saher bluot | |
| unde gesprach nie wort./ er liez in ligen und kêrte hin./ sîne gedanke und sîn sin/ die wurden swære der van:/ | |
| aller rât,/ den zwîvel umbe ir missetât,/ wier den sô hin getæte,/ als er es êre hæte,/ eintweder abe oder an./ | |
| Tristanden an/ dise schulde und dise inziht:/ ern beredet es hin zim niht,/ als er ze rehte solde./ sô bringet ouch | |
| hêrre heizet mich/ sîn wort hie sprechen, nu muoz ich/ hin ziu leisten sîn gebot./ nu bekennez aber got:/ swaz iuwer | |
| die nam er an den arm sîn/ und truoc si hin wider lant./ //Îsôt diu rûndime zehant,/ swenner ze lande kæme,/ | |
| sus begunden si rîten/ trîbende ir schimpfmære/ von disem baltenære/ hin în ze Carliûne./ dâ was vil barûne,/ pfaffen unde ritterschaft,/ | |
| gie daz criegen under in/ umbe ir eit her unde hin:/ der was ir übel und dirre guot,/ als man ze | |
| künigîn:/ die generte ir trügeheit/ und ir gelüppeter eit,/ der hin ze gote gelâzen was,/ dazs an ir êren genas;/ und | |
| valscheit./ sîn zwîvel und sîn arcwân/ die wâren aber dô hin getân./ //Tristan, Îsolde cumpanjûn,/ dô er si ze Carliûn/ hæte | |
| und ouch sîn îsen./ hie mite bat er sich wîsen/ hin, dâ des vâlandes barn/ mit dem roube wider solte varn./ | |
| leben/ solte sîn gegangen./ und alse er mit der stangen/ hin zime begunde swenken,/ //Tristan begunde wenken;/ und iedoch wancter niht | |
| vor/ und dâ diu erde und daz gras/ mit bluote hin geverwet was./ //Nu er zem castêle kam,/ vil vlîzeclîche er | |
| warf er nider,/ er kêrte nâch Tristande wider./ der was hin über die brucke komen/ und hæte guote war genomen,/ daz | |
| man./ er giengez sô mit slegen an,/ daz Tristan vlôch hin von im stân/ und liez in slahende umbe gân/ mit | |
| ritterschaft/ alle sîne maht und sîne craft:/ er ruorte snellîche hin,/ mit beiden handen kêrter in/ von der brucken an den | |
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