l – lâchen lâchen – laden laden – Lahrein lahs – lampartisch lampe – lanclëbic lanclîbe – lancwat lancwiric – lant|âht|acker lantâhte – lantgemeine lantgenôʒ – lantleite lantliut – lantreister lantrihtære – lantsidel lantsidel – lanttwingære lanturliuge – lantwîn lantwîp – larrûn larventier – lasterkleit lasterkôsen – lasterwunde lastkarre – Latrisëte latrôn – læʒic (?) læʒlich – lëbendic lëbendigen – lebezelte lëbezuht – 3lecken lëcken – lëder|gerwe lëderhosære – lëdic|sagunge lëdic|vrî – lëgerhort lëgerhuobe – lêhengëlt lêhenguot – lêhensrëhten lêhensteidinc – leidebërnde 1leiden – leienphrüende leienrëht – leissup leist – leiterboum leiteren – leitstap leitstërne – lemmelîn lemnisse – lenderieren lenderl – lenke lenken – lêrchenmunt lêre – lërnkint lërnknabe – lësemeister lësen – lettener letter – levîte lëwe – lëwinne leyô – lîch lîch – lîchphenninc lîchreste – 1liden lîchreste stF. 1lîchstein stM. 2 lîchstein stM. lîchtuoch stN. lîchunge stF. lîchzeichen stN. 1licken swV. 2licken swV. lîdære stM. lîdærinne stF. lide- lîdebære Adj. lîdebære stF. lidebrëchen stN. lidegrôʒ Adj. lîdehaft Adj. lidelam Adj. lîdelich Adj. lîdelîcheit stF. lidelîn stN. lidelôn stMN. lidelôs Adj. lidemâc stM. lidemâʒ stN. 1liden swV. 2liden – lîdunge lie – liegære liegærinne – liehticheit liehtkerze – liehtvaʒ liehtvlüʒʒic – liepsuochende liep|swinderinne – lîhenisse lîhkouf – lîhtsüeʒe lîhtunge – 2lîm (?) limbel – lindelîche 1linden – lînhose linie – lînsoc linster – lîpgedinge lîpgedingede – lippenlappen lippe|swër – listen lîsten – 2lit lit- – litze litze – liut- liutærinne – liutsælde liutsælic – löbelach lobelich – loc loch – lodewërc lœdingære – lônærinne lônbære – lônen
|
lîchreste
stF.
‘Beerdigung’
daz min liebiv hvsfrawͤ Jremgard [...] dvrch jr sel
willen ein rint hat geschaffen ze lîechrestin hinc Sant Peter ze Wessesprvnne
UrkCorp (WMU)
2836,28;
die chomen ze des herren gesihte / unde chlageten im ir manigiu ser - / die
gehæilte der gotes bote her, / daz sie lebeten so ie beste. / hin ze seiner
leichreste / wurden sumeliche gespart, / den ir gesunt danne niht widerwart
Serv
1578
MWB 3,3 1108,5; Bearbeiterin: Baumgarte
1lîchstein
stM.
übers. sarcophagus, hier als ein die Verwesung von Leichen
beschleunigendes Steinbehältnis:
von dem leichstain. sarcophagus haizt leichstain. der hât
die art, sam Isidorus spricht, waz leich man dar ein legt, die erfaulent und werdent
verzert in dreizig tagen, wan sarcos in kriechisch haizt ain arch und phagos haizt
ezzen: von den zwain worten kümt der gesamnet nam sarcophagus BdN
462,17
MWB 3,3 1108,14; Bearbeiterin: Baumgarte
2 lîchstein
stM.
‘Kieselstein, Polierstein’ (zu
3lîchen
):
cilix [
silex
] : lichstain
Gl
4:214,21
(BStK926);
schon hett er sich erstrichen [herausgeputzt] /
wisz gemachet sin bain / glat alz ain lickstain Barfüsser
82
MWB 3,3 1108,23; Bearbeiterin: Baumgarte
lîchtuoch
stN.
‘Bahrtuch’
ez sol iglicher meister zuͦ dem leichtuͦech und zuͦ den
chertzen ein diu zunft geben vierundzwainzich dn [
denarios,
Pfennige]
StRMünch
286,25
MWB 3,3 1108,28; Bearbeiterin: Baumgarte
lîchunge
stF.
‘Wohlgefallen’ (zu
1lîchen
):
zit ist der lichunge din, got [interl. zu tempus beneplaciti
deus
]
PsM
68,14
MWB 3,3 1108,32; Bearbeiterin: Baumgarte
lîchzeichen
stN.
Teil des Körpers oder der Kleidung eines Erschlagenen als Beweismittel bei der
Klage (vgl. DRW 8,1128–1130; s.a.
lînzeichen
):
signum occisionis vulgariter dictum ‘leichzeichen’ StRBrünn
167
MWB 3,3 1108,35; Bearbeiterin: Baumgarte
1licken
swV.
‘(heraus-)seihen’ (vgl. TPMA 8,253), hier von Priestern, die die Armen
besonders hart angehen, den Reichen für Geld jede noch so schwere Sünde
vergeben:
er [Christus, vgl. Mt 23,24]
sprichet ‘die mucken ir lichet [übers.
excolare
] / die olbenden ir slichet
[verschlingt] ’ Priesterl
592;
die mucken si lichent, / die olbenden si verslichent
Erinn
121
MWB 3,3 1108,40; Bearbeiterin: Baumgarte
2licken
swV.
‘(auf etw.) erpicht sein’ (mit Gen.d.S.):
so sich denne daz vernúnftig oge beginnet uf tuͦn, und der
mensch geliket eins andren bessren lustes, der da lit an bekennen der warheit, an
bruchene goͤtlicher selikeit, an dem inblik in daz gegenwúrtig nu der ewikeit und
dez glich Seuse
158,29.
97,21
(vgl. Glr.z.St.);
hette ich ir minnen
gelicket [
gestricket:
] , / ich hete mich
lihte getaufet, / da mit ir minne gekaufet Rennew
11804
MWB 3,3 1108,48; Bearbeiterin: Baumgarte
lîdære
stM.
1 jmd., der etw. erleidet, etw. erdulden muss, ‘Leidender’
2
‘Angeklagter’
1
jmd., der etw. erleidet, etw. erdulden muss, ‘Leidender’
herr, herr, du bist allein der lider, der lidene mit schulden
ursach nie gegab Seuse
92,11
u.ö.;
die sperken sint mêr hitziger nâtûr denn all ander vogel,
[...], und dâ von sint si auch gar unkäusch. dar umb
habent si den namen ze latein passer, daz ist ain leider, wan welhez tier diu prunst
der unkäusch vil rüert, daz hât vil leidens BdN
220,11
2
‘Angeklagter’
dat dem cleger recht gesche und dem lyder neyn unrecht DRW
8,1155
(RichtstLR.; um 1335)
MWB 3,3 1108,57; Bearbeiterin: Baumgarte
lîdærinne
stF.
eine, die etw. erleidet, etw. erdulden muss, ‘Leidende’
dez dieners liplichú muͦter waz och alle ir tage ein vil
grossú liderin. und daz kom von der widerwertigen unglichheit, so si und ire
huswirt haten: si waz vol gotes und heti gern dar nah goͤtlich gelept, do waz er der
welt vol Seuse
142,18
MWB 3,3 1109,4; Bearbeiterin: Baumgarte
lide-
s.a. lit-
MWB 3,3 1109,11;
lîdebære
Adj.
‘duldbar, akzeptabel’
wir müezen des dem künige jehen, / er möht alein niht wol für sehen, / waz in
dem rîche brüchic wær; / dâ von ist ez wol lîdebær, / er habe, die im helfen
phlegen, / durch daz daz reht iht under wegen / belîb an keinen enden
HvBer
2718
MWB 3,3 1109,12; Bearbeiterin: Baumgarte
lîdebære
stF.
‘Duldsamkeit, Verträglichkeit’
daz der mensch nit kumet ze goͤtlichen tugenden, als
gehorsami, lidberi, unbehabenlichi und dero glich Seuse
340,15
MWB 3,3 1109,18; Bearbeiterin: Baumgarte
lidebrëchen
stN.
das Brechen der Glieder:
mit sweren lidebrechen / des cruces presse
[Auslegung eines Bildes der Weinpresse] alleine
ich [Jesus] habe / dort getreten, und dar abe / spranc
daz blut uf mine wat Pass I/II (HSW)
9754
(vgl. Is 63,3)
MWB 3,3 1109,22; Bearbeiterin: Baumgarte
lidegrôʒ
Adj.
‘mit großen Gliedmaßen versehen, großgliedrig’
er [Agamemnon] was
lancreche [lange auf Rache aus] , / als daz wol schin
wart / an der langen heruart, / wiz hutic vnde lide groz Herb
2957
MWB 3,3 1109,27; Bearbeiterin: Baumgarte
lîdehaft
Adj.
‘leidend’
wizzet, daz der von Baldach / niht lîdet dann von minne; /
[...] / sô wæn ich endelîchen daz, / daz er lîht minne
etewaz, / daz iuch von mâcschaft angehœr. / nu fürht er lîht, daz ez im stœr / gein
iu geselliclîche kraft / und wil ê wesen lîdehaft, / ê er iu daz ze kunde sag, / daz
iu vil lîhte nit behag HvBer
5605
MWB 3,3 1109,32; Bearbeiterin: Baumgarte
lidelam
Adj.
‘gelähmt (an den Gliedmaßen)’
er sleht in ze tôde oder er machet in lidelam an sînem lîbe oder treit im
iemer nît unde haz PrBerth
1:427,29
MWB 3,3 1109,39; Bearbeiterin: Baumgarte
lîdelich
Adj. , -lîche
Adv.
auch lîden- (
Parz
13,7
), adv. auch -lîchen (
Tauler
119,35;
Parz
13,7
).
‘in der Lage (ein meist unangenehmes, schmerzliches) Geschehen
und Erleben hinzunehmen’ (vgl.
lîden
)
1
‘geduldig, duldsam, annehmend’ (vgl.
lîdiclich
) 2
‘verletzlich’
3
‘gut (oder auch schwer? - vgl. 3.2) zu
ertragen’
3.1
‘annehmbar, erträglich’
3.2 unklar: wohl ‘schwer zu ertragen’ und nicht zu 3.1 (Glr.z.St. ‘leidvoll’ )
1
‘geduldig, duldsam, annehmend’ (vgl.
lîdiclich
):
ir muͤssent schof sin in worer senftmuͤtikeit, in stillikeit
und aller gelossenheit, lidelicheit, das du habest ein under geworffen gemuͤte under
Got und durch in under alle creaturen in lidelicher wise, wie dich Got suͦcht oder
suͦchen wil Tauler
142,7.
243,25.
– im Ggs. zum aktiven →
wirkelich
das Passive hervorhebend (s.a.
lîdunge
2):
wie geschicht dise suͦchunge die in den menschen
geschicht? die eine die ist in im wirklich und die ander ist lidelich
Tauler
143,26;
und nach sinen nidersten kreften so was er wirklich,
bewegelich, lidelich unde hatte gebruchen und wúrken und liden mit einander
ebd.
157,18.
302,1;
sîn [Gahmurets] rüemen
[Prahlen] daz was kleine, / grôz êre er
lîdenlîchen leit [nahm er (bescheiden) hin]
Parz
13,7
2
‘verletzlich’
wir sehen verre me von unserm herren Jesu Christo wan die
junger taten, wan S. Peter oder S. Johannes, si sahen einen armen kranken
[schwachen] lidelichen totlichen menschen vor in gon
Tauler
196,23;
[als Christus uns seiner selbst beraubte,] als er
lîdelich und tœtlich was, dô gap er uns einen andern sich an dem sacrament
unlîdelich und untœtlich Eckh
4:741,31;
ThvASu
92,27;
in dem lidelichen libe [in corpore
passibili]
ebd.
130,10
3
‘gut (oder auch schwer? - vgl. 3.2) zu
ertragen’
3.1
‘annehmbar, erträglich’
wir schaffen auch, daz vnser vitztuͤm fuͤrbaz leidleich vnd beschaiden
sein mit ir chost, swo si di habent von ir handlvng wegen der vitztumampt
UrkWittelsb
2,359
(a. 1340).
– hierher oder zu 3.2 (Glr.z.St.:
‘erträglich, leidlich’):
nû erfunden die kargen, / daz man den kunic vienge,
/ und sô daz ergienge, / daz man im ab erdrôt / mit lîdelicher nôt, / daz er
dem lande / sîniu reht erkande Ottok
76394;
tolerabilis: lidelich EvAlem
69 (Mt 10,15);
remissius: lidelicher ebd.
63 (Mt 11,24)
3.2
unklar: wohl ‘schwer zu ertragen’ und nicht zu 3.1 (Glr.z.St. ‘leidvoll’):
turn und erker musten lyden / lytlich gebrechen von den
plyden [Belagerungsmaschinen] , / wann daz must
allez samt entzwey Minneb
3644
MWB 3,3 1109,43; Bearbeiterin: Baumgarte
lîdelîcheit
stF.
1
‘Duldsamkeit, Geduld’ (zu
lîdelich
1 ) 2
‘Verletzlichkeit, Gebrechlichkeit’ (zu lîdelich
2 ) 3
‘Ertragen, Aushalten’ (zu lîdelich
3 )
1
‘Duldsamkeit, Geduld’ (zu
lîdelich
1):
ir muͤssent schof sin in worer senftmuͤtikeit, in stillikeit
und aller gelossenheit, lidelicheit, das du habest ein under geworffen gemuͤte under
got Tauler
142,6.
217,11
2
‘Verletzlichkeit, Gebrechlichkeit’ (zu lîdelich
2):
die erste lidunge das ist das der mensche geneiglich ist ze
gebresten, und das ist gepflanzet in die nature. und die lidelicheit die sol alwegen
dem menschen wider sin, und sinen willen dannan ab keren mit gantzer kraft, als
verre es Gotte wider ist Tauler
163,6
3
‘Ertragen, Aushalten’ (zu lîdelich
3):
diu götlîche frîheit des geistes frîheit nimet,
[...], und ûf disem puncten müezent alle kunstrîche meister
belîben unde man mac mit aller nâtiurlîcher crêatiurlîcher kunst niht für baz komen,
wan alleine in dem geiste in lîdelicheit gotes Eckh (Pf)
417,20
(vgl.
ein blôz gegenwurf in dem geiste âne alles mittel, dâ von der geist nâch frîer
art unde nâch vernünftigem glîch allez daz gelîden mac, daz got gewürken mac über
alle redelicheit ebd.
417,14f.
);
dô unser herre Jêsus Kristus nâhete sîner pînlicheit
[Marter] , dô twang in diu lîdelicheit der pînlicheit
in der inwendikeit [im Inneren (in der Vorstellung)] , daz
er Judas verweiz obe dem tische unde sant Pêter ûf dem berge ebd.
641,10
(vgl.
sô was ime diu künftige pînlicheit sô gegenwürtic, daz si alle sîner sêle
krefte durchpînigete [heftig peinigte]
ebd.
654,21
)
MWB 3,3 1110,25; Bearbeiterin: Baumgarte
lidelîn
stN.
auch lidelî.
Dimin. zu
1lit
, ‘kleiner (Körper-)teil,
Gliedchen’
articulus: lidelin Gl
3:439,70
(BStK926);
articulus: lideli VocOpt
1.177;
articulus: lidli ebd.
1.177
MWB 3,3 1110,54; Bearbeiterin: Baumgarte
lidelôn
stMN.
→
litlôn
MWB 3,3 1110,58;
lidelôs
Adj.
auch lid-.
‘verstümmelt’
slecht ein man dem andern einen vinger ab oder ein lid, man sol im hin wider
einen vinger oder ein lid abslahen. [...] an swedrer
seitten er in lidlôs machet, an der selben seitten sol man im daz selb hin wider
tuon RbRupr
16;
ez ist gar ein groziu sünde, der den andern tœtet oder lidelôs machet: ez ist
aber michel grœzer sünde, der im ez selbe tuot mit willen PrBerth
2:129,11.
2:129,9
MWB 3,3 1110,59; Bearbeiterin: Baumgarte
lidemâc
stM.
zu
1lit
(Körperglied) und
mâc
.
Verwandter, dessen Verwandtschaftgrad sich an den Körpergliedern abzählen lässt
(z.B. Kopf = Ehepartner →
houbetmâc
über Schulter, Ellenbogen, Hand usw. bis zum →
nagelmâc
, vgl. z.B.
SpdtL
84,5ff.
):
so denne die muͦter stirbet, so erbent die nechsten lidmage, stirbet aber
vatter vnd muͦter, vnd ein svn lebet, so denne der darnach stirbet ane wib vnd an
kint, so sol in der nechste lidemage von vatter old von muͦter erben
StRBern
1/2:55,35;
ein S. Petersman, den sein armut darzu zwinget, das er sein gut verkaufen mus,
der sol es bieten seinem lidemagen oder neven von erst WeistGr
1,755
(o.J.);
UrkAargau
1,2 Brugg:16,35
(vor 1309)
MWB 3,3 1111,4; Bearbeiterin: Baumgarte
lidemâʒ, lidemæʒe
stN.
Pl. -mâʒ (z.B.
Kreuzf
7980
[daz:]), -mæʒe (z.B.
Eckh
3:24,2
), -mæʒer (
Eckh (S)
22,54,
vgl. auch
gelidemæʒe
).
1
‘Körperteil, Gliedmaß, Organ’
2
‘Mitglied einer Gruppe’ (vgl. DRW 4,943f. mit Belegen ab 1400
s.v. Gliedmaß 2); hier in der Wendung der tiuvel und sîne lidemâʒe
‘der Teufel und seine Gesellen’
1
‘Körperteil, Gliedmaß, Organ’
organum: lidemeze VocAbstr (H)
O,10;
[daran] ist vns bezeichent der guͦz [Guss
(Eingießen)] der waren minne, [erg.
der
] die reinen magt sente Marie so gar durchvuͦr, daz
ein lidemaz an irm reinen magtliche libe nicht ein bleib [l.
enbleib
] iz were wol [l.
vol
] der minne und des heiligen geistes
PrLpz (L)
26,32;
sîne innerlîchen lidemâz, / von den der mensche sîn leben
hât, / [...] / im wâren versêrt Kreuzf
7980;
swelch burger den andern nider wirfet also daz he vme sin ŏgen wolle vz
breche oder ander sine lidemeze wolle vorstummele StRNordh
1,50;
Eckh
3:24,2.
3:400,10;
swanne der mensche in nœten ist, sô wirt er bleich, daz ist, daz diu natûre
und daz bluot verzîhet aller der lidemæze und vliuzet ze dem herzen und wil dem
herzen bîstân ebd.
3:403,23;
dâ endarf ich hende noch fûze zû noch keinerlei ledemêzer Eckh
(S)
22,54;
so det er mit des tivils gewalt mit in daz er wolde. unde machite si toub.
vnde blint. vnde stumm. vnde irrite si an ir lide meizen [Verschr.
lidemâʒen oder l. lidemêʒen
]
PrMd
36
2
‘Mitglied einer Gruppe’ (vgl. DRW 4,943f. mit Belegen ab 1400
s.v. Gliedmaß 2); hier in der Wendung der tiuvel und sîne lidemâʒe
‘der Teufel und seine Gesellen’
ir [Marias] kuͦscheit vnd ir othmuͦticheit die habn
gesiget wider den tuͦuel vnd sine lidemaze PrLpz (L)
95,27.
129,23
MWB 3,3 1111,19; Bearbeiterin: Baumgarte
1liden
swV.
‘zusammenfügen, (an-, ver-)knüpfen, angliedern’ (vgl.
zesamene liden
):
die heiligen wurden beide / mit grozen keten do besmidet, / die umme sie
wurden gelidet, / und in den kerker also bracht Pass III
304,24;
darabe [vom Turm] man wite sach hin vor. /
[...] / ein kete vollen groz gesmidet / und uzen uf daz
dach gelidet ebd.
560,22;
grosse not / mir empot, / der mir drot / auf den tod, / das ist Hildebolt von
Bernreute. / Irrenfrid / und der smid / werden glid [d.i.
gelidet
] / an eim wid
[Strick] , / das sie mit gemach lan die leute
Neidh (S)
2,72 c18:3,8
MWB 3,3 1111,50; Bearbeiterin: Baumgarte |