Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schilt stM. (1261 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| rîter habet/ bî dem furte an dem gevilde/ mit gevaʒʒetem schilde./ //Nu vernement wie im dô geschach./ si sprangten beide in | |
| bâten in ûʒ rûmen/ und dahten sich gelîche/ mit den schilten rîterlîche./ die zwêne degen wol geborn/ nâmen diu ros mit | |
| gezieret./ vil wol geparelieret/ was diu pavelûne hêr/ mit hundert schilten, niht mêr;/ die hiengen nâch ein ander gar,/ mit fremden | |
| wol gemuot,/ der an den hundert rittern guot,/ von der schilten ich ê sagete,/ einen selhen ruom bejagete,/ daʒ ers alle | |
| und êre/ und hæte niht vor im gespart./ swelhes rîters schilt geruort wart,/ der muos die êrste juste nemen./ die andern | |
| komen/ ze Plûrîs ûf daʒ schœne velt,/ dâ mit den schilten daʒ gezelt/ harte wol gezieret was./ si erbeiʒten alle ûf | |
| gras/ und schoweten daʒ gevilde,/ daʒ gezelt und ouch die schilde,/ und wie der site wære./ dô kômen schiere mære/ alhin | |
| dar an,/ ir bekâmen ir vater man,/ mit zwein tûsent schilten,/ die alle ûf orsen spilten,/ mit sîdîn kovertiuren guot:/ an | |
| mæren,/ daʒ sô vil ritter spilten/ ûf rossen und mit schilten./ ir prîses muoʒ ich vil verdagen,/ wan daʒ eine muoʒ | |
| lêrtin mit gewâven faren,/ unt wie er sich mit eineme scilte solte bewarn,/ unt wie er sîn spere solte tragen/ ze | |
| dâ gitân rihte chunt./ Alexander was ein helt frumeclîch,/ den schilt zuht er vur sich,/ unt alser ime was wol nâch,/ | |
| die burchmûre zebrach./ a waz dâ werlte tôt belach!/ Alexanders schilt was helfenbein,/ bezzer wart nie nechein./ sîn helm was alsô | |
| wunde niht genas,/ want daz swert scarf was./ durch den scilt flôch der gêr/ unde machet manegen helt sêr./ dâ hete | |
| durch alle die sîne er brach./ Mennes er durch den schilt stach,/ daz daz plût begunde rinnen./ Mennes stach hine wider | |
| zil der tjoste:/ bî vîenden man in dicke sach./ der schilt von arde was sîn dach./ man hœret in Franchrîche jehen/ | |
| müeten disiu mære./ ûf daz velt Alyscanz/ kom manec niuwer schilt al ganz,/ der dürkel wart von strîte./ der breite und | |
| si minne erkanden:/ ich meine die dar sanden/ ir vreuden schilt vür riuwe./ ist minne wâriu triuwe,/ so erwarp da manges | |
| ungevuoge verhouwen./ si wâren ir lebens milte:/ swâ mans âne schilte/ traf, dâ spürte man diu swert/ sô, daz manec heiden | |
| ganz beliben?/ nein, ir tjost wart sô getân,/ durh die schilde und durh bêde man./ ietwederm von des andern hant/ wart | |
| kreftelôs begund er gên,/ //[M]it unstaten drûf er saz./ sînes schildes er dâ niht vergaz,/ den begund er mit im dan | |
| erkennen/ und sich selben nennen/ zem aller schadhaftestem man/ der schiltes ampt ie gewan/ und der ie rîterschefte pflac./ sîn beste | |
| stûdach,/ unz er vor im ligen sach/ des werden Vîvîanses schilt./ ûf dem was strîtes sus gespilt:/ //Hâtschen, kiulen, bogen, swert,/ | |
| scharlachen rôt./ in dirre wirde bistû tôt./ wie was dîn schilt gehêret,/ ir milte dran gemêret,/ diu gein dir tugende nie | |
| Termis wart ein man/ mit iuwerr helfe und ich gewan/ schildes ampt, und die gesellen mîn./ waz koste ich dô die | |
| dâ heime bî andern kinden/ billîcher denne du hetes getragen/ schilt, dar under dû bist erslagen./ ich sol vor got gelten | |
| dem Franzoys der Persân./ hurtâ wiez dâ wart getân!/ die schildes schirben vlugen enbor./ ein swert der künec Pantanor/ gap dem | |
| sîn blankez bein verlorn./ halsberges gêr und kursît/ und der schilt an der selben zît/ wâren drab gerucket, deiz bein stuont | |
| saz er al zehant./ bêdiu swert er umbe bant:/ Arofels schilt er dar zuo nam,/ der künge wol ze vüeren zam./ | |
| einer künste pflac,/ daz sîn munt wol heidensch sprach./ sîn schilt was heidensch den man dâ sach,/ sîn ors was heidnisch | |
| war:/ der koste si bevilte./ si prüefte ouch bî dem schilte/ daz er ein heiden möhte sîn/ Arofels ors Volatîn/ was | |
| ieslîchem tôtem man/ hiez helm ze houbte binden./ swaz man schilde mohte vinden,/ si wæren niuwe oder alt,/ dâ mit die | |
| sprach ‘ditze ors deheinen soum/ treit, wan mich und disen schilt./ ez wirt ê an den ort gespilt.’/ daz swert muos | |
| koufschatze ist der zol gezilt.’/ si sprâchen, er vuort einen schilt,/ die mit der vrouwen kômen dar:/ ‘sîn harnasch ist nâch | |
| kostlîch,/ des blic der sunnen ist gelîch./ als ist der schilt untz kursît./ Munschoy wart geschrît,/ do er uns vlühtic wider | |
| wen si jageten, dirre und der,/ dô durh des grâven schilt ein sper/ was wider von der tjoste brâht./ si vrâgeten | |
| schône./ dâ ze Samargône,/ in der houbetstat ze Persîâ,/ sîn schilt was geworht aldâ:/ des buckel was armüete vrî./ Adramahût und | |
| des bîtens het in doch bevilt./ aldâ bevalh er sînen schilt;/ des reit er âne gein Munlêûn./ manec Franzoys und Bertûn/ | |
| helm ist iu benennet niht,/ noch ander wâpen noch der schilt./ ob iuch des, vrouwe, niht bevilt,/ gebt mir sus iuwer | |
| sinne,/ der was vergezzen an der zît/ dô dû under schilde gæbe strît:/ der was noch dîner jugende ein last./ mir | |
| sîn bruoder Gybert:/ ‘bin ich an daz ampt wert/ under schilt und mit dem sper,/ bruoder, des bin ich dîn wer./ | |
| linden,/ daz man sach von edelen kinden/ mit scheften ûf schilde tjostieren,/ dort sich zweien, hie sich vieren,/ hie mit poynder | |
| klôster: daz verbran/ dô der marhgrâve dan/ schiet und sînen schilt dâ liez./ ze tûsent marken der geniez/ was, der dem | |
| iuch des mæres niht bevilt,/ sô koste mêr der eine schilt/ der in dem viure was verlorn,/ denne daz klôster mit | |
| dem künige und der künigîn,/ wie rehte kostebæren schîn/ der schilt gap von gesteine,/ und daz anders neheine/ drûf verwieret lâgen,/ | |
| künic wol geborn./ des hât diu minne mir verlorn/ sînen schilt kostebære./ er was ouch mir ze swære:/ in solte der | |
| vil rehte iu gesagt/ wie diu zimierde ist bejagt,/ der schilt unt daz kursît;/ und des wâpenroc noch gît/ alsô kostebæren | |
| unt mînen touf verliesen,/ unt manege werdeclîche ger,/ die under schilde mit dem sper,/ mit helme verdecket,/ sô dicke hât volrecket/ | |
| orses buoc, daz er dâ vant,/ dar nâch was Arofels schilt./ den knappen hete gar bevilt,/ und het er sich versunnen/ | |
| dô werte,/ unz si von manegem swerte/ und von den schilden blicke/ durh grôzen stoup sach dicke./ si sprach ‘wer sint | |
| eine diet/ diu sich von ellen nie geschiet,/ mit zerstochen schilden und zerhurt./ ûz der rehten manheit geburt/ was der dise | |
Ergebnis-Seite: << 18 19 20 21 22 23 24 25 26 >> |