Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
swër prn (3079 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| næme,/ die herren er sô beswüere/ und in endelîche erfüere/ swes ir wille gerte./ der guote sie gewerte/ dirre minneclîchen bete./ | |
| nû jehent genuoge er sî Christ,/ sô sprechent sumelîche: «niht!»/ swes iuwer gewizzen dar an giht,/ dâ sul wir uns lâzen | |
| sô schrîbe wir/ die wârheit und leset ir/ und saget swem iuch dunchet guot.’/ si sprâchen: ‘wergot, nû tuot!/ der rede | |
| uns âne schulde truoc.»/ si sprâchen alle: «hie ist genuoc/ swaz ze nœten hœret./ unser ambet vreude stœret;/ hie enist niht | |
| sîn hant/ ir deheinen nie geruorte./ mit worten er zefuorte/ swaz ir ieglîchem war,/ niuwan als er blihte dar./ waz sol | |
| zeigete ich mit dem vinger./ nû choste iuch deste ringer/ swaz ir leides hie dolt;/ und wizzet daz er iuch hie | |
| der gewaltige an urliuge.’»/ der wârheit geziuge,/ patriarchen und prophêten,/ swaz die geschriben hêten,/ der ieglîcher seite daz./ nû sprach Âdam: | |
| der smac sô grôz/ daz mir mîn chraft zwispilde erbrôz:/ swaz ich gestreich oder lief,/ ichn az, entranc noch enslief/ und | |
| nie man vant noch envindet./ von dem smacke gar verswindet/ swaz iemen sieches bringet dar,/ diu stat ist aller sühte bar./ | |
| diu stat ist aller sühte bar./ narde, balsame und mirt,/ swaz edelen smac von arte birt/ oder arômâtes namen ie gewan/ | |
| wurde wir schône în verlân./ dâ was wünne und gemach./ swaz uns leides ie geschach,/ des vergâze wir dô gar./ nû | |
| muot unde ir leben/ ein dinc was worden alsô gar:/ swaz der frouwen arges war,/ daz war ouch deme ritter;/ dâ | |
| bin gebunden,/ sô dich mîn ouge niht ensiht:/ wan zwâre swaz sô mir geschiht,/ ich muoz an dich gedenken,/ dîn vart | |
| dir’./ ‘gerne, frouwe’, sprach er zir/ ûz trüebes herzen sinne,/ ‘swaz ich daran gewinne,/ ich tuon mit willen swaz ir went./ | |
| herzen sinne,/ ‘swaz ich daran gewinne,/ ich tuon mit willen swaz ir went./ ich hân sô gar an iuch versent/ herze | |
| hiez in snîden ûf zehant/ unde erfulte im sîne bete./ swaz er in ê gebeten hete/ daz tet er unde kêrte | |
| süezen lebene/ und widerwac vil ebene/ mit eime swæren lôte/ swaz ir dâ vor genôte/ ir friunt geborget hæte./ si galt | |
| ganzer stæte/ und ouch mit hôhen triuwen ime./ Got welle, swaz ich dinges nime,/ daz ich wider geben daz/ müeze sanfter | |
| im der bart,/ wand er in zôch vil zarte,/ und swaz er bî dem barte/ geswuor, daz liez er allez wâr./ | |
| wider in getete,/ der muoste hân den lîp verlorn./ über swen der eit gesworn/ von des keisers munde wart:/ ‘du garnest | |
| sîn genern/ mit willecliches herzen ger,/ wand er bekande wol, swaz er/ bî dem barte sîn gehiez,/ daz er daz allez | |
| bî der stunt./ dâ bî tet er den fürsten kunt:/ swer im wære dienesthaft/ und lêhen unde manschaft/ hæte emphangen under | |
| jâ kunnet ir ze strîten/ gerâten ûzer mâzen wol,/ und swaz man hôher dinge sol/ ze hove schicken alle wege,/ daz | |
| ir dâ wider strebent/ und ir mir dienstes abe gânt,/ swaz ir von mir ze lêhen hânt,/ weizgot daz lîhe ich | |
| ir sîn niht welt enbern,/ sô werde erfüllet iuwer muot./ swaz mir der keiser übels tuot,/ daz wil ich gerne dulden,/ | |
| sô quec/ daz er durch vorhte wênic liez:/ er tet swaz in sîn herre hiez/ und wart im undertænic gar./ si | |
| ze bitterlichem ende/ mit starken slegen er si treip,/ und swaz ir lebendic beleip,/ die mahte er alle flühtec./ und dô | |
| Wârheit und ir vil hôher rât/ und ouch gerehtiu Minne./ swaz edeler tugent namen hât,/ daz was dâ mit gewinne:/ unz | |
| swære alsam ein blî/ diu Kunst, die ich niht schilte,/ swaz ir von dir wont leides bî,/ vil schiere ich dir | |
| si des meiles,/ daz man ir heim dur miete treit/ swaz man dâ vindet veiles,/ sô frâge ich dich, Bescheidenheit,/ waz | |
| ungefuoc/ den er hât an dem sinne./ Ir habet stæte swaz iu sî/ von mir geteilet hiute:/ er sî iu swære | |
| diu sint alsô gewære/ daz im diu sælde sprichet mat/ swem kunst ist wandelbære./ | |
| du tæte alsam der pellicân,/ der sich wil geriuwen lân/ swaz sîner frühte wirt getân:/ der machet lebende sîniu kint,/ diu | |
| aller fröuden paradîs/ ûz ir liehten ougen/ blüejet unde spilt./ swen ir berndez minnezwî/ niht ergeilen künne,/ der gê sterben unde | |
| ich ze guote./ muot $s und zuht ist in gewant:/ swen si cleident mit ir reinen muote,/ guot $s und edel | |
| unde cnehte,/ die durch sîn lasterlich gebrehte/ werdent vil gemeit:/ swaz ein zühtec man geseit,/ daz hânt si für ein goukelspil./ | |
| für mange tugende ich crœne;/ si bringent beide rîche lœne./ swem si rehte kunt/ worden sint unz ûf den grunt,/ der | |
| $s wît $s gît $s muot/ guot $s dem $s swem $s sîn $s pîn $s arc $s starc $s ist./ | |
| iht für ungemüete/ danne wîbes güete,/ des erkenne ich niht:/ swaz ein man verborgen/ leides unde sorgen/ allen tac ze herzen | |
| nît sîn vahs vil tunkel verwet als ein bleich gehilwe;/ swen er besitzet, des gemüete wont in leides gilwe:/ sam daz | |
| im der haz dur sîne sælde von dem argen lîdet!/ swen der bœse nîdet,/ der wirret sich in heiles riun./ /Ein | |
| den si den roup muoz lân, den si verborgenlichen hilt,/ swaz sir friunden ab gestilt,/ daz si ze loche tücket,/ daz | |
| als edel noch sô guot,/ sô triuw unde manlich muot:/ swem si ze herzen læge,/ dem solte ein hôher künec sîn | |
| und daz niht gebillen/ mîn zunge in arge sinne mac!/ swaz ich singe ald ich gesage der valschen rîchen edeln schar,/ | |
| billich zierent sînen cranz./ sîn gelücke und sîne craft entsitze swaz nu wildes lebe,/ <ob> ez swimme od ob ez swebe,/ | |
| wê der edeln diete/ diu niht an sîne tugent siht!/ swen des gernden kumber jage, darûf er sich versinne wol,/ daz | |
| sô daz man einen vogel siht/ ûf wazzer füeren liute./ swaz ouch sîn kunft bediute,/ si zeiget fremdiu mære:/ ein keten | |
| genam/ daz er dô wolte rihten/ und allez daz verslihten/ swaz crumbes dinges wære dâ,/ dô stuont <eht> aber <ûf> iesâ/ | |
| und alles des enterben/ des wir ze lêhen solten hân./ swaz uns hie geltes wart verlân/ von dem herzogen Gotfride,/ der | |
| sîn niht gelîden:/ dâvon geruoche er mîden/ gewalt und übermüetekeit./ swaz ime erteilent ûf den eit/ die fürsten alle umb iuwer | |
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