Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
swër prn (3079 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| harte ungerne mîniu reht:/ man schrîbet an ein permint sleht/ swes man geruochet unde gert,/ mit dem sô wære ich ungewert/ | |
| ze balde ûf mich bereit/ ze kamphe und zeime strîte./ swaz mir vor langer zîte/ mîn alten veter hânt verlân,/ werd | |
| daz in den landen anderswâ/ rîlicher hof nie wart bekant./ swaz man ie kurzewîle vant,/ der aller hæte man dâ vil:/ | |
| hiemite er von den tischen/ sprang in ein venster alzehant./ swaz er des mâles drinne vant/ von kostbærlichen vazzen,/ daz warf | |
| er brâhte durch rîlîche zer/ vil goldes dar in malhen./ swaz ritter dâ von Walhen/ und hôchgenanter liute was,/ die zôch | |
| under schar geflohten/ und hôhez lob ervohten/ mit ellenthaften handen./ swaz von der werlte landen/ was guoter ritterschefte iesâ,/ die quâmen | |
| iedoch sô fuor in allen obe/ Rîchart an sîner werdekeit./ swaz er mit sîner hant erstreit/ ross unde guoter dinge,/ daz | |
| hæte sîne besten kraft/ mit ganzem flîze an si geleit./ swaz man von schœnen wîben seit,/ der übergulde was ir lîp./ | |
| kunde./ er sprach ûz süezem munde:/ ‘sint, frouwe, gote willekomen!/ swaz ich von frouwen hân vernomen,/ der übergulde sint ir gar’./ | |
| clâr/ hât nâch mir gerungen,/ gesprochen und gesungen/ von mir swaz er guotes kan;/ du wære et ie mîn dienestman/ den | |
| niemer des geschamen/ daz dû mir undertænic bist./ mir dienet swaz ûf erden ist/ hordes unde guotes,/ ich bin sô hôhes | |
| zu uernemene vnde ze redene./ dv gibis uns allin uergebene,/ swaz uns zu deme libe unde zu der sele mach gefrumen,/ | |
| kint,/ dinem gewalde njwit widerstet,/ wandiz alliz uon dir irget,/ swaz in dem abgrunde duzit/ vnde in deme wazzere fluzit/ vnde | |
| uor uns tu allir tagelich,/ daz ist ime so unuertregelich:/ an swemer des innin wirt,/ der ist jemer ein den er uerbirt./ | |
| der was ein scellindiz organistvm,/ ein pife des heiligen geistis./ swaz wir liebis vnde meistis/ uon gote uernumen vnde gescriben habin,/ | |
| dv an dime martirtage tete,/ do dv unsin herrin bete,/ swen dichein not toubete,/ daz er dines namen gehugete,/ daz got | |
| dir mit einen worte ujrlie/ so manic$/ tusintualt missetat./ vnde swaz er ane mir zu rechene hat,/ des bit in seligiste | |
| vnde unse angist weist./ an dir stet alzos din uolleist,/ swes wir di heiligen han gebeten,/ daz sal din gnade an | |
| uertreten,/ daz dv durh ir willen/ an uns muzis iruollin/ swes wir indime namen/ mit ir botscefte gegert habin./ ledige herre | |
| lebin./ daz ist dir allir meisti list,/ so giwin ich swaz mir lib ist.’/ //Du stimmi sprach dannin/ zi demo kuninclichen | |
| Wenne waʒ die ſcrifth hat bedecket,/ daʒ hat lucidarius errecket./ Suuer diʒ bůch gerne leſen wil,/ der gewinnet wiſtůmeſ uil,/ daʒ | |
| ſnidet alſ ein ſcharſach. Daʒ ſelbe tier [12#’v] iſt freſlich. Swaʒ ime begegint, daʒ erſleht eʒ mit dem horne. Jn dem | |
| lande horet britannia vnde engellant, hybernia, tanatos. Vʒ der inſulen ſwaʒ holʒeſ braht wirt, daʒ uertribet daʒ eiter, an welhen enden | |
| welt geſchafin iſt vnde wie [17#’r] ſie geteilet $t iſt. Sweʒ du mich nu fragiſt, deʒ berithe ich dich gerne mit | |
| wie daʒ cume. Der meiſter ſprach: Dich endarf nith wundern, ſwaʒ got mit ſinen wundern $t důt. Ouch ſagent die bůch, | |
| aller meiſt craft, wen eʒ dem himel aller naheſt iſt. Swaʒ die ſunne crefte hat, die wandelt ſich nach dem geſtirne. | |
| vnder den nebel vnde bluwet ſie der [23#’v] wint ʒeſamene. Swaʒ denne waſſerſ da vnder iſt, daʒ můʒ ʒeſamene ʒe ſteinen | |
| ein menſche gedenken mac. Si werdent ſo lieb mit enander, ſwaʒ dehein ſele ſiht an der anderren eren, daʒ dunket ſi, | |
| heligen geiſteſ. Wen der helige geiſt iſt vngeſihteclich. Do von ſwaʒ er geleret hat, daʒ begat men in der heiligen criſtenheite, | |
| er ſich der toͮgenen dinge verſte? Do ſprach der meiſter: Sweʒ der menſche nith enweiſ, deʒ enminnet er ouch nith. Do | |
| ander iſt, daʒ der menſche verlat von ſinſ ſelbiſ vngerůcheit. Sweſ der menſche niht enweiʒ, deʒ ſol er vragen. Enmag er | |
| ſprach der meiſter: Mit der completen ſúlen wir [34#’v] erfúllen, ſwaʒ wir an dem goteſ dieneſte allen den dac uerſument vnde ſulen | |
| #.:Tu autem domine miſerere noſtri.#.; Da mite ger er antlaʒeſ, ſwaʒ er an der predigien miſſetan habe uon hóchuerte oder uon | |
| die wurcel iſt geleit vnde daʒ wir unſ fliʒen ſuln, ſwaʒ wir gůteſ in dirre welte getůn múgen. //Do ſprach der | |
| herren ſalbete, do er ʒů der martel gie. Auguſtinuſ ſprichet: #.:Swer nach bildet Mariam_magdalenam $t mit dem opfer, der gewinnet oͮch | |
| vier elementen gemaht. So begat men den ſibeden dac darunbe, ſwaʒ die ſele hat getan mit den drien dingen vnde der | |
| daʒ deſ got uergeſſe. Den driſegiſten begat men dar vnbe, ſwaʒ der menſche getan habe in den driʒic dagen iegelichen manodeſ, | |
| ʒuelf manode die ʒwelfboten. Dar unbe begat men daʒ iargeʒit, ſwaʒ der menſche wider den waren ſunnen vnde wider den manen, | |
| ſiʒʒent ſi da ʒe helle in der ewigen vinſterniſſe. Wen ſwaſ ſie hie taten, deʒ enſchameden ſi ſich niht, da uon | |
| di ſelen? Der meiſter ſprach: Jr girde iſt ir gebet. Swaʒ ſi gerent, daʒ beſchiht ʒeſtunt. Vnde bitent niht wen daſ | |
| heiden vnde iuden, die ſit criſteſ geburte geborn ſint. Wen ſwaʒ die iuden gůteſ hant getan, ſit daʒ got gemartirt wart, | |
| ſprach: Zergat denne die welt gar? Do ſprach der meiſter: Swaʒ wandelbere dar an iſt, daʒ ʒergat alſe froſt vnde hiʒʒe, | |
| meiſter ſprach: Si wollint niht, wen daʒ got wil, vnde ſwaʒ ſi tůnt, daʒ důnt ſi friliche, vnde ſwa ſi wellint | |
| ſich ein ouge keret, dar keret ſich daʒ ander nach. Swaʒ deheiner der gůten wil, daʒ wil oͮch got, daʒ wellint | |
| ſine kint. Got vnde ſine engele ſint ir ſchuldener. Wen ſwaʒ gebotiſ ſie in gabint, die iletint ſi erfúllen. Himel vnde | |
| ſint die ubelin mit vinſterniſſe vnde der vnſinnekeite bemeniet. Wen, ſwaʒ ſi wiſſent, daʒ wiſſent ſi dar unbe, daʒ ir leit | |
| noch nimande wirt:/ Gotes vluch in nicht wrbirt./ Das merke swer geleret si:/ sit dem gotes vluch ist bi,/ swer sine | |
| merke swer geleret si:/ sit dem gotes vluch ist bi,/ swer sine kunst nimande leret,/ so wirt licht ouch sin heil | |
| kunst nimande leret,/ so wirt licht ouch sin heil gemeret,/ swer da leret das her kan./ [2ra] Da wil ich gedenken | |
| bereit,/ bestunde disse arbeit,/ das ich ir di wurze nente,/ swas ich der erkente/ unde ir crapht wolde scriben:/ das ensolde | |
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