Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
wellen V. (8610 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| bereiten,/ die mit im varen solden/ und daz wunder schouwen wolden./ dô sie daz vernâmen,/ ze der Tîver sie schiere kâmen/ | |
| sâ zestunt/ und ander sîner holden,/ die ez gerne tuon wolden./ Eraclîus sprach dâ niht wider:/ alsô liezens in dâ nider/ | |
| het dehein ungemach./ dâ was maneger, der dâ sprach,/ ez enwolde im der tievel geben,/ dehein man möhte leben/ noch sînen | |
| und wirt dâ nâch unmære./ Eraclîô was daz swære,/ er woldez langer niht vertragen:/ sînem herren begunder klagen,/ man zîhe in | |
| ode guot:/ ez wær sîn wille und sîn muot./ er woldez koufen und gewinnen/ mit schatze ode mit minnen,/ swelhez im | |
| daz velt/ und liezen sehen der pferde zelt,/ die sie wolden verkoufen/ und ouch der orse loufen,/ die dar zuo wâren | |
| herre’ sprach der gebûre./ ‘zewâre, mich nimt untûre,/ ichn koufez, wiltûz rehte geben.’/ ‘dazn geriuwet iuch niht und sult ir leben./ | |
| sie zesamen sæzen,/ dem kamerære und dem schenken/ daz sie wolden gedenken/ nâch den besten loufæren,/ die in sînem hove wæren/ | |
| velt riten,/ (des mohter sie lîhte erbiten)/ gegen Mont_Albâne./ dâ wolder werden âne/ des grôzen zwîvels, des er truoc:/ des was | |
| het ich gelogen./ elliu sîn tugent ist verlorn./ ez wære, woldet ir sîn hân enborn,/ snel worden unde starc./ lât ez | |
| hiez in ze tôde slân./ daz wart schiere getân./ er woldes niht erwinden,/ diu bein hiez er schinden./ dô vant man | |
| eine, diu im gezæme/ und dem rîche rehte kæme,/ die wolder ze sîner ê haben./ ouch heter einen wîsen knaben,/ dem | |
| næme deheinn an sînen rât,/ ern müesez allez enden./ den wolder dar senden:/ sô heter gedingen unde wân,/ im möhte niemer | |
| ‘edel kint, wan sagestû,/ (dûne darft mir niht liegen)/ wie woldestû den keiser triegen,/ ob er dich ze wîbe wolde hân?’/ | |
| wolde niht erwinden,/ über vierzehen naht,/ (alsô hete er gedâht)/ wolder offenlîchen briuten./ sînen ambetliuten/ hiez er allen künden/ daz sie | |
| er von sînem schœnen wîbe/ scheiden solde unde varn./ die wolder gerne sô bewarn,/ daz er ân angest wære/ von ir | |
| den selben sachen/ muose der keiser wachen,/ er wolde ode enwolde,/ so er von rehte slâfen solde./ /aller hande liute/ phlegent | |
| herre müeze mich bewarn,/ ô wê wie ist mir geschehen?/ wolder her ze mir sehen,/ mir wære verre deste baz./ war | |
| enkunder nie bewarn:/ diu minne wolde des niht enbern/ sie enwolde sie gelîche wern,/ sie twanc sie vaste mit ir kloben./ | |
| ist niemen niuwan wir./ dîn siechtuom müese ein ende hân,/ woldestûn mich wizzen lân./ des swüere ich wol einen eit,/ ich | |
| ir, waz mir wære.’/ ‘sun, wærez dir niht swære’/ und woldestû mirz bekennen,/ den siechtuom wolde ich nennen,/ ich bin gewis, | |
| ich des.’/ ‘nû weiz got’ sprach Parides,/ ‘râtet irz, ich wilz iu jehen.’/ ‘sun, dû hâst ein wîp gesehen/ oder lîhte | |
| dîn./ und wærez mîn frouwe, diu keiserîn,/ ob dû sie woldest minnen,/ ich kunde dirs wol gewinnen./ wir wîp kunnen manegen | |
| suoche ich und die genâde dîn,/ daz dû mir guot wellest sîn,/ sô getrûwe ich wol genesen./ ouch wil ich hinnen | |
| geloubent an mich sêre,/ den diu huote ist bevoln./ sie wellent gerne daz verdoln,/ daz ich alle tage zuo ir gê/ | |
| wil der rede ein michel teil/ under wegen lâzen/ und wilz mit guoter mâzen/ enden sô ich beste kan./ daz kint | |
| (ez ist wâr, daz ich sage)/ begunden Rômære gern/ und wolden des niht enbern,/ sie ensanden nâch ir frouwen,/ sie müese | |
| dir, arme Athânais,/ dû wære ê biderbe unde wîs,/ wes wiltû nû beginnen?/ dû solt dich baz versinnen,/ dîn tumpheit lâ | |
| ez muoz sicherlîchen sîn,/ wære al disiu werlt mîn,/ die woldich ê verkiesen,/ ê in ze friunde vliesen.’/ /dô si alsô | |
| solden sich an Cosdrôâ/ mit gote helfe rechen;/ sînn himel wolder brechen,/ der müese âne zwîvel dernider./ ern gewünne daz kriuze | |
| lâzen/ durch deheiner slahte guot genesen,/ die an dem gelouben wolden wesen./ /nu gebôt ouch flîzeclîche/ Cosdrôas der rîche,/ swenne man | |
| in sîn gebot/ und geloubten alle an einen got./ daz wolder lâzen an sîn küre,/ swer den lîp dâ verlüre,/ daz | |
| ‘edel man, ergip dich,/ dû maht anders niht genesen,/ dun wellest undertân wesen/ mînem vater unde mir./ ergip dich, helt, daz | |
| niht, als dû tuost./ dîner hôchvart dû engelten muost./ wer wiltû wænen, daz dû sîs?/ wærestû witzec unde wîs,/ dû soldest | |
| wolde sich gerochen hân./ done mohtez sô niht ergân,/ got woldez niht vertragen./ ein grôze wunder lât iu sagen./ eines nahtes, | |
| mege iuweht sîn widere./ ich bin alsame hêre, $s ich newil unter ime wesen nie mêre./ ich bin alsô scône, $s | |
| $s er sprach ime wâre anderes ze muote,/ sprach er wolte machen einen man $s nâch sînem bilde getân,/ daz der | |
| $s hanget ein galle chlebere./ si ist unsuoze, $s si newil daz man si nieze./ /Swer si ûz gerahsinet $s swenne | |
| dâ obene./ //Duo got zeinitzen stucchen $s den man zesamene wolte rucchen,/ duo nam er, sôs ich wâne, $s einen leim | |
| er, sôs ich wâne, $s einen leim zâhe,/ dâ er wolte $s daz daz lit zesamene solte,/ streich des unter zwisken | |
| mit iegelichem âbante./ /Duo der sibente tach chom $s got newolte nieht mêre wurchen./ den nam er im ze râwe, $s | |
| der gewisse tôt./ //Duo der tiufel durch ubermuot $s wesen wolte same got,/ unt er in verwiez $s daz er in | |
| ze itewizzen, $s daz er sîn êre solte besitzen./ /Duo wolte unser hêrre $s daz der man in paradîso wâre/ unz | |
| chod: ‘lâ mich dar ane chiesen $s ube dû mir wellest gehôrsamen,/ ube dû mich wellest wern $s daz tû ditz | |
| chiesen $s ube dû mir wellest gehôrsamen,/ ube dû mich wellest wern $s daz tû ditz ein obez wellest verbern./ unze | |
| dû mich wellest wern $s daz tû ditz ein obez wellest verbern./ unze dû iz mîdest $s nehein ubel dû erchennest,/ | |
| gesihte, $s des dwanc si diu forhte./ /Duo si danches newolten chomen, $s ir sculde sich ergeben,/ duo was iz ime | |
| umbe daz,/ daz er hête missetân, $s ub er is wolte in sîne gnâde gân./ hêt er sô getân $s sô | |
| iz bôt $s duo âz ich iz durch nôt.’/ er wolt die sculde wellen $s ûf sîne gesellen,/ er wânt sô | |
| si ir man ferriete./ /Si tet same der man, $s wolt sich intsculdegen,/ wal die scult ûf die nâteren, $s sprach | |
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