Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
edele Adj. (1458 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| darumbe mohten wir und moͤgen noch widerkomen. Got hat sin edel minnende nature gantz behalten, darumbe mohte er sich nit enthalten. | |
| hie rich sint an heiligen tugenden, also sint únser dienstman edele. <KAP><N>XV</N>. Die rehte <FOLIO>(64#’r)</FOLIO> luter minne hat vier ding; gibestu | |
| langer si hie sint in dem strite und minnent, ie edeler si got dunket und ie snoͤder und unseliger si sich | |
| mensche, der gottes geist enpfangen hat; das ist ein so edel sat, si kinet und wahset untz an des seligen menschen | |
| an langer beitunge tragent. Die guldine granen das ist die edel gottes minne, die dur das minnende herze in die edel sele | |
| die edel gottes minne, die dur das minnende herze in die edel sele klinget. Wol im, das er ie mensche wart, der | |
| sint breit ze hoͤrende gottes wisheit. Dis tier hat ein edel gemuͤte. Es mag nit bliben in dem mer, so dú | |
| tode, so andrú tier fulent, so wirt sin hut alse edel und sin har so manger<FOLIO>(67#’r)</FOLIO>leie schoͤni, das alle die hoͤhsten, | |
| die hoͤhsten, die es moͤgent haben, sine hut fúr die edelsten zobele tragent. Vollekomener lúte vride und ir nútze sitten und | |
| libe voͤrhten wir ie das ungebe kupfer, das wir dis edel golt nit wellen beruͤren. Dis tieres vleisch isset man an | |
| gottes lobe ze allen dingen. Dis tieres gebeine ist eins edelen visches grat, da machet man schoͤnú cleinot abe, das edel | |
| edelen visches grat, da machet man schoͤnú cleinot abe, das edel lúte zů iren eren habent. Wie edel ein cleinoͤt das | |
| cleinot abe, das edel lúte zů iren eren habent. Wie edel ein cleinoͤt das si, das ein helig licham minnen vol | |
| krenze, die in dem orden sint hin gevarn, da nach edel als si in dem orden helig waren. Sant Dominicus brahte | |
| #.[zesammene die zwene gelieben#.], $t got und die sele. Sin edel ansehen, da er si mitte enpfahet, und sin heliger gegenblik, | |
| underwindet sich der weltlichen fúrsten mit golde und mit dem edelen gesteine und mit grundeloser valscher list, da inen nu vil | |
| den got nie menschen gonde. Darumbe das disú fruht dem edeln menschen als unbekeme ist, das si noch únser vergift ist, | |
| got an irme herzen weis, so bekeret sich denne manig edel man und manig schoͤnú vroͮwe, die von der cristanheit Endecrist | |
| minnenden vúrigen sele in dem selben schine. Das ist der edeln fúrsten weg zů der verweneten sele in disem armen libe, | |
| us von Seraphin, wan si minnenfúrig sint; darumbe zúhet der edel schin harnider, das si von minnen blikkent wider. Die engel, | |
| dar zů gegeben, das si únser tugende pflegin; und ir edlú gegenwúrtekeit und únser beste můtwille die heligent allú únsrú werch | |
| dur got mit rate. Die pine ist aber also vil edler und nútzzer, die úns got an leit mit sinen vienden | |
| leit mit sinen vienden oder mit sinen vrúnden, als got edelor ist allen pineren. Christus loste úns nit mit der pine, | |
| ze liebe tůt; das ist ir vil bekeme von der edelen nature, die got und si in einer meinunge erfúllent. Aber | |
| also sere von himelschen dingen hat geteilet, das es die edele gewonheit $t und die suͤsse gottes heimlicheit alles hat verlorn, dar | |
| und arbeiten soͤnt mit gotte</KAP> O geistlich namme, was du edel bist úber allen irdenschen nammen. Darumbe $t wolte dich Jhesus_Christus | |
| nammen, kúnge, keyser, graven und alle namen, die da nach edel sint genant, die namen muͤssent <FOLIO>(83#’r)</FOLIO> alle vervulen; mere geistlich | |
| das du deste langer moͤgest gebeiten; wan hohe brúte und edel rittere die můs man mit túrer koste lange und sere | |
| si bluͤjet doch fúr sich hin vil hohe in ir edelen schoͤni, wand die wurzelle ir stetekeit die ist von dem | |
| aht dingen. Von der súnden oppfer</KAP> O grosser toͮ der edelen gotheit, o cleine blůme der suͤssen maget, o nútzú fruht | |
| des <FOLIO>(87#’r)</FOLIO> gerihtes; von schemede und von gůtem willen</KAP> Die alleredelste vroͤde der sinnen und der allerheligoste vride des herzen und | |
| úns oͮch leider sch#;eamen an únsern sinnen, das wir die edelen manigvaltigen $t gottes gabe als unnútzekliche tragen, das si also kleine | |
| ich vroͤwe mich des, das du komen wilt in also edeler wise, das ein magt din můter wesen sol. Herre, da | |
| und mit dem gůten willen der menscheit und mit der edelen gevůgheit des heligen geistes dur den ganzen lichamen ires magtůmes | |
| rehte not. Also tet únser herre, do er wider siner edelen art in eime vihestalle also herte #.[gebettet wart#.] durch die | |
| suͤssekeit irs reinen herzen und dú wunnenkliche $t spilunge ir edelen sele, dise vier ding zugen sich zesamene nach des vatter | |
| vrowe, du soltest essen das allerschoͤneste brot und trinken den alleredelosten win.» «Nein», sprach si, «das ist richer lúte spise, der | |
| welt undergan. Suden in dem <FOLIO>(91#’r)</FOLIO> bettehuse was das tůch edel wis, das was ein vorzeichen der reinen klaren kúscheit Sante | |
| úber mittes gieng ein gruͤne borte, der was besetzet mit edelm gesteine. Das bezeichente das alleredelste holtz, das únsers herren lichamen | |
| borte, der was besetzet mit edelm gesteine. Das bezeichente das alleredelste holtz, das únsers herren lichamen an ime trůg, do man | |
| was geneiet ein wis oppferlamp und es was gezieret mit edelm gesteine und mit clarem golde, #.[rehte als es búrnen#.] solte. | |
| noch mensche wart ane schulde verduͤmet; so ist er alleine edel und vri und was er denne wil, das můs úber | |
| dinges misse ich in dem himmelriche allermeist; es ist oͮch alleredelost und lúhtet allerschoͤnost gegen der heligen drivaltekeit und kostet oͮch | |
| alze sere, das clage ich iemer mere. Minne, din vil edle grůs der hat erfúllet minen můt. Minne, din vil reine | |
| hat mit úns begangen in herzeklicher liebi. Minne, din vil edelú luterkeit, dú als ein schoͤne spiegel stat vor gotte an | |
| dem zimber der heligen schrift und mit den steinen der edelen tugenden.» Der erste stein dez erlichen palastes, da der ewige | |
| leren sine userwelten $t lieben, die ist von nature also edel und also cleinlich und vlússet also suͤsse, swenne der ewig | |
| ich selber bin. Da nach schoͤhe ich mich mit der edelen zit, die ich verlorn han alle mine tage; und so | |
| ewigen warheit vor siner heligen drivaltekeit. Des bokes hut ist edel, also ist es umb ir herschaft und umb ir phrůnde; | |
| mir da hulfen tragen min ellende, die doͤrften nit also edel sin, sol der arme lip genesen. Darumb můs ich ane | |
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