Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
edele Adj. (1458 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| sô gerne niht gesehen,/ als ich si gesæhe, $s der edeln Uoten kint./ mich müet daz harte sêre, $s daz s%..i | |
| kœm$’ in etwenne bî./ Unde sagt ouch Gêrnôt, $s dem edelen bruoder mîn,/ daz im zer werlde holder $s niemen müge | |
| zuo den Burgonden. $s dar wâren si gesant/ nâch drin edeln künegen $s und ouch nâch ir man./ si solden komen | |
| wie rehte minneclîchen $s iu Etzel enboten hât/ unt iuwer edel swester, $s der dinc in hôhen êren stât./ Genâde unde | |
| tohter mîn,/ so %..ist leider mir ze verre $s des edeln küneges wîp./ nu sî immer sælic $s ir und Etzelen | |
| daz Guntheres lant./ Dô kom der küene Volkêr, $s ein edel spileman,/ zuo der hovereise $s mit drîzec sîner man,/ die | |
| $s daz wil ich iuch wizzen lân./ er was ein edel herre; $s im was ouch undertân/ vil der guoten recken | |
| êre dâ bewarn.«/ Dô sprach zuo z$’ir kinden $s diu edel Uote:/ »ir soldet hie belîben, $s helde guote./ mir ist | |
| Dô sprach daz eine merewîp, $s Hadeburc was si genant:/ »edel ritter Hagene, $s wir tuon iu hie bekant,/ swenn%..e ir | |
| kunt getân./ Swie bitterlîchen Hagene $s zuo Gelpfrâte spranc,/ der edel marcgrâve $s des schildes hin im swanc/ ein vil michel | |
| $s die gevrieschen sider,/ daz ze hove füeren $s der edeln Uoten kint./ si wurden wol enpfangen $s dâ ze Pazzouwe | |
| si wurden wol enpfangen $s dâ ze Pazzouwe sint./ Der edeln künege œheim, $s der bischof Pilgrîn,/ dem wart vil wol | |
| wider dich getân!«/ Dô hôrt$’ vil wol Hagene $s des edelen recken nôt./ er gab im wider sîn wâfen $s und | |
| sprach dô Rüedegêr,/ »ir sult vil wol enpfâhen $s die edelen künige hêr,/ sô si mit ir gesinde $s her ze | |
| truogen vil der bouge $s und ouch hêrlîchiu kleit./ Daz edel gesteine $s lûhte verre dan/ ûz ir vil rîchen wæte; | |
| manigem küenem man./ dâ wart ein schœne grüezen $s von edeln vrouwen getân./ Diu junge marcgrâvinne $s kuste die künige alle | |
| mägede und an vrouwen, $s der saz dâ genuoc./ der edel videlære $s dem wirte holden willen truoc./ Nâch gewonheite $s | |
| ein degen küen$’ unt gemeit./ Dô sprach offenlîchen $s der edel spileman:/ »rîcher marcgrâve, $s got hât an iu getân/ vil | |
| der muot./ diu ist minneclîch ze sehene, $s dar zuo edel unde guot.«/ Dô sprach der marcgrâve: $s »wie möhte daz | |
| bürge unde lant./ des sicherte dâ mit eiden $s des edeln küniges hant,/ und%..e ouch der herre Gêrnôt, $s daz wurde | |
| si sîn doch genôz./ Dô sprach der marcgrâve: $s »ir edelen künege rîch,/ als ir nu wider rîtet $s (daz ist | |
| versaget%..e er niemen: $s ez muose in allen gezemen./ Ir edel ingesinde $s brâhte für daz tor/ gesatelt vil der mœre. | |
| dô sîne gâbe $s bôt über al,/ ê daz die edeln geste $s kœmen für den sal./ er konde milteclîche $s | |
| dem helde lobelîch,/ daz wol truoc mit êren $s der edel künic rîch,/ swie selten er gâbe enpfienge, $s ein wâfenlîch | |
| ein wâfenlîch gewant./ dar nâch neic dô Gunther $s des edeln Rüedegêres hant./ Dô gap er Gêrnôte $s ein wâfen guot | |
| lac/ (bezzern schilt deheinen $s belûhte nie der tac)/ von edelem gesteine. $s swer sîn hete gegert/ ze koufen, an der | |
| ouch her Dietrîch./ »nu sage uns von Berne $s vil edel ritter guot,/ wie dir sî gewizzen $s umb der küneginne | |
| der fürste Dietrîch:/ »ich binz, der hât gewarnet, $s die edeln künege rîch/ und Hagen den küenen, $s den Burgonden man./ | |
| geschiht.«/ Dô sach der videlære, $s ein küene spileman,/ die edeln küneginne $s ab einer stiegen gân/ nider von einem hûse. | |
| einen fuoz.«/ »Nu lôn$’ iu got von himele, $s vil edel Volkêr./ ob si mit mir strîten, $s wes bedarf ich | |
| für gân./ bieten ir die êre: $s si ist ein edel wîp./ dâ mit ist ouch getiuret $s unser ietweders lîp.«/ | |
| man mit den künegen $s hin ze hove gân/ ir edeln ingesindes $s tûsent küener man,/ dar über sehzec recken, $s | |
| herzen trût./ er fuor sô wol gekleidet $s sam eines edeln ritters brût./ Dô sprach aber Volkêr: $s »wie möht$’ ich | |
| strîte welle bestân./ Diu bete dich lützel êret, $s vil edeles fürsten wîp,/ daz du dînen mâgen $s rætest an den lîp./ | |
| dô Dancwart $s daz gesinde allez an:/ »ir seht wol, edeln knehte, $s wie ez wil umbe gân./ nu wert iuch | |
| hant.«/ »Wie sol ich iu gehelfen«, $s sprach her Dietrich,/ »edeliu küneginne? $s nu sorge ich umbe mich./ ez sint sô | |
| zîten $s gefriden niemen enkan.«/ »Neinâ, herre Dietrich, $s vil edel ritter guot,/ lâzâ hiute schînen $s den tugentlîchen muot,/ daz | |
| von Berne $s der mære schiere genuoc./ Er sprach: »vil edel Dietrich, $s waz ist iu hie getân/ von den mînen | |
| Dô er daz gehôrte, $s under arme er beslôz/ die edeln küneginne; $s der sorge diu was grôz./ dô fuort er | |
| sehs hundert wætlîcher man./ Dô sprach der marcgrâve, $s der edel Rüedegêr:/ »sol aber ûzem hûse $s iemen komen mêr,/ die | |
| war umbe rætest an mich?«/ Dise rede hôrte $s des edeln küneges wîp./ des wart in ungemüete $s der Kriemhilde lîp,/ | |
| der Burgonden viere $s der helt vil balde sluoc,/ des edeln ingesindes $s von Wormez über Rîn./ dône kunde Gîselher $s | |
| er den schaden grôzen $s von sîner hant gewan./ der edel videlære $s den lantgrâven sluoc/ durch einen helm vesten: $s | |
| dem tôde $s von ir handen komen./ dâ wart der edeln geste $s vil übele goume genomen./ Noch vor dem âbende | |
| nu niemen lebte $s wan diu Uoten kint,/ die mînen edelen bruoder, $s unde koments$’ an den wint,/ erkuolent in die | |
| disen sorgen zergê.«/ Dô sprach von Tronege Hagene: $s »ir edeln ritter guot,/ swen twinge durstes nôt, $s der trinke hie | |
| der künec hêr:/ »wie habt ir uns geholfen, $s vil edel Rüedegêr!/ wand$’ wir sô vil der veigen $s hie ze | |
| dem künege $s mêret unser leit?/ nu habt ir uns, edel Rüedegêr, $s allez her geseit,/ ir woldet durch uns wâgen | |
| grœzlîche nôt.«/ »Daz ist âne lougen: $s ich swuor iu, edel wîp,/ daz ich durch iuch wâgte $s êre unde ouch | |
| si sich ze füezen $s beide für den man./ den edelen marcgrâven $s unmuotes man dô sach./ der vil getriuwe recke | |
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