Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
âne adv_k_prp (1366 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| angest unde vreise./ iedoch genanter über lanc/ und reit als âne sînen danc/ erschrocken unde herzelôs/ die rihte hin, dâ er | |
| der truhsæze daz er in/ ie getorste bestân!/ wir mugenz âne sorge lân;/ und zwâre, tohter Îsôt,/ dirre man sî lebende | |
| craft,/ sô ist ez allez endehaft.’/ //Die küniginne beide,/ beide âne underscheide,/ si nâmen in ze handen/ und swaz si beide | |
| ûf dem brete kan./ er ist ein sinnelôser man,/ der âne bürgen durch daz wîp/ iemer geveilet den lîp./ und zwâre | |
| daz in ein tragen/ noch innen disen zwein tagen/ (deiswâr ân allen argen list),/ iuwer tohter, diu iu lieb ist,/ dazs | |
| haz/ und wolte ouch durch den willen mîn/ êlîches wîbes âne sîn,/ daz ich sîn êrbære/ nâch sînem tôde wære./ hie | |
| ûf solhe rede understân,/ daz Îsôt dirre mære/ ledic und âne wære,/ truhsæze, zwâre ez kæme dir/ ze alse guoten staten | |
| der truoc/ den ezzich in den ougen./ diu rede ist âne lougen./ //Nu hiez man ruofen in den sal/ eine stille | |
| den kampf bestân.’/ ‘truhsæze’ sprach diu wîse Îsôt/ ‘dû teidingest âne nôt:/ mit wem wiltû kampfrehten?/ dirre hêrre wil niht vehten:/ | |
| solher crefte vollebrâht:/ mit sweme sîn ieman getranc,/ den muoser âne sînen danc/ vor allen dingen meinen/ und er dâ wider | |
| al ein:/ ir sît mir doch unmære,/ wan ich wær âne swære/ und âne sorge, enwæret ir./ ir alterseine habet mir/ | |
| sît mir doch unmære,/ wan ich wær âne swære/ und âne sorge, enwæret ir./ ir alterseine habet mir/ disen kumber allen | |
| er bat im trinken bringen./ //Nun was dâ nieman inne/ âne die küniginne/ wan cleiniu juncvrouwelîn./ der einez sprach: ‘seht, hie | |
| iht mêre,/ ez gât an iuwer êre;/ ervert ez ieman âne uns driu,/ ir sît verlorn und ich mit iu./ herzevrouwe, | |
| sô selten liebez ende geben!/ wie vertuon wir unser leben/ âne liep und âne guot!/ nu gît uns doch daz guoten | |
| ende geben!/ wie vertuon wir unser leben/ âne liep und âne guot!/ nu gît uns doch daz guoten muot,/ daz uns | |
| lützel ieman wære/ getriuwe unde gewære/ und wider den vriunt âne âkust,/ ern möhte sus getâne lust/ von sîn selbes sachen/ | |
| ein blic, ein inneclîch gesiht/ ûz herzeliebes ougen,/ der leschet âne lougen/ hundert tûsent smerzen/ des lîbes unde des herzen./ ein | |
| geviele dirre sache:/ si dolte sô gemache,/ daz ez gar âne braht beleip;/ swaz ir gespil mit ir getreip,/ si leiste | |
| eteswer mit wîne kam/ und lie si trinken beide/ samet âne underscheide./ der selbe site ergieng ouch dâ:/ //Tristan sîn neve | |
| mac./ daz triben si naht unde tac/ und was daz âne vâre:/ an rede und an gebâre/ wâren si beidiu gênde,/ | |
| in verborn,/ dân wære ouch underwîlen zorn:/ ich meine zorn âne haz./ und sprichet aber ieman daz,/ daz zorn ungebære/ under | |
| mê dan ê./ wie aber ir zorn ûf erstê,/ wies âne rât ze suone komen,/ daz habet ir dicke vernomen:/ gelieben | |
| leit was under in/ in micheler unmüezekeit:/ liep meine ich âne herzeleit./ sin hæten dannoch beide/ dekeine herzeleide/ noch niht solher | |
| und mit hêrlîchen siten/ al eine ûf Markes hof geriten/ âne schilt und âne sper./ über sînen rucke vuorte er/ eine | |
| siten/ al eine ûf Markes hof geriten/ âne schilt und âne sper./ über sînen rucke vuorte er/ eine rotten, diu was | |
| ‘Îsolde’ sprach er ‘gebet mir!’/ ‘vriunt’ sprach er ‘swaz ir âne die/ gebietet, daz ist allez hie./ diz mag noch sus | |
| vor der schifbrucken alsô grôz,/ daz nieman an der stunde/ âne ein vil hôch ors kunde/ zer schifbrucken komen în./ ‘waz | |
| ‘wê hêrre!’ sprach diu schœne Îsôt/ ‘diz mære ist allez âne nôt,/ daz er mich niht rüeren sol:/ nu wizzet endelîche | |
| in dem gezelte vant!’/ //Tristan reit sîne strâze./ //Gandîn was âne mâze/ trûric unde trûresam:/ im tet schade unde scham/ vil | |
| vröuden kæmen,/ ruowe in den bluomen næmen,/ daz wil ich âne wænen lân:/ ich sol wænen unde wân/ mînenthalben legen nider./ | |
| niht/ noch aller valsche keinen,/ wan daz si kunnen weinen/ âne meine und âne muot,/ als ofte sô si dunket guot./ | |
| valsche keinen,/ wan daz si kunnen weinen/ âne meine und âne muot,/ als ofte sô si dunket guot./ //Îsôt diu weinde | |
| sinne und herzen wol:/ sôn ist in disen zwein landen/ âne mînen hêrn Tristanden/ kein hêrre, lâzet irn dâ bî,/ daz | |
| lâzet irn dâ bî,/ daz er den landen vrume sî./ âne in sô kumet dâ nieman zuo,/ durch den man lâze | |
| hêrren daz,/ sînen zorn und sînen haz,/ den er mir âne schulde treit,/ daz er den durch sîne höfscheit/ hele unde | |
| erbarmet aber daz,/ daz ir durch mich ze dirre zît/ âne schulde sus beswæret sît./ durch daz wil ich ez übersehen,/ | |
| êre/ und iuch, vrou küniginne,/ umb ûzerlîche minne/ iemer lâzen âne wân.’/ diz gelübede wart dâ getân./ hie mite wart Tristan | |
| wunschleben/ nâch ir ungemüete geben,/ swie kurz ez wernde wære,/ âne iteniuwe swære./ //Ich spriche daz wol überlût,/ daz keiner slahte | |
| heinlîche schar/ nâch gemelîcher sache/ den tac in ir gemache/ âne schal und âne braht./ des anderen tages ze naht,/ dô | |
| gemelîcher sache/ den tac in ir gemache/ âne schal und âne braht./ des anderen tages ze naht,/ dô daz gesinde sich | |
| dar komen mahte:/ er tet diu gelîche wol,/ daz minne âne ougen wesen sol/ und liebe keine vorhte hât,/ dâ si | |
| bette vunden hæte,/ dâ von wânder untæte/ von sînem neven âne sîn;/ und wan er aber die künigîn/ und sîn bette | |
| gelogen,/ diu hæter beide in wâne/ und was ouch beider âne:/ ern wolte si niht schuldic hân/ und enwoltes ouch niht | |
| und disen wân beslihtete;/ wie er der zwîvelbürde/ ledec und âne würde;/ wie er den hof bræhte/ von der missedæhte,/ die | |
| vrouwe künigîn,/ der untæte der sult ir sîn/ unschuldic und âne./ iedoch hât erz in wâne/ dâ von daz es der | |
| getrat,/ der wallær nider zer erden sanc/ und viel als âne sînen danc,/ daz sich der val alsô gewac,/ daz er | |
| dem wallære nôt:/ er ist âmehtic unde cranc/ und viel âne sînen danc.’/ nu seiten sis ir sêre/ beidiu genâde und | |
| siht nu wol,/ daz ich daz niht verrihten kan,/ daz âne Marken nie kein man/ an mînen arm kæme/ noch daz | |
| noch mir ze keinen zîten/ weder zarme noch ze sîten/ âne iuch nie lebende man gelac/ wan der, vür den ich | |
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