Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
heimelich Adj. (415 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| unde hilfet se ouch, ob si zu ungereche an ir heimelichen stat sint, oder legenz also gestosen unde gesoten mit wine | |
| under stunden, das den wiben kumet ein suche an ir heimliche stat, das is si da iucket. Iz geschet ouch den | |
| dar an versumet sin, unde sich mite bestrichen an der heimelichen stat innen unde ůssen. Swerteln wurzeln vertribet fistulam. Fistula ist | |
| in dicke nutzet. Burnkresse gestosen und den wiben an di heimeliche stat gebunden, loset si von dem toten kinde. Daz selbe | |
| getrunken brenget den wiben ir suche oder gestosen uf di heimeliche stat geleit, ob si iz sudet unde sich mit behet. | |
| craft alrest. Swi man di wisse wurtz brenge in di heimeliche stat, so vertribet si daz tote kint. Elleborum gepulvert unde | |
| man sich mit bestrichet. Daz crůt gestossen unde an di heimelich stat geleit, gestillet der wibe suche. Daz crůt gestossen nim | |
| Enciane gemullet unde mit warmem wasser zutriben unde in di heimeliche stat mit eime pessario in getriben, brenget di ander geburt. | |
| dicke trinket, oder ob manz stosset unde sich da nidene heimelich innen unde uzen bestrichet mit. Also selbez genutzet ist iz | |
| sich mit underrouchen. Ist iz ouch den wiben an der heimeliche stat keine suche werrinde, di vertribet daz selbe. Daz selbe | |
| volgen deit./ //De seste singt verstendicheit,/ dat men diͤ sachen heimelich versteit,/ diͤ got wist sinen geistlichen l#;iuden,/ den allerliͤfsten, sin | |
| dat erwürfs in disem live,/ ei allerwerdest aller wive,/ diͤ heimlich sache, wil ich sagen./ liͤf, gerůch min bürden dragen:/ ler | |
| si volenden/ gods willen bit der bodeschaf,/ diͤ in got heimlich zů verstane gaf./ dat si got heimlich deit verstan,/ dat | |
| diͤ in got heimlich zů verstane gaf./ dat si got heimlich deit verstan,/ dat zougnent si den, diͤ in sint underdan./ | |
| schone,/ si sint genant diͤ godes throne./ si sint so heimlich godes antlitze,/ recht als got selve in in sitze./ si | |
| ind rot,/ dem din leven was gelich,/ heilich magt ind heimelich!/ ////Du wers wiʒ als $’t helpenbein,/ diͤ rode varf darinne | |
| up erden diner wisheit glich?/ we was got iͤ so heimelich?/ du wers Cherubin in disem live,/ ei allerwisest aller wive!/ | |
| du dins liͤven kinds geleges./ ////Ich wen, du vil des heimlich druͤges,/ des du engeinem menschen gewuͤges./ //Wand dů gods wisheit | |
| dit möcht geschiͤn,/ he möchte smachen, he möchte siͤn/ diͤ heimlich wisheit diner suͤʒicheide,/ diͤ wis suͤʒicheit diner heimlicheide,/ diͤ suͤʒlich | |
| levend beide/ zů der himelscher heimlicheide./ da sach Paulus diͤ heimliche sachen,/ diͤ he niͤt enmůste offenbar machen./ //Johannes schreif, dat | |
| //Petrus, des groʒ einveldicheit/ andre einveldgen üvergeit,/ he lernd enbinnen heimeliche/ van dem vader van himelriche/ des rechten glouven stedicheit,/ als | |
| aller dügde riche/ ind der zweier nemeliche,/ den got is heimlich sunderliche:/ dat is einveldcheit ind reinicheit./ wiͤ wal diͤ min | |
| bis/ üver allet, dat geschaffen is,/ got můst dir billich heimlicher sin/ ind in dir entfengen siner wisheit schin/ me dan | |
| sin brant dem chor si glich/ of der gotheit so heimelich./ entüschen Seraphin ind gode/ enis $’n gein engel middelbode,/ wan | |
| des liͤven stral, diͤ mir niͤt entgiͤnc./ $’t entfiͤnc den heimelichsten gast,/ it ümbeviͤnc diͤ lichtste last./ //De gast is de | |
| gast,/ it ümbeviͤnc diͤ lichtste last./ //De gast is de heimelichste wirt,/ wal im, dem he geherbergt wirt,/ wal im in | |
| ind mich senft al ümbeviͤnc/ ind mich im gewide gare/ heimelich ind offenbare,/ dů sin munt küsd miner selen munt, –/ | |
| von drien personen. So zúhet er si fúrbas an ein heimliche stat. Da můs si fúr nieman bitten noch fragen, wan | |
| genesen?» Die sele: «Sprich, min keyserinne, ich voͤrhte ein kleine heimeliche arzenie, die mir got dikke hat gegeben, das ich vor | |
| dingen</KAP> Du bist min senftest legerkússin, min minneklichest bette, min heimlichestú růwe, min tiefeste gerunge, min hoͤhste ere! Du bist ein | |
| mantel?» Do antwúrt si: «Von der notlichen minne, die ich heimlich trůg in miner sele und in minen sinnen.» Dis waren | |
| als du si an dinem armen libe maht getragen./ Din heimliches súfzen můs mich vinden,/ dines herzen jamer mag mich twingen,/ | |
| mit dem verborgenen wunder miner lustlicheit,/ des du ein wenig heimlich hast erzoͤget,/ und da neige ich dir den hoͤhsten boͮm | |
| gnade gap, da sůchte ich ie zů die nidersten, minsten, heimlichosten stat; die irdenschen hohsten berge moͤgent nit enpfan die offenbarunge | |
| spilent und dinen minnelust in sich verzerent, das ist so heimelichú suͤssekeit $t und so notlichú vereinekeit, das ich des gliches | |
| gedult sunder neigunge des herzen in gotte das ist ein heimlich schult, wan alle die an allen dingen in gottes warheit | |
| hie keiner gewar?» Do antwúrte únser herre: «Ire súnden waren heimlich, nu sint si in disem grunde alleine mit den túvelen | |
| stunde, in der hat got vil manig offenbar verloren sele heimlichen wider funden. Ich han des nit funden, das dis ie | |
| die si allerschierest von gotte scheident: das ist helliche oder heimlichú unkúscheit. $t Swenne ein mensche in einem heiligen leben gemach | |
| die hohsten engel, Cherubin und Seraphim, der minnenden sele muͤssent heimlich sin und wandelen hernider búrnende in unzellicher liebin zů <FOLIO>(77#’r)</FOLIO> | |
| da wider wirt úns hie die pine geben, die wir heimlich an únserm armen libe tragen. Das ander: die bitterkeit der | |
| wirt ein grimmig bere und ein bruͤmende loͤwe bi sinen heimlichosten genossen, da er ein lamp an der sanftmuͤtekeit und ein | |
| mit worten und bitte si, das si dir sagen ir heimliche not, dur das du inen moͤgest ze helfe komen. Owe, | |
| lerte er die waren wisheit; den bekorten half er tragen heimelich alles ir herzeleit; die jungen lerte er vil swigen, da | |
| bevindet dú sele selber wol; ich mag ir nút vollen heimlich wesen, si welle sich rehte muͤssig und blos an minen | |
| gerne woͤlte verswigen, $t wan ich voͤrhte vil sere den heimlichen swank der italen ere. Aber ich voͤrhte michel mere, wil | |
| habe verswigen. Jamer, vorhte und stete herzeleit han ich getragen heimelich $t von kinde umb ein gůt ende. Nu an miner | |
| machen und solt in gotte suͤsseklich mit in lachen. Ir heimlichen notdurft die solt du selber von in tragen und si | |
| von in tragen und si getrúwelich minnenklich vragen, wielich ir heimliche súche si, und stan in denne werlichen bi. So vlússet | |
| undertane in gotte minneklich und nit arglich. Vindestu ieman, der heimlich bekoret si, eia dem stant mit aller liebin bi. So | |
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