Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
aber adv_k (1742 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb. Findeb.
| der versmæch den nicht der da nicht ezze.’ ez spricht aver daz heilig eweingelium: ‘vergebet, $t so wirt eu vergeben.’ ob | |
| nicht, so vergit auch uns unser herre nicht. ez sprichet aver daz heilig eweingelium: ‘gebet, so wirt auch eu gegeben; gebet | |
| suͤnder nicht gebuͤzzen. non est discipulus super magistrum. daz sint aver diu wort unsers herren, des almæchtigen gotes, er spricht: der | |
| gæhen zorn der dinem pruder gahes chumt, den merchestu; $t aver des tramen, den du in dinen augen træist, nimest du | |
| welich die sinen sint under ietwedern læuten. nu seit uns aver daz heilig eweingelium: die vischær die waren abe gegangen und | |
| gepietær, wir haben alle dise nacht geariweitet und enviengen nicht; aver in dinem wort so bereit ich daz netz’. alle die | |
| ‘wir haben, herre, alle dise nacht gearibeitet und viengen nicht; aver in dinem wort so læse ich daz netze.’ do si | |
| witze uͤbrich daz in der e gesetzet ist. uns ist aver verboten daz wir mit ieman unredelich zuͤrn, wan so garn | |
| chomen. nu zeigt uns mein træchtein mit sinen heiligen worten aver baz wie unser recht in der niwen e uͤbertreffen schuͤl | |
| selb erzeigt uns daz er warer mensch ist. daz er aver von siben broten und von luͤtzeln vischen die grozzen menig | |
| diu ander wirtschaft von den siben broten, diu zeiget uns aver diu gůt unsers herren, daz er uns nach siner heiligen | |
| choment in dem gewæt der schaffe uzzerhalben, innerhalben sint si aver die ræzzen wolf, daz wir uns vor den huͤten, dez | |
| daz da tůnt, die choment zů dem gotes rich nicht. aver daz wucher des heiligen geistes daz ist der heilig frid, | |
| irrær, swa er wol tu, daz la dir wol gevallen; aver daz uͤbel und diu trugheit diu inne ist verborgen, da | |
| dir stunge und angel der suͤnten. nu spricht unser herre aver und warnet uns auch baz. er spricht: ‘der gůt baum | |
| dem sprach er: ‘sitz und schreib fuͤmftzech’. do sprach er aver ze einem: ‘wie vil solt du?’ der sprach: ‘ich sol | |
| si da von erledigt wurden. daz oͤl beduͤtet die barmung. aver diu zal, daz man zelt fuͤmftzich, die beduͤtent $t riw | |
| die juden gaben ir zehenten ir ewarten ze einen ziten, aver die christen, daz ir recht der juden recht uͤbertreffe, die | |
| ‘moͤchtestu wizzen waz dir chuͤnftich wær, du weintest auch. wan aver du nicht enweist waz dir chuͤnftich ist und ez vor | |
| er uns daz er ein warer mensch wær. daz er aver in daz tempel gie und die geweltigen læut auz treip | |
| gelæubige und chomen zů der gemein der heiligen christenheit. $t aver der phariseus, daz ist daz juͤdisch liut, wan si ie | |
| hat er gezaiget daz er grozze zůversicht het. daz er aver spricht ‘mir suͤndær’, da mit zaiget er daz er mit | |
| hat, wirt er in diser werlt nicht genidert, er wirt aver in ener werlt vil hart genidert, so er dem tiufel | |
| sinen engeln gegeben wirt in daz ewig fiur. der sich aver diemuͤtigt und sein unrecht bůzzet und bechleit, wirt der nicht | |
| nicht in diser werlt gehoͤhet vor den luͤten, den hoͤhet aver got selber, so er im in dem himelrich diu ewigen | |
| unserm herren ungehorsam, an der stet ertort er. do er aver daz obez azz daz im verboten waz, do erstumt er | |
| waren unsælich, die sahen in in menschlichem bilde, si gelaubten aver nicht daz er warer got wære. der heiligen boten augen | |
| er die læut gůt und heilich het gediuht und sprach aver zů unserm herren: ‘herre, wer ist mein næchster?’ do sach | |
| waz haubtstat $t der zehen geslæcht under den juden; wan aver si got widerbruͤchtich $t waren und sineu gebot nicht behilten, | |
| uͤber si. daz waz ein urchuͤnde der waren menscheit. daz aver er den toten menschen hiez auf sten, daz waz ein | |
| so leit der arm mensch innerhalben der stet toter. swenn aver der geist dem vleisch gehenget und die suͤnt mit den | |
| erledigen moͤcht, ob si im undertan wolden sein. si enwurden aver nicht erheilet, wan si an in nicht gelaubten, und muͤzzen | |
| dir nicht wellest tůn, daz entů auch niement. alle die aver an in gelaubten, juden und heiden, die erreinigt er mit | |
| daz wir ze dem gotes rich geladen sein, wir enwizzen aver nicht, ob wir sein wirdich sein. do sprach der chuͤnich | |
| vergebent, den vergeit unser herre dehain ir suͤnt. die in aver innichlich vergebent, den vergibt unser herre got ir suͤnt. also | |
| Romærn laisten, dar umb schol er den tod chiesen’; spræch aver er ‘ir schuͤlt dehainen zins geben’, das in denne des | |
| zins geben’, das in denne des chuͤniges læut ersluͤgen. wan aver erz der wistum ist des ewigen vaters, so mocht dehain | |
| ein pfenninch, der waz zehen minner pfenning wert. wir schuͤln aver unserm chaiser, dem heiligen Christ, einen so getanen pfenninch laisten, | |
| vodern Adam, do er gesuͤnt. daz selb pilde daz wirt aver tæglich wider geniut $p Sermo quando volueris per totum annum. | |
| denn umb den leip. der wert unlang in diser werlt, aver diu sel die hat die ewigen genad da ze himel | |
| an ent, ob wir recht leben in diser werlt. wellen aver wir unrecht leben, (daz uns unser herr gott nicht verheng) | |
| got hat dich irhoret,/ daz lút wirdit bekeret;/ di dír abir widir sint,/ die heizent des tuvelis kint/ unt sint allesamt | |
| got mit sineme riche,/ des mager grozen trost han./ ist aue hie dihein man/ der gvt nemen wil,/ man gít im | |
| den sunden icht irsterben.’/ Der keiser alliz swicte./ dů redete aber der alte:/ ‘O wol du keiser edele,/ dir enbiutet der | |
| gesellen:/ nu habent si allen ir willen.’/ Der kaiser ime aue zu sprach:/ ‘habe ne hein ungemach./ uone grozeme rechte bist du | |
| min./ nu la din ungebaren sin.’/ den hantscuch er ime aue reichte./ Genelun erbleichte,/ er wart uile ůble geuare./ die fůrsten | |
| ime groze ere./ nu sage mir ouch mere:/ waz meinet aue daz?/ dů unser rede wole uerendet was,/ dů chom Roͮlant,/ | |
| dienest gemeret./ Karl ist selbe ein gůt knecht:/ mich endunchet aue nicht recht/ daz er mir min riche neme/ un(de) iz | |
| dirre werlte lebe dehein man/ der si tůrre bestan./ tun aue ich dir deheinen rat,/ unde daz iz under wegen bestat,/ | |
| er kuste in dicke an den munt,/ er beualhez ime aue ander stunt;/ er swur bi Machmet sinem herren,/ bestatiget er im | |
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