Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
geist stM. (1201 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| unde sulen alle ir dînest vollenbrengen in eime semften $t geiste. Darumme disen sunderlichen orden, der sich gemeinlîche erbûtet zu dem | |
| sie sô in brûderlicher minne einmûteclîche unde gûtlîche in dem geiste der senftecheit leben mit einander, daz man billîche von in | |
| noster an sîner venie zu begerunge der gâbe des heiligen geistes, unde sô daz capitel ende hat, ein pater noster unde | |
| unde die gesetzede unde eine messe von deme heiligen $t geiste singen unde iegelich brûder sal sprechen vunfzên pater noster unde | |
| von unserem hêrren Jhêsu Christo unde die lêre des heiligen geistes, dâvon sî deste minner râtes bedorften. Uber daz liset man | |
| zæigent im geistlichen můt:/ des git ouch in der heilige geist/ <zuo+1>50</zuo+1>des ewigen lones volleist./ Daz enmach der messe niht geschaden,/ | |
| unzestoeret./ Sit got, sin sun iesus christ/ und der heilige geist ein got ist,/ wie chumt danne, daz man got mac/ | |
| swaz uns ze gute mach geschehen./ ez schuf des heiligen geistes rat,/ <zuo+1>40</zuo+1>daz christ unser menschait an im hat/ und sinz | |
| enweiz ich niht, welher me stilt./ Daz machet des ubelen geistes chraft,/ die mit der hohfart sint behaft,/ daz si niht | |
| unden,/ daz si schieden von den sunden/ mit dem heiligen geiste/ und mit des glouben volleist,/ die het got in siner | |
| so ^+gernt nement si daz gůt./ so choment die ubelen geiste;/ den wirt daz aller meiste./ den muz diu sele volgen;/ | |
| wande ich mich sculdigen weiz./ nu bivilhe ich, frouwe, minen geist/ zu diner helve, wariu maget./ allez daz si dir gechlaget,/ | |
| ich bite dich durch sine ere,/ daz du ledegest minen geist,/ den du in angesten weist./ //Nu bæte ich dich gerne,/ | |
| vil verre,/ want ich wærlichen weiz:/ wil du ledegen minen geist,/ der mir da ist benomen,/ so solt du mir ze | |
| an minen ende./ nu solt du mir senden/ dinen heiligen geist,/ wande du, herre, vil wol weist,/ daz elliu miniu dinch/ | |
| ende./ daz du mich sin hie ingaltest/ unde du den geist behaltest,/ des sist du, herre, iemer gelobet./ ich was irtoret | |
| not./ du rihtiz uber min fleisch,/ daz der min arme geist/ iht verlorn werde./ ich was ein brodiu erde/ unde bin | |
| sin gizuch was vil lussam./ er hiz werdin vuirin eingili,/ geisti heri joch vil edili:/ woli gizam den edilin,/ daz si | |
| wan min tochter die ist uͤbel gemůt von dem boͤsen geiste’. Unser herre entwurtete der froͮwen ein wort nút. Dis wip | |
| súftzen; daz ist verre úber die nature, und der heilge geist der můs dis súftzen in uns volle tůn, also sanctus | |
| in uns volle tůn, also sanctus Paulus sprach: ‘der heilige geist bittet fúr uns mit unzellichem súftzende’. Kinder, hie wurt der | |
| daz sú von ussen nút sint zů bekennende, denne der geist Gottes, in den der ist, erkennet es. Aber ein underscheit | |
| ist diser turst? Anders nút danne so wanne der heilge geist kummet in die sele und enphohet do ein minnen fúr, | |
| kumment die vernúnftigen die hievon nút enwissent was der heilge geist wunders und werkes hat mit den sinen, wan sú enhant | |
| geloͮben, wie der vatter und der sun und der heilge geist ein got sint, und fúrbaz von aller worheit. Es enverstet | |
| und úch der vatter und der sun und der heilige geist. Amen. //15. #s+Clarifica me pater claritate quam habui prius#s- ___Die | |
| do ist und heisset wore einunge mit Gotte, dis geschaffene geist versincken und versmeltzen in dem ungeschaffenen geiste Gottes. Vil lieben | |
| werg ussewendig der zit in ewikeit, sú bettent in Gottes geiste und lebent und wúrkent in ime und sint in selbes | |
| und úch der vatter und der sun und der heilge geist. Amen. //16. #s+Expedit vobis ut ego vadam#s- ___Die bredie usser | |
| sere nauwe zů sehende, das den Gotz frúnden der heilige geist nút moͤhte werden, er muͤste zů dem ersten von in | |
| blibe bi ime selber in demuͤtekeit und in armuͤte sines geistes; und daz treit er noch war er get und was | |
| zit swerliche gefangen werdent, und ouch womitte sú der boͤse geist in der gevengnisse behebet und in weler wise man ir | |
| geist machet lebende’. – Das vierde gevengnisse ist suͤssekeit des geistes; do ane ist manig ewig mensche verirret, das er dem | |
| úch nútze das ich von úch vare, oder der heilige geist, der troͤster, enmag úch nút werden’. Do muͤstent sú noch | |
| einvaltigen gruntlich uf Got sich lossen und wareme armuͤte irs geistes in Gottes willen. – Es sprichet ouch Judea also vil | |
| kirche beget nu zů dirre zit die sendunge des heiligen geistes, das die enpfangen wart von den jungern in einer sunderlicher | |
| abegescheidenheit můs man von not haben, so er den heilgen geist und sine goben entpfohen sol, er sol Got meinen bloͤslichen | |
| alleredelste der selen ist. O wie wunnenklich vindet der heilige geist do sine stat! Und do werdent sine goben edellichen enpfangen | |
| werdent eime menschen gegeben die heilgen súben goben des heiligen geistes und die drige goͤttelichen tugende, also geloube, zůversiht und minne, | |
| gebette’. Also wir nu fúrhant daz minnenkliche hochgezit des heiligen geistes, gegen den sol sich ein ieglich mensche noch allem sime | |
| lustlichen gegenwertekeit unsers herren nút bliben, solte in der heilige geist werden. ‘#s+Si abiero#s-, es si denne’, sprach er, ‘daz ich | |
| ‘daz ich von úch vare, so enwurt úch der heilige geist nút, der troͤster, der heilige geist’. Die heiligen jungern worent | |
| und enpfenglich machen. ___‘Sú sint alle erfúllet mit dem heiligen geiste und begundent zů sprechende die grossen ding Gottes’. Dis ist | |
| liden bekorunge und anevechtunge indewendig und ussewendig und getrenge in geiste und in naturen, von den lúten und von dem fleische, | |
| creaturen nút ervolgen múgent mit enkeinre wise; denne ein gelutert geist in dem ussewendigen ungelichen der minnet und meinet me das | |
| geuͤbet hat und sich gelútert hat in naturen und in geiste noch sime vermúgende, do wurt ein minneclicher sunk, und also | |
| der kraft der úbernatúrlichen helffe so wurt der verklerte geluterte geist uz ime selber gezogen in ein sunderlich gelutert unsprechenlich gotmeinen. | |
| in eine goͤtteliche unmasse. In diseme versinket der geluterte verklerte geist in daz goͤtteliche vinsternisse, in ein stille swigen und in | |
| kummen das dise edele spise wurket innerliche in demme gelutersten geiste der fúrklert ist, noch denne das der arme usser mensche | |
| und uwer disputieren hievon sin; es ist in disem verklerten geiste indewendig in dem grunde verborgen in Gotte. Also nu etliche | |
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