Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
geist stM. (1201 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| inwendig ane Got und uswendig, die reissent recht die boͤsen geiste si ze bekorende und gent in grosse ursache. ___Nu seiten | |
| sint gelich us gegangen, das sint die geworen armen des geistes, hettent si och alle ding. Och kinder, in der worheit, | |
| heisset jubilacio. ___Der ander grat das ist ein armuͤte des geistes und ein sunderlich in ziehen Gotz in einer qwelender beroͮbunge | |
| ein úbervart in ein gotformig wesen in einikeit des geschaffenen geistes in den istigen geist Gotz, das man einen weselichen ker | |
| unformlicher unwislicher engegenwúrtkeit in einem úber substentklichen intragende des geschaffenen geistes in den ungeschaffenen geist Gotz. Und koͤnde der mensch alles | |
| ding in allen dingen. Eime ieklichen wirt gegeben offenbarunge des geistes ze sinem nutze und frucht. Einem andern wirt gegeben rede | |
| Got in der úberformunge der geschaffenen geiste von dem ungeschaffenen geiste; [88v] das wirt als verre úberformet als vil me man | |
| solt her nach noch wirdeklicher wandelen in der einikeit des geistes in den banden des friden. So wel mensche alsus wandelt | |
| sunder von úber formunge, die der Gotz geist dem geschaffenen geiste hat gegeben von siner friger guͤti und von der grundeloser | |
| siner friger guͤti und von der grundeloser verlornheit dis geschaffenen geistes und grundeloser gelossenheit. Von disen mag man sprechen das sich | |
| gemuͤtes, wan Got ein geist ist: des sol der geschaffene geist sich vereinen und uf richten und sich in senken in | |
| den menschen vallen mag. Das sint die woren armen des geistes: die er fúllet der heilig geist und ruschet in den | |
| nehern sinne so ist gebet ein vereinender inker des geschaffenen geistes in den ungeschaffenen geist Gottes mit eime fúrsatze das do | |
| ſund unm#;ear.’/ alſo ſprach der Teychn#;ear./ //280. (Von dem heiligen geist) //Der heilig gaiſt mit ſeim ganch/ iſt an end und | |
| wol der personen des vaters unde der personen des heiligen geistes, alse, vol alse si si geeiniget hat der persone dez | |
| sun gotis an sich neme die sele übermitz mittel des geistes. Ez ist zesagen, alse gesprochen ist, daz der sun gotis | |
| si geborn sint, daz si beweget werdent von dem heiligen geiste. Aber nu ist diz offenbar, daz die sele Christi aller | |
| ersten selikeit, daz er sprichet: «Selig sint die armen dez geistes,» daz man widertragen zuo dem richtuom oder zuo den eren | |
| vil alse zuo dem so setzet man «die underscheidunge der geiste.» __Aber die maht, die da ist der offenbarunge, die mag | |
| ist geborn, formen zehabenne ouch eins frömeden dinges, wan der geist dez erkanten ist in dem bekennenden. Unde also ist daz | |
| capitel in dem buoch «Von der sele.» Unde wan der geist ist in der aller hochsten unmaterilicheit, unde dar um so | |
| wîsheite,/ sô siz aller beste/ von ir sinnen weste,/ der geist ze himele, als ichz las,/ von den goten gefeinet was:/ | |
| alle derzuo/ durch gotes willen allermeist,/ daz ime der heilege geist/ gelücke gebe und êre,/ und envürhte niht ze sêre/ //Môroldes | |
| in wolde bekeren/ uon der starken heidenschefte/ mit des heiligen geistes krefte,/ vnde her sinen armen holden/ uriede machen wolde./ wande | |
| dich brenge an daz selbe leben./ nvͦ intfa des heiligen geistes gebe/ vnde geloube an den crist,/ der durh dinen willen | |
| guldin/ die nemůgen dir nichein urůme sin./ daz sint unreine geiste./ swer in dienit allir meiste/ vnde sich zvͦ in gesellet,/ sie | |
| bekante her den uater vnde den sun vnde den heiligen geist;/ durch unse brode nam her an sich bein vnde uleisch./ | |
| so niht darinne/ In der zit von genaden treit/ Den geist der bescheidenheit,/ Den leitet er ein vil schonez pfat,/ Untz | |
| mere wit virnam./ Er was genant ein grozer vater,/ Den geist der virnumft hater,/ Dar inne was im heimlich Crist,/ [105#’r#’b] | |
| haben sach./ In rou zu im sine kumft./ Der Gotes geist der virnumft/ Was mit dem wirte wonhaft./ [105#’v#’a] Von der | |
| hêren pat,/ daz er ir tohter erlôste/ von dem ubelen geiste, der sie nôte./ //Dar nâch uber unlanch stunt/ sô wart | |
| inne siben bete,/ sibenne sint ouch der gebe/ des heiligen geistes,/ des unserin ewartes meisteres./ //Diu vorhte des oberisten gotes/ daz | |
| do uns dir chint gebaren/ diu genade und der din geist./ des versehen wir uns danne allir meist,/ so wir restan | |
| newellent,/ des dich, herre, mug erbelgen;/ unde der unsir herischer geist/ so da bi daz diuliche vleisch,/ daz siu beidiu sament | |
| verwizzenheit./ si ersterbent gire des fleisches,/ si erchuchent werch des geistes,/ si erringent den Jacobes segen,/ si erarnent, daz sie got | |
| diner getæte,/ so du gewalt hete./ du blise im dinen geist in/ daz er ewich mohte sin;/ noh er nevorhte den | |
| er gap ime rehten $t ſin. er blêiſ ime ſinen geiſt in. daʒ er uirnunſte wîlte. ſine gehuht ime behilte. er | |
| geloͮben. daz pite wir dem toͮgen. daz iſt dem heiligen geiſtes chraft. div behaltet ez die naht. vnz uns erſhinen daz | |
| ſer[e]. unde âne geluſt des fleiſkes. uon ſcirmen des heiligen geiſtes. tohter $t was muter des kindes. hi wahſſe der gelovbe | |
| berge. $t uber den růwet aller meiſt. unſeres herren minneſamer geiſt. mit ſiben ualtiger gebe. andereſ ſich des nimen phlege. div eriſte | |
| ez wole berehaft. in ſibenev teilt ſi ſich obenenan. des geiſtes gebe ſint daʒ ſo wir ez han. doh man ſi | |
| sîn list tüge/ daz er im geschaden müge/ noch bœser geiste dehein,/ die wîle bî im ist der stein,/ und mac | |
| an den ort./ der rehten schrift dôn und wort/ dîn geist hât gesterket./ mîn sin dich kreftec merket./ swaz an den | |
| Nazarêth, dîn tôt,/ da von hânt vlühteclîchen kêr/ die bœsen geiste immer mêr./ helde, ir sult des nemen war,/ ir traget | |
| bat/ den sun an sîn selbes stat:/ des was der geist ir bêder wer./ durh die drî namen ich ger/ daz | |
| si dem hertzen geben/ so vil wart der hitze groz,/ gaist und blůt so vil dar floz/ daz daz hertz sin | |
| / erziuge ich hie iht guotes mit, / ob mîn geist gevüeget daz, / des sol man mir danken baz / | |
| wan du, keiser, vil wol weist, / vater, sun, hêrre geist, / daz er gewalt an mir begêt.’ / dô die | |
| messe er im dô singen bat / von dem hêren geiste / und bat got aller meiste / siges durch die | |
| / unser gloube in alsô nennet: / vater, sun, hêrre geist. / sô %..ist daz unser volleist, / der gotes sun, | |
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