Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
heiʒen stV. (5035 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| piceam, dar umb, daz harz dar auz switzet, wan pix haizt pech oder harz ze latein. iedoch sprich ich, daz picea | |
| harz ze latein. iedoch sprich ich, daz picea ain vorch haiz und pinus ain viecht und abies ain tann, und alsô | |
| und pinus ain viecht und abies ain tann, und alsô haizent ez andreu püecher. Alexander spricht, daz diu viecht allem dem | |
| sich ziehen, der die huosten hât. //VON DEM ALBERPAUM. Populus haizt ain alberpaum oder ain popelpaum und ist zwair lai, wan | |
| erdein häfen. daz ist gar guot zuo vil dingen und haizt ze latein diapopylion. ez ist gar guot den, den daz | |
| des leibes ruor oder daz hinlaufen. //VON DEM PIRPAUM. /Pirus haizt ain pirpaum. des paumes früht sint kalt in dem êrsten | |
| nâtûr. wer ochsengallen geuzt in dem aindleften mônn, der november haizt, zuo des pirpaumes wurzeln, die dannoch warm sint von dem | |
| wert in, daz si iht wachsen. //VON DEM KRIECHPAUM. /Prunus haizt ain kriechpaum. des paumes früht sint mangerlai an der varb, | |
| und allermaist die wir die wälhischen oder die grôzen slehen haizen, die etswaz säuerlot sint. wenn die kriechen zeitig werdent und | |
| grüenvar sint und spât zeitigent, die sint die lustigisten und haizent weinkriechel. ez spricht auch daz selb puoch, daz die langen | |
| der kriechen wazzer pringt den frawen ir haimlichait, diu menstruum haizt. wer seinen munt wescht auz kriechenpletern oder in dâ mit | |
| auz dem haupt in die kel. //VON DEM PFERSICHPAUM. /Persicus haizt ain pfersichpaum. der geleicht sich an vil dingen dem mandelpaum | |
| pitter ist sam die pittern mandelkern. //VON DER AICH. /Quercus haizt ain aich und ist als vil gesprochen als quernus, daz | |
| ez trucken helt. Platearius spricht, daz des paums fruht galla haiz und daz diu fruht an kraft kalt und trucken sein | |
| andreu püecher, daz diu fruht des paumes ze latein glans haiz, und daz der laubapfel, der auf des paums laub wechst, | |
| daz der laubapfel, der auf des paums laub wechst, galla haiz. in dem laubapfel wirt ain würmel, dar an prüefent die | |
| ein paumpusch. der gegen der sunnen aufganch mag ain rœtelpaum haizen, wan er hât ain rôt rinden und ain hertez holz, | |
| si pilleich kraft wider die vergift. //VON DEM RÔSENPAUM. /Rosarius haizt ain rôsenpaum, aber ez ist aigenleicher ain staud wan ain | |
| aber ez ist aigenleicher ain staud wan ain paum. rosa haizt ain rôs, diu auf der stauden wechst, diu ist kalt | |
| si nütz sint. wer rôsenhonig well machen, daz ze latein haizt mel_rosaceum, der würk alsô. er schol daz honig des êrsten | |
| in die sunnen, und wem diu leber erhitzt ist, daz haizt calefactio_epatis, der salb die stat, dâ diu leber ligt, dâ | |
| pluom inwendig, diu dâ gel ist sam der saffrân, diu haizt anthos und ist guot für daz wüllen. wer frisch rôsen | |
| dem sündær: tugent, kraft, schœn, leib und leben; dâ von haizt diseu werlt wol Jericho. dar inn ist unser fraw gepflanzt | |
| niht leiht und fault auch niht. //VON DER WEIDEN. /Salix haizt ain weid und ist als vil gesprochen als ain springerinn, | |
| aber er ist hœher wan der maulperpaum und dar umb haizt er auch ze latein celsa, daz spricht hôch. ander lêrær | |
| geschriben in des weissagen puoch Amos. //VON DEM HOL#.ÄR. /Sambucus haizt ain holær oder ain holder in anderr däutsch. der ist | |
| warm und trucken in dem andern grâd und der paum haizt ze latein lactis. des paums rind ist sunderleichen guot zuo | |
| seineu pleter saubernt den leib von der fäuht, diu flegma haizt. wer der pleter saf mit honig nimt, daz tœt die | |
| tœt die würm in dem leib, die ze latein lumbrici haizent, und sô man ez in die ôrn tröuft, sô rainigt | |
| DER SPERHAGEN. /Speragus ist ain paum und mag ain sperhagen haizen. der ist an kraft warm und trucken in dem dritten | |
| und izzet, daz waicht den leip. //VON DEM THIMPAUM. /Thimus haizt ain thim. daz ist gar ain edel paum und wechset | |
| in dem dritten puoch der künig und anderswâ; die peistal haizt diu geschrift fulchra) und macht auch an dem künkleichen sal | |
| daz zeprech die geswer in dem leib, die man apostem haizt. des paums weirâch smeckt gar wol. //VON DEM DACHSPAUM. /Taxus | |
| weirâch smeckt gar wol. //VON DEM DACHSPAUM. /Taxus oder daxus haizt ain dachspaum. der ist vergiftig, sam Isidorus spricht, und allermaist | |
| umb drückt man vergift dar auz, diu ze latein toxicum haizt. auz des paums holz machten die alten haiden hie vor | |
| paum anrüer, si sterb. //VON DER LINDEN. /Tilia oder dilia haizt ain lind. der paum ist gar bekant pei uns und | |
| menschen zimleicher wan anderr paum schat. //VON DEM WEINREBEN. /Vitis haizt ain weinreb. der hieze paz ain staud wan ain paum. | |
| paum schat. //VON DEM WEINREBEN. /Vitis haizt ain weinreb. der hieze paz ain staud wan ain paum. wenn man die weinper | |
| ainen warmen ofen legt und derrt si dar inn, die haizent ze latein uva_passa, daz sint geröscht weinper. des weinreben plüet | |
| weins, aber gepirg pringt edlern wein. der sudenwint, der auster haizt, edelt den wein in den weinreben dar umb, daz er | |
| umb, daz er warm ist; aber der nordenwint, der aquilo haizt, mêret den wein in den weinreben, die gegen im stênt | |
| sô lang sam von eitelm wein. //VON DEM ULMPAUM. /Ulmus haizt ain ulmpaum oder ain ilmpaum. der hât die art, sam | |
| sunnen aufganch, dar umb habent si niht däutsch namen; wir haizen si in däutscher zung als man si nennet in latein | |
| daz macht man auz dem saf des krautes, daz aloe haizt, und macht ez alsô. man zestœzt daz kraut und druckt | |
| sunn und behalt ez. daz obrist ist daz lauterist und haizet epaticum, dar umb, daz ez der lebern guot ist. daz | |
| daz ez der lebern guot ist. daz ander dar nâch haizt citrinum und daz ist niht sô lauter sam daz êrst. | |
| sam daz êrst. daz unterist ist trüeb und gerbig und haizet caballinum. diu obern zwai sint an der varb gel, aber | |
| fürbt ez den leib von der fäuhten, die man flegma haizt. ez hât auch die kraft ze rainigen und ze auztreiben | |
| kraft ze rainigen und ze auztreiben die fäuht, diu melancolia haizt, und ze sterken diu glider, und dar umb ist ez | |
| pitter sei, doch ist ez dem magen süez, dar umb haizt ez in erznei epiglostomachon, daz spricht: dem magen süez. man | |
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