kamersidel
M.
Bewohner einer →
kamere
(als lokaler Verwaltungseinheit):
quilibet homo de cuius homo sit, si est chamersidel vel lehenman, ille debet
ire ad enspom et adiuvare UrkTirol
1:3,142
(a. 1239)
MWB 3,1 127,38; Bearbeiter: Diehl
kamersidel
Subst.
einer →
kamere
unterstehender bäuerl. Hof (vgl.
kamerselde
):
quedam fidelis femina nomine Eccha [...] quendam
locum curtilem id est houastat in Halle et loca duarum patellarum ad Galganara et
duos chamarsidili [...] tradidit UrkSalzb
1,274
(a. 1025)
MWB 3,1 127,43; Bearbeiter: Diehl
kamerstap
stM.
→
kamererstap
MWB 3,1 127,49;
kamerstrâʒe
swF.
Weg zum Verwaltungssitz (?):
an der kamerstrazen zuene morgen. an Ostirlingerin akkere zuene morgen
UrkMittelrhein
2,386
(a. 1202-4)
MWB 3,1 127,50; Bearbeiter: Diehl
kamertuom
stN.
‘Amt des Kämmerers’
der bischof, swer niu bischof wirt, hat ze rehte lidig alle des bistommes
ambt, ane dez marschalchtuon, dez trossessen tuon daz camertuon unde daz schenktuon
RbBasel
4,2
MWB 3,1 127,54; Bearbeiter: Diehl
kamertür
stF.
‘Kammertür’
swer iht het ze sagen / oder ze klagen / sô getâner dinge, /
diu er niht torste bringen / offenlichen für, / dem wart ir kamertür / entslozzen,
swenn er kam Ottok
81832;
zwen ander stunden vor der kamerthur, die zwey schwert
geraufft hetten, und behuten die thure Lanc
610,30.
353,2.
469,20;
HvBer
8838
MWB 3,1 127,59; Bearbeiter: Diehl
kamervorst
stM.
der →
kamere
bzw. dem →
kamerguot
zugehörender Wald (vgl.
kamerholz
, vgl. DRW 6,855 mit weiteren Belegen):
zu deme burcamechte gehorit ovch also vil: alse der burgreue holzis darf zu
buene vnde zu burne, das sal he howen in des riches vorsten
[...] vnde in deme kamervorste vnde in deme tirgarten
UrkCorp (WMU)
1168,32.
55,43;
silva, que dicitur camervorst, solius archiepiscopi est WeistGr
4,589
(Anfang 13. Jh.);
forestum camerworst UrbPrüm
33v,2
MWB 3,1 128,1; Bearbeiter: Diehl
kamervrouwe
swF.
‘Kammerdienerin, -frau’
sô hât in läider in sîn diech / diu chamerfrowe getwenget
Priesterl
75
MWB 3,1 128,11; Bearbeiter: Diehl
kamerwagen
stM.
Wagen, der den Bestand der herrscherl. Kammer (Kleider, Schatz, etc.)
transportiert; auch allg. ‘Vorratswagen’
vil mangen soumer rîchlich / sach man dâ soumschrîn tragen; /
vil wol geladener kamerwagen / begonden dar nâch schône gân; / die schrîber und die
capelân / und kamerêre dar nâch riten HvFreibTr
4366;
da begunden si zerutten / manigen kamerwagen, / manic
soumschrîm wart zeslagen / und genomem, swaz darinne lac, / manic wolberâten wâtsac
/ wart genomen dâ von in Ottok
17123.
80226;
also syn die sumer gereyt und uff geladen / und dye kamer wegen, die da solten
tragen / drincken und spyse dorch dye fremden lant Alph
1293;
HvNstAp
19587;
WolfdB
229,2;
Loheng
1785;
UvEtzWh
1469
MWB 3,1 128,14; Bearbeiter: Diehl
kamerwîp
stN.
‘Kammerdienerin, -frau’
pedissequa: kamerwib SummHeinr
1:285,234;
dri juncvrowen, als sie het geschaffet, / warn ouch zehant da / und daz
kamerwip alsa BMisstr (DVN)
384;
dar auff waren kamer weyb / und manig unleut seliger leyb /
mit gerumphen wange, / dutten waich und lange, / manig kalter plaber munt: / dise
was plaich, dise was ungesunt HvNstAp
17917;
HBirne
297;
WildM
2,141.
– im Vergleich für etw. Geringes:
wann wir an dißem keinen trost hant der hie by uns ist; er
duncket mich nicht eins kamerwibes wert Lanc
322,10.
– übertr.:
du seli adilvrowi, / [...] / der
lichami ist der seli chamerwib SuTheol
277
MWB 3,1 128,30; Bearbeiter: Diehl
kamerwise
F.
der →
kamere
bzw. dem →
kamerguot
zugehörende Wiese:
an der wise, di da haizzet chamerwise UrkCorp (WMU)
1856,7;
UrkSüdtirol
3,1:156
(um 1250)
MWB 3,1 128,44; Bearbeiter: Diehl
kâmic
Adj.
→
kânic
MWB 3,1 128,48;
camille-, camomille-
swF.
→
gamille
-
MWB 3,1 128,49;
kamîn, kemîn
stMN.
auch kemi, chemich, chomin.
1
‘offene Feuerstelle, Herd mit Rauchabzug, Kamin’
2
‘Rauchfang, Rauchabzug’
1
‘offene Feuerstelle, Herd mit Rauchabzug, Kamin’
daz [Feuer] harte schône was erbrant / in eime
schœnen kämîn KvWPart
1101;
dô bat der alte vîent ê / sîne schergen dannoch mê / wîze
bereiten, / ir chomîn glüen [zum Glühen bringen] und
eiten [heizen] / und ander
tormentâle [Mittel zum Foltern]
KvHeimUrst
1706;
sin [des Heiligen] herce rehte were als ein
glvͦendigez kemi da daz fvr allent halben vzsleht PrHvKonst
32;
Antichr
235;
RvEWchr
10205;
Vorsmak
1,444
2
‘Rauchfang, Rauchabzug’
unde sol auh er [
ein ofenhus
] also bowen [...] daz er ez decken sol mit
ziegel [...] unde einen chemich drin machen der also gut si
daz niemen chain schade dervon geschaehe; al die wile er des niht entut, so sol
nimmer chain fiwer in sinen ofen chomen StRAugsb
148,31
MWB 3,1 128,50; Bearbeiter: Richter
kamp
stM.
swM. kambe
UrkCorp (WMU)
584,12;
auch kampt (
Lanc
613,2
).
1
‘Kamm’ , Gerät mit Zinken zum Richten des Haares (auch zum Hochstecken bzw. als Haarschmuck) 2
‘Webkamm’
3
‘Kamm’ als Teil des Kopfes oder Nackens mancher Tiere (Hautlappen, Federschopf, Mähne o.ä.) 4
‘Stielgerüst der Weintraube, an dem die Beeren hängen; Kamm, Rappe(n)’
5
‘Schambereich’ (Schambein, -hügel?)
1
‘Kamm’, Gerät mit Zinken zum Richten des Haares (auch zum Hochstecken bzw.
als Haarschmuck):
sô nimet er denne in sîne hant / zalrerst einen champ; / er rihtet daz sîn
hâr, / ez sol ime ligen, daz ist wâr Messgebr
221;
solen wir uns strelen off [kämmen oder] strichen, /
dar moest ir uns den kamp richen KarlGalie
13675;
sie nam ein gulden vorspan vor ir und gab es Lionel, das ers
Lancelot gebe, und einen herlichen kamp, des zene irs hares vol steckten, und den
gúrtel den sie umb hett mit dem bútel der dran was Lanc
442,7
u.ö.
2
‘Webkamm’
vnd swer dekainen smalen kamben het, der sol in brechen oder brennen, oder in
swes gewalt er vunden wirt oder dehainen valsche an der linwat begat, der sol oͮch
zehen schillinge geben UrkCorp (WMU)
584,12;
dir
[Christus] wab [webte] ein
cleit der frône geist / mit götelichen kammen / in der megde lîbe guot, / warf unde
wevel [Aufzug (Kette) und Einschlag (Schuss) eines
Gewebes] was ir muot KvWLd
1,28;
KvWTurn
793
3
‘Kamm’ als Teil des Kopfes oder Nackens mancher Tiere (Hautlappen,
Federschopf, Mähne o.ä.):
einen kamp hêt er als ein han Wig
5055;
ez [Wiedehopf] ist ain schœner
vogel und hât ainen vedreinen kamp auf dem haupt, den füert er sam ainen gekrœnten
helm BdN
228,3.
198,5;
er [der Drache] ist gekrœnt auf dem
haupt nâch der grœzen seins leibes, reht als er ainen grôzen kamp hab ebd.
268,20.
–
(vor zorne) sînen ~ riuhen/ striuʒen/ strûben:
der wart do als ein lamp / der von zorne sinen camp / hatte vor geruhit /
dez menic tier in schuhit Martina
177,50;
er [der Mensch] sich gein im
[Gott] hiuzit
[erdreistet] / vnd dicke torlich striuzit / gein
sinem herren sinen kamp / als gein dem wolve tuot ein lamp ebd.
2,77;
der dâ vor in lewen wîs / vor zorne strûbte sînen kamp, / der wart nû
senfte als ein lamp StrKarl
4963
4
‘Stielgerüst der Weintraube, an dem die Beeren hängen; Kamm, Rappe(n)’
man verbuͤtt auch allermengelich
[...], daz nieman kein win machen sol mit keinem
gemechde [Zutat] , noch groͤz noch klein, noch mit
namen mit gebrantem wine, denne allein mit kemmen und mit bern WüP
98,5.
98,8
5
‘Schambereich’ (Schambein, -hügel?):
wenn man si [die Birne] in
regenwazzer seudet und [...] si legt niden auf den kamp, dâ
die rauhen püsche wachsent [
super pectinem
] , sô vertreibt si des leibes hinlauf, der dâ kümt von colera in dem
leib BdN
340,26;
pint ez [
ain pflaster
] auf die niern und auf den kamp, dâ daz püschel stêt ebd.
343,24
MWB 3,1 129,4; Bearbeiter: Richter
kampelmarket (?)
stM.
Bedeutung unklar (evtl. zu DWB 5,138 kampeln, kämpeln i.S.v.
‘streiten, zanken’ oder Eigenname dieses Berner Marktes?):
ze Berne uf kampel markte so richen kouf [ wie im Austausch der
beiden Kämpfenden] die staznær [zu
stationarius ‘Händler mit festem Laden’ MLLM
2,1291] nie getruͦgen! JTit
4575,4
MWB 3,1 129,57; Bearbeiter: Richter
kampelvreude
stF.
→
gampelvreude
MWB 3,1 130,1;
kamperwunde
F.
→
kampfbære
1.2
MWB 3,1 130,2;
kampf
stM.
stN.
AvaLJ
155,4;
auch kanf (
Erz III
36,166
).
‘Kampf, feindliche Auseinandersetzung, Konflikt (unter Einsatz körperlicher
Gewalt)’
1 meist zwischen Einzelnen (auch im Rahmen einer Schlacht); Zweikampf 2 gerichtlicher Zweikampf (nicht immer klar von 1 zu trennen; zur Sache vgl. HRG 5,1835-1847) 3 zwischen größeren Gruppen, ‘Schlacht’
4 übertr.
1
meist zwischen Einzelnen (auch im Rahmen einer Schlacht); Zweikampf:
sie wâren sô bedaht, / daz si des kamphes gerden / mit schilden und mit
swerden, / ûf den rossen mit den speren En
9721;
etlicher, der einen campf geuohten hat vnde gesiget hat, dar
noch frowet er sich Lucid
145,11;
dâ wirt iu kampf von mir gegebn Parz
418,14;
ich wil in kampfes hie bestân KvWTroj
3668;
glîcher [ausgewogener] kampf
Iw
7272;
ungelîcher kamp En
11329;
gescheiden was des kampfes strît Parz
503,6;
mit strites kampfe RvEWchr
27161;
Tauler
404,31;
sô kam Môrolt / der starke von Îrlanden dar / ze wîge und
ouch ze kampfe gar Tr
5952.
6381;
mit kampfe und mit vehte ebd.
13237.
6517;
zuͦ kampe inde zuͦ stride MorantGalie
2585.
– drei gegen einen:
da sprachen die barun von Tamelirde, ir dri wolten den
kampff nemen wiedder yn allein Lanc
526,28.
527,4.
– im Sprichw. (TPMA 6,412):
vil dick ihz vernomen habe: / ez ist bezzer kampf dann
hals abe Rennew
816;
Ottok
5886;
PrBerth
2:2,32;
besser is kamp dan hals mit eyn Karlmeinet
392,41
2
gerichtlicher Zweikampf (nicht immer klar von 1 zu trennen; zur
Sache vgl. HRG 5,1835-1847):
ieglîch man mac kamph versagen dem der wirs geborn ist denne er
SSpAug
173,9;
wie sie sich des zu recht entschuldigen sol, mit kampff oder
mit urteil Lanc
516,3;
den kamph sol man in gebieten ze leisten über sehs wochen
SpdtL
172,25;
von morne über ein wochen / hât Valerîn den kampf genomen
UvZLanz
5025.
– bezogen auf das Kampfgericht:
man bekennit vnsime herrin, deme bisschoffe, an sime gerichte zv Erforte
kamphis, gotisvridis vnde burcvridis vnde siner achte vnde ouch der notnvnft
UrkCorp (WMU)
1161AB,39
3
zwischen größeren Gruppen, ‘Schlacht’
da wart ein fraislich champh / in zwischen den haiden unt den
christen Rol
5324;
hie wil ich [der Erzähler] disem
kampfe [zwischen Griechen und Trojanern] / ein ende
machen KvWTroj
12908;
unser lant / ist kamphes sicher immer mêr Parz
43,23
4
übertr.:
da vaht er [Jesus am Kreuz] in agone
daz chamf [mit dem körperlichen Tod] unze an die none. /
do wart gesceiden der strit, do gesigte ims an der lip AvaLJ
155,4;
Pass I/II (HSW)
31579;
manic engel in [Christus] ze ringe / brâhte und
sanc dem jungelinge / lop, dô er ze kampfe schreit / alse er vür uns wolde strîten
KLD:Alex
1:2,6;
HvNstGZ
2201;
WernhvN
477;
daz was ain angestlicher champ, / da der gaist daz ulaisc
uͦber want Rol
7891;
einen camf han ih entfangen, / [...], /
den [...] / di tuginde habint mit den sunden
Litan
13;
wilt du sin ein wise man, / so viht din eigen laster an. /
sigest du an dir, daz ist wol: / den kanf man denne loben sol Erz III
36,166;
RvZw
89,6.
– Auseinandersetzung zwischen Sangspruchdichtern:
ir [Walthers und Reinmars] sanges stante wirt
gegen dir [Frauenlob] zu kampfe getragen
Frl
5:119G,6;
nu hôret, wie er des kampfes kan gegen alle meister pflegen
Wartb
Fl 1,9.
– Disputation zwischen Vertretern unterschiedlicher Glaubenslehren:
in den kamph trâten sâ / gotes und des tiuvels kemphen dâ
RvEBarl
9141;
sie dûhten sich dâ sigelôs, / ir strît des kamphes sic
verkôs, / sie muosten alle dô gedagen, / sie kunden im niht mê gesagen ebd.
10376.
8915
u.ö.
–
huorender ~
umschr. für Geschlechtsverkehr:
si [Bärschi und Metz] fachten den hurenden
kampf; / uff und nider als ain stampf / fuorent si an dem bette
Bauernh
273
MWB 3,1 130,3; Bearbeiter: Richter
kampfanesprâche
stF.
‘Forderung zum gerichtlichen Zweikampf’
ein itlich man, der hie zu stat burgerrecht gewunnen hât
[...], der ist ebenburtig in allen rechten
[...] allen ingesessen burgern âne zu kampfeansprâch,
sô daz er nieman in jâr und in tac mac ansprechen StRZwick
176
MWB 3,1 131,11; Bearbeiter: Richter
kampfanesprëchen
stN.
‘Forderung zum gerichtlichen Zweikampf’
von kampfe anesprechen [Überschrift] . ein iglich
mensche sal wissen, daz der keiser hat verboten, daz kein man den andern sal
ansprechen zu kemphen KlKsr
2,69
MWB 3,1 131,17; Bearbeiter: Richter
kampfbære
Adj.
auch kamper (bes. 1.2).
1
‘zum Kampf geeignet, des Kampfes würdig, kampfbereit (?)’
1.1 allg. 1.2 rechtsspr. von Sachverhalten (meist Wunden), deren Beschaffenheit ein Verfahren mit gerichtlichem Zweikampf zulässt (vgl. WMU 2,975 und DRW 6,1033-1035 mit weiteren Belegen) 2
‘zum Kampf gehörend’ (s.a.
strîtbære
)
1
‘zum Kampf geeignet, des Kampfes würdig, kampfbereit (?)’
1.1
allg.:
do bereite ouch sich hêr Gâwân / als ein kampfbære man /
hin für den künec von Ascalûn Parz
335,2.
515,4;
Rennew
11932;
UvZLanz (K)
2344;
GTroj
16977
1.2
rechtsspr. von Sachverhalten (meist Wunden), deren Beschaffenheit ein
Verfahren mit gerichtlichem Zweikampf zulässt (vgl. WMU 2,975 und DRW
6,1033-1035 mit weiteren Belegen):
ist di clage slecht, sô verwettit er [der vor Gericht gezogen
wurde] viii solidos. ist si aber vrevilbêr und kamphbêr, sô
wettit er xxx solidos dem gericht StRZwick
180;
ein itlich lemde ist campfbâr zu grûzzen [berechtigt dazu,
einen Gerichtskampf zu fordern]
ebd.
218.
– in Verbindung mit wunde, auch zusammengerückt
kamperwunde:
vnde wirt ein vrouwe begriffen in hanthafter tat an totslage oder an
kamphberer wnde, des is der clegere sie neher zvͦ oberwindene selbe seuende
mit erhaften liuten UrkCorp (WMU)
2265,47;
di wunden, die da kamper sint, waz der ist unde wi vil der ist; di sal
der richter kempfliche vorderen mit rechte ane widerrede
StRFreiberg
192,31.
138,30;
werden eynem manne drey, vyer oder mer champerwunden geslagen, vnd
czeihet derselben wunden als manigen man, also vil als her wunden hat, also,
das her jckleychen ayner czeihet, eyn jckleycher mus ym vm eyn kamper wunden
antwurten SchöffIglau
91
u.ö.;
StRZwick
210.
212
2
‘zum Kampf gehörend’ (s.a.
strîtbære
):
erst [nun erst] hüb sich kampffbare
nott: / die werden fürsten lobesan / zü füss ain andren luffen an
GTroj
4316
MWB 3,1 131,22; Bearbeiter: Richter
kampfbërnde
Adj.
in Verbindung mit wunde rechtsspr. von Wunden, deren Beschaffenheit ein
Verfahren mit gerichtlichem Zweikampf zulässt (vgl.
kampfbære
1.2):
wirt ein vrouwe begriffen in hanthafter tât an tôtslage oder an kampfebêrnder
wunden [...] sô mûz si gerichte lîden
StRZwick
200
MWB 3,1 131,55; Bearbeiter: Richter
kampfeit
stM.
vor dem gerichtlichen Zweikampf geleisteter Eid:
wenne di gewer [Gewähr] getan ist, so butit yenir
man [der zum Gerichtskampf aufgefordert wurde] sine
unschult, daz ist eyn eit unde eyn kampheit RbNeumarkt
149
MWB 3,1 131,62; Bearbeiter: Richter
kampfer
stM.
→
gaffer
MWB 3,1 132,3; |