këllære
stM.
von mlat. cellarius; auch kelherre (UrbHabsb
1,2:323,20).
Verwalter bes. der Vorräte einer Haus- und Hofwirtschaft sowohl als
grundherrlicher Inhaber des Kelleramtes als auch als niederer Verwalter einer weltl.
oder geistl. Herrschaft, verantwortlich für die leibliche Versorgung,
‘Kellermeister, (Keller-)Verwalter’ (vgl. differenzierter DRW 7,718-721
sowie WMU 2,988f.; zur Sache vgl. ferner 2HRG 2,1696-1699, s. auch
këlnære
):
die zelle ze Walbach git dem keller dri schilling und dru phunt und eins und
drissig ymin habern gestunket und ein fuder holtzes und ein hun
UrkEls
2,166
(a. 1339);
der kilchen kelherren jetwedere sol der herschaft pfleger je ze vierzenhen
tagen einest einen imbis geben, so er da rihten wil mit 3 pferiden
UrbHabsb
1,2:323,20;
der keller des gotshuses soll zu gericht sitzen im fron-baumgarten an sant
Andreas abend DRW
7,719
(LuzernRQ; a. 1274);
UrkCorp (WMU)
2623,6
u. ö.;
WeistGr
5,86
(a. 1343).
–
grôʒer ~
Hauptverwalter eines Klosters (vgl.
grôʒkeller
):
brvͦder Hainrich der grozze keller von Isenin UrkHohenb
120
(a. 1295);
har an was bruͦder Heinrich, der groze keller von Thennibach UrkCorp
(WMU)
659,43
u. ö.
– unklarer Ausdruck mêrer ~
wohl für einen dem Hauptverwalter eines Klosters unterstellten Verwalter
(vgl.
mittelkëllære
sowie WMU 2,1246 und DRW 9,404 s.v. mehr II,2):
dise vrteilde [...] offenote jch
[...] jn der phaffan hof ze Friburg vor abbit Heinriche
von Tennibach vnd vor brvͦder Azkinde, vor dem merin keller UrkCorp
(WMU)
271,22.
– in der Bez. eines Gutes:
v́ber daz guͦt, das da heizet des kelrs guͦt UrkCorp (WMU)
3152,10.
– als Bestandteil von Personennamen:
Haînrich der keller der ivnger UrkCorp (WMU)
1738,25
u. ö.
MWB 3,1 189,19; Bearbeiter: Luxner
këllærinne
stF.
Verwalterin einer Wirtschaft, ‘Kellermeisterin, Haushälterin,
Wirtschafterin’, hier in einem Kloster:
vnd swenne dem closter daz selbe gvͦt ledic wirt, so sol man ez dvr enhein not
verkoͮfen noch versezen, vnd sol man ez enphelhen allv́ iar selv́ den priolin alde
kellerin ist UrkCorp (WMU)
1515,30.
N104,15;
waer och, daz uͤber ain pfunt geltez da von wrdi, daz sol man ainer kellerin
antwrten UrkHeiligkreuztal
282,2
(a. 1348)
u. ö.;
UrkUlm
1,306
(a. 1310);
Mechth
7: 36,32.
– übertr.:
wie dú ganze drivaltekeit ist der volle kopf
[Becher] und minne dú gewaltige kellerin
Mechth
2: 24,22
MWB 3,1 189,54; Bearbeiter: Luxner
1kelle
stswF.
‘Kelle’
trulla (trubela vel) kella quod trudit et detrudit SummHeinr
1:251,299.
2:39,156;
Gl
3:678,8
(BStK287);
stoz diz alzvͦ male vnd ebenez oben mit einer kellen vnd
deckez mit einer schuͤzzeln BvgSp
11.
– als Maurerkelle:
bi der kellen / damit man phlit zcu wellen / den kalc zcwischin di steine
PfzdHech
274,21;
Gl
3:639,8
(BStK926).
– wohl als Schaufel oder Schürhaken:
vatillum: kella SummHeinr
2:548,02.3
MWB 3,1 190,3; Bearbeiter: Luxner
2kelle
stswF.
Zusammenhang mit lat. cella?
hier ‘Hütte, Verschlag für Hunde’ (vgl. Felder, Krone, S. 524 sowie
huntkelle
):
da ving jne Gawein sa / vnd warff jne in die kelle, / das er der hunde geselle
/ dorch die vnzuht were Krone
19457;
vnd muͦste vil vnschon, / so er ymmer begriffen wart, / vmb dise vnmeszige
hochfart / jn der kellen sin verspart ebd.
19427
u. ö.
MWB 3,1 190,12; Bearbeiter: Luxner
këller
stM.
auch kelr(e), selten kerr-, kerl
(
Lanc
560,3.
569,23
u.ö.
).
zu lat. cellarium; ursprünglich oberirdisch angelegtes Gebäude, später
unterster, i. d. R. unterirdischer Teil eines Gebäudes ‘Keller’ (zur Sache
vgl. Heyne, Hausaltertümer 1,205-207 sowie LexMA 5,1097)
1 allg. 2 bes. zur Aufbewahrung von Vorräten als Vorratsspeicher, -kammer 3 in weiterer Nutzung 4 als Bestandteil von Eigennamen
1
allg.:
iagt aber einer den andern in eins mannes hus oder in sinen
kaelr ane gewaefente hant StRAugsb
119,12;
wol hundert man in waffen / sich verborgen hâten / in keler
und in kemnâten Ottok
81051;
sie dete ein thúr off und ging in einen kelre der under der
erden gemacht was Lanc
317,9;
EnikWchr
25193;
UrkCorp (WMU)
1600AB,10
u. ö.
2
bes. zur Aufbewahrung von Vorräten als Vorratsspeicher, -kammer:
cellarium: kelr VocOpt
5.177;
spîshûs und keller hâten / guoten tranc und kost überal ErnstD
2268;
mercket di raben di niht
enseent [säen] noch sneident. den selben ist niht
chelre noch stadel [
quibus non est cellarium neque horreum Lc 12,24] vnd got
spiset si EvAug
167,4;
Konr
15,61;
PsM
143,13.
– bes. zur Lagerung von Wein u. ä. ‘Weinkeller’ (vgl. auch
3):
dine chorenstadele gen allenthalben ubere, / die chellær dine ubiruliezzen
uon wine, / diniv uaz sin uol zallen stunden uon ole GenM
50,33;
dar umb vallent die läut nider in den kelern, dâ möst inne
gerent BdN
8,30;
ein man, hât er wîn in sînem keller und enhæte er sîn niht getrunken noch
versuochet, sô enweiz er niht, daz er guot ist Eckh
1:164,7;
Pelzb
138,29;
Seuse
384,5;
bildl.:
in einem lûterem muote / ruowet dicke ein reiner geist / von der genâden
volleist, / die der heilig geist den schenket, / die er mit dem wîne trenket, /
der in sînem kelre lît LvRegSyon
2638.
– in Wendungen mit
kaste
2, bes. in der Paarformel kaste unde ~
:
kasten und keller vol / hab wir dannoch volliclîch / vor dem rœmischen
rîch Helbl
4,60;
bî sîner zît wâren sô vol / kesten unde keller
Ottok
18617.
23334;
vgl. ferner Verbindungen mit
kamere
:
jch sol auch [...] dem capitel ze Salzburch mit
cheller vnd mit chamer vnd mit allem gemach warten UrkCorp (WMU)
1436,31.
2876,10;
WeistGr
1,9
(a. 1338).
– übertr.:
bi in solt auch mit helfe sin / von Hangæu, von Gelre, /
bi in der eren kelre, / des frides grave von Luͤtzelburck, / der an ern nie wart
murck [befleckt]
WhvÖst
16880
3
in weiterer Nutzung:
– als Handelsstätte, Verkaufsraum:
bringet ein burger gewant her der weder ze gademe noch ze
kaelr stat der sol des niht sniden StRAugsb
40,25.
41,24.
– als Schenke:
daz sie in den zwein husen vnde kelren zume Steynenhus bi der kirchen vnd
zume Zigelhove, [...], beslozzen eime kelre, in dem
andern iren win schenken vnde verkeyfen one vngelt vnd ander hindernisse
UrkOtterb
270
(a. 1306);
es ensol oͧch kein win nach deme andern eins tages in eime kelre oder in
einre tauernen vmbe glich gelt vercoͧft werden UrkCorp (WMU)
N238AB,10.
– als Handwerksraum:
alle, di undene sten in den kelren unde gewant sniden, die sullen geben uz
dem kelre anderhalben virdunc alle iar zu rechte StRFreiberg
251,31.
– als Kerker, Gefängnis:
er hatt gehalten me dann dru jare des konigs Bohortes
kinde zwey von Gaune in eim kelre underm großen thorn Lanc
23,8.
– als Gerichtsort:
es sollen [...] alle amtmänner, die man nennt die
hausgenossen, vor dem keller sein an st. Martins tag in dem bruderhof
DRW
7,718
(ArchUFrk.; a. 1312)
4
als Bestandteil von Eigennamen:
– von Hofnamen:
vnser teil an der houestat in der burch zu Assinheim, dî da heysset der
alde kelre UrkCorp (WMU)
368AB,14.
– von Personennamen:
Conrat auph dem chælre UrkCorp (WMU)
300,34
u. ö.
MWB 3,1 190,20; Bearbeiter: Luxner
këller|ambet
stN.
unklar, ob Erstglied zu
këllære
oder zu
këller
(vgl. auch FWB 8,783 s.v. kellerampt).
(herrschaftl.) Amt der Wirtschaftsverwaltung (vgl. DRW 7,721):
da man mir daz kellerampt het geben, da ward ich gar sere betrubt
EbnerChrist
28,11;
dar vmbe die swester alle samint / entphuͦlhen ir daz keller
amint Albert
1178;
swen swester Mahthilt nit enist, so hort daz vor genant gelt frilich an daz
kelr amte UrkUlm
1,306
(a. 1310);
UrkWürzb
40,308
(a. 1340)
MWB 3,1 191,29; Bearbeiter: Luxner
këlleren
swV.
‘etw. in einen Keller schaffen, einkellern’ (vgl. DWB 11,520 s.v.
kellern):
man hat auch gesetzt und gemacht umb alle uzwart lute,
[...], die win herfuͤrn in die stat, daz die denselben
fuͤrn offenlichen an den markt und in da verkauffen und mit niht kelren suͤllen nach
under obdach legen beide in der stat und auch dervor WüP
81,4
MWB 3,1 191,39; Bearbeiter: Luxner
këllerhals
stM.
ein hervorstehender, ausgebauter Kellereingang (vgl. Heyne, Hausaltertümer 1,206f.
sowie DWB 5,517):
ez sol auch nieman kainen kelerhals fuͤr sein drisscheufel
[Hausschwelle] machen und wer daz uberfuͤr, der
muͤste 5 lib[ras] h[aller] geben und muͤz den kelerhals apprechen NüP
139.
– vgl. als Bestandteil von Personennamen:
Johannes kellershals UrkStraßb
2:206,9
(a. 1306)
u. ö.
MWB 3,1 191,46; Bearbeiter: Luxner
këllerhof
stM.
vom
këllære
bzw.
këlnære
verwaltetes Hofgut, Zentrum der (herrschaftl.) Wirtschaftsverwaltung (vgl. DRW
7,726 sowie
këlnhof
):
vnd nach den acht tagen [...] sol man das selb pfant
ander acht tag behalten in dem kellerhof ze Pfluͦntern WeistGr
1,7
(a. 1338);
DRW
7,726
(Geschfrd. der 5 Orte; a. 1314)
MWB 3,1 191,55; Bearbeiter: Luxner
këllerhûr
stF.
Miete für die Einlagerung von Waren (besonders Wein) in einem Keller:
bi wilchme heirrin der stede win leit, deme sal man des jairs geven
vuͦnfindezwenzich marc vur kelrehure vur sine arbeit UrkKöln (St)
1:52,31
(a. 1350-60)
MWB 3,1 191,62; Bearbeiter: Luxner
këllerknëht
stM.
Gehilfe des Kellermeisters, ‘Kellerknecht’
Peter der chelerchnecht UrkKlostern
1,89
(a. 1303)
MWB 3,1 192,3; Bearbeiter: Luxner
këllermeister
stM.
Vorsteher und Verwalter eines herrschaftlichen →
këller
s (vgl.
këllære
und
këlnære
), ‘Kellermeister’
Oͤrtolf der chuͤliber, zu den zeiten chelrmaister des erbern fuͤrsten herczog
Albrechts in Osterreich UrkStVeit
61
(a. 1345);
vnd sint des gezeuge [...] maister Gotfrid, des
herzogen oberister schreiber, [...] her Starchan, der
cheller maister UrkCorp (WMU)
1735,44;
mit mines obristen permaisters [Bergmeisters] hant
hern Chvnrates Chyburgers, der ze den zeiten obrister chelermaister waz des
hertzogen in Osterich UrkEnns
5,207
(a. 1318);
UrkHeil
2,81
(a. 1322);
UrkPölt
348
(a. 1342).
– als Bestandteil von Personennamen:
Chuͦnradus chellermaeister UrkBabenb
2:324,30
(a. 1255)
MWB 3,1 192,6; Bearbeiter: Luxner
këllermûs
stF.
‘Kellermaus’, im Vergleich:
dô flôch er in ein hol iesâ, / [...] / dâ lac er als
ein kelremûs / verborgen einen mânôt LvRegFr
714
MWB 3,1 192,21; Bearbeiter: Luxner
këllerreif
stM.
Reif für ein (Wein-)Fass, ‘Fassreif’
swenne er vert ze hove, so sol in ir meister holtz geben, und dez bischoves
keller reiffe, und bant StRStraßb
77,113
MWB 3,1 192,24; Bearbeiter: Luxner
këllerstiege
stF.
‘Kellertreppe’
Oswalt der Hilprant sol w. [
wunten
] umb Liebhart den Erlinger [
Oswalt verwundete Liebhart
] an der chelerstieg in dez pfarrærs haus von sant Feid
UrkRegensb
736
(ca. 1325-1350)
MWB 3,1 192,28; Bearbeiter: Luxner
këllertür
stF.
‘Kellertür’
umb vierzec phunt kouft ich wîn für. / den besliuzet mîn kellertür, / daz ich
in trink vil selten Helbl
15,128
MWB 3,1 192,33; Bearbeiter: Luxner
kellic (?)
Adj.
Bed. unklar; wohl auf eine Pferdekrankheit bezogen (vielleicht zu →
gallinc
oder zu →
këlsuht
; s. Anm.z.St. sowie Felder, Krone, S. 532):
harschlichtig vnd krang, / murdig vnd vngesunt, / es was von allem dem tadel
wunt, / das ie roszen missezam: / krump vnd gnigksam, / kellig vnd vnersam
Krone
19860
MWB 3,1 192,36; Bearbeiter: Luxner
këlmâc
stM.
→
konemâc
MWB 3,1 192,43;
këln|ambet
stN.
auch chellen-.
(herrschaftl.) Amt der Wirtschaftsverwaltung (vgl.
këllerambet
):
das derselben lehen, [...], nach meinem tod aines
dienen sol derselben sammung besunder zu jrer pfruendt in das refennt
[Refektorium, Speisesaal im Kloster] vnnd das annder
sol gehoͤren lediclich in das chelnampt UrkEnns
5,83
(a. 1312 kopial);
di zehen schilling phenning, di man in dienet in ir chellenampt von unserm
haus UrkKlostern
1,176
(a. 1319).
1,221
(a. 1326)
MWB 3,1 192,44; Bearbeiter: Luxner
këlnære, këlner
stM.
von mlat. cellenarius.
Verwalter bes. der Vorräte einer Haus- und Hofwirtschaft sowohl als
grundherrlicher Inhaber des Kelleramtes als auch als niederer Verwalter einer weltl.
oder geistl. Herrschaft, verantwortlich für die leibliche Versorgung,
‘Kellermeister, (Keller-)Verwalter’ (vgl. differenzierter DRW 7,731-735
sowie WMU 2,990f.; s. ferner
këllære
):
sag mînem kelnære, / daz er daz fleisch salze / und des weizes malze, / daz
ich dâ heim finde bier Helbl
1,807.
4,529;
ez mag oͧch ein vogt dristunt in dem jare, so er da rihten wil, herberg nemen
bi dem kelner âne schaden UrbHabsb
1:360,11;
ob dir din kelnere / din varnde gut vor besluzze
StrKD
4,304;
UrkWittelsb
2,56
(a. 1294);
Ottok
18598.
– Cellerar eines Klosters:
der kelnere [
cellarius
] des clostris der werde irwelit von der samenvnge der da si wise
BrHoh
31;
er si meister eder appet, prior eder kelnere, der grozer und der kleiner
probest eder dechkan, munich eder nunne HlReg
79,21.
–
grôʒer ~
‘Großcellerar’ (vgl.
grôʒkeller
und
grôʒkelner
):
vnd was dar an min herre, der abbet Meinwart von Thennibach, brvͤder Heinrich
Beging, der grosse kelner UrkCorp (WMU)
870,15.
354,43.
– in Hofbezeichnungen:
wir geben oͮch vnseren hof zuͦ Súnenshain, der da haisset des kelners hof,
mit allem rehte, bedu man vnd guͦt, [...] an die
[...] cappellen UrkCorp (WMU)
1048,28.
1060,16.
– als Bestandteil von Personennamen:
jch Heinrich Kelner vnd Lvcie min husvrawe ze Babenberch UrkCorp
(WMU)
2525,13
u. ö.
MWB 3,1 192,54; Bearbeiter: Luxner
këlnærinne
stF.
auch -în, -in.
Verwalterin einer Wirtschaft, ‘Kellermeisterin, Haushälterin,
Wirtschafterin’
ich schaff Chuͤngunden meiner chelnerinn 4 #(pfund) und zway pet, da sie auff
læt, und swaz zuͦ dem selben pett gehoͤrt UrkRegensb
676
(a. 1349);
manic wîp wölte ouch aleine sîn / amme, dierne und kelnerîn
Renner
2670;
UrkFreiburg
2:216,6
(a. 1296).
– Cellerarin eines Frauenklosters:
was nutz chomen mach von dem akker und von der wis, das sol ain kelnerin gein
dem convent gemainlich uber tisch und han weder ich noch dehain aptissenn duͥ nah
mir chomet da mit nit ze schaffend UrkHeiligkreuztal
137,10
(a. 1324).
96,28
(a. 1314);
so sol im div chelnærinn [
celleraria
] gebn ein swaicchæs vnd dazv sol man im gebn zehn brot
UrkGeisf
428
(13. Jh.).
– übertr.:
gîtikeit hât alterseine / mit aller missetât gemeine: / bôsheit ist ir
kamererîn, / karkeit ist ir kelnerîn Renner
4568.
2952
MWB 3,1 193,21; Bearbeiter: Luxner
këlnersen
F.
zum Suffix vgl. Mhd. Gr. Wortb. § S 186.
Cellerarin eines Frauenklosters:
ist die samenunge grosz die kelnersen si ledig von der kuchenen vnde die an
merreme notze bekumberet sint BrEb
35
u. ö.
MWB 3,1 193,40; Bearbeiter: Luxner
këlnhof
stM.
auch kern- (UrkErbach
37).
vom
këllære
bzw.
këlnære
verwaltetes Hofgut, Zentrum der (herrschaftl.) Wirtschaftsverwaltung (vgl. DWB
5,523f. und DRW 7,736ff.; s.a.
këllerhof
):
der kelnhof ze Ellinkon, der eigen ist der herschaft, giltet ze zinse 6 mut
kernen [...]. er sol och tuͦn alle dienste nach der
herschaft gnaden UrbHabsb
1,2:309,8.
1,1:67,6;
inn dem kelenhoff sitzt der keller, der empfacht alles mulcken
UrkGlar
102
(a. 1302);
die livte, die in vnsers herrin des bishoves kelnhove vnde vorstenhove
sizzent, kellner, vorster, die suln enkeine stivre gebin, noch di bi in dar inne
sizzent UrkCorp
33B,25;
UrkAargau
2,1:656,15
(a. 1259);
DRW
7,736
(Thurgau/ Pupikofer; um 1300).
– als Eigenname (?):
vnsern hof vnd houereyde zu Stogheim gelegen, genant Kernhof
UrkErbach
37
(a. 1341)
MWB 3,1 193,45; Bearbeiter: Luxner
këlnmüle
stF.
zu einem
këlnhof
gehörige Mühle:
du kelmuͥli giltet jerglichs 32 ß costentzer UrbHabsb
1,2:389,12;
item kelnmuli ß 6, d. 1 ebd.
2,1:161,13.
2,1:160,4.
MWB 3,1 193,61; Bearbeiter: Luxner
këlre
stM.
→
këller
MWB 3,1 194,1; |