kampfrahe
swF.
‘Stange, Stab zum Kämpfen’
zwen vilan süln sich / zepleuwen vnd zeslahen / vor geriht mit kampfrahen, /
mügen si ir reht anders niht / bewarn vnd ir geschiht Krone
10759
MWB 3,1 134,10; Bearbeiter: Richter
kampfrëht
stN.
‘Recht auf einen Zweikampf’
hie bin ich / und vordere mîn kampfreht. / wâ ist nu der
guote kneht, / der mich an mînen êren / hie wænet umbe kêren? Tr
11035
MWB 3,1 134,14; Bearbeiter: Richter
kampfrëhten
swV.
‘das kampfrëht ausüben, einen Zweikampf ausfechten’
dû teidingest âne nôt: / mit wem wiltû kampfrehten? / dirre
hêrre wil niht vehten Tr
11295
MWB 3,1 134,18; Bearbeiter: Richter
kampfreit
stM.
‘Kampfplatz’, hier bildl.:
in dem gezelte was perait / dem kunig und der schonen maid /
ain pette, da sy lagen an. / Appolonius der kuene man / hub an den ersten streyt: /
der kampf raid was nicht weydt, / si enmocht im nit entweichen, / der kunig ließ dar
streychen, / untz er sy drang in den kraiß HvNstAp
5950
MWB 3,1 134,22; Bearbeiter: Richter
kampfrinc
stM.
‘Kampfring, Kampfplatz’
der kampf ring ward perait: / das was ain grüne wise prait
HvNstAp
9291
MWB 3,1 134,29; Bearbeiter: Richter
kampfros
stN.
‘Streitross, Schlachtross’
alsus dar zü hove kam / ze füss der unverzagtte man / won ine
mochte by den tagen / kain kamffe ross getragen GTroj
14104
MWB 3,1 134,32; Bearbeiter: Richter
kampfschildære
stM.
als Bestandteil von Personennamen:
Albero Kampscildere DRW
6,1070
(Hagström,KölnBein.; 13. Jh.)
MWB 3,1 134,36; Bearbeiter: Richter
kampfschilt
stM.
‘Schild im Zweikampf’
nu pflac der rise al sîn leben / einer stange grôz unde lanc.
/ einen kampfschilt er für sich twanc. / dâ mit er kampflîchen stuont, / als dicke
grôze liute tuont UvZLanz
1920.
– Glanz eines kampfschildes als so genannte Spottbuße (Wergeld bei
Totschlag gegen Rechtlose):
spillûten und alle den, die sich zu eigen geben, den gibt man zu bûze den
schaten eines mannes. kemphen unde iren kinderen den gibt man zu bûze den blic von
eime kamphschilde gein die sunnen SSp (W)
3:45,9;
StRPrag
152
MWB 3,1 134,39; Bearbeiter: Richter
kampfslac
stM.
‘Schlag, Hieb im Zweikampf’
is fuget sich nicht zware, / daz man mit der wider
gifte [Gegengabe] also iage [schnell
sei] / als ein campslac wider slage Elmend
A 502;
ich wene id [
strit
] niemer en geschie, / of ich id gewenden mach / dat iemer mere
kampslach / hier umbe werde geslagen MorantGalie
2740;
man en sole’n livelos / machen ane kampslach ebd.
2633
MWB 3,1 134,50; Bearbeiter: Richter
kampfstat
stF.
‘Kampfplatz, Ort für den Zweikampf’
sus was den kempfen beiden / ein kampfstat bescheiden / ein
cleiniu insel in dem mer Tr
6722;
ir swester, ir widerstrîten, / vundens an der kampfstat
Iw
6883
MWB 3,1 134,58; Bearbeiter: Richter
kampfstecke
swM.
Stock zum Kämpfen, ‘Kampfstock’
si slug im ains auff di hant, / das im sein kampf stecke
enviel HvNstAp
20285
MWB 3,1 134,63; Bearbeiter: Richter
kampfswërt
stN.
Schwert für den (gerichtlichen) Zweikampf:
der mvnich ein kampf swert [
gladio duellari
] hilt Dalimil (B)
26,42
MWB 3,1 135,1; Bearbeiter: Richter
kampftac
stM.
Tag, für den ein gerichtlicher Zweikampf anberaumt ist:
swer zo campe tagis bitit, unde vorsumit er, daz er zo me tage nicht ne komit,
der wirt mit drin slegin in der luft vorwonnin
[überwunden]
RbGörlitz
129;
wie man ze kamphe tag git [Überschrift]
SchwSp
54a
MWB 3,1 135,4; Bearbeiter: Richter
kampfvellic
Adj.
‘im gerichtlichen Zweikampf unterlegen’
si in duello essemus devicti, quod vulgariter campvellich nuncupatur
UrkVHun
1,136
(a. 1320)
MWB 3,1 135,10; Bearbeiter: Richter
kampfwât
stF.
‘Rüstung’ (hier bildl. zum Kampf gegen den Teufel):
nu so getane chamfwat [
rehter geloube, ware riuwe, cristenliche minne u.a.] , /
herre, niemen nehat / wane deme du sie geben wil SüklV
768
MWB 3,1 135,14; Bearbeiter: Richter
kampfwërc
stN.
‘Teil der Rüstung’
wær ime [Tristan] der schilt ze
staten niht komen, / under dem er sich mit listen / kunde schirmen unde vristen, /
weder helm noch halsperc / noch kein sîn ander kampfwerc / dazn hæte in dâ niht
vürgetragen, / ern [Morolt] hæte in durch die ringe
erslagen Tr
6914
MWB 3,1 135,19; Bearbeiter: Richter
kampfwërdic, -wirdic
Adj.
von Vergehen, die die Erhebung einer Kampfklage zulassen, ‘einen gerichtlichen
Zweikampf zulassend’
– von Vermögensdelikten:
sô clage her vort, daz her in beroubet habe sînes gûtes, und ime des genomen
habe alsô vil, daz ez nicht untûrer [nicht von geringerem
Wert] sî, ez en sî wol kamphwerdic SSp (W)
1:63,1;
so klage her vorbaz, daz her in beroubit habe sines guͦtes vnde ime genuͦmen
habe des also vile, daz iz nicht ergere ne si, iz ne si wol kamphwertich
UrkBresl
24
(a. 1261)
=
UrkCorp (WMU)
51,17.
– von Körperverletzungsdelikten (vgl.
kampfbære
1.2):
ouch heizt daz ein lemde, der durch sînen backen wirt gestochen, geslagen ader
gehauwen nâch kampfwirdiger wunden StRZwick
216;
DRW
6,1074
(BurgLR.; a. 1300)
MWB 3,1 135,26; Bearbeiter: Richter
kampfwîse
Adj.
‘kampferfahren’, auch subst.:
ouch sach disen kampf an / manec kampfwîse man
Iw
7262;
ich sage iu waz sî tâten, / dô sî zesamne trâten, / die zwêne
kampfwîsen ebd.
7127
MWB 3,1 135,42; Bearbeiter: Richter
kampfwîse
stF.
‘was zum Kampf gehört’
hî, wie ist er ze vehte / und ze kampfwîse / gestellet sô ze
prîse! Tr
11207
MWB 3,1 135,46; Bearbeiter: Richter
kampfzît
stF.
‘Zeitpunkt für einen Zweikampf’
wartet mîn morgen vruo: / ich kume ze guoter kampfzît
Iw
4309;
nu entwelten sî niht langer dâ: / wan in was diu kampfzît
alsô nâ / daz in der tage zuo ir vart / deweder gebrast noch über wart, / und kâmen
ze rehten zîten ebd.
6878
MWB 3,1 135,49; Bearbeiter: Richter
kamprat
stN.
Zahnrad (als Teil der Mühle), dessen Zähne kammartig herausstehen,
‘Kammrad’
ich kius’ mir dar ein mül stein, / unde mach’ ein kamp rad rein, / daz den
stein umbe treit Irregang
102;
wenne in der mitteln mul dy kamprad druken gên, daz si nicht genûc wassers
enhât, sô sol der muller die nêchste vlûtrinnen zû setzen bŷ den raden
StRZwick
58
MWB 3,1 135,55; Bearbeiter: Richter
kan
M.
→
kane
MWB 3,1 135,63;
kân
stM.
→
kâm
MWB 3,1 136,1;
cananesch (?)
Adj.
‘kanaanäisch’
do der cananeschen [Verbesserung im App. daz
canânêsche
] wip / dich inme garten ane sprach / so vbelliche vnde iach / dv
weres Jesvs ivngeren ein MarHimmelf
1268
MWB 3,1 136,2; Bearbeiter: Richter
kandel
stF.
→
kannel
MWB 3,1 136,7; |