Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ligen stV. (2589 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| sus noch sô./ vil sinneclîche sprach er dô:/ ‘jensît Britanje lît ein lant,/ deist Parmenîe genant:/ dâ ist mîn vater ein | |
| bat/ aber und aber und sprach dô zin:/ ‘nu wâ lît Curnewâle hin?’/ ‘ez stôzet’ sprâchen jene zehant/ ‘jensît Britanje an | |
| dô truoc,/ daz si den von der nôt gewan/ und lac si selbe tôt dervan.’/ //Hie mite gie den getriuwen man/ | |
| vater der gab ez mir,/ dô er an sînem tôde lac./ disem mære ich wol gelouben mac./ //Tristan, gâ her und | |
| wârheit jehen sol,/ dân gât niht guotes muotes van,/ dân lît niht herzelustes an:/ ir rede ist niht alsô gevar,/ daz | |
| bî liebe leit/ eines herzen stætiu sicherheit./ //Ir aller jehe lît dar an,/ haz der lige ie dem jungen man/ mit | |
| wârheit wol schîn/ des sprichwortes, daz dâ giht,/ daz schulde ligen und vûlen niht./ //Morgânes cumpanjûne,/ die vrechen Britûne,/ dien kunden | |
| gevromen/ noch ze helfe im nie sô schiere komen,/ ern læge an dem valle./ iedoch sô wârens alle,/ als si dô | |
| lêhen dâ zenpfâhene/ und iesâ wider ze gâhene,/ sît des lac zallem mâle/ dem sæligen Rûâle/ der selbe wân ze herzen | |
| herberge sâ;/ und die von ir gesinde dâ/ ze velde lâgen erslagen,/ die hiezen si ze grabe tragen./ jene, die dâ | |
| mit veterlîcher stæte/ an ime erzeiget hæte./ sîn herze daz lac starke/ an Rûal unde an Marke./ an disen zwein was | |
| mich der mære baz:/ ist iuwer aller wille daz/ und lît ouch iuwer muot dar an,/ als iuwer voget hêr Tristan/ | |
| ouch dicke sider./ und wac daz alsô rehte nider/ und lac ûf sîner strâze/ in sô gevüeger mâze,/ daz ez noch | |
| noch ûf noch nider wac/ wan rehte, dâ sîn weide lac./ ein helm wart ouch besendet dar,/ der was als ein | |
| dekeine craft/ wider dirre vremeden meisterschaft,/ diu ûzen an gebildet lac?/ ich weiz ez wârez alse den tac:/ swie sô der | |
| ein ros iemer beste sol./ dar ûffe ein wîziu decke lac,/ lieht unde lûter alse der tac,/ den andern ringen gelîch,/ | |
| er im aber einen slac/ reht obene, dâ diu kuppe lac,/ und truoc ouch der sô sêre nider,/ dô er daz | |
| brâht./ der müeze mîn ouch vürbaz pflegen!/ disiu hôhvart diust gelegen.’/ hie mite trat er im nâher baz./ daz swert daz | |
| clage, als ich iu sage:/ der sælde an sîner sige lac,/ den was ein sæleclîcher tac/ und michel vröude erstanden:/ si | |
| schaden gewan;/ und was daz allez âne nôt,/ wan Môrolt lac billîche tôt:/ der was niwan an sîner craft/ und niht | |
| als al den landen ist bekant,/ diu uns und in gelegen sint,/ diu ist ein maget unde ein kint,/ an die | |
| uns diu schœne wirt?/ hêrre, werde iu diu schœne Îsôt,/ læge wir dan alle tôt,/ dâ wære lützel schaden an.’/ und | |
| und gester umbe den mitten tac,/ dô sturm unde wint gelac,/ dô erkante ich berge unde lant./ durch ruowen kêrte ich | |
| und Tristan hart sêre erschrac./ und alse der trache dô gelac,/ daz er in tôten gesach,/ den giel er im ûf | |
| den grunt:/ er lie hie vor niwan den munt./ dâ lag er den tac und die naht;/ wan ime benam al | |
| er sîn iht wiste,/ reht ûf den trachen, dâ er lac;/ und er der truhsæze erschrac/ als inneclîche sêre,/ daz er | |
| vrezzen,/ ros unde man ist allez mort./ daz ros daz lît noch halbez dort/ zekuwen unde besenget./ waz töhtez iu gelenget?/ | |
| alle viere hin./ //Nu sime begunden nâhen/ und in sô ligen sâhen,/ nu wândens alle, er wære tôt./ ‘erst tôt!’ sprach | |
| sprechen unde ûf sehen.’/ daz was ouch schiere geschehen:/ er lag unlange, unz ez geschach,/ daz er beide ûf und umbe | |
| getriben,/ dâ wære ein ritter tôt beliben,/ des ors daz læge halbez dâ./ nu dâhten ouch die sîne sâ:/ ‘wer wære | |
| daz ich in sluoc./ ist ez dâ mite genuoc:/ hie lît daz houbet, seht ez an;/ daz selbe urkünde brâhtich dan./ | |
| gewant,/ ir ouge allez dar wac,/ dâ der harnasch dâ lac;/ und enweiz niht, wie si des gezam,/ daz si daz | |
| gestrichen/ aldort her în geslichen/ und sach daz swert dâ ligen bar,/ die vrouwen beide riuwevar:/ ‘wie nu?’ sprach diu gevüege | |
| sint diu/ alsus trüebe und alsô naz?/ diz swert hie lît, waz tiutet daz?’/ ‘sich’ sprach diu guote künigîn,/ ‘Brangæne, herzeniftel | |
| gegen in/ und viel sâ gegen in allen hin/ und lac den höfschen süezen/ vlêhlîche zuo den vüezen/ und sprach ouch | |
| und sâhen alle ein ander an./ si stuonden unde er lac alsô./ ‘vrouwe’ sprach Brangæne dô/ ‘der ritter lît ze lange | |
| unde er lac alsô./ ‘vrouwe’ sprach Brangæne dô/ ‘der ritter lît ze lange dâ.’/ diu küniginne sprach iesâ:/ ‘waz wiltû nu, | |
| genget,/ nâhe an ir lîp getwenget/ mit einem borten, der lac wol,/ dâ der borte ligen sol./ der roc der was | |
| getwenget/ mit einem borten, der lac wol,/ dâ der borte ligen sol./ der roc der was ir heinlîch,/ er tet sich | |
| smal, alse er wesen solde,/ geworht mit spæhem sinne./ dâ lâgen gimmen inne,/ erwünschete steine,/ vil lieht und iedoch cleine,/ die | |
| dir Îsôte/ vil tiure und vil genôte./ an ir sô lît mîn beste leben./ ich unde si sîn dir ergeben/ ûf | |
| diu wernde swære,/ diu endelôse herzenôt,/ von der si beide lâgen tôt./ nu was aber ir daz unrekant:/ si stuont ûf | |
| iu gevalle, daz tuot ir.’/ //Des nahtes, dô diu schœne lac,/ ir triure unde ir trahte pflac/ nâch ir trûtamîse,/ nu | |
| liebe vünde,/ der ez gesuochen künde;/ waz vröude an liebe læge,/ der ir mit triuwen pflæge:/ sô wirt mîn herze sâ | |
| dorne treit,/ die senfte bî der arbeit;/ an dem ie lît verborgen/ diu wunne bî den sorgen;/ der an dem ende | |
| wan uns daz selbe zaller zît/ mit jâmer under vüezen lît,/ dâ von ez allez ûf erstât:/ deist triuwe, diu von | |
| naht/ sunder rede und sunder braht/ bî Marke ir hêrren læge,/ geselleschefte im pflæge./ ezn würde im niemer baz entsaget,/ wan | |
| an mannes sîten wart geleit./ //Die wîle ouch si zwei lâgen,/ ir bettespiles pflâgen,/ al die wîle hæte Îsôt/ michel angest | |
| daz man des ellîche pflac,/ swer sô bî einer megede lac/ und ir den bluomen abe genam,/ daz eteswer mit wîne | |
| beide./ //Brangæne dô sô sêre erschrac,/ dazs an der erden gelac/ und lac alsô lange nider:/ ir herze erbibete und alle | |
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