Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ligen stV. (2589 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| Anschevîn,/ //Des diu küneginne Secundille pflac./ an dem sölh zimierde lac,/ daz der künec Poufameiz,/ Noupatrîs noch Tesereiz/ im niht gelîchen | |
| nâch im getret,/ sîn ors durh mannen bluot gewet:/ der lac dâ vil ûf sîner slâ./ sus streit er her und | |
| lanc/ reit er durh daz stûdach,/ unz er vor im ligen sach/ des werden Vîvîanses schilt./ ûf dem was strîtes sus | |
| daz mich belûhte nimmer tac!/ swaz vreude in mînem herzen lac,/ diu ist mit tôde drûz gevarn./ tôt, daz dû mich | |
| prîs wart nie dîn gast./ sölh süeze an dîme lîbe lac:/ des breiten mers salzes smac/ müese al zukermæzic sîn,/ der | |
| landen?’/ //[D]ô sus des marcrâven mâc/ in sîner schôz unkreftic lac,/ er sprach hin zim mit herzen klage:/ ‘hâstu daz alle | |
| über al/ die naht der wache pflâgen/ und in harnasch lâgen./ eskelîer und amazzûr gar,/ der houbtman ieslîcher schar,/ manec küen | |
| strîte rehte vlinse./ gein einem swærem zinse/ die helde bêde lâgen,/ die maneges prîses pflâgen./ der eine von Liwes Nugruns/ der | |
| der werde künec Tenebruns,/ und Arofel von Persyâ –/ die lâgen ir hers al eine dâ –,/ der Gyburge veter was./ | |
| durh die sîten./ manlîch was ir strîten./ der künec Tenebruns lac tôt./ alrêste gap strîtlîche nôt/ dem Franzoys der Persân./ hurtâ | |
| dîn/ mit schaden ie sus vil engalt!/ Arâble und Tybalt,/ læget ir vür mich beidiu erslagen,/ iuwern tôt man minre solde | |
| und der wîbe dienst gekrenket./ ir vreuden urbor an im lac:/ dâ erschein der minne ein vlustic tac./ noch solden kristenlîchiu | |
| gar/ verdecket wâren mit maneger schar./ swaz der gein Orangis lac,/ der marcrâve einer künste pflac,/ daz sîn munt wol heidensch | |
| arbeite./ si pruoften ein gereite/ daz ûf dem wunden horse lac;/ und eines sites des er pflac,/ daz er ein klein | |
| gereinet was./ geêret sî velt und gras/ //Aldâ der minnære lac erslagen./ daz velt solde zuker tragen/ al umb ein tagereise./ | |
| stich/ im manec geruowetiu storje bôt./ er vlôch dan, Puzzât lac tôt,/ sîn ors: daz begund er klagen./ Schoyus wart dô | |
| kume. mit eime steine/ sol iu gewinket werden,/ daz ir ligt ûf der erden:/ iuwers haldens ich iu hie niht gan.’/ | |
| dâ wart gehardieret/ und alsô gepungieret,/ swen er erreichte, der lac dâ tôt./ die heiden vluhen vor durh nôt./ //Olbenden und | |
| nôt./ berlîch Vîvîanz ist tôt./ in mîn selbes schôze er lac,/ der tôt sîn jungez herze brach./ //Mir hât dîn vater | |
| Terramêrs sun,/ gap ieslîchem künege stat/ als in sîn vater ligen bat./ Terramêr und Tybalt/ sich schône leiten mit gewalt/ vor | |
| was./ zwêne künege rîch erkant,/ Bohereiz und Gorsant/ ander sîten lâgen,/ die wîter ringe pflâgen./ zuo den loyschierte/ manec vürste, der | |
| Chordeiz,/ und der künec Matribleiz,/ und Josweiz der rîche./ der lac wol dem gelîche,/ daz Matusales sîn vater –/ die werden | |
| an des marcrâven wange/ vil wazzers. niht ze lange/ er lac unz daz ez in wacte./ vor schanden gar der nacte/ | |
| alêrst enbeiz/ gâhes pitît_mangeiz:/ daz truogen juncvrouwen dar./ sîn harnasch lac bî im gar,/ snellîch er wart gewâpent drîn./ mit al | |
| dô deheiner vîre./ amazzûr und eskelîre/ und emerâle ungezalt,/ der lac sô vil dâ tôt gevalt,/ daz ez âne prüeven gar | |
| die der stet dort inne pflâgen,/ swie zornic die ûzern lâgen./ //Der marcrâve ist durh si komen/ âne schaden. nû wirt | |
| schaden geworht,/ daz het si doch ze mâze ervorht./ nu lac alumbe an der wer/ almeistic tôt ir kleine her./ eine | |
| zem jâmer er sich pflihte./ im was al hôher muot gelegen:/ des wolt er sus noch sô niht pflegen./ er schuof | |
| jæmerlîchen dôn/ den man in al den gazzen rief./ dennoch lac er und slief./ er wacte die vor im lâgen,/ vil | |
| dennoch lac er und slief./ er wacte die vor im lâgen,/ vil rîter die dennoch pflâgen/ mit slâfe gemach, ieslîches lîp./ | |
| nâher treip:/ enweder sper dâ ganz beleip./ Ernaldes satel wüeste lac,/ wand er vor sînem bruoder pflac/ gevelles hinderz kastelân./ daz | |
| strichen naht und tac/ hin zin an den sîn dienst lac:/ er mante mâge und man./ ouch streich der marcrâve dan./ | |
| nâch wâne./ er nam dem Persâne/ Arofel, der vor im lac tôt/ daz vriundîn vriunde nie gebôt/ sô spæher zimierde vlîz,/ | |
| zeinem ölboume und zeiner linden/ er kêrte. die ê dâ lâgen/ und sâzen gar, die pflâgen/ daz si im den schate | |
| die pfelle unbenennet/ sint al der kristenheite./ ein heidenisch gereite/ lît ûf dem râvîte./ er zæme in eime strîte/ michel baz | |
| nam urloup. der vuor dan/ und liez den siufzebæren man/ ligen trûreclîche./ wart er ie vreuden rîche,/ daz was im worden | |
| diu noch muoter nie getruoc.’/ //[I]n zorne er âne slâfen lac,/ unz ûf in schein der liehte tac./ sîn harnasch lac | |
| lac,/ unz ûf in schein der liehte tac./ sîn harnasch lac bî im gar,/ und Arofels swert daz lieht gevar./ er | |
| gein der hôchgezîte schalle/ //[V]il teppich über al den palas/ lac, dar ûf geworfen was/ touwige rôsen hende dicke./ dâ wurden | |
| dem hete getân,/ der möhtz von mir den vürsten klagen./ lît mîn wîp von im erslagen,/ daz ist ein ungedientiu nôt/ | |
| drumbe kalt./ ob der werde künec Tybalt/ ûf dîner marke lît mit her,/ man sol mich bî dir sehen ze wer./ | |
| bescheidenlîche dort/ den unverzerten jâmers hort/ der ûf unserem künne ligt./ ob daz ir herze ringe wigt,/ sô ist ir wîplîch | |
| mêr diu nôt der Gyburc phlac./ mitten in sîme herzen lac/ gruntveste der sorgen fundamint./ er möht erbarmen die halt sint/ | |
| in nû gemanen mac/ ob ie sîn trôst an mir gelac,/ des wirstû innen, sol ich leben./ ich wil ouch ûz | |
| diu marke nutzes hât,/ die ich hân vome rîche,/ daz lît nu jæmerlîche./ mîne mûre sint zebrochen,/ diu viur sint unberochen:/ | |
| sterben,/ die lâz ich gein mir werben./ swaz ieslîchem sî gelegen,/ dâ wil ich sînes willen phlegen/ mit gâbe, mit lêhen, | |
| niemen merke:/ wol sehs manne sterke/ an sîn eines lîbe lac./ der küniges küchen er sô phlac,/ daz er wazzers truoc | |
| ez versmâhte eime garzûne./ do der marhgrâve in prîsûne/ gevangen lac dâ ze Arâbî,/ chaldeis und côatî/ lernet er dâ ze | |
| meine gein al den orten/ swâ gein Orlens diu strâze lac,/ diu wart getret wol den tac./ dô zogete ouch dan | |
| er ûf einer hackebanc/ die naht âne der koche danc/ gelegen. die heten hin getragen/ sîne stangen. die begund er klagen./ | |
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