Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ligen stV. (2589 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| rîter vol / und sîgent ouch iemitten zuo. / si ligent dâ unz morgen vruo; / sô scheidet sich diu rîterschaft. | |
| willen zeiget si im dô / dâ der rôte rîter lac, / der grôzer hôchverte pflac, / diu dem manne ist | |
| rihte, herre got, enzît! / mîn niftel im dâ nâhen lît, / des kün%..iges tohter von Persîâ; / in der gezelte | |
| beidiu vür in stân / in sîn gezelt dâ er lac. / vil grôzer hôchverte er pflac; / er hêt sich | |
| hêt er ê vil wol getân / dô er sich ligend%..e niht versan. / daz liez er durch sîn êre. / | |
| schœnen pfärdes sâ zehant / und alles des dar ûffe lac / und eins getwerges daz sîn pflac; / daz gap | |
| / nune wessen die gesellen wer / under dem gezelte lac. / innen des entweich der tac / der naht mit | |
| / verloren von der selben nôt; / ez sint dâ gelegen tôt / die tiursten von dem lande, / an den | |
| unz an den tac. / ein walt in dâ nâhen lac, / dar inne manic nahtegal / uobte ir wünniclîchen schal; | |
| landes ist ir niht beliben / niwan ein burc, diu lît dran, / daz nie dehein kün%\ic gewan / ein hûs | |
| / als imz sîn herre der tievel riet. / ez lît enhalp Korntîn / ein rîchiu grâfschaft, diu ist sîn; / | |
| nieman mohte danne / dem gâhen tôde enbresten; / dâ lac von den gesten / vil manic edel rîter tôt. / | |
| ir vater z’eigen lie / und allez daz dar umbe lît. / mîn juncvrouw%..e was zer selben zît / dô ditze | |
| manic man / ze Korntîn den lîp verlân / und lît ouch noch vil manger tôt. / owê der klägelîchen nôt! | |
| / die schœnen burc er dô sach / bî im ligen nâhen; / dar ûz si geg%..en in sâhen / einen | |
| ein vil süeziu nôt / und sol ich durch si ligen tôt / die ich ze vrouwen hân erkorn; / ich | |
| einer steinwende / kômen s%..i vür daz bürgetor; / dâ lâgen wilde graben vor; / die wâren sô vreislîche tief, / | |
| als ein hant, / wol gebûwen über al; / dâ lac ûf und zetal / wînwähse harte vil. / dô sach | |
| / geworht vil meisterlîche; / ein palas harte rîche / lac enmitten drinne / gemûrt mit grôzem sinne / von lûtern | |
| was erbûwen wol / und maniger gezierde vol. / ouch lac ein anger vor dem tor / ûf einem breiten steine | |
| als ez diu gwonheit lêrte, / dâ der schœne anger lac. / nimmer wart dehein tac / ezn kœme dar zer | |
| sprach der degen. / er sprach ‘ez ist hie bî gelegen / ein wurm nû wol zehen jâr; / der hât | |
| ist manic zierre degen / von sîner hant hie tôt gelegen / die nâch der âventiure riten; / si habent hie | |
| ouch den tôt von im kurn. / sîn hûs daz lît hie nâhen bî. / und wizze iedoch, swie küene er | |
| glävîe eine; / in einem holen steine / ist er gelegen mangen tac, / dâ in niht gewinnen mac. / du | |
| / dâ von kom ich in dise nôt; / des lît mîn armer lîp nu tôt.’ / Dô si die rede | |
| lîp verderbet / und vil nâch gar ersterbet. / sus lac diu vrouwe âne maht, / der liehte tac was ir | |
| %..ist mir ein ängestlîchiu nôt! – / waz dar umbe, lige ich tôt?’ / des hêt er sich vil schiere bewegen; | |
| ein âs daz lange zît / an der heizen sunnen lît; / ouch hêt er vil unsüeze / als ein grîfe | |
| / owê, jâmer und owê, / daz er sô jæmerlîche lac / des herz%..e ie niwan tugent pflac! / er hêt | |
| gehabet mangen tac. / daz schœne ros ouch bî im lac / zezerret und zebrochen; / sus hêt er sich gerochen; | |
| und zebrochen; / sus hêt er sich gerochen; / ouch lac er dâ erstochen. / Als ich iu ê gesaget hân, | |
| jæmerlîchen nôt! / die drîe gesellen wâren tôt / und lâgen bî im nâhen. / dô si die rîter sâhen / | |
| rîche alsam der tac / daz daz hûs sô nâhen lac, / in einer halben mîle. / in vil kurzer wîle | |
| vürsten genôz; / guoter bürge hêt er drî. / disiu lac sô nâhen bî / dem sêwe daz er rehte vür | |
| sêwes stade, / dâ der rîter mit dem rade / lac als ein tôter man; / nâch grase wolde er ûz | |
| grase wolde er ûz gân, / und vant in alsô ligen dâ; / sînem wîbe wincter sâ. / er sprach ‘hœre | |
| ein wunder wil ich zeigen dir; / nu sich, hie lît ein tôter man; / der hât den besten harnasch an | |
| im von den armen / harnasch unde wâfenroc. / sus lac er stille alsam ein stoc / mit bluote gar berunnen; | |
| nemt, ir guoten liute, war / wie jæmerlîch der rîter lac: / im was naht unde tac / allez ungemeine; / | |
| daz dehein / vadem an sîm lîbe schein; / sus lac er sinne und guotes blôz; / ern schamte sich niht | |
| mit einem halsberg%..e der was wîz; / an sînem helm%..e lac grôzer vlîz / von gesteine und von golde / geworht | |
| al; / von golde ein lîste niht ze smal / lac im ob den ougen; / dar under was vil tougen | |
| durch den selben degen / ir wært benam%..en dâ tôt gelegen.’ / Daz diu vrouwe hêt gesaget, / daz marhte diu | |
| dâ selten vreude bî bestêt: / diu armuot mit jâmer lît, / diu rîcheit niwan vreude gît. / dô saz er | |
| der schœne woldich sîn / und durch ir lant tôt gelegen; / des hêt ich mich vil gar bewegen / zer | |
| der liehte tac. / nu sach er wâ bî im lac / diu tiure tasche pfellîn / die im diu liebe | |
| / gap ze stiure in den tôt; / dar inne lac daz reine brôt / verborgen und der süeze bluot. / | |
| umbe Brî%..en Lâmêren sluoc / an guoten triuwen dâ er lac. / des ist nû vil manic tac / daz ez | |
| diu vrouwe hiez entsliezen / den sarbalc dâ er inne lac. / dô schut man %..in ûz an den tac. / | |
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