Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
man prn (2685 Belege) Findeb.
| von gesten/ wart geherberget/ sô wunneclîchen alse hie./ ouch vant man dâ rât über rât,/ als man ze hôhgezîten hât,/ an | |
| alse hie./ ouch vant man dâ rât über rât,/ als man ze hôhgezîten hât,/ an spîse und edeler wæte,/ des iegelîcher | |
| guoten muot gewan,/ daz lie diu state dâ wol geschehen;/ man sach dâ, swaz man wolte sehen:/ dise vuoren sehen vrouwen,/ | |
| lie diu state dâ wol geschehen;/ man sach dâ, swaz man wolte sehen:/ dise vuoren sehen vrouwen,/ jene ander tanzen schouwen;/ | |
| getæten,/ daz ez dâ sagebære/ und wol ze lobene wære./ man sach dâ zuo dem mâle/ von pfelle und von zendâle/ | |
| decke snêwîze,/ gel, brûn, rôt, grüen unde blâ;/ sô sach man ander anderswâ/ von edeler sîden wol gebriten,/ jene ander manege | |
| mit Marke wolte sîn:/ manc wunneclîch schapelekîn/ von bluomen sach man an der schar,/ diu erm ze stiure brâhte dar./ //In | |
| gesagen/ und ich mit ougen selbe sach/ die tugende, der man von im jach,/ und allez in mîn herze las,/ swaz | |
| unde minnen/ mit herzenlîchen sinnen./ ez ergienc in rehte, als man giht:/ swâ liep in liebes ouge siht,/ daz ist der | |
| jach diu meisterinne,/ si bræhte ein arzætinne,/ und erwarp, daz man si zuo zim liez./ daz slôz si vür die tür | |
| Engelande/ ein offenbæriu schande./ und ouwê, swenne daz geschiht,/ daz man mich mit den ougen siht,/ daz zwei lant von den | |
| Riwalîn;/ dân hœret nu niht mêre zuo/ wan eine, daz man umbe in tuo/ als mit rehte umb einen tôten man./ | |
| einen tôten man./ dân ist doch nu niht anders an:/ man sol und muoz sich sîn bewegen,/ und sol sîn got | |
| daz genas und lac si tôt./ //Ôwê der ougenweide,/ dâ man nâch leidem leide/ mit leiderem leide/ siht leider ougenweide!/ //Der | |
| tôde kam,/ ezn was doch niht sô clagesam,/ //Sô daz man dise quelende nôt/ und den erbermeclîchen tôt/ an dem vil | |
| hêrren tôt./ wan diz daz ist diu meiste nôt,/ die man zer werlde haben mac:/ swâ sô der man naht unde | |
| beswæren/ mit zerbermeclîchen mæren,/ wan ez den ôren missehaget,/ swâ man von clage ze vil gesaget;/ und ist vil lützel iht | |
| machen/ ze heinlîchen sachen;/ und wandes ouch erkande wol,/ wie man hie zuo gebâren sol,/ dô nam sir willeclage hier abe:/ | |
| vil tougenlîche ir man/ und vrâgeten, wie er wolte,/ daz man ez nennen solte./ der marschalc der sweic lange:/ er trahte | |
| werlt diu truogin an/ vriundes ouge und holden muot,/ als man dem billîche tuot,/ des muot niwan ze tugende stât,/ der | |
| mûzære/ und ouch in rôten vederen:/ von disen ietwederen/ vant man vollen market dâ./ //Tristande hiez man koufen sâ/ valken unde | |
| von disen ietwederen/ vant man vollen market dâ./ //Tristande hiez man koufen sâ/ valken unde smirlîn./ die sîne bruoder solten sîn,/ | |
| bruoder solten sîn,/ den wart ouch dâ gekouft durch in:/ man gewan in allen drin,/ swes iegelîcher gerte./ //Nu man si | |
| in:/ man gewan in allen drin,/ swes iegelîcher gerte./ //Nu man si dô gewerte/ alles, des si wolten,/ und dannen kêren | |
| gân./ ‘vil liebez kint, daz sî getân’,/ sprâchen die wallenden man/ ‘wil dû dâ hin, sô kêre dan.’/ //Tristan der kêrte | |
| ander list,/ wan alse der hirz enthiutet ist,/ sô spaltet man in über al/ von dem houbete ze tal/ und dâ | |
| der site niht alsô.’/ ‘wie danne?’ sprach der meister dô./ ‘man enbestet dâ den hirz.’/ ‘entriuwen, vriunt, dûn zeiges mirz,/ sôn | |
| umbe daz,/ durch daz ez ûf der cuire lît,/ swaz man den hunden danne gît;/ als hât diu jegerîe/ den selben | |
| guoten dingen vunden/ und ist ein guot gewonheit,/ wan swaz man in dar ûf geleit,/ daz ist in süeze durch daz | |
| iuch selben mite./ sô wizzet ouch ir selbe wol,/ wie man den hirz prîsanten sol:/ prîsantet in ze rehte!’/ den meister | |
| ingesinde/ die danketen dem kinde/ vil tugentlîchen unde wol,/ als man dem tugenthaften sol./ ‘â!’ sprâchens al gemeine/ grôze unde cleine,/ | |
| niht mê./ dâ zuo liez er uns sehen ê,/ wie man den hirz enbesten sol:/ diu kunst gevellet mir sô wol,/ | |
| schœne almeistic schein,/ diu stuonden sô ze prîse wol,/ als manz an manne prîsen sol./ sîn gewant, als ich iu hân | |
| an schœnen siten/ was ime sô rehte wol geschehen,/ daz man in gerne mohte sehen./ //Marke sach Tristanden an:/ ‘vriunt’ sprach | |
| unde schallen,/ daz kunder mit in allen./ er lebete, swie man wolte/ und als diu jugent solte:/ swes ir dekeiner began,/ | |
| an eime tage gesaz/ ein lützel nâch der ezzenzît,/ sô man doch kurzewîle pflît,/ und losete sêre an einer stete/ einem | |
| ein harpfær tete,/ ein meister sîner liste,/ der beste den man wiste;/ der selbe der was ein Gâlois./ nu kam Tristan | |
| vriunt, sê dise harpfen dar,/ lâ hœren, welher hande/ kan man in dînem lande?’/ ‘gebietet ir daz, meister mîn,/ und solez | |
| nu hiez der guote künec dar gân/ und sprach, daz man in bæte,/ daz er noch einen tæte./ ‘mû voluntiers!’ sprach | |
| gesinde./ ezn gesach nie man von kinde/ die sælde, die man an im sach:/ swaz er getet, swaz er gesprach,/ daz | |
| vart/ und kam ze Tintajêle zuo/ eines sunnenâbendes vruo,/ dô man ze messe solte gân./ sus gienger vür daz münster stân;/ | |
| wizzet ir,/ ob ein kint hie ze hove sî -/ man seit, ez wone dem künege bî/ und ist daz Tristan | |
| ein horn dôz,/ sîn rede diu was vil wol besniten./ man sahen mit hêrlîchen siten/ vor aller der hêrschefte stân:/ er | |
| under in allen:/ ‘nu kieset, wie schiere edeliu wât/ den man ze lobe gestellet hât!/ diu cleider stânt dem koufman/ wol | |
| sî vil tugende rîch:/ er gebâret diu gelîche wol,/ ob man der wârheit jehen sol./ nu seht, wie hêrlîche er gât,/ | |
| erzogen hân,/ ezn müeze ûz edelem herzen gân?’/ //Nu hæte man wazzer genomen/ und was der künec ze tische komen./ sînen | |
| tische und hiez im dâ/ höfschlîche dienen unde wol,/ als man dem höfschen dienen sol./ ‘Tristan’ sprach er ‘gâ balde dar,/ | |
| Tristanden an sach,/ daz was sîn meiste gemach./ und als man dô von tische gie,/ der künec den gast mit rede | |
| mîn/ üeben unde kêren/ ze werltlîchen êren;/ wan ritterschaft, alsô man seit,/ diu muoz ie von der kintheit/ nemen ir anegenge/ | |
| des lîbes nôt;/ gemach daz ist der êren tôt,/ dâ mans ze lange und ouch ze vil/ in der kintheite pflegen | |
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