Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sagen swV. (4223 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| sint süeziu canticâ!/ der habe wir wênic ê vernomen.’/ nû seite man in, dâ wæren chomen/ Jêsus junger. ‘waz werbent die?’/ | |
| er von in schiet./ Diu wahte werte, als ich iu sage,/ zwô naht und zwêne tage./ des dritten morgens fruo,/ dô | |
| geêret/ und dîn lop an mir gemêret./ des sî genâde geseit/ dir drin in einicheit,/ dir einem drîvaltic:/ genædic, wîse, gewaltic/ | |
| niht fürbaz schieben/ von disen zwein gelieben,/ wir suln iu sagen war si sîn./ ez wart ouch an ir verte schîn:/ | |
| gelouptest uns dû niht umb ein hâr.’/ er sprach: ‘ir saget mir wâr,/ leider! ich bin vil laz./ doch vreute mich | |
| dô mîn vrouwe solde/ vervarn, als ir mir nû dâ saget/ und mîn sûmunge chlaget,/ swie sêre ich mich dâ ze | |
| ende quâmen/ daz er in die wârheit/ mit urchünde hæte geseit,/ si sâhen vaste ein ander an/ und sprâchen: ‘wie got disen | |
| heiligen wîssagen/ ie gelîche bî ir tagen/ von im hêten geseit:/ wie er ze Jerusalêm reit/ ûf einem esel unde wie/ | |
| in der werlde nuo./ den sî ouch daz für wâr geseit:/ in ist der selbe lôn bereit./ Hœret waz si nû | |
| der stunde/ der die sprâche chunde,/ waz si sungen, der seite mirz/ und dannoch mêre: daz irz/ an iuwer prophecîe leset./ | |
| lügelîchen mære/ daz Jôsêp niene wære/ Marîen êlîcher man,/ ich sag iu wie er si gewan:/ im einen geviel daz lôz;/ | |
| sie ze vrâgen,/ si verswîgent iuch der wârheit niht/ und sagent iu noch die geschiht,/ die ir lîhte ungerne hœret,/ wan | |
| alle/ swîgen unz dû gereist./ ich hœre gerne waz dû seist.’/ den schergen hiez er schrîen;/ eigen unde frîen/ juden unde | |
| geswîgen alle, unz er/ rehte vernæme waz der/ seltsæmes wolde sagen./ die liute muosen alle dagen,/ und wart ein michel stille./ | |
| man mich truoc./ schiere hôrte ich genuoc/ zeichen von im sagen./ dô bat ich mich dâ hin tragen./ ûf genâde daz | |
| blint gewesen,’/ sprach einer, ‘von chintheite./ als man mir dô seite/ daz siechen vil von im genas,/ dô quam ouch ich | |
| ‘daz geschach an einem samztage.’/ ‘nû hœret an sîn selbes sage/ als dirre hie ze stæte giht:/ ern schônet deheiner hôchzît | |
| sint hie bî./ sine wellent sich der rede schamen,/ ich sage iu ir ieglîches namen:/ Zacharias und Asterius,/ Anthônius und Jacobus,/ | |
| gemerchet? waz in sî bechant,/ daz heizet iu si selben sagen./ ich wæne daz si iuch iht verdagen/ die wârheit durch | |
| niht./ ez ist allez wâr des er dâ giht./ wir sagen iu dennoch mêre:/ si verwürchent sælde und êre./ si wizzen | |
| varn/ nahtes und in fürder tragen/ und der werlde danne sagen/ für wâr, er sî erstanden./ sô wirt in allen landen/ | |
| gelâgen./ unser deheiner getorste gevrâgen/ den andern waz daz wære./ saget iu iemen ander mære/ wan daz er âne valschen list/ | |
| umbe liten/ ungefüegez strâfen,/ und jehen wir haben geslâfen/ und sagen allez daz ir welt,/ werdent ôt die phenninge gezelt?’/ ‘ez | |
| dâ hêten gesehen,/ der wâren genuoge in der stat/ und seiten, swer sie bat,/ die wârheit von in beiden./ dô begunden | |
| dâ bâten si in/ daz er durch gotes êre/ geruochte sagen mêre./ er sprach: ‘ich sag iu swaz ir welt.’/ ‘herre, | |
| er durch gotes êre/ geruochte sagen mêre./ er sprach: ‘ich sag iu swaz ir welt.’/ ‘herre, wir haben uns erwelt/ Nychodêmum, | |
| ouch niht./ sô wunderlîcher geschiht/ erquâmen si vil sêre./ nû sag uns durch sîn êre/ der dîne nôt bedæhte/ und dich | |
| ze Arimathîa, dâ ich noch bin/ gewesen immer mêre.’/ ‘nû saget durch gotes êre’,/ sprach der bischof Cayphas,/ ‘wizzet ir rehte | |
| dû daz er alsô/ ze himel fuor als dû dâ seist?’/ ‘nein ich.’ ‘daz dûz danne reist,/ dâ tuostu wider dich | |
| dûz danne reist,/ dâ tuostu wider dich selben an.’/ ‘mir seitenz drî gewisse man.’/ ‘wer wâren die?’ ‘daz was Addas,/ Fînees | |
| in./ ervart ez an in allen drin./ swaz si iu sagent, daz ist wâr;/ sine liegent iu niht umb ein hâr.’/ | |
| Cayfas/ mit sînen volgæren was./ er beswuor sie vil sêre:/ ‘saget durch gotes êre/ waz iu dar an gewizzen sî:/ Jôsêp | |
| im geschiht,/ des engeloube wir niht.’/ ‘Allez daz er hât geseit,/ ez sî iu liep oder leit’,/ sprâchen die herren alle | |
| enber/ si enfinden die wârheit./ ist danne als ir habt geseit,/ sône chan daz niemen understân/ iuwer strît enmüeze für sich | |
| dem tôde habe enzucket/ und von dem grabe erchucket;/ und saget uns dannoch mê:/ wie ez umb disen strît stê/ dâ | |
| schrîpgeziuge, sô schrîbe wir/ die wârheit und leset ir/ und saget swem iuch dunchet guot.’/ si sprâchen: ‘wergot, nû tuot!/ der | |
| sint die briefe für getragen,/ zwei paria; waz diu nû sagen,/ die zuo dem lesen sint erwelt,/ daz muget ir hœren | |
| unsæliger leides gert,/ der wirt mit leide hie gewert./ nû saget uns wie ez umb in stê,/ dem hie sô griulîchen | |
| endet?»/ «er hât mich her gesendet»,/ sprach der toufære,/ «ich seite diu gewissen mære/ von im in der werlde dort./ den | |
| der werlde dort./ den aller wîssagen wort/ lange vor hæte geseit,/ in sîner wâren menscheit/ zeigete ich mit dem vinger./ nû | |
| geziuge,/ patriarchen und prophêten,/ swaz die geschriben hêten,/ der ieglîcher seite daz./ nû sprach Âdam: «wir suln iu baz/ die wârheit | |
| wâ bistu Sêth, lieber suon?»/ «herre vater, ich bin hie.»/ «sage disen herren wie/ dich der engel niht enliez/ volvarn als | |
| chraft benam, dô bater/ mich ze dem paradîse gân/ und seite mir daz dâ solde stân/ ein boum der barmunge,/ und | |
| im dô/ von dem paradîse etwaz./ und als ich im gesagte daz/ niemen mich dar nâher lie,/ sîn vreude gâhes zergie;/ | |
| ein diep und ein roubære./ wir bâten uns die mære sagen,/ von wannen er hæte getragen/ daz chriuze oder war er | |
| dû chumest in daz rîche dîn.’/ ‘für wâr’, sprach er, ‘sag ich dir,/ dû bist dâ hiute mit mir.’/ alsô bin | |
| dir,/ dû bist dâ hiute mit mir.’/ alsô bin ich», seite er,/ «in sînem geleite chomen her/ und warte sîner genâden | |
| nie.»/ dô der schachære/ diu gewissen mære/ sô rehte hæte geseit,/ dô leite wir die menscheit/ wider an ze churzer vrist./ | |
| si sprâchen: ‘daz gelîche stê/ unser lougen und unser jehen,/ sagen, hie sî niht geschehen/ wan daz uns aber die christen/ | |
| geschehen wære./ dô wurden in diu mære/ verchêret und wart geseit,/ alsô si hêten ûf geleit./ Immer mêre für die zît/ | |
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