Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schilt stM. (1261 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| ich drîer schilte./ der êrste ist rehtiu witze,/ der ander schilt ist rehtiu kunst;/ kein vîent ich entsitze,/ wirt mir der | |
| sint ir umbeler,/ missachel hin, her wâpenroc, hin buoch, her schilte breit,/ umb münches blate ein krülle, ein krône umb nunnen | |
| sint erblant/ unde erwant/ unerkant./ gar zertrant/ tuont der edeln schiltes rant/ die dâ bôsheit hant./ Milt sich hinder Kerge want/ | |
| guot und aleine $s den guoten gemeine./ //Swer volget dem schilde, der sol ez enblanden/ dem lîbe, dem guote, dem herzen, | |
| wol ir süezen lêre! $s si kan trœsten sêre./ //Der schilt wil mit zühten vil baltlîchez ellen:/ er hazzet, er schiuhet | |
| diu wilde/ gezimt niht dem helme unde touc niht dem schilde./ der schilt ist ein dach daz niht schande kan decken./ | |
| gezimt niht dem helme unde touc niht dem schilde./ der schilt ist ein dach daz niht schande kan decken./ sîn blic | |
| âne schulde mir hazlîch erbolgen/ der ich ze dienste dem schilde wil volgen./ nu hân ich für zürnen noch für herzen | |
| hân ich für zürnen noch für herzen sêre/ niht ander schilt mêre $s wan den trôst aleine,/ daz ich si baz | |
| ich gar gewendet/ mich: daz ist der minne rât./ under schilden sper verswendet/ wirt durch sî von mîner hant,/ diu dich | |
| vor im halde:/ er sleht tiefe wunden wît./ lât die schilde $s stille ligen,/ sît iu selben kleider milde:/ sô mügt | |
| wert ir von guoten wîben./ //Ir sült hôchgemuot sîn under schilde,/ wol gezogen, küene, blîde, milde./ tuot ritterschaft mit sinnen/ und | |
| swes er gert:/ sîn fröide ist im gesüezet./ //Swer mit schilt sich decken wil vor schanden,/ der sol ez dem lîbe | |
| vor schanden,/ der sol ez dem lîbe wol enplanden./ des schildes ampt gît êre./ imst bereit $s werdekeit:/ si muoz ab | |
| si muoz ab kosten sêre./ //Manlîch herze vindet man bî schilde:/ zeglîch muot muoz sîn dem schilde wilde./ gein wîben valsch | |
| herze vindet man bî schilde:/ zeglîch muot muoz sîn dem schilde wilde./ gein wîben valsch der blecket,/ swer in hât, $s | |
| swer in hât, $s an der stat/ dâ man mit schilden decket./ //Tuo her schilt: man sol mich hiute schouwen/ dienen | |
| an der stat/ dâ man mit schilden decket./ //Tuo her schilt: man sol mich hiute schouwen/ dienen mîner herzenlieben frouwen./ ich | |
| ganz./ daz klagent nû die edeln frouwen,/ daz man dînen schilt sol schouwen/ alsô ganz und unverhouwen:/ wâ’st dîn turnei, wâ’st | |
| veſten turn vnd bewart iʒ mit [gůten] wahteren, $t mit ſchilten, mit aller ſlahte gewafene. Dannoch das diu můre vnd der | |
| ir heiligiu ſele. Die wahtere becʒeichent die heiligen engele, die ſchilte vnd alles gewefene becʒeichent die tugende des almehten gotes. Alſo | |
| engelen cʒallen cʒeiten behůtet. Ir heiligiu ſele, diu was mitten ſchilten $t vnd mit den heiligen tugenden des almehten gotes behůtet | |
| sprach: «sô sî der mîn!»/ vor sich ructe er den schilt;/ den er wolde, uf in er hielt./ ebene war des | |
| um den prîs sie drungen sich./ dem soldâne tursteclich/ den schilt er von der ahsel slûc,/ dâ mite daz ors in | |
| ûzerwelter degen/ sprang er ûz dem zuber tief,/ ze sîme schilte er balde lief,/ der hieng an einer wende,/ den nam | |
| rôsenvar,/ in dem diu sunne spilte./ der helt ûz sîme schilte/ gemachet hæte ein küssîn,/ ûf dem sô lag daz houbet | |
| ein kol./ mit zobel was verdecket wol/ sîn niuwer wünniclicher schilt,/ und lûhte ab im daz selbe wilt/ daz von den | |
| lief <reht> als ein snellez wilt./ der herzog einen tiuren schilt/ von zweier varwe stücken / dô für sich kunde drücken/ | |
| geneiget/ die schefte wurden hin zetal./ si trâfen ûf des schildes wal/ einander beide mit den spern,/ als ir gemüete kunde | |
| / alsô daz im daz sper zebrast/ enmitten ûf dem schilte sîn./ die schefte in cleiniu stückelîn/ unde in spæne sich | |
| für sîn erweltez leben/ genomen hæte ein halbez ei./ den schilt den spielt er im enzwei/ mit alsô crefticlichen staten,/ daz | |
| dranc./ hæt er den ungefüegen swanc/ genomen hœher ûf den schilt,/ weizgot sô müeste dô verspilt/ den linken arm der ritter | |
| verspilt/ den linken arm der ritter hân./ daz ûf den schilt der slag getân/ wart niderhalp der riemen,/ daz schuof daz | |
| swanen blanc <reht> als ein harm,/ der ûf dem swarzen schilte lac,/ den spielt enzwei der selbe slac,/ daz er vil | |
| sunder twâle./ si twungen zuo dem mâle/ vür sich die schilte beide/ und vâhten ûf der heide/ mit ein ander sêre./ | |
| entsaʒ mit vorhten alleʒ wilt./ er kunde swert beid unde schilt/ gebrûchen baʒ, denn alle man./ swaʒ man ze strîte liste | |
| zobele swarz reht als ein bech/ fuort er einen tiuren schilt./ mîn zunge niht die kost verhilt,/ der ein wunder lac | |
| schône dâ gewert./ dâ lâgen halsperg unde swert,/ schoʒ, helme, schilte, lanzen:/ diʒ alleʒ was mit glanzen/ gezierden in den krâm | |
| prîs./ er bluote sam ein rôsenrîs,/ wand er mit sîme schilte/ schuof und mit sîner milte/ daz man im wirde muoste | |
| Rîchart von Engellanden/ justierte werdiclichen dâ./ Von golde in eime schilte blâ/ fuorte ein grâve ein eberswîn:/ den valte er mit | |
| man fuorte vor im ûf daz gras/ gar einen tiurlichen schilt,/ der was sô rîch daz mich bevilt/ der manecvalten koste | |
| zernæjet wol zam unde wilt./ ûz <einem> purpur ûf den schilt/ was ein rîchez dach geleit;/ ouch schein deck unde wâpencleit/ | |
| und ûzer mâzen fîn./ zwivalticlicher varwe schîn/ mit golde sînen schilt bevienc./ ein rant geblüemet drumbe gienc/ <sô> rôt als ie | |
| lûhten/ und alse liljen dûhten/ gestellet an ir bilden./ der schilt mit einem wilden/ löuwen stuont verdecket,/ der was in golt | |
| in sîn gewant zam unde wilt./ der herzog einen tiuren schilt/ von zweier varwe stücken/ für sich begunde drücken/ nâch ritterlichem | |
| eines werden fürsten lobe/ gezieret was er vaste gnuoc:/ den schilt den fuorte er unde truoc/ verdecket mit hermîne,/ darûz in | |
| er quam nâch eines fürsten site/ der wolgezieret dûhte./ sîn schilt guldîn erlûhte,/ dâmite er wolgeblüemet reit,/ und was ein löuwe | |
| sîn ros verdaht./ er fuorte ein wâpencleit geslaht/ und einen schilt von lâsûr blâ. / darûz sach man glenzieren dâ/ einen | |
| man sach in kêren ûf daz gras/ mit eime tiuren schilte gar,/ der schein von zobel swarzgevar,/ und was nâch hôher | |
| von Cleven der gehiure,/ ein grâve missewende bar,/ mit eime schilte wîzgevar,/ der was mit hermîn überspreit./ ein ander schilt was | |
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