Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schilt stM. (1261 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| durch ander sach. Es hub sich aber alles von dem schilt. – Nu laßen wir die rede von der frauwen und | |
| der ritter stach syn spere enzwey off myns herren Gawans schilt, und myn herre Gawan stach yn so sere das er | |
| fůre und von sim gereit ein stuck und von sim schilt ein stuck. Das roß viel nyder, und myn herre Gawan | |
| zu im mit der glenen und stach yn durch den schilt biß off den halßberg hinweg. Myn herre Gawan slug im | |
| abe und sprang zu im, und der ander dett den schilt von dem halß und dackt sich darmit so er best | |
| Myn herre Gawan schlug yn zwuschen der siten und dem schilt uff den arme, so das er yn lemete und im | |
| der arm nehelich ab was; und der ander ließ den schilt vallen und floh, und er beite des andern schlages nit. | |
| uch hab als ich wonde.’ Mit dem begreiff er den schilt mit der lincken hant und lieff off eynen den yn | |
| stecken was ein michel spere gebunden und hing ein rot schilt da by. Da er by die stecken kam, da sah | |
| sprang der ritter off syn roß und hing jenen roten schilt umb syn hals. Er ergreiff ein sper und ließ zu | |
| gerant mit großer krafft und stachen so sere off jhen schilt das die spere beide brachen biß in die hant; und | |
| andern solt hien riten, da stieß myn herre Gawan mit schilt und mit brust und mit allem libe den jhenen, das | |
| der konigin und mit der jungfrauwen kam, die den gespalten schilt bracht desselben tages da Hestor von des konig Artus hof | |
| Alda begegent yne die jungfrau die der koniginn den gespaltenen schilt furt. Min herre Gawan fragt sie wo sie hien wolte. | |
| die jungfrauwe. Da fragt sie myn herre Gawan was der schilt dúte und warumb sie yn furte. ‘Ruchet uch, herre!’ sprach | |
| ‘ir enwoltet umb alles Britanien nicht dann abenture von dem schilt schuldig sint ußzuvolgen.’ ‘Des glaub ich wol, jungfrauw’, sprach er, | |
| der ersten jost angewinnen, und hett ich nicht dann einen schilt und ein spere, und wolt sie an ein ast hencken, | |
| jhens roß und saczt synen helm off und det synen schilt fur sich; er hett syn schwert gegurtet und nam ein | |
| zuhauff gerant, und der ritter brach syn spere off Hestors schilt; Hestor het das sper umb gekert und stach yn das | |
| das er wiedder nyder viel, und slug yn in den schilt so schwinde das das schwert darinn gestecket. Der ritter raufft | |
| und Hestor kund sin swert nit so bald uß dem schilt gewinnen, er múst nyder erbeißen. Da das der ritter sah, | |
| nyder erbeißen. Da das der ritter sah, er warff den schilt hien und floh in jhens pavilun. Hestor brach sin swert | |
| was offgestanden und raufft auch das schwert, sie zurhúwen die schild und die schwert und die helme und stritten sere lang. | |
| und Hestor reit wiedder mit dem knappen, der furt synen schilt und syn spere. Sie ritten also biß gegen abent und | |
| und zwenczig. @@s@Hestor saczt synen helm off und hiesch synen schilt und sin spere. ‘Nein herre’, sprach der knapp, ‘ir endörffent | |
| frúnde.’ ‘Des weiß ich nit’, sprach Hestor und nam synen schilt und sin spere. Der knapp rant fur und grußt sie, | |
| und sprachen das sie den besten ritter súchten der ie schilt umb sin halß geneme, und wústen nicht wo sie yn | |
| schwert, da er synen herren Margenor horte; er warff den schilt fur und gebart als ob er vechten wolt. ‘Was wolt | |
| jostiern. Sie ließen beid die roß lauffen und wurffen die schilt fure. Hestor hett sin roß gelaßen und was off des | |
| aldar gerant und hielten im sin roß. Er nam den schilt fur sich und raufft syn schwert, er trat schnelleclich zu | |
| waren beide zu vehten bereyt und slugen sere uff jhen schilt und off jhen helme, sie slugen jhen swert in einander | |
| Er hielt sich als lang als er mocht under jhem schilt, biß er im aller abgeslagen wart biß off die hant. | |
| so viel krefft an imselber wúst. Er slug Margenor den schilt biß an die hant ab, das im wenig verleib; sin | |
| yn sere laden mit slegen. Hestor dackt sich mit dem schilt der noch unzurslagen was, das im Margenor nirgent dheinen slag | |
| das im Margenor nirgent dheinen slag engab dann uff den schilt. Also dackt er sich biß nach mittemtag und gewanne synen | |
| Margenor und slug off yn wo er wolt, wann er schiltes nit enhett. Er hett sich auch sere verblutet und was | |
| súcht den er nit wol bekente. ‘Wie getan ist sin schilt?’ sprach myn herre Ywan. ‘Sin schilt ist uberguldet mit eim | |
| ‘Wie getan ist sin schilt?’ sprach myn herre Ywan. ‘Sin schilt ist uberguldet mit eim roten lewen.’ ‘Das ist nemlich $t | |
| soltu uff das roß springen. Magstu synen helm und synen schilt han, den nim auch und flůh zu Mares wert! So | |
| wil ich sin trincken’, und saß ab. Er hing sinen schilt an einen ast und dete sinen helm abe. Der knapp | |
| helm und saczt yn off syn heubt und hing den schilt an synen hals, das es Hestor nie geware wart, wann | |
| durch gott heißet mir myn roß wiedder geben und mynen schilt und myn helm, das mir ein knap herinn entfurt hatt!’ | |
| biß in die schultern. Er sah neben sich wo ein schilt hing, und ließ sich darwert triben biß er den schilt | |
| schilt hing, und ließ sich darwert triben biß er den schilt gewan. Da warff ern fur und streit mit großem zorn, | |
| den er mit der jungfrauwen gelaßen hett mit dem gespalten schilt uff der landen von Karefoz, das er kam ritende uff | |
| myn herre Gawan, ‘ich such den besten ritter der ie schilt umb hals gehing.’ Da fraget yn der einsiedel ob er | |
| er den besten jungen ritter alda solt finden der ie schilt umb hals gehinge. ‘Gut herre’, sprach der einsiedel, ‘wie heißt | |
| land von Sorelois.’ ‘Dieselb jungfrauw begegent mir und furt ein schilt.’ ‘Ir sagent war’, sprach der einsiedel, ‘die jungfrau ist Lancelots | |
| welches er were under den zweyn. ‘Der mit dem wißen schilt’, sprach er. Da verbot im der ritter das ers nymant | |
| herre Gawan sah yn komen und bekante yn by dem schilt, er warff die glene under den arm und begegent im. | |
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