Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schilt stM. (1261 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| guot gewant,/ eine brünne rôtes goldes $s unt einen guoten schildes rant./ Ein wâfenhemde sîden $s daz leit$’ an diu meit,/ | |
| die truogen dar ze hant/ von alrôtem golde $s einen schildes rant,/ mit stahelherten spangen, $s vil michel unde breit,/ dar | |
| wesen vil küene, $s dem diu vrouwe wurde holt./ Der schilt was under buckeln, $s als uns daz ist gesaget,/ wol | |
| selbe vierde kûme truoc./ Alsô der starke Hagene $s den schilt dar tragen sach,/ mit grimmigem muote $s der helt von | |
| $s si die ermel want./ si begonde vazzen $s den schilt an der hant./ den gêr si hôhe zuhte: $s dô | |
| vor der küneginne $s soltu gar ân$’ angest sîn./ Den schilt gip mir von hende $s unt lâz mich den tragen,/ | |
| Dô schôz vil krefteclîche $s diu hêrliche meit/ ûf einen schilt niuwen, $s michel unde breit,/ den truoc an sîner hende | |
| der wint./ Des starken gêres snîde $s al durch den schilt gebrach,/ daz man daz fiwer lougen $s ûz den ringen | |
| helm ûf sîn houbet. $s der vil starke man/ den schilt vil balde zuhte, $s daz tor er ûf dô swief./ | |
| dar an,/ dâ mit er vor der hende $s den schilt dem küenen man/ sluoc sô bitterlîchen, $s daz im des | |
| $s ein vil michel kraft./ man truoc ouch dar mit schilden $s vil manigen eschînen schaft./ 10. ÂVENTIURE/ Anderthalp des Rînes | |
| vor den vrouwen brast!/ man hôrt$’ dâ hurteclîchen $s von schilden manigen stôz./ hey waz rîcher buckelen $s vor gedrange lûte | |
| ze rossen alle komen./ vil manic rîchiu tjoste $s durch schilde wart genomen./ daz velt begonde stieben, $s sam ob al | |
| schœnen mägedîn,/ si sâhen vor in liuhten $s vil maniges schildes schîn./ dô het sich gescheiden $s der künic von sînen | |
| $s über al daz Sîfrides lant./ Die sätele zuo den schilden $s bereiten man began./ rittern unt vrouwen, $s die mit | |
| in wart michel dienest $s den lieben gesten getân./ Vil schilde hôrt$’ man hellen $s dâ ze dem bürgetor/ von stichen | |
| tumbiu herze $s gâben hôhen muot:/ der sah man under schilde $s vil manigen zieren ritter guot./ In diu venster sâzen | |
| $s wil ich mit mir tragen,/ den gêr zuo dem schilde $s und al mîn pirsgewant.«/ den kocher zuo dem swerte | |
| hêrlîche gast./ Die Sîfrides tugende $s wâren harte grôz./ den schilt er leite nider, $s aldâ der brunne vlôz./ swie harte | |
| envant,/ done het et er niht mêre $s wan des schildes rant./ er zuht$’ in von dem brunnen, $s dô lief | |
| zem tôde, $s sô krefteclîch er sluoc,/ daz ûz dem schilde $s dræte genuoc/ des edelen gesteines; $s der schilt vil | |
| dem schilde $s dræte genuoc/ des edelen gesteines; $s der schilt vil gar zerbrast./ sich hete gerne errochen $s der vil | |
| daz der helt was tôt,/ si leiten in ûf einen schilt, $s der was von golde rôt,/ und wurden des ze | |
| milt:/ »owê mich mînes leides! $s nu ist dir dîn schilt/ mit swerten niht verhouwen; $s du lîst ermorderôt./ wesse ich, | |
| $s alle Sîfrides man./ Die ûz erwelten degene $s mit schilden kômen dar,/ einlef hundert recken; $s die het$’ an sîner | |
| truogen rîchiu kleit/ von gemâlet rîchen pfellen. $s vil der schilde breit/ fuort$’ man bî den vrouwen $s nâhen ûf den | |
| schefte liezen vliegen $s mit trunzûnen dan/ hôhe über die schilde, $s von guoter ritter hant!/ von den tiuschen gesten $s | |
| ritter hant!/ von den tiuschen gesten $s wart dürkel manic schildes rant./ Dâ wart von schefte brechen $s vil michel dôz | |
| von Wiene si dô riten./ dâ wart in ritterschefte $s schilde vil versniten/ von spern, die dâ fuorten $s die recken | |
| füeren mit uns hinnen $s sô manigen ûz erwelten man.«/ Schilde und sätele $s unt allez ir gewant,/ daz si füeren | |
| selbes tugende $s tragen dar sîn golt/ ûf den breiten schilden, $s des moht$’ er vil hân./ ouch wart in rîchiu | |
| Gelpfrâtes lant.«/ dô nam der starke Hagene $s sînen guoten schildes rant./ Er was vil wol gewâfent. $s den schilt er | |
| guoten schildes rant./ Er was vil wol gewâfent. $s den schilt er dannen truoc,/ sînen helm ûf gebunden, $s lieht was | |
| an sînen vriunden $s leit unde sêr./ si riten under schilden $s durch der Beyer lant./ dar nâch in kurzer wîle | |
| muoste sîn./ si sâhen in der finster $s der liehten schilde schîn./ dône wolde Hagene $s niht langer si verdagen:/ »wer | |
| $s der helt muoz hie bürge wesen.«/ Si neicten über schilde $s ze stichen nu diu sper,/ Gelpfrât und Hagene; $s | |
| Hagene $s zuo Gelpfrâte spranc,/ der edel marcgrâve $s des schildes hin im swanc/ ein vil michel stücke, $s daz$’z fiwer | |
| hundert oder baz./ des wâren den von Tronege $s ir schilde trüebe und bluotes naz./ Ein teil schein ûz den wolken | |
| z$’in dâ vor/ vil der vremden recken: $s si truogen schilde enhant,/ wande si wolden rîten $s in daz Etzelen lant./ | |
| gert ich niht mêre $s hinnen ze tragene/ niwan jenes schildes $s dort an jener want./ den wolde ich gerne füeren | |
| si jâmers nôt./ Si sprach zuo dem degene: $s »den schilt wil ich iu geben./ daz wolde got von himele, $s | |
| sedele gie./ mit ir vil wîzen handen $s si den schilt gevie./ diu vrouwe truog in Hagenen, $s er nam in | |
| hulft von liehtem pfelle $s ob sîner varwe lac/ (bezzern schilt deheinen $s belûhte nie der tac)/ von edelem gesteine. $s | |
| der koste $s was er wol tûsent marke wert./ Den schilt hiez dô Hagene $s von im tragen dan./ dô begonde | |
| sprach Kriemhilt./ »hie bringent mîne mâge $s vil manigen niuwen schilt/ und halsperge wîze: $s swer nemen welle golt,/ der gedenke | |
| den tiuvel«, $s sprach aber Hagene./ »ich hân an mînem schilde $s sô vil ze tragene/ und an der mînen brünne; | |
| fürsten wine milt,/ daz ir zen herbergen $s trüeget mînen schilt/ und%..e ander mîn gewæfen: $s ir sît ein künegîn./ daz | |
| Kriemhilt./ »war umbe wil mîn bruoder $s und Hagen sînen schilt/ niht lâzen behalten? $s si sint gewarnôt./ und wesse ich, | |
| in liehtez ir gewant./ dô nam ir ietwedere $s den schilt an sîne hant,/ und giengen ûz dem hûse $s für | |
| getân./ Volkêr der snelle $s zuo des sales want/ sînen schilt den guoten $s leint er von der hant./ dô gie | |
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