Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schilt stM. (1261 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| er daz ervant,/ dô nam der degen widere $s den schilt an die hant,/ und gie ûz dem gademe $s für | |
| halsperge tragen,/ unt für die rîchen mentel $s die guoten schilde wît,/ ob iemen mit iu zurne, $s daz ir vil | |
| von den Hiunen uns geschiht./ Leget, mîne friunde, $s die schilde für den fuoz,/ unde geltet, ob iu iemen $s biete | |
| kômen von Bechelâren $s die Rüedegêres man/ fünf hundert under schilde $s für den sal geriten./ liep wære dem marcgrâven, $s | |
| pflæge, $s sô was ez niwan schal./ man hôrte von schilde stœzen $s palas unde sal/ harte lût$’ erdiezen $s von | |
| videlære, $s Volkêr der küene spileman.«/ Nâch swerten und nâch schilden $s riefen dâ zehant/ des marcgrâven mâge $s von der | |
| daz muose sît beweinen $s vil maneges heldes wîp./ den schilt den ruht er hôher, $s den vezzel nider baz;/ dô | |
| hant./ Dô wânden si in betwingen, $s dô er niht schildes truoc./ hey waz er tiefer wunden $s durch die helme | |
| von Tronege Hagene $s die tür sah sô behuot,/ den schilt warf dô ze rucke $s der mære helt guot./ dô | |
| unde Hagene $s giengen für den sal./ sich leinten über schilde $s die übermüeten man./ dô wart dâ rede vil spæhe | |
| daz bluot.«/ Etzel was sô küene, $s er vazzete sînen schilt./ »nu vart gewärlîche«, $s sprach vrou Kriemhilt,/ »unde bietet ir | |
| $s vil hôhe truoc den gêr./ sich dahte mit dem schilde $s der tiwer degen hêr./ dô lief er ûf zuo | |
| gêre $s mit krefte von der hant/ durch die vesten schilde $s ûf liehtez ir gewant,/ daz die gêrstangen $s vil | |
| zierlîche degen./ Dô sluoc der videlære, $s daz über des schildes rant/ dræte daz gespenge $s von Volkêres hant./ den liez | |
| Hagen im volgen began./ Îrinc der vil küene $s den schilt über houbet swanc./ unde wære diu selbe stiege $s drîer | |
| $s Hagenen sîn gewant.«/ Kriemhilt nam im selbe $s den schilt vor liebe von der hant./ »Ir muget im mâzen danken«, | |
| ob ich noch müge betwingen $s den übermüeten man.«/ sîn schilt was verhouwen, $s einen bezzern er gewan./ Vil schiere wart | |
| sterke $s dô vil wênec genôz./ Si sluogen durch die schilde, $s daz iz lougen began/ von fiwerrôten winden. $s der | |
| Hâwartes man/ wart von Hagen swerte $s krefteclîchen wunt/ durch schilt und durch die brünne, $s des er wart nimmer mêr | |
| gesunt./ Dô der degen Îrinc $s der wunden enpfant,/ den schilt er baz dô ruhte $s über diu helmbant./ des schaden | |
| ruowen $s die von Burgonden lant./ diu wâfen mit den schilden $s si leiten von der hant./ dô stuont noch vor | |
| $s ûf si in den sal;/ dô leitten siz mit schilden $s von in hin zetal./ der rouch und ouch diu | |
| wunder sagen./ si hiez golt daz rôte $s dar mit schilden tragen./ si gab ez, swer sîn ruochte $s und ez | |
| wan der doch sterben sol.«/ dô sach man schier$’ ir schilde $s stecken gêrschüzze vol./ Waz mac ich sagen mêre? $s | |
| ir gewæfen vant./ ez der helm wære $s oder des schildes rant,/ von ir ingesinde $s wart ez in dar getragen./ | |
| Rüedegêres man,/ dar zuo vor ir handen $s die liehten schilde breit./ daz sach der videlære: $s ez was im grœzlîche | |
| Rüedegêrn den edelen $s man vor dem hûse sach./ sînen schilt den guoten $s sazt er für den fuoz./ dô muos$’ | |
| genâden«, $s sprach der küene man./ dô huoben si die schilde, $s alsô si wolden dan,/ strîten zuo den gesten $s | |
| »Ich stên in grôzen sorgen«, $s sprach aber Hagene./ »den schilt, den mir vrou Gotelint $s gap ze tragene,/ den habent | |
| Daz des got von himele $s geruochen wolde,/ daz ich schilt sô guoten $s noch tragen solde,/ sô den du hâst | |
| mêr.«/ »Vil gerne ich dir wære guot $s mit mînem schilde,/ torst$’ ich dir in bieten $s vor Kriemhilde./ doch nim | |
| der Burgonden lant!«/ Do er im sô willeclîchen $s den schilt ze gebene bôt,/ dô wart genuoger ougen $s von heizen | |
| âne zwîvel sîn.«/ Als er im daz gelobte, $s den schilt huop Rüedegêr./ des muotes er ertobete. $s done beit er | |
| Wie rehte grimmeclîchen $s vil swerte darinne erklanc!/ vil der schilde spangen $s ûz den slegen spranc;/ des reis ir schiltgesteine | |
| tôde wære, $s er sluoc im einen slac/ durch den schilt vil guoten $s unz ûf diu helmgespan./ dâvon sô muos$’ | |
| dâ wære getân./ Der sturmküene recke, $s meister Hildebrant,/ weder schilt noch wâfen $s truog er an der hant:/ er wolde | |
| die Dietrîches man,/ begürtet mit den swerten; $s si truogen schilt enhant./ er saget$’ ez sînem herren $s ûzer Burgonden lant./ | |
| ouch Hildebrant./ dô sazt er für die füeze $s sînes schildes rant./ er begonde vrâgen $s die Guntheres man:/ »owê ir | |
| Des wart vil harte erzürnet $s der Bernære muot./ den schilt gezuhte Wolfhart, $s ein sneller degen guot./ alsam ein lewe | |
| $s zuo des sales want/ von helm$’ und ouch von schilde, $s dem küenen spileman:/ dâ von der starke Volkêr $s | |
| hant,/ der beste hergeselle, $s den ich ie gewan.«/ den schilt ruht$’ er hôher: $s dô gie er houwende dan./ Helpfrich | |
| Alsô der küene Wolfhart $s der wunden dô enpfant,/ den schilt den liez er vallen. $s hôher an der hant/ huob | |
| vorhte er schaden mêre $s von der Hagenen hant./ den schilt warf über rucke $s der Dietrîches man./ mit der starken | |
| in grimme wart gewâfent $s dô der helt guot./ einen schilt vil vesten $s nam er an die hant./ si giengen | |
| ûzen vor dem hûse $s geleinet an den sal./ sînen schilt den guoten $s den sazte Dietrîch zetal./ In leitlîchen sorgen | |
| verwîzet ir mir daz?/ nu wer was, der ûf einem schilde $s vor dem Waskensteine saz,/ dô im von Spânje Walther | |
| gegert.«/ Dô Dietrîch gehôrte $s den grimmen Hagenen muot,/ den schilt vil balde zuhte $s der snelle degen guot./ wie balde | |
| ze einem gîsel.« $s daz wart mit sorgen getân./ Den schilt liez er vallen; $s sîn sterke diu was grôz./ Hagenen | |
| beste degen,/ der ie kom ze sturme $s oder ie schilt getruoc!/ swie vîent ich im wære, $s ez ist mir | |
| und guot rihtære,/ menlich, wârhaft und milt./ mit des frides schilt/ beschirmet er vor freisen/ witiben unde weisen./ zuo der barmung | |
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